Muss ich eine Sperrzeit befürchten, wenn ich ein unbefristetes Arbeitsverhältnis kündige und einen Vertrag bei einer Zeitarbeitsfirma unterschreibe?

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Johnny93

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Hallo zusammen,

vor ca. anderthalb Jahren wurde ich von meinem jetzigen Arbeitgeber in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis übernommen. Meine alte Abteilung (Schweißerei) wurde leider aufgrund von Make-or-Buy-Entscheidungen wegrationalisiert. In dem Zuge wurde ich dann in die Montage (Fließband, taktgebunden) versetzt. Seitdem ich dort in der Abteilung bin, bin ich körperlich wie auch geistig total am Ende - die neuen Kollegen isolieren mich bewusst und auch mit den Arbeitsumfängen komme ich überhaupt nicht klar. Leider wirkt sich der ganze Stress auf der Arbeit auch auf mein Privatleben aus - ich habe massive Schlafstörungen und Angstzustände. Mein Hausarzt hat zudem eine Überlastung diagnostiziert und mir eine Überweisung für einen Psychotherapeuten ausgestellt. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich will so schnell wie möglich raus aus dem Laden - habe schon über Leihfirmen einige Angebote erhalten, vom Verdienst her würde ich anfangs ca. 3 -4EUR/ Stunde weniger verdienen, aber nach der stufenweisen Anpassung wäre ich wieder bei meinem aktuellen Monatsbrutto.

Meine konkrete Frage: Wie verhält es sich bzgl. einer Sperrzeit, wenn ich ein unbefristetes Arbeitsverhältnis kündige und ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bei einer ZAF anfange? Wird das Arbeitsamt das unbefristete Arbeitsverhältnis bei der ZAF anerkennen? Oder wird man mir daraus einen Strick drehen, so nach dem Motto "ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bei einer ZAF ist nichts wert"? Könnte ich damit argumentieren, dass ich mit der jetzigen Arbeit psychisch nicht klarkomme? Fragen über Fragen, aber ich möchte jetzt auch nichts überstürzen. Der Worst-Case wäre, wenn die ZAF mich abmeldet und ich vom Amt noch eine dreimonatige Sperrzeit bekomme.(da ich das unbefristete Arbeitsverhältnis bei meinem jetzigen Arbeitgeber selbst gekündigt habe).

Es wäre super, wenn ihr mir diesbezüglich etwas Licht ins Dunkle bringen würdet!


Gruß

Johnny
 
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Meine konkrete Frage: Wie verhält es sich bzgl. einer Sperrzeit, wenn ich ein unbefristetes Arbeitsverhältnis kündige und ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bei einer ZAF anfange? Wird das Arbeitsamt das unbefristete Arbeitsverhältnis bei der ZAF anerkennen?
Meiner Meinung nach musst du klar trennen zwischen deinen gesundheitlichen Problemen und deinem "Wunsch", den Arbeitgeber zu wechseln.

Du fragst nach einer evtl. Sperrzeit - diese käme aber nur zum Tragen, wenn du dein Arbeitsverhältnis kündigen würdest und dann sofort zur AfA gehen würdest, um ALG 1 zu beantragen.

Das tust du aber ja gerade NICHT, sondern du wechselst in ein (anderes) unbefristetes Arbeitsverhältnis.

Wird das Arbeitsamt das unbefristete...

grün_fink

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Wenn du, wie du oben schreibst, massive Angstzustände und Schlafstörungen hast, kommt da nicht zuerst eine Krankschreibung in Betracht? Was sagt denn der Hausarzt dazu?
Dein Hausarzt kann dir außerdem bescheinigen, dass du die aktuelle Arbeit nicht mehr weiterführen kannst aus gesundheitlichen Gründen. Dann dürfte es keine Sperrzeit geben.
 

Johnny93

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Mein Hausarzt hat mich bereits für die Woche krankgeschrieben und mir eine Überweisung ausgestellt (Psychotherapeut).

