Muß ich einen Lottominimalgewinn dem Jobcenter melden? (1 Betrachter)

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bgekrille

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Liebes Forum.
Ich spiele seit Februar 2019 online Lotto [6aus49]. Es ist ein Quick-Tipp ohne alles, über eine Laufzeit von zehn Wochen, zum Preis von 10,50€. Nun habe ich mit diesem Schein schon zweimal gewonnen: einmal 12,-€ und kurz darauf noch einmal 5,-€, die mir direkt auf mein Konto überwiesen wurden. Wenn man die Einsatzkosten nun abzieht, bleibt ein Reingewinn von 6,50€.

Muss ich dies dem Jobcenter melden?

Oder gibt es hier einen Grenzbetrag?

Vielen Dank.
 

Zeitkind

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Muss ich dies dem Jobcenter melden? Oder gibt es hier einen Grenzbetrag?
Abhängig der Einsatzkosten, wird der Gewinn angerechnet. Siehe dazu diesen Artikel.
LSG Nordrhein-Westfalen - Urteil vom 13.12.2010 - L 19 AS 77/09
15 Die mit Bescheid vom 06.10.2008 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 10.01.2008
vorgenommene Teilaufhebung der Leistungsbewilligung des Klägers für die Monate November und Dezember 2007
wegen des im Oktober 2007 zugeflossenen Lotteriegewinnes von 500,00 EUR ist - jedenfalls nach Abzug
(vgl. LSG Berlin-Brandenburg Beschluss vom 03.12.2008 - L 25 B 2043/08 AS ER - info also 2009, 36)
des für diesen Lottenegewinn aufgewendeten Einsatzes von 15,00 EUR
entsprechend dem angenommenen Teilanerkenntnis vom 13.12.2010-rechtmäßig. (Quelle & Link zum Urteil)
Einkommen (egal welcher Art und Höhe) sind dem LT gegenüber meldepflichtig.
§ 60 SGB I - Angabe von Tatsachen
(1) Wer Sozialleistungen beantragt oder erhält, hat
1. alle Tatsachen anzugeben, die für die Leistung erheblich sind, und auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers der Erteilung der erforderlichen Auskünfte durch Dritte zuzustimmen,
2. Änderungen in den Verhältnissen, die für die Leistung erheblich sind oder über die im Zusammenhang mit der Leistung Erklärungen abgegeben worden sind, unverzüglich mitzuteilen, ...
Ich würde dafür aber nicht die Anlage EK ausfüllen,
Ausfüllhinweis Punkt 33 Anlage EK - Einmalige Einnahmen
Als einmalige Einnahmen sind z. B. Steuerrückerstattungen, Betriebskostenerstattungen, Ertragsgutschriften, Glücksspielgewinne und Gratifikationen anzugeben,
sofern diese im Bedarfszeitraum (d. h. ab dem Monat der Antragstellung) zufließen. Das heißt, dass es zum Beispiel bei Steuerrückerstattungen
auf den tatsächlichen Zahlungseingang ankommt und nicht auf den der Besteuerung zugrundeliegenden Zeitraum.
sondern ein einfaches Anschreiben aufsetzen und/oder entsprechende Kontoauszüge beim nächsten Termin vorlegen.
Lotto spielen ist also zumindest für LE von ALG II nicht unbedingt lohnenswert. :icon_wink:
 

apfelkuchen

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Lotto online spielen ist es nicht. Barauszahlungen im Laden gehen bis 1000€.
 

Regensburg

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Moin :)

ich frage mich, warum ein H4 online Lotto spielt.
Ich spiele selten Lotto - und wenn schon, dann latsche ich ins Lotto-Geschäft. Ist Anonym.

Lottogewinn-Auszahlung in der Annahmestelle
Die maximale Gewinnhöhe für eine Barauszahlung in einer Lotto-Annahmestelle ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Zum Beispiel können Gewinner in Bayern bis zu 2.500 Euro abholen, in Hessen sogar 5.000 Euro. In den anderen Bundesländern liegen die Grenzen bei 500 Euro oder 1.000 Euro.
Quelle: In Bayern 2.500 €
 
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