Muss ich diesen 1-€-Job antreten?

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Hundskopf

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Guten Tag,
ich habe am 08.08.18 die angehängte EGV unterschrieben. In dieser wird definiert, dass ich einen Termin für eine AGH wahrnehmen soll (Absatz 5 Letzter Satz). Dieser Termin war am 17.08.18. Diesen habe ich wahrgenommen. In diesem wurden mir die Tätigkeiten der AGH und der Arbeitgeber genannt. Der Arbeitgeber ist ein E.V. der sich auf Festival- und Veranstaltungsorganisation spezialisiert hat. Bei diesem soll ich folgende Tätigkeiten ausüben: Bühnen auf-/abbau, Stühle/Tische rücken & verschiedene Hausmeister Tätigkeiten.
Mo: "Zusatzunterricht" wie z.B. "Zeitmanagement" oder "Kochen"
Di-Do: AGH (8-14)
Fr: Sonstige Aktivitäten z.B.: Wassergymnastik
Vergütet wird ausschließlich Di-Do.

Ich bin körperlich kaum belastbar und bin eigentlich im IT-Bereich unterwegs.
Achso: Beginnen soll die AGH am 27.08.18. Ich habe noch keinen Vertrag des AGH-Arbeitgebers unterschrieben.

Meine Fragen sind nun:
a) Wäre diese AGH rechtlich gültig?
b) Ist laut EGV nur der Besuch des Gesprächstermins definiert oder die Teilnahme an der AGH?
c) Komm ich aus der AGH raus ohne Sanktionen zu befürchten? Wenn ja, wie?

Grüße von eurem Hundskopf
 

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0zymandias

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Es ist keine AGH angeboten worden.

Eine AGH würde nach § 16d SGB II zugewiesen werden, hier liegt eine Maßnahme zur "Eignungsfeststellung" nach § 16 SGB II i.V.m. § 45 SGB III vor.

Dieses Angebot ist vollständig unbestimmt.

Für eine Sanktion müsste das Angebot bestimmt sein, also verbindlich festgelegt werden, was warum wann wo gemacht werden soll.

Eine Teilnahme wurde auch nicht vereinbart.

Der Verpflichtung zum persönlichen Aufschlagen bei der Werkstätte für "jung Menschen" bist Du nachgekommen, also gibt es da auch keine rechtlich zulässige Sanktionsmöglichkeit.

Ich persönlich würde mich auf den Standpunkt stellen:
"Vielen Dank, aber ich kann leider überhaupt nicht erkennen, wie mich das in irgendeiner Hinsicht weiterbringen soll."
 

Hundskopf

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Ich persönlich würde mich auf den Standpunkt stellen:
"Vielen Dank, aber ich kann leider überhaupt nicht erkennen, wie mich das in irgendeiner Hinsicht weiterbringen soll."

Also sag ich einfach dem Herrn der "Werkstatt", dass ich die Arbeitsgelegenheit nicht wahrnehmen werde. Habe ja keine Unterschrift für irgendetwas geleistet. Und wie begründe ich das meiner Betreuerin gegenüber, ohne dass diese auf die Idee kommt mich zu Sanktionieren? Sie ist ein Drachen und nutzt jede Gelegenheit um mir irgendwas reinzudrücken. Melde ich mich bei Ihr per Mail?

Grüße
 

0zymandias

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Es ist keine Arbeitsgelegenheit. :wink:

E-Mailkontakt und Telefonate mit dem JC würde ich an Deiner Stelle vermeiden, insbesondere wenn in dessen Gewölben ein Drachen haust.
Ideal wäre ein Fax mit qualifiziertem Sendebericht, der bezeugte Einwurf im Hausbriefkasten, bei dem auch der Inhalt des Schreibens bezeugt werden kann, ginge auch.
Beides ist in der Regel zu zeitnah, um überlegt reagieren zu können, und bietet Dir keinerlei verlässliche Absicherung, was von wem behauptet wurde (Rechtssichere Kommunikation ist es halt nicht).

Den Satz, den ich in Anführungsstriche gesetzt habe, würde ich auch dem JC gegenüber verwenden.
(Du könntest auch Argumente aus Deinem Posting #1 einflechten.
Herrje, Kochen und Wassergymnastik? Vielleicht noch Rutenlaufen und Polonaise? :biggrin:)

Das JC bekommt Geld und Personal dafür, nützliche Maßnahmen zu liefern.
Die Nützlichkeit bleibt hier aber seitens JC offen (unbestimmt), und soweit Du selbst recherchiert hast (Termin wahrgenommen), muss sie bezweifelt werden.

Dem Maßnahmenträger (MT) kannst Du Mitteilung machen, musst Du aber nicht.

Oder gibt es irgendwelche sonstigen Schriftstücke vom JC oder Vereinbarungen mit dem MT?
 

Onkel Tom

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Die EGV beinhaltet gleich 2 Masnahmen..

