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Muß ich Ehrenamt melden?

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Mona Lisa

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#1
Hallo, Leute,

ich habe wieder nur Widersprüchliches bei der Suche gefunden, vielleicht hat ja jemand Erfahrung mit der Materie.

Demnächst möchte ich eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben, für die ich pro Stunde 4 Euro bekäme. Zunächst ist eine Stunde pro Woche angedacht. Allerdings werde ich vielleicht auch einen Mini-Job beginnen, so daß ich wohl über 100 Euro im Monat zusätzlich zum ALG II einnehmen werde.

Ich frage mich jedoch, ob ich das Ehrenamt überhaupt melden muß, oder muß ich es erst melden, wenn es einen gewissen Umfang überschreitet?

Es wäre toll, wenn jemand etwas Konkretes weiß.

LG

Mona Lisa
 
E

ExitUser

Gast
#3
Also beim Ehrenamt - zumindest bei meinem - kam eine Bezahlung nie in Frage. Ein Ehrenamt macht man aus Spaß an der Tätigkeit.

Aktuell läßt mich meine Arge in ruhe und werde es daher nicht melden. Was ich mit meiner Zeit mache geht die einen feuchten Dreck an solange ich meinen Mitwirkungspflichten nachkomme. Und meinen Pflichten komme ich in vollem Umfang nach. Was ich von der Arge nicht behaupten kann.
 

Arania

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#4
es gibt auch ehrenamtliche Tätigkeiten die bezahlt werden müssen, z.B. Wahlhelfer
 
E

ExitUser

Gast
#5
Vielleicht noch ergänzend zu Aranias gutem Link:

Die Anrechnungsgrenze beträgt die Hälfte des Regelsatzes, also bis Ende Juni 173,50 Euro, ab dann wegen der Erhöhung um vier Euro 175,50 Euro.


Melden musst Du aber generell jedes Ehrenamt, das mit einer Aufwandsentschädigung gleich welcher Höhe verbunden ist.
Bei unrechtmäßiger Anrechnung: Widerspruch.

Auszug aus meinem diesbezüglichen (erfolgreichen) Widerspruch:

"Ich verweise auf das SGB II, § 11 Abs. 3 Nr. 1. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit hat entschieden, dass Übungsleiterpauschalen nicht angerechnet werden, sofern sie nicht den Betrag von 50 % des Regelsatzes übersteigen."

Viele Grüße,
angel
 

Grobi

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#6
Wobei die Begriffe "Bezahlung" und "Ehrenamt" weniger gut zusammenpassen wie "Aufwandsentschädigung" und "Ehrenamt"... bei Bezahlung würde Ich z.b. niemals von einem Ehrenamt sprechen.

Was die Frage angeht: Ich denke, auch eine Ehrenamtliche Tätigkeit muss unbedingt mitgeteilt werden. Die Spitzfindigkeit mit Bezahlung oder Entschädigung hat Auswirkung auf die Anrechnung - meinem Verständnis nach kann eine Aufwandsentschädigung nicht angerechnet werden.
 
E

ExitUser

Gast
#7
Die Spitzfindigkeit mit Bezahlung oder Entschädigung hat Auswirkung auf die Anrechnung - meinem Verständnis nach kann eine Aufwandsentschädigung nicht angerechnet werden.
Doch - sobald sie die Schallmauer der Hälfte des derzeit gültigen Regelsatzes übersteigt, wird der übersteigende Betrag angerechnet.

Viele Grüße,
angel
 

Mona Lisa

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#8
Danke mal für die Antworten.

@Harziger

Arbeitsmaterial wird nur in lächerlichem Umfang gestellt. Es gibt auch welche, die mit dem Auto kommen, auch denkbar Arbeitslose ohne Monatskarte, die einen Einzelfahrschein für den Bus brauchen. Da würden vier Euro gar nicht reichen bei uns.

Außerdem ist es mit einer Stunde gar nicht getan. Ich muß so lange mit dem Bus fahren, daß ich dreieinhalb bis vier Stunden unterwegs bin. Dafür sind vier Euro ziemlich wenig. Aber ich mache es gerne.

LG

Mona Lisa
 

blinky

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#9
Ich mach auch Ehrenamt. Bin Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr.
Da gibt es in der Regel keine Aufwandsentschädigung. Ausser wenn man Lehrgänge besucht wird ne kleine Aufwandsentschädigung bezahlt, sowie Führungskräfte bekommen eine Monatliche Aufwandsentschädigung.

