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Muß ich DB-Fahrkarte für Vorstellungsgespräch akzeptieren???

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Knutsn

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Guten Tag!
Bin auf der Suche nach fachmännischen/-fraulichen Rat unter folgendem Sachverhalt:

Habe Anfang dieses Jahres einen alten Bekannten aus meiner Branche getroffen. Er offerierte mir, daß er mich möglicherweise einstellen könnte. Müßte aber eine Art Praktikum machen, um bei seinen Vorgesetzten seine Entscheidung für mich gegenüber eindeutigeren Mitbewerbern begründen zu können. In jedem Fall sollte ich zu einem persönl. Gespräch erscheinen und meine Bew.-unterlagen vorab hinschicken.
Ich gleich zur ARGE zu meiner FM hin und nach Reisekosten gefragt. Da wurde mir mitgeteilt, daß nur noch Fahrkarten der DB ausgegeben werden. :? Ich: Ja und, wenn der Ort keinen Bahnanschluß hat? Sie: Da muß sie eben der AG vom nächstgelegenen Bhf. abholen! :| Auf welchem Stern bin ich denn hier gelandet :oops:
Dann bekam ich den Antrag mit der Bitte, ihn noch am selben Tag ausgefüllt einzureichen - mit Preisauskunft der DB.
Daheim angekommen lese ich mir den Antrag durch. Da steht drin, ob ich mit den Öffentlichen fahre oder mit privat Kfz. Da ich mir für solche Fälle meistentens ein Kfz. gegen Kostenerstattung leihen kann und die Entfernung ca. 400km betrug, habe ich Kfz angekreuzt und die KM angegeben. Bei der DB war die Fahrzeit 4-5 Std und teurer als Kfz (ca. 10,-€). Dazu wären noch weitere Kosten für Nahverkehr o. Taxi gekommen.
Kurzum, ich habe Mittwochs schriftl. Kfz beantragt und bin Freitags zum Gespräch hin. Die Bestätigung hat der AG behalten, um seine Entscheidung abzuwägen. Ein Übernahme der Kosten hat er nicht gewährt.
Wenn es Seitens der ARGE Probleme mit meinem Antrag gegeben hätte, hätte ich am Donnerstag mit einer Reaktion gerechnet. Es kam aber auch nichts.
Eine Woche später der Bewilligungsbescheid: "...Ihr Antrag wurde bewilligt und ihnen wurde eine Fahrkarte ausgehändigt." :shock: Am selben Tag auch in der Post: "Leider haben sie versäumt, ihre Fahrkarte abzuholen. Die uns entstandenen Kosten in Höhe von 15,-€ fordern wir zurück." :shock: :dampf: :|
Die 4 Wochen Widerspruchsfrist sind fast um. Was machen bzw. wie begründen? Müssen nicht die entstandenen Kosten übernommen werden- war immerhin nicht wenig? Und die 15,-€, ich meine, ich bin nicht belehrt worden und ich habe schriftl. Kfz. beantragt? Bin ich auf dem Holzweg oder sind die es? :| :| :|
Bitte sagt/schreibt mir Eure Meinung. :)
 

Unwichtig

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Re: Muß ich DB-Fahrkarte für Vorstellungsgespräch akzeptiere

Knutsn schrieb:
Ich gleich zur ARGE zu meiner FM hin und nach Reisekosten gefragt. Da wurde mir mitgeteilt, daß nur noch Fahrkarten der DB ausgegeben werden. :? Ich: Ja und, wenn der Ort keinen Bahnanschluß hat? Sie: Da muß sie eben der AG vom nächstgelegenen Bhf. abholen! :| Auf welchem Stern bin ich denn hier gelandet :oops:
Auf dem Stern der Blöden, wo denn sonst.

Der Arbeitgeber soll den Chauffeur spielen, hahaha.

Was die mitteilen kannste sowieso gleich in der Pfeife rauchen.

Eine Woche später der Bewilligungsbescheid: "...Ihr Antrag wurde bewilligt und ihnen wurde eine Fahrkarte ausgehändigt." :shock: Am selben Tag auch in der Post: "Leider haben sie versäumt, ihre Fahrkarte abzuholen. Die uns entstandenen Kosten in Höhe von 15,-€ fordern wir zurück." :shock: :dampf: :|
Die 4 Wochen Widerspruchsfrist sind fast um. Was machen bzw. wie begründen? Müssen nicht die entstandenen Kosten übernommen werden- war immerhin nicht wenig? Und die 15,-€, ich meine, ich bin nicht belehrt worden und ich habe schriftl. Kfz. beantragt? Bin ich auf dem Holzweg oder sind die es? :| :| :|
Bitte sagt/schreibt mir Eure Meinung. :)
Erstmal sofort Widerspruch einlegen, Begründung kannste auch später noch nachreichen. Hauptsache die Frist verstreicht nicht.

