Muss ich der AfA eine Geringfügige Beschäftigung unter 15 h mitteilen?

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Hallo,

als ALG I Empfänger:

Muss ich der AfA eine Geringfügige Beschäftigung unter 15 h mitteilen?

Sollten dann doch 16 h draus werden, ändert sich dadurch die Aussage?
Und falls es vorher nicht notwendig ist, wann muss man die > 15 h dann mit welcher Frist mitteilen?

Welche Einbußen hat man dadurch?
Wird das ALG I (unter 15 h) gekürzt?
Wird das ALG I (über 15 h) gekürzt?

Danke euch!
 

Ottokar

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Ja.
1.) wenn Du ab 15 Stunden arbeitest bist Du nicht mehr arbeitslos
2.) Es wäre noch wichtig zu berücksichtigen wieviel Einkommen Du erzielst.
 

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1.) wenn Du ab 15 Stunden arbeitest bist Du nicht mehr arbeitslos
Der Vertrag ist auf einen Monat beschränkt. Davon sind nur zwei Arbeitstage (21.+22. des Monats).
Macht das einen Unterschied?
2.) Es wäre noch wichtig zu berücksichtigen wieviel Einkommen Du erzielst.
Zwischen 100 und 200 Euro insgesamt.
Wäre es dann schlauer, diese Geringfügige Beschäftigung nicht anzunehmen?
Oder anders gefragt: Unter welchen Bedinungen wäre es schlauer, diese nicht anzunehmen?
 

vidar

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Moin @315,

Solange du jeweils unter 15 Stunden in der Woche bleibst ist es OK. Deinen Verdienst muss du jedoch zwingend der AfA melden und auch nachweisen. Dein Verdienst wird dann auf dein ALG-1 angerechnet. Es steht dir hier aber ein Freibetrag von 165 € zu.
.
 

Ottokar

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Wie sich die 15 Stunden in der Woche verteilen ist egal.

Auch kannst Du 165 € anrechnunsgfrei monatlich dazuverdienen.

Sollte es von den Stunden oder Einkommen mehr oder zuviel sein kannst Du Dich auch für einzelne Tage abmelden. Mache ich immer so.
 

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Ok, es ist ja nur einmalig 2 Tage á 6-8 Stunden, daher so grade an der Grenze. Wann würde ich dann als nicht mehr arbeitslos gelten? An dem Tag, wo die 16. Stunde gearbeitet wird und am nächsten Tag bin ich ja wieder "ohne Job", da die befristete Tätigkeit endet oder gilt das womöglich für den ganzen Monat, da der Vertrag - warum auch immer - vom 1. bis zum 30. läuft, obwohl wie gesagt nur die zwei Tage als Arbeitstage/-zeit ausgemacht sind.
 

Kerstin_K

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DU kannst Dich einfach für die 2 Tage abmelden. Dann kannst Du soviel verdienen, wie Du willst, ohne dass es angerechnet wurd.
 

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Dass der Vertrag über einen Monat läuft ist egal?
Für die zwei Tage, die ich mich abmelden würde bekomme ich aber schon was vom ALG I abgezogen, oder?
 

Ottokar

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Für die zwei Tage, die ich mich abmelden würde bekomme ich aber schon was vom ALG I abgezogen, oder?
Hat der Monat 30 Tage bekommst dann an diesen beiden Tagen kein Arbeitslosengeld.
Hat der Monat 31 Tage bekommst Du für einen Tag der beiden Tage kein Arbeitslosengeld.
Es hat damit zutun das nur für 30 Tage pro Monat ALG1 gezahlt wird.

Solange es ein Minijob ist.
 

Kerstin_K

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Dafür wird dann aber nichts von deinem Verdienst verrechnet.
 

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Dafür wird dann aber nichts von deinem Verdienst verrechnet.
Ok also der Monat hat 30 Tage. Wären also bei 2 Tagen Abmeldung fast so viel Abzug, wie ich dort verdienen würde. Eine Abmeldung kommt für mich also nicht in Frage.

Wenn ich mich also NICHT abmelde und NICHT mehr als 7,5 h pro Tag arbeite (bei 2 Tagen gesamt) und nicht mehr als 165€ verdienen würde (es wären knapp 150€) dann muss ich das der AfA nur mitteilen und mir wird nichts vom ALG I abgezogen?
Kann mir das jemand bestätigen?
 

Ottokar

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Bitte denke daran das die Tage an denen Du Dich vom Amt abmeldest hinten an Deine Bezugszeit rangehangen werden und somit Deinen Anspruch an ALG 1 verlängern.