Da ich in den nächsten Tagen eine Aufwandsentschädigung erwarte für Feuerwehrlehrgang (den ich ab Montag besuche) brauch ich die ja nicht angeben, weil die ja unter diese 175 Euro fällt und einmalige Sache ist. Richtig?

Blinky
 
E

ExitUser

Gast
#10
Ich mach auch Ehrenamt. Bin Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr.
Da gibt es in der Regel keine Aufwandsentschädigung. Ausser wenn man Lehrgänge besucht wird ne kleine Aufwandsentschädigung bezahlt, sowie Führungskräfte bekommen eine Monatliche Aufwandsentschädigung.

Da ich in den nächsten Tagen eine Aufwandsentschädigung erwarte für Feuerwehrlehrgang (den ich ab Montag besuche) brauch ich die ja nicht angeben, weil die ja unter diese 175 Euro fällt und einmalige Sache ist. Richtig?

Blinky
Erstens zur Zeit noch 173,50 Euro, und zweitens: angeben musst Du jeden Cent der Aufwandsentschädigung.
Sie darf nur bis zur Grenze nicht angerechnet werden.
Gib sie lieber an, das vermeidet unnötigen Ärger.
Sollte es (üblich) bei den SBs fehlende Kenntnisse der Anrechnungsgrenzen geben: Kopier Aranias Link und reiche das gleich mit der Mitteilung ein.
Das vereinfacht die Sache.

Viele Grüße,
angel
 

Kaulquappe

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#11
Bei ALGII ist es doch so, dass man höchstens 100 Euro pro Monat bekommen und behalten darf (egal ob es Aufwandentschädigung oder Bezahlung heißt) und man muss das in jedem Fall melden.

Oder hat sich da was geändert?

"Übungsleiterpauschale"? Ist man bei einem Ehrenamt "Übungsleiter"? :icon_eek:
 

Kaulquappe

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#12
Habe jetzt Aranias link gelesen ...

Wie komme ich an so etwas, wenn ich weder Erzieher noch Feuerwehrmensch etc. bin?

Das ist sehr ungerecht gegenüber denen, die diese Qualifikationen nicht vorweisen können (dafür aber andere) und denen, die in einer Stadt wohnen, wo keine Aufwandentschädigung gezahlt wird :cool:
 

Arwen

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#13
Hallo Kaulquappe,

ich bin auch keine gelernte Erzieherin und betreue trotzdem Kinder in einem Elternverein/Grundschule ... als Übungsleiter kann man z.B. in kleinen Sportvereinen tätig sein, in denen man selbst aktiv war und mit der Zeit halt ein Amt, z.B. Kinderturnen, übernommen hat.

Gruß
Arwen
 
E

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#14
@Kaulquappe:
Manche Vereine übernehmen auch die Kosten der Übungsleiterscheine die man machen sollte um besser qualifiziert zu sein.
Und meiner zahlt z.B. für eine Trainingsstunde (= 45 Minuten, wie in der Schule) 9 Euro Übungsleiterpauschale - nicht zu verachten! Eine Trainingseinheit besteht im Normalfall aus eineinhalb Stunden, macht 18 Euro.

Dafür sollte man sich dann auch gut ausbilden lassen, also frag mal nach der Finanzierung dafür bei Vereinen nach.

Viele Grüße,
angel
 

Kaulquappe

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#15
Hallo Kaulquappe,

ich bin auch keine gelernte Erzieherin und betreue trotzdem Kinder in einem Elternverein/Grundschule ... als Übungsleiter kann man z.B. in kleinen Sportvereinen tätig sein, in denen man selbst aktiv war und mit der Zeit halt ein Amt, z.B. Kinderturnen, übernommen hat.

Gruß
Arwen
Aha :icon_sad: Mit Sport hatte ich nie was im Sinn und Kinder "betreuen" mag ich leider auch nicht (absolut keinen Nerv dazu, vor allem wenn sie klein sind). Ihnen etwas beibringen oder so, das kann ich, aber keinen Sport.

Kannst du mir irgendeinen Tipp geben, auch per PN?
 
E

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#16
Aha
Mit Sport hatte ich nie was im Sinn und Kinder "betreuen" mag ich leider auch nicht (absolut keinen Nerv dazu, vor allem wenn sie klein sind). Ihnen etwas beibringen oder so, das kann ich, aber keinen Sport.

