Muß ich für einen einzigen Tag Ortsabwesenheit beantragen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

lalelilolu

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Hallo,

ich beziehe in Berlin ALG1 und stocke mit ALG2 auf.
Nächste Woche muss ich für einen Tag in nach Leipzig fahren, das hat berufliche Gründe, da es sich um Vorbesprechungen für einen Auftrag dreht, für den ich meine Dienste als Selbstständige anbieten will.
Ich fahre dafür morgens um 8 in Berlin los und komme am nächsten Tag gegen 12 Uhr mittags wieder.
Muss ich hierfür Ortsabwesenheit beantragen?
Ich habe gelesen, dass man jeden Tag fürs Amt verfügbar sein muss. Das wäre ich ja den Tag, an dem ich gegen 12 wiederkomme schon, den vorherigen allerdings vielleicht nicht, weil ich schon so früh losfahre?

Ich habe die Ortsabwesenheit bisher nicht beantragt, weil ich gedacht hatte, dass ich noch am gleichen Tag wiederkomme und es damit nicht nötig ist, bzw. dass es so kurz ist, dass das Amt es eh nicht mitbekommt.
Dadurch dass ich seit kurzem mit ALG2 aufstocke, kann es aber ja shcon vorkommen, dass sie nochmal eine Kontoeinsicht fordern und dann die Abbuchungen für die Bustickets sehen.

Außerdem würde ich meiner Sachbearbeiterin gerne erzählen, dass ich da an was dran bin.
Ich habe einen Tag vor der Ortsabwesenheit noch einen Termin bei ihr und frage mich, ob ich die einfach dann kurzfristig persönlich bei ihr beantragen kann? Alles andere würde ja jetzt eh viel zu lange dauern.

Nur was mache ich wenn die Ortsabwesenheit dann abgelehnt wird?
 

Kerstin_K

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Ablehnen kann sie das nur, wenn sie genau für den Tag etwas anderes hat, was dich in Arbeit bringen könnte. Ein Vorstellungsgespräch zum Beispiel.

Ich halte das für unwahrscheinlich. Und ein Meldetermin dürfte wohl auch nicht anstehen, wenn Du genau am Tag vorher schon da warst.

Ich würde es einfach kurz ansprechen und gut.
 

wolf77

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Ich fahre dafür morgens um 8 in Berlin los und komme am nächsten Tag gegen 12 Uhr mittags wieder.
Na dann schaust du doch morgens noch mal in den Briefkasten, und dann am nächsten Tag irgendwann Nachmittags...

Somit warst du jeden Tag postalisch erreichbar.
Meiner Meinung nach gibt es da nix zu beantragen.
 

[HartzFear]

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Ich fahre dafür morgens um 8 in Berlin los und komme am nächsten Tag gegen 12 Uhr mittags wieder.
Muss ich hierfür Ortsabwesenheit beantragen?
...
Theoretisch ja. Praktisch rate ich davon ab. Der Aufwand steht in keinem Verhältnis. Für einen Tag würde ich mich da nicht verrückt machen und ganz entspannt weg fahren.
 

wolf77

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Theoretisch ja. Praktisch rate ich davon ab. Der Aufwand steht in keinem Verhältnis. Für einen Tag würde ich mich da nicht verrückt machen und ganz entspannt weg fahren.
Zumal man dann in den Aufmerksamkeitsfokus des SBs geraten könnte.
Und die haben doch immer mal wieder irgendwas auf dem Tisch, das einer Statistikverbesserung bedarf.

Dann gibts plötzlich eine ultrawichtige Einladung, für zufällig genau diesen Tag.
 

[HartzFear]

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Alles unter 2 Wochen OA ohne Antrag/Genehmigung macht mir keine Sorgen.
 

lalelilolu

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Vielen Dank euch allen für die Antworten!
Ich denke ich werde meiner Sachbearbeiterin dann bei dem Termin am Vortag sagen, dass ich nach Leipzig fahren werde, weil ich da was in Aussicht hab. Dann ist sie vielleicht etwas beruhigt, dass ich mich tatsächlich um Arbeit bemühe. Und wenn sie dann was sagt von wegen, ich hätte Ortsabwesenheit beantragen müssen, sage ich dass ich dachte dass es nicht nötig wäre, weil ich ja, wie wolf77 schrieb, jeden Tag in den Briefkasten schauen kann.