Wie wäre es allerdings, wenn ich ohne eine solche Bescheinigung kündige und bei einer ZAF anfange? Muss ich dann mit einer Sperre rechnen? Ich bin mir nicht sicher, ob ein Hausarzt so ein Attest "einfach so" ausstellen kann...
 

Lucky Luke

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Meine konkrete Frage: Wie verhält es sich bzgl. einer Sperrzeit, wenn ich ein unbefristetes Arbeitsverhältnis kündige und ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bei einer ZAF anfange? Wird das Arbeitsamt das unbefristete Arbeitsverhältnis bei der ZAF anerkennen?
Meiner Meinung nach musst du klar trennen zwischen deinen gesundheitlichen Problemen und deinem "Wunsch", den Arbeitgeber zu wechseln.

Du fragst nach einer evtl. Sperrzeit - diese käme aber nur zum Tragen, wenn du dein Arbeitsverhältnis kündigen würdest und dann sofort zur AfA gehen würdest, um ALG 1 zu beantragen.

Das tust du aber ja gerade NICHT, sondern du wechselst in ein (anderes) unbefristetes Arbeitsverhältnis.

Wird das Arbeitsamt das unbefristete Arbeitsverhältnis bei der ZAF anerkennen? Oder wird man mir daraus einen Strick drehen, so nach dem Motto "ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bei einer ZAF ist nichts wert"?

Es ist ein ganz normaler Vorgang, selbstbestimmt den AG zu wechseln! Das kann dir NIEMAND verbieten.

Die AfA erfährt davon überhaupt nichts, von wem denn auch? Erst dann, wenn du bei deinem "neuen" AG kündigst bzw. gekündigt wirst und dann zur AfA gehst und ALG 1 beantragst, dann bekommen die den Arbeitsplatzwechsel überhaupt mit...

Und es gibt KEINE rechtlichen Unterschiede bzgl. der Wertigkeit eines Arbeitgebers -> wenn du einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei A..di hast oder bei Sie..ens oder B..sch oder Per..ona Ser..ice, das ist völlig wurscht.......

Mach dir da bitte keine unnötigen Sorgen, alles Gute! Lucky Luke
 
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Johnny93

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Hey Lucky Luke,

vielen Dank fürs Mut machen :)

Die AfA erfährt davon überhaupt nichts, von wem denn auch? Erst dann, wenn du bei deinem "neuen" AG kündigst bzw. gekündigt wirst und dann zur AfA gehst und ALG 1 beantragst, dann bekommen die den Arbeitsplatzwechsel überhaupt mit..

Falls ich nach paar Monaten bei der ZAF wieder rausfliege, müsste ich beim ALG 1 Antrag doch meine letzten Arbeitgeber aufführen. Ich kann nur von einem Vorfall eines Bekannten (ehem. Arbeitskollege) berichten: Er hat seinen unbefristeten Arbeitsvertrag gekündigt und einen befristeten bei einer anderen Firma unterschrieben. Leider wurde er betriebsbedingt nicht mehr verlängert. Beim ALG1 Antrag hatte er dadurch massiven Ärger, da er ja sozusagen einen "sicheren Hafen" (unbefristeter AV) gegen einen befristeten AV eingetauscht hat.
Nach langem hin und her konnte er glücklicherweise die Sperrzeit abwenden, aber letztendlich hat der/die Sachbearbeiter/in der Agentur beim Antrag festgestellt, dass es eben zu einem Arbeitgeberwechsel kam.

Aber gut, solange ein unbefristeter AV einer ZAF "gleichwertig" behandelt wird, ist ja alles i.O. :)
 

Lucky Luke

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Er hat seinen unbefristeten Arbeitsvertrag gekündigt und einen befristeten bei einer anderen Firma unterschrieben. Leider wurde er betriebsbedingt nicht mehr verlängert....
Genau das ist der Knackpunkt -> BEFRISTET gegen unbefristet.