Kannst du mir irgendeinen Tipp geben, auch per PN?
Ämter und Behörden machen Vereinen viel Arbeit im Verwaltungsbereich.
Manch großer Verein wäre froh um Büromenschen, die das übernehmen können. Schon die normale Buchführung frisst bei größeren Vereinen locker einen Minijob...

Viele Grüße,
angel
 

Arwen

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#17
Kannst du mir irgendeinen Tipp geben, auch per PN?
Nein, leider nicht, da ich auch kein Spezialist in diesem Thema bin.

Ich übe den Job als Betreuerin auch nicht ehrenamtlich, sondern als Minijob aus; das wird es aber auch ehrenamtlich geben, z.B. in kirchlichen Einrichtungen.

Du bringst Kindern gerne etwas bei? Ich auch, wir bieten Hausaufgabenbetreuung in der Schülerbetreuung an; manchmal habe ich das Gefühl, ich gebe den Grundschülern Einzelnachhilfe, während 20 weitere Kinder um uns tummeln; ich merke, dass viele es viel nötiger haben als früher. Bei uns in NRW wird dies im Zuge der OGTS (offene Ganztagsschulen) nun aber von den angegliederten Horten übernommen - jedenfalls wird "so getan", richtige Hilfe gibt's dort wohl eher nicht, eher "Massenbetreuung"... individuell läuft da eher nichts ...
 

Kaulquappe

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#18
Ämter und Behörden machen Vereinen viel Arbeit im Verwaltungsbereich.
Manch großer Verein wäre froh um Büromenschen, die das übernehmen können. Schon die normale Buchführung frisst bei größeren Vereinen locker einen Minijob...
Kannst du mir bitte sagen, WELCHE Vereine? Bin wahrscheinlich einfach einfallslos oder ahnungslos oder was weiß ich aber ich weiss es wirklich nicht! Auch per PN.

Keine christliche Dinger, die wollen das alles nur per EEJ haben.
 
E

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#19
Kannst du mir bitte sagen, WELCHE Vereine? Bin wahrscheinlich einfach einfallslos oder ahnungslos oder was weiß ich aber ich weiss es wirklich nicht! Auch per PN.

Keine christliche Dinger, die wollen das alles nur per Ein-Euro-Job haben.
Ich z.B. arbeite im größten Sportverein unserer Stadt.
Suche mal in der Homepage Deiner Stadt nach allen Vereinen. Frage bei allen größeren nach, ob sie Bedarf an ehrenamtlichen Helfern haben, mit Entschädigung natürlich.

PN folgt.

Viele Grüße,
angel
 

Kaulquappe

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#20
Nein, leider nicht, da ich auch kein Spezialist in diesem Thema bin.

Ich übe den Job als Betreuerin auch nicht ehrenamtlich, sondern als Minijob aus; das wird es aber auch ehrenamtlich geben, z.B. in kirchlichen Einrichtungen.
Die kirchlichen Einrichtungen wollen es nur noch per EEJ :icon_kotz:
Ich will auch am liebsten nie wieder mit denen zu tun haben.

Du bringst Kindern gerne etwas bei? Ich auch, wir bieten Hausaufgabenbetreuung in der Schülerbetreuung an; manchmal habe ich das Gefühl, ich gebe den Grundschülern Einzelnachhilfe, während 20 weitere Kinder um uns tummeln; ich merke, dass viele es viel nötiger haben als früher. Bei uns in NRW wird dies im Zuge der OGTS (offene Ganztagsschulen) nun aber von den angegliederten Horten übernommen - jedenfalls wird "so getan", richtige Hilfe gibt's dort wohl eher nicht, eher "Massenbetreuung"... individuell läuft da eher nichts ...
Ich weiss. Es wäre gut wenn ich so etwas per Ehrenamt mit MAE bekäme, ich glaube aber ,das gibt es nicht. Und ich glaube auch nicht, dass ich einen Minijob bei so etwas bekomme (damit meinst du einen 400-€-Job, oder?).
 

Kaulquappe

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#21
Ich z.B. arbeite im größten Sportverein unserer Stadt.
Suche mal in der Homepage Deiner Stadt nach allen Vereinen. Frage bei allen größeren nach, ob sie Bedarf an ehrenamtlichen Helfern haben, mit Entschädigung natürlich.

PN folgt.

Viele Grüße,
angel
OK !
 

