Muss ich den Praktikumsplatz zwingend angeben ?

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saininja

Elo-User*in
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Hallo,

ich bekomme die Möglichkeit mir eine Stelle als 2 Tage Praktikum mal anzusehen ob das was für mich ist. Wenn ich jetzt dem Amt bescheid gebe bedeutet das wieder Papierkram und man sagte mir ich solle jedes Praktikum melden. Habe ich schon einmal gemacht das war echt nur Papierkram und im Endeffekt wollte der Arbeitgeber mich nicht und mein SB ließ dann nicht locker und stellte zig fragen. Ob er sich mit dem Arbeitgeber mal unterhalten soll usw. usw.

Der Arbeitgeber sagte mir dann durch die Blume wenn das AMT Ihn bezuschusst dann wäre er bereit mich einzustellen. Na klar 12 Monate dann keine Zuschüsse mehr und ich bin wieder weg. Nein Danke da wollte ich auch nicht mehr !

Ich möchte mir das nicht wieder antun.

Bekommt das AMT das mit wenn ich ein Praktikum irgendwo mache ??? Sind ja nur 2 Tage um mir das mal anzusehen ? Ich denke beim Arbeitgeber muss ich ein paar Sachen ausfüllen wegen Versicherung usw. aber das wäre ja ok.

Kennt sich da jemand aus ??? Im Voraus DANKE !
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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Sind ja nur 2 Tage um mir das mal anzusehen ...
... in welchem Zeitraum Du der Vermittlung nicht zur Verfügung stehst.
Mal abgesehen davon, daß Du so für diese Zeit die bewilligte Leistung auf´s Spiel setzt,
könnte nachträglich ein OWV auf Dich zukommen, denn in erster Linie bist Du gegenüber dem LT verpflichtet.
Dieser trägt die Krankenversicherung und im Falle von Probearbeit/Praktikum auch die Unfallversicherung.
§ 2 SGB VII - Gesetzliche Unfallversicherung meinte:
(1) Kraft Gesetzes sind versichert
14. Personen, die
b) an einer Maßnahme teilnehmen, wenn die Person selbst oder die Maßnahme über die Bundesagentur für Arbeit,
einen nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 des Zweiten Buches zuständigen Träger
oder einen nach § 6a des Zweiten Buches zugelassenen kommunalen Träger gefördert wird, ...


Probearbeit /Praktikum

Probearbeit oder Praktika sind grundsätzlich rechtzeitig vor Beginn beim LT anzumelden.
Da ein LE über den LT versichert ist, ist der LT rechtlich gezwungen, eine Probearbeit als Maßnahme zu behandeln.
Es sei denn, der AG übernimmt für die Probezeit neben dem Entgelt auch sämtliche Versicherungsleistungen.
Dann würde der LE allerdings "probehalber" die Leistungsanspruchsberechtigung verlieren.

Maßnahmen sind an rechtliche Voraussetzungen gebunden und werden deshalb per Zuweisung und mit RFB abgewickelt.
All diesen Umständen steht aber nicht entgegen, einen potenziellen AG zu "beschnuppern".
Das jedoch sollte unter strikter, begrifflicher Trennung von "Probe" und "Arbeit" erfolgen.
  • Probe
    Hier lerne ich das Umfeld, die Bedingungen und die räumlichen Gegebenheiten kennen.
    Ein zeitlicher Rahmen von 1 bis max. 3 Tagen sollte dafür genügen.
  • Arbeit
    Eine Arbeit im betrieblichen Ablauf sollte auf keinen Fall Bestandteil der Probezeit sein.
    Zu diesem Zweck wird erst bei Abschluß des Arbeitsverhältnisses eine Probefrist vereinbart.
Dient die Probearbeit nur der Einfühlung, sollte keine Arbeit im Wertkreislauf des Unternehmens geleistet werden.
Damit untersteht der Probant nur eingeschränkt dem Weisungsrecht des Betriebes, d.h. es kann keine Leistung abgefordert werden.
Wenn das der Betrieb verlangt, um Leistungsfähigkeit zu testen, kann dafür zumindest eine anteilige Entlohnung verlangt werden.
Diese wichtigen Einzelheiten sollten vor Antritt der Probearbeit mit dem Unternehmen abgesprochen- und schriftlich vereinbart werden.

Selbst wenn eine Probezeit von 3 Tagen vereinbart und hinterher seitens des LT als Maßnahme auferlegt wurde,
entstehen dem LE keine Rechtsfolgen, wenn diese Probearbeit vorzeitig abgebrochen wird.
Die Mitwirkungspflicht beschränkt sich in diesem Fall auf die Mitteilung an den LT.

Keine Minderung des Arbeitslosengeldes nach Kündigung während der Probezeit
 
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