Wenn das so bei dir auch wäre, dann hätte ich auch grosse Bedenken.
Denn dann ist ja von vorneherein absehbar, wann du auf ALG 1 angewiesen sein wirst, und dass man sich da Ärger einhandeln wird mit der AfA at soz. vorprogrammiert.

Was ich mir an deiner Stelle aber nochmals gut überlegen würde: " muss" es denn tatsächlich ein Arbeitsverhältnis bei einem Entleihbetrieb/ZAF sein?! U.U. werden da deine psychischen Probleme nicht geringer, um es mal vorsichtig auszudrücken.
Würde versuchen, bei einem normalen AG einen geeigneten Arbeitsplatz aufzutun... Klar, das ist (gerade jetzt) nicht einfach, aber einen Versuch allemal wert.
👍👍👍

Edit: was mir gerade noch eingefallen ist - du scheinst ja in einer größeren Firma zu arbeiten - hast du schon mal überlegt, das du dich mit eurem Betriebsrat (falls vorhanden) zusammensetzt und über deine für dich belastende Arbeitssituation redest? Evtl. gibt es die Möglichkeit einer Versetzung in eine andere Abteilung?
Oder - wenn Betriebsrat nicht vorhanden - zur Personalabteilung?
Da sollte man auch bemüht sein, eine Lösung für dich zu finden -> man wird dich bestimmt nicht gleich "fressen" dort, glaub mir😉
 
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Johnny93

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Klar, ein "normaler" AG wäre mir natürlich deutlich lieber - aber wie du schon richtig sagtest, aktuell sieht es echt mau aus abseits des Zeitarbeitmarktes. Und wenn, dann kommt man ohnehin nur sehr selten direkt an einen unbefristeten AV.

Ich werde es mir nochmal überlegen, danke für den Input. :)(y)
 

Gretta

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Zuerst einmal wundert mich, nicht nur hier, die Debatte das zwischen normalen Arbeitgebern und der ZA differenziert wird. Als ob die ZA ein eigener Rechtskreis im Arbeits-oder Sozialrecht wäre. Dem ist mitnichten so. Und sollte so nicht immer wieder durch das Dorf getrieben werden.
Zur Frage: grundsätzlich hast Du das Recht zu kündigen und zu wechseln. Auch zu einer Za. Aber wenn Du "freiwillig" zu schlechteren Konditionen (weniger Gehalt und oder Befristung) wechseln würdesm besteht die Gefahr für den Fall der Fälle der Arbeitslosigkeit dem SB gute Gründe nennen müssen um eine Sperre zu vermeiden.
Da Du aber offenbar gesundheitliche Probleme hast sollte der erst Weg gehen sich unter AU darum primär zu kümmern.
 
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Lucky Luke

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Zur Frage: grundsätzlich hast Du das Recht zu kündigen und zu wechseln. Auch zu einer Za. Aber wenn Du "freiwillig" zu schlechteren Konditionen (weniger Gehalt und oder Befristung) wechseln würdesm besteht die Gefahr für den Fall der Fälle der Arbeitslosigkeit dem SB gute Gründe nennen müssen um eine Sperre zu vermeiden.
Nur die Befristung (wenn man dafür ein unbefristetes Arbeitsverhältnis gekündigt hat) dürfte Probleme zeitigen.

Das Entgelt ist der AfA völlig egal. Im Gegenteil -> der Amtschimmel würde sich freuen, da dann auch später der ALG 1 Anspruch geringer werden würde.
 

Tralilala

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Wie verhält es sich bzgl. einer Sperrzeit, wenn ich ein unbefristetes Arbeitsverhältnis kündige und ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bei einer ZAF anfange? Wird das Arbeitsamt das unbefristete Arbeitsverhältnis bei der ZAF anerkennen? Oder wird man mir daraus einen Strick drehen, so nach dem Motto "ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bei einer ZAF ist nichts wert"? Könnte ich damit argumentieren, dass ich mit der jetzigen Arbeit psychisch nicht klarkomme? Fragen über Fragen, aber ich möchte jetzt auch nichts überstürzen. Der Worst-Case wäre, wenn die ZAF mich abmeldet und ich vom Amt noch eine dreimonatige Sperrzeit bekomme.(da ich das unbefristete Arbeitsverhältnis bei meinem jetzigen Arbeitgeber selbst gekündigt habe).
Wieviel Zeit ist den zwischen beiden Stellen?