Ziel : ... Zuweisung in gemeinnütziger Arbeit. Teilnahmeverpflichtung folgt etwas später..

Wie sich das nun mit der Eignungsfestellung "verloben" lässt, ist mir ein Rätzel.
 

0zymandias

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Gar nicht. Für eine AGH wird auch deutlich zu viel über Bewerbungen in der EGV geschrieben, was eine AGH unzulässig macht, denn sie ist nur für aussichtslose Fälle in Aussicht zu stellen.

Das Vereinbaren eines Ziels ist noch nicht die Vereinbarung einer Verpflichtung, also kann da nicht einfach so eine Sanktion auftauchen.

@Hundskopf: Bitte nur eine EGV unterschreiben, wenn Du alles komplett verstanden hast und die Regelungen auch so willst.
Hier wäre beinahe ein Freifahrtschein für das JC ausgestellt worden.
 

Hundskopf

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Ich hätte direkt morgen die Möglichkeit einen Brief im Zuständigen Jobcenter einzuwerfen. Mit Zeugen von Inhalt und Einwurf. Diese Maßnahme, so hat die Dame MÜNDLICH formuliert, soll dazu dienen mich Psychisch zu "stabilisieren" und mich wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen.

Ich würde es wie folgt Formulieren:

Sehr geehrte Frau XYZ,

Ich habe den Termin zum Erstgespräch mit der Werkstatt für Junge Menschen wahrgenommen.
An der von Herrn ABC angebotenen Maßnahme werde ich nicht teilnehmen, da ich überhaupt nicht erkennen kann, wie mich das in irgendeiner Hinsicht weiterbringen soll. Unterrichtseinheiten mit den Themen "Kochen", "Gesundheit", Zeitmanagement und andere Aktivitäten wie "Wassergymnastik" oder "Rückenschule" bringen mich, meinem eigentlichen Ziel, Arbeitsaufnahme nicht näher.

Mit freundlichem Gruß

Ich
 

Sonne11

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Also sag ich einfach dem Herrn der "Werkstatt", dass ich die Arbeitsgelegenheit nicht wahrnehmen werde. ...... Und wie begründe ich das meiner Betreuerin gegenüber, ohne dass diese auf die Idee kommt mich zu Sanktionieren? .
Du musst Dich weder bei der Werkstatt, noch bei Deiner Betreuerin melden. Es ist nicht weiter, als "den Termin wahrnehmen" als Deine Pflicht vereinbart.

Übrigens wurde "Dein Bewerberprofil" an die Werkstatt weiter gegeben. Du hast zugestimmt, aber Deine Zustimmung hätte auch nur für den Termin gelten können und so ist dies zu verstehen.

Ich persönlich würde der Werkstatt einen Brief schicken oder selbst hinbringen und übergeben (gegen Unterschrift) dass ich "hiermit untersage, dass "die Werkstatt" weiterhin Mein Profil hat.

Diese dämliche Wortwahl würde ich wählen, weil es so dämlich in der EGV steht. Weiterhin würde ich schreiben "personenbezogene Daten sind schützenswert und nur mit Zustimmung und Genehmigung zu speichern und verwenden. Ich verlange eine schriftliche Auskunft über erhaltene und eingesehene Daten und fordere bis zum....08.2018 eine Löschbestätigung."

Ich würde den Zusatz "über das vom Gesetzgeber hinaus verlangte hier nicht ausführen, da keine Zuweisung oder Zustimmung für Maßnahmen besteht.

Lasse sie ihre Arbeit richtig machen. :icon_mrgreen: Du bist informiert und es besteht bis jetzt keine Gefahr von Sanktionen.

Der Betreuerin musst Du nichts begründen. Es wurde nichts weiter vereinbart. Mit Worten und Erklärungen möglichst sparen. Sollen die selbst etwas nachdenken. Die bekommen sogar Geld dafür. :icon_mrgreen:

Frage: hat Dir der Träger Unterlagen ausgehändigt? Könntest Du diese hier zeigen? Man hat vielleicht gedacht, Du gehst dort hin und denkst es ist der Beginn von etwas!?!?!

Du bist dann dort auch nicht mehr erschienen, richtig?
 

Surfing

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Eine Maßnahme zur betrieblichen Erprobung ist wie schon ausgeführt wurde keine AGH. Das JC sichert lediglich zu, dass wenn du eine solche Maßnahme bei einem Arbeitgeber machen willst, diese fördern wird. Ein konkreter Arbeitgeber/Firma ist nicht benannt worden. Der Mangel an Berufserfahrung wird vom JC als Minderleistung deklariert. Gleichzeitig sichert das JC zu geeignete Vermittlungsvorschläge auf deinen Beruf bezogen zu unterbreiten, falls es welche gibt.
 

Hundskopf

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Frage: hat Dir der Träger Unterlagen ausgehändigt? Könntest Du diese hier zeigen? Man hat vielleicht gedacht, Du gehst dort hin und denkst es ist der Beginn von etwas!?!?!