Hagal

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#22
Es gibt eine Verordnung aus dem Jahr 2004, in der steht, daß ehrenamtliche Tätigkeit erst gemeldet werden muß, wenn sie 15 Stunden die Woche übersteigt, da sichergestellt werden muß, daß einer Arbeitsaufnahme trotz ehrenamtlicher Arbeit nichts im Wege steht bzw. Bemühungen, wieder in Arbeit zu kommen, durch die ehrenamtliche Tätigkeit nicht negativ beeinflußt werden.
Desweiteren ist von einer Aufwandspauschale die Rede, die bis 154 Euro pauschal unantastbar bleibt. Wenn die 4 Euro pro Stunde bei 1 Stunde die Woche eine Azfwandsentschädigung beduetet (z.B. wegen Fahrkosten usw.), dann scheint es mir, als müßte das nicht gemeldet werden.

Hier noch ein Link dazu:

juris.de ehrenamtliche arbeitslos - Google-Suche=

Da gibts mehere Seiten zum Thema (acuh zuoberst ein pdf)
 

Arwen

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#23
Kaulquappe sagte :
... einen Minijob bei so etwas bekomme (damit meinst du einen 400-€-Job, oder?).
Ja, das meinte ich.

Gruß
Arwen
 
E

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#24
Es gibt eine Verordnung aus dem Jahr 2004, in der steht, daß ehrenamtliche Tätigkeit erst gemeldet werden muß, wenn sie 15 Stunden die Woche übersteigt, da sichergestellt werden muß, daß einer Arbeitsaufnahme trotz ehrenamtlicher Arbeit nichts im Wege steht bzw. Bemühungen, wieder in Arbeit zu kommen, durch die ehrenamtliche Tätigkeit nicht negativ beeinflußt werden.
Desweiteren ist von einer Aufwandspauschale die Rede, die bis 154 Euro pauschal unantastbar bleibt. Wenn die 4 Euro pro Stunde bei 1 Stunde die Woche eine Azfwandsentschädigung beduetet (z.B. wegen Fahrkosten usw.), dann scheint es mir, als müßte das nicht gemeldet werden.

Hier noch ein Link dazu:

juris.de ehrenamtliche arbeitslos - Google-Suche=

Da gibts mehere Seiten zum Thema (acuh zuoberst ein pdf)
Es wäre unnötiger Ärger, eine Aufwandspauschale oder Übungsleiterpauschale nicht zu melden.
Du musst jede Veränderung melden, und dann bei einem anrechnungsfreien Betrag Zoff zu riskieren, erscheint mir sinnlos.
Und, wie gesagt: die Anrechnungsgrenze liegt bei 50 % des Regelsatzes.

Viele Grüße,
angel
 

Rounddancer

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#27
Habe jetzt Aranias link gelesen ...

Wie komme ich an so etwas, wenn ich weder Erzieher noch Feuerwehrmensch etc. bin?
Nun, es gibt ehrenamtliche Tätigkeiten mit Aufwandsentschädigung,-
z.B. ehrenamtliche Richter, Wahlhelfer (=die, die im Wahllokal Dienst machen, nicht die, die Plakate kleben, Kochbüchlein, Blumensamen und Zettel verteilen), Übungsleiter (Sportvereinsgruppenleiter, Tanzleiter, etc.), auch "grüne Damen" im Krankenhaus können eine Aufwandsentschädigung bekommen. Oder auch z.B. eine Kurskameradin, sie betreut im Auftrag von Caritas oder Diakonie jede Woche drei alte Damen je ich glaube drei Stunden, kriegt dafür m.W. je 8 Euro Aufwandsentschädigung. Sie geht für sie einkaufen, leistet ihnen etwas Gesellschaft, etc. Damit diese Damen nicht immer nur den ambulanten Pflegedienst und die Köpfe vom Fernseher zu sehen bekommen.
 

Rounddancer

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#28
Es gibt eine Verordnung aus dem Jahr 2004, in der steht, daß ehrenamtliche Tätigkeit erst gemeldet werden muß, wenn sie 15 Stunden die Woche übersteigt, da sichergestellt werden muß, daß einer Arbeitsaufnahme trotz ehrenamtlicher Arbeit nichts im Wege steht bzw. Bemühungen, wieder in Arbeit zu kommen, durch die ehrenamtliche Tätigkeit nicht negativ beeinflußt werden.

Jain.

Ja, generell muß ehrenamtliche Tätigkeit (auch wenn sie ohne Aufwandsentschädigung erfolgt) aus den von Dir genannten Gründen erst ab 15 Wochenstunden gemeldet werden.

Aber:
Nein, jeder Zufluß ist zu melden,- und auch ehrenamtliche Aufwandsentschädigung ist meldepflichtig, nur ist da eben der Freibetrag in Höhe des halben Regelsatzes,- der nicht angerechnet werden darf.