Danke und Grüße!
 

erwerbsuchend

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Du solltest dabei aber auch berücksichtigen, dass immer etwas passieren kann, was leider Spuren für das JC hinterlegt, z.B. ein Unfall, nach dem du ggfs. ins KH musst. Du solltest vorallem an Orten außerhalb deines ortsnahen Bereiches auf Barzahlung umstellen, damit zumindest dadurch keine Spuren gelegt werden. Solltest du den Auftrag bekommen, dann solltest du auch darauf achten, dass in den dazugehörigen Unterlagen nichts davon erwähnt wird, dass du persönlich vor Ort warst.
 

Pixelschieberin

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Leute, kommt aus diesem passiven Kindergarten-Modus raus, wo die Tante bei Allem und Jedem um Erlaubnis gefragt werden soll.

Wie wäre es mit einem kurzen Perspektivwechsel?
Stellt die Leistung Eurer SB mal auf den Prüfstand und hakt nach, was die bisher - in eurem Sinn - geleistet haben.
Wie schnell werden sich An- und Vorwürfe, die allein dazu angetan sind, uns ein schlechtes Gewissen machen zu sollen, relativieren?

Laß' mich den micheligen Ansatz der Fragestellung kritisch beleuchten:
Wenn jemand SO denkt, ist's kein Wunder wenn er von Bürokraten, denen das Hemd näher als die Jacke ist, hin und her gebeutelt wird.

Als Selbständige verbitte ich mir das GANZE Ortsabweseneitsgetue bereits im Vorfeld!
Gegebenenfalls teile ich mit, daß ich dann und dann OA war/sein werde.
Das allein wegen der Versicherung.
Jedoch werde ich keinesfalls auf "Genehmigungen" von irgendwelchen SB warten.

Das ist MEIN Business.
Das betreibe ich nach MEINEN und marktüblichen Spielregeln.
Weiß ich, ob die Genehmigungen überhaupt erteilt werden oder wenn - womöglich erst Pflaumenpfingsten bei mir eintrudeln?

Oft kommt es bei Abschlüssen auf schnellste Entschlüsse an.
Das ist etwas anders als in Amtsstuben, wo der Bürokrat sein Geld regelmäßig kriegt.
Die Unternehmerin muß es sich nämlich verdienen.

SO wird ein Schuh draus. :icon_pause:

OA-Passagen, die meine unternehmerischen Bestrebungen zu behindern vermöchten, sind bei meiner EGV-Verhandlung aus der EGV zu streichen und bestenfalls dahingehend abzuändern, daß ich erst hinterher Bescheid zu geben brauchte, sollte es - für mich - Not tun.

Andernfalls könnte der gewitzte SB auf die Idee kommen, daß ich's mit meiner Selbständigkeit nicht ernst genug meine und ich deshalb zurück in die Abteilung zu stecken sei, die sich "Vermittlung prekärer Jobs" auf die Fahne geschrieben hat.

Grund für meine OA-Bockbeinigkeit im Selbständigenbereich liefere ich in der Vorbesprechung gern mit:
MEIN unternehmerisches Handeln lasse ich mir NICHT von einem Beamtenmikado-Spieler vorschreiben, gar ließe ich mir in den Arm fallen, wenn ich Kunden-Akquise betreibe.

So weit käme es noch!

Soooooooooo - und jetzt denke noch Mal mal über deine Einstellung zur Selbständigkeit nach.
Die Eingangsfrage klang nämlich eher nach abhängig beschäftigter Arbeitnehmerin, die fremdbestimmte Weisungen entgegen zu nehmen gedenkt.

Sei stark, stell dich auf die Hinterbeine.
 

Nena

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Außerdem würde ich meiner Sachbearbeiterin gerne erzählen, dass ich da an was dran bin.
Das kannst Du, musst Du aber nicht. Ich will Dir nichts vermiesen. Aber sie ist NICHT Deine Freundin. Du hast keinerlei Vorteile, wenn sie das weiß.

Da Du dienstlich unterwegs bist (das ist so, ja?), ist es eh keine genehmigungspflichtige OAW, auch bei mehreren Tagen müsstest Du nur informieren (analog Urlaub bei abhängig Beschäftigten).
 
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