Du hast nur dann keine Abzüge wenn Du 165 € ´verdienst und weniger als 15 Stunden pro Woche arbeitest. Dann brauchst Du Dich nicht abmelden, sondern nur die entsprechenden Bescheinigung, augefüllt vom Arbeitgeber, einreichen.
 

eloole

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Warum wird hier ein Vertrag mit Laufzeit eines gesamten Monats abgeschlossen, obwohl von vornherein feststeht, dass nur an 2 aufeinanderfolgenden Tagen gearbeitet wird ?
Was (für Vorteile) verspricht sich der AG davon ?
Ist das ein wirklicher, mehrseitiger Arbeitsvertrag mit den üblichen Inhalten (Rechte, Pflichten...) oder nur ein Blatt Papier mit 2,3 Sätzen ?
Sind dort die beiden Arbeitstage explizit mitaufgeführt, also schriftlich fixiert und ergibt sich im Umkehrschluß aus dem Vertrag, dass an den anderen Tagen nicht gearbeitet wird bzw. werden muss ?
Um welche Art von Arbeit oder welche Tätigkeit handelt es sich ?
Vielleicht kannst du den Vertrag mal entsprechend anonymisiert hier hochladen.
Klingt zumindest für mich merkwürdig, wenn nicht gar zwielichtig.

Nicht das es hinterher doch noch Probleme mit der AfA gibt, weil der Arbeitsvertrag eben über einen kompletten Monat läuft.
Theoretisch stündest du doch auch den gesamten Monat in einem Arbeitsverhältnis, wärest demnach nicht arbeitlos und hättest ergo keinen Anspruch auf ALG1. Und das eben nicht nur für 2, sondern für 30 Tage.
Ich persönlich würde einen solchen Vertrag wohl eher nicht unterschreiben.
Habe auch schon mal für nur 2 Arbeitstage einen Vertrag abgeschlossen, allerdings waren Beginn und Ende auch genau nur diese 2 Tage.
Am Ende wurden daraus dann Jahre, aber das ist ne andere Geschichte...
 

BerndB

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Wenn der Arbeitgeber dies als 450€-Job laufen lässt, zahlt er pauschalierte Sozialversicherungsbeiträge. Diese trudeln dann vermutlich bei der KV gleichzeitig mit den KV-Beiträgen der AfA ein. In der Folge wird vermutlich von der KV eine Rückmeldung an die AfA erfolgen. Wenn du die Grenzen einhältst kann dir auch nichts passieren. Es ist dann halt evtl. ein gegenseitiges Misstrauen vorhanden. Melden trotz unterschreiten der Grenzen halte ich deshalb für sinnvoll.

Wenn ich mich also NICHT abmelde und NICHT mehr als 7,5 h pro Tag arbeite (bei 2 Tagen gesamt) und nicht mehr als 165€ verdienen würde (es wären knapp 150€) dann muss ich das der AfA nur mitteilen und mir wird nichts vom ALG I abgezogen?
Deine Schlussfolgerung ist eindeutig falsch.
 

Ottokar

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Beim Minijob zahlt der Arbeitgeber die Beiträge an die Knappschaft. Und zahlt und meldet nichts an Deine Krankenkasse. Die sieht dort nur eine Lücke da Dich das Arbeitsamt ab- und wieder anmeldet. Du bist aber weiter in der Lücke krankenversichert. Bei mir gab es mal eine Rückfrage meiner Krakenkasse was an diesen Tagen war. Ich antwortete Minijob und habe nie wieder diesbezüglich von Ihnen gehört.
 

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Wenn ich also meine Aussage wie folgt anpasse, stimmt sie dann?

Wenn ich mich also NICHT abmelde und NICHT mehr als 7 h pro Tag arbeite (bei 2 Tagen gesamt) und nicht mehr als 165€ verdienen würde (es wären knapp 150€) dann muss ich das der AfA nur mitteilen und mir wird nichts vom ALG I abgezogen?
 

Ottokar

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Wenn ich mich also NICHT abmelde und NICHT mehr als 7 h pro Tag arbeite (bei 2 Tagen gesamt) und nicht mehr als 165€ verdienen würde (es wären knapp 150€) dann muss ich das der AfA nur mitteilen und mir wird nichts vom ALG I abgezogen?
"Nicht mehr als 15 Stunden die Woche" ersetzt "NICHT mehr als 7 h pro Tag" (Die Stunden pro Tag können sich auch anders verteilen.)
und vorausgesetzt dem Amt ist vorab bekannt das Du diesen Nebenjob hast wird nach korrekter Meldung auf dem Formular welches Du vom Arbeitgeber nachträglich bekommst und dem amt einreichst nichts abgezogen.
 
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