Du bist dann dort auch nicht mehr erschienen, richtig?

Wir haben nach dem Termin (in dem wir meine Bewerberdaten aufgenommen haben), noch den künftigen "Sklaven"-platz besucht. Ich habe aber kein Dokument unterschrieben in dem ich mich dazu bereit erkläre zu dieser Maßnahme zu erscheinen.

Die einzigen Unterlagen, die ich von der Werkstatt bekommen habe, habe ich in den Anhang gehangen. Ungeschwärzt, da öffentlich zugänglich.

Danke für den Tipp mit der Aufforderung zur Löschung. Das werde ich mit Sicherheit machen.

Aber im Grunde kann ich dem Herrn der Werkstatt (wenn er morgen anruft) sagen, dass ich diese Maßnahme nicht wahrnehmen werde. Er hat heute auch mehrmals versucht mich Telefonisch zu erreichen, ich hatte aber zu den Zeitpunkten keinen Empfang.
Und meiner Betreuerin von JC muss ich überhaupt keine Info zukommen lassen?

Tut mir leid, wenn ich alles mehrfach erfrage/hinterfrage. Ich möchte ungern eine Sanktion erhalten, weil ich eine Kleinigkeit falsch mache.
 

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Allimente

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Sind ganz unten im Flyer nicht die Zeichen für Europäische Sozialfonds? Wenn ja, und die werden aus diesen Fonds gefördert, ist diese Maßnahme eh freiwillig und nicht saktionierbar.
 

Sonne11

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Du hast vom JC nichts anderes als die EGV? Keine Zuweisung? Kein Angebot? Keine Einladungen mit §309 und §59?

Immer alles vollständig angeben, damit gezielte Kommentare kommen. :wink:

Anrufen kann er, reden mit der Werkstatt musst Du nicht, wenn keine Zuweisung und kein Angebot vorliegt.

Was hast Du mit Betreuerin vereinbart, dass Du dort etwas mitteilen willst?

Wenn Du die Werkstatt aufforderst Daten zu löschen, müsste auch die Telefonnummer gelöscht werden. Telefon und Mail sind zum eigenen Vergnügen. Lerne, diese Daten nicht zu verbreiten. Du brauchst mit denen nicht zu reden und auch nichts erklären.

Überlege, wie Du die Aufforderung alle Daten zu löschen übergeben kannst, ohne auf diese Person zu treffen. Deine Daten und Angaben hättest Du nicht tätigen müssen. Nun gut, jetzt müssen die es eben löschen. :biggrin::wink:

Kleiner Hinweis, weil Du Dich wunderst bezüglich Maßnahme/AGH: das, was DU tun musst, steht in der EGV unter "Punkt 5." nicht 4!
 

Hundskopf

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Die einzige Einladung, die ich bekommen habe ist jene, dass ich einen Termin im JC habe. Ansonsten habe ich von der Werkstatt eine Einladung zu einem Gespräch bekommen. Aber dies ohne jegliche Paragraphen.

Okay, ich danke euch auf jedenfall schonmal für die Hilfestellung. Ich werde die Werkstatt auffordern meine Daten zu löschen und das wars.

Sollte die Dame vom JC doch auf die Idee kommen mir eine Sanktion aufzudrücken komme ich mir wieder bei euch Hilfe holen. =D
 

Surfing

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Moment mal, die Zielgruppe im Flyer sind junge Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Trifft das auf dich zu und wer hat das verbindlich festgestellt?

Im Flyer steht auch dass der Maßnahmeträger AGHs betreut. Davon ist aber wie schon geschildert in der EGV keine Rede.
 

Hundskopf

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Moment mal, die Zielgruppe im Flyer sind junge Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Trifft das auf dich zu und wer hat das verbindlich festgestellt?

Bin Ende 20 und ich war letztes Jahr in Psychologischer Behandlung. Diese macht mir noch ab und an etwas zu schaffen, aber nicht so sehr, dass ich keine Arbeit antreten könnte. Sonst hat das niemand seitdem festgestellt.
 

Allimente

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Ich wiederhole mich gerne noch mal. Für mich ist das Ganze ESF gefördert (siehe Flyer). Von daher ist das freiwillig und kann nicht sanktioniert werden.
 

Surfing

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Sehe ich auch so, es ist ein Angebot das man annehmen kann. Man muss es aber nicht. In der EGV steht nichts von dem Träger oder dieser Maßnahme.
 

gizmo

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Onkel Tom

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Weiter hat der Threadstarter die EGV bereits unterschrieben und sollte sie wegen "Irrtums" im Sinne
des §119 BGB fristlos kündigen, zumal er nun weiß, was auf ihn/sie zukommt.

Ohne dem nutzt das Datenaustauschverbot nichts (Siehe § 61 SGB II Abs.2 Satz 2)..

Wurde der Infoflyer schon beim Abschluss der EGV ausgehändigt, zieht der 119ner nicht mehr, weil hätte
man vor der Unterschrift lesen können.

:icon_pause:
 
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