Normalerweiße bekommst du immer eine 3 monatige Sperre, wenn du selbst kündigst. Der Grund ist egal, Arbeitgeber, Gesundheit usw.

Die Begründung wird immer sein, du hast gewusst du wirst Arbeitslos, du hättest was machen können. Und warum hast du dein Arbeitsverhältnis nicht so gekündigt, dass du direkt ins neue Arbeitsverhältnis gehen kannst?

Es wird zwar immer gesagt, aus "triftigen" Gründen gibt es keine Sperre. Aber dann musst du den Grund nachweißen. Und der muss "triftig" im Sinne des Arbeitsamtes sein. Wenn du dir nicht beide Beine und beide Arme gebrochen hast und deshalb nie wieder dort arbeiten kannst (dass du dann auch erstmal belegen und beweißen müsstest...), gäbe es evtl. keine Sperre. Mir würde kein vernünftiger Grund einfallen, warum es keine Sperren nicht geben sollte.
Mit "körperlich und geistig" am Ende, genügt nicht. Und ich wäre mit solchen Aussagen vorsichtig, nicht das du irgendwas los trittst.

Wenn du den Vertrag mit der ZAF schon unterschrieben hast, dann ist das doch schon eine Aussicht. Ohne das du angefangen hast, werden die dich wohl kaum kündigen (können).
 

Lucky Luke

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...Begründung wird immer sein, du hast gewusst du wirst Arbeitslos, du hättest was machen können. Und warum hast du dein Arbeitsverhältnis nicht so gekündigt, dass du direkt ins neue Arbeitsverhältnis gehen kannst?

Es wird zwar immer gesagt, aus "triftigen" Gründen gibt es keine Sperre. Aber dann musst du den Grund nachweißen. Und der muss "triftig" im Sinne des Arbeitsamtes sein. Wenn du dir nicht beide Beine und beide Arme gebrochen hast und deshalb nie wieder dort arbeiten kannst (dass du dann auch erstmal belegen und beweißen müsstest...), gäbe es evtl. keine Sperre. Mir würde kein vernünftiger Grund einfallen, warum es keine Sperren nicht geben sollte.
@Tralilala - es liegt mir fern, dich belehren zu wollen, aber lies' doch mal, was @Johnny93 in seinem Eingangspost geschrieben hat...

Wenn wir im Deutschunterricht wären, wäre die Benotung deiner Antwort ein "ungenügend", da Thema verfehlt...
Normalerweiße bekommst du immer eine 3 monatige Sperre, wenn du selbst kündigst. Der Grund ist egal, Arbeitgeber, Gesundheit usw.
???