Generell hat man diesen Weg geschaffen, da man es sich nicht leisten kann, daß Menschen ihr Ehrenamt nicht fortführen, wenn sie arbeitslos werden,- und das passierte, wenn dem Arbeitslosen jeder Cent Aufwandsentschädigung angerechnet würde.

Aber ohne die viele ehrenamtlich geleistete Arbeit wären Staat und Gesellschaft längst zusammengebrochen.

Ein Hinweis: In vielen Städten, Gemeinden und Stadtteilen gibt es Ehrenamtsagenturen, die Anlaufstelle sind für Vereine und Initiativen, die ehrenamtliche Helfer brauchen, und für Menschen, die ein Ehrenamt übernehmen wollen, ob mit oder ohne Aufwandsentschädigung.

Außerdem: Bei my-agd.de - Die Arbeitsgemeinschaft für Deutschland unterm Stichwort Ehrenamtscard gibt es nicht nur diese, die ihren Besitzern immer mehr Vorteile bringt,- sondern auch eine Datenbank, wo sich Ehrenämter Anbietende und Ehrenamt Suchende finden können.
 
E

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#29
Erstens zur Zeit noch 173,50 Euro, und zweitens: angeben musst Du jeden Cent der Aufwandsentschädigung.
Sie darf nur bis zur Grenze nicht angerechnet werden.
Gib sie lieber an, das vermeidet unnötigen Ärger.
Sollte es (üblich) bei den SBs fehlende Kenntnisse der Anrechnungsgrenzen geben: Kopier Aranias Link und reiche das gleich mit der Mitteilung ein.
Das vereinfacht die Sache.

Viele Grüße,
angel
Aufwandentschädigung bei meiner Tochter wurde gar nicht angerechnet...bei ihr wären die Unkosten auch höher gewesen als die Entschädigung.

Angeben würde ich es auf jeden Fall - so sieht die SB dann gleich, daß man eben nicht untätig ist. Ich hab Notizen in meiner Akten gesehen und da wird es positiv bewertet, daß ich was ich tu...

Das hier hat anschjeinend keine Gültigkeit mehr?

Schon zu den ersten Durchführungsbestimmungen für den §11 SGB II muss man wissen.

3 Privilegiertes Einkommen

Nach §11 Abs.1 und Abs.3 sind neben Leistungen nach dem SGB II weitere bestimmte Einnahmen ganz oder teilweise nicht als Einkommen zu berücksichtigen.

3.1 Grundrenten nach dem BVG im bestimmter Höhe

3.2 Leistungen nach anderen Gesetzen z.Bsp. Erziehungsgeld

3.3 Zweckbestimmte Einnahmen und Zuwendungen der freien Wohlfahrtspflege

(1) Zu zweckbestimmten Einnahmen, die einem anderen Zweck als das ALG II/Sozialgeld dienen, zählen z.Bsp.

- Aufwandsentschädigungen im Rahmen sonstiger ehrenamtlicher Tätigkeit

 
E

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#30
Aha :icon_sad: Mit Sport hatte ich nie was im Sinn und Kinder "betreuen" mag ich leider auch nicht (absolut keinen Nerv dazu, vor allem wenn sie klein sind).
Nun. Für mich sind Kinder mittlerweile das Größte. Früher dachte ich auch, Kinder, oh je. Bei meinem Ehrenamt in einem Tierschutzverein kann ich auch ab und zu auf die Kleine (2 1/4 Jahre) der Tierheimleitung aufpassen. Ansonsten kümmere ich mich Hauptsächlich um die Tiere dort. Und mir wurde jetzt schon mehrmals gesagt, dass ich das richtig gut mache (auf Kinder aufpassen).

Ansonsten ist zu sagen, dass es Zeit und Vertrauen braucht so ein Ehrenamt zu finden und auszuführen. Das ergibt sich alles automatisch mit der Zeit.
 

Arania

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#31
Habe jetzt Aranias link gelesen ...

Wie komme ich an so etwas, wenn ich weder Erzieher noch Feuerwehrmensch etc. bin?

Das ist sehr ungerecht gegenüber denen, die diese Qualifikationen nicht vorweisen können (dafür aber andere) und denen, die in einer Stadt wohnen, wo keine Aufwandentschädigung gezahlt wird :cool:
Ich kann Dir ein paar abgeben:icon_wink: wenn Du magst, manchmal wird man damit überhäuft
 
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