Seufz
 

Lucky Luke

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Wieviel Zeit ist den zwischen beiden Stellen?
So wie Johnny schreibt -> keine!
Nahtlos vom unbefristeten Arbeitsverhältnis des alten Arbeitgebers zum neuen Arbeitsverhältnis beim neuen AG (ZAF)
Normalerweiße bekommst du immer eine 3 monatige Sperre, wenn du selbst kündigst. Der Grund ist egal, Arbeitgeber, Gesundheit usw.
Das stimmt einfach nicht, weil ->
Es ist ein ganz normaler Vorgang, selbstbestimmt den AG zu wechseln! Das kann dir NIEMAND verbieten.
und weil Johnny dann eben weiterarbeiten wird (beim neuen AG), OHNE irgendwelche Leistungen zu beantragen...
Die Begründung wird immer sein, du hast gewusst du wirst Arbeitslos, du hättest was machen können. Und warum hast du dein Arbeitsverhältnis nicht so gekündigt, dass du direkt ins neue Arbeitsverhältnis gehen kannst?
Genau das hat Johnny vor...
Es wird zwar immer gesagt, aus "triftigen" Gründen gibt es keine Sperre. Aber dann musst du den Grund nachweißen. Und der muss "triftig" im Sinne des Arbeitsamtes sein. Wenn du dir nicht beide Beine und beide Arme gebrochen hast und deshalb nie wieder dort arbeiten kannst (dass du dann auch erstmal belegen und beweißen müsstest...), gäbe es evtl. keine Sperre. Mir würde kein vernünftiger Grund einfallen, warum es keine Sperren nicht geben sollte.
Mit "körperlich und geistig" am Ende, genügt nicht. Und ich wäre mit solchen Aussagen vorsichtig, nicht das du irgendwas los trittst
Johnny hat NICHT vor, "einfach so" zu kündigen und Leistungen zu beziehen, weil -> siehe oben...
Wenn du den Vertrag mit der ZAF schon unterschrieben hast, dann ist das doch schon eine Aussicht.
Stimmt.
Ohne das du angefangen hast, werden die dich wohl kaum kündigen (können).
Das hat Johnny doch gar nicht vor (nicht dort anzufangen). Übrigens - wenn ein AN eine Arbeitsstelle NICHT antritt (trotz unterschriebenem AV), dann braucht's keine Kündigung...

@Lucky Luke und was stört dich an meinen Beitrag?
Das obige.

Sorry an die Mod's ( und an Johnny!) das ist eigentlich alles Off topic - aber vllt. hilft es @Tralilala , weil - wie gesagt:
Es liegt mir fern, dich belehren zu wollen, aber lies' doch mal, was @Johnny93 in seinem Eingangspost geschrieben hat...
Ufff.
 

Tralilala

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@Lucky Luke Danke für deine Ausführungen! Toll gemacht! Ich ging tatsächlich davon aus, dass zwischen beiden Arbeitsstellen eine Arbeitslosenzeit ist. Wenn das nicht der Fall ist, dann verhält es sich natürlich anders.
 

atasteofbunny

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Wie wäre es allerdings, wenn ich ohne eine solche Bescheinigung kündige und bei einer ZAF anfange? Muss ich dann mit einer Sperre rechnen? Ich bin mir nicht sicher, ob ein Hausarzt so ein Attest "einfach so" ausstellen kann...

Das würde ich bleiben lassen. Der Hausarzt stellt das Attest ja nicht "einfach so" aus, sondern erst nachdem er sich ein Bild von dir und deinen Beschwerden gemacht hat. Du bist nicht der Erste, der nicht am Fließband arbeiten kann und unter "blöden" (womöglich noch mobbenden) Arbeitskollegen leidet. Die Ärzte kennen das. Warum solltest du das Attest nicht bekommen?

Entgegen meiner Vorschreiber befürchte ich schon eventuelle Probleme wegen einer Sperrzeit. Die Zeitarbeitsfirmen leben davon, ihre Leute unverbindlich zum Entleiher zu schicken. Der Entleiher zahlt viel Geld an die ZAF, weil er eben gerade diese Unverbindlichkeit will; er kann dich jederzeit abmelden. Vor diesem Hintergrund ist ein unbefristeter Arbeitsvertrag mit einer ZAF eben doch nicht so viel wert wie bei einer Festanstellung. Ich halte es für möglich, dass die Arbeitsagentur so argumentieren würde - es sei denn, du hast eben ein Attest.

Abgesehen vom Sperrzeitrisiko ist Zeitarbeit nun wirklich nicht das Gelbe vom Ei - es sei denn, du magst es, immer mal woanders arbeiten zu müssen. Nicht ohne Grund sehen viele hier im Forum Zeitarbeit sehr kritisch.

Du bist jetzt krank geschrieben, das ist gut, so kannst du mal "durchatmen." Vielleicht versuchst du nach der AU, mit deinem Chef zu reden.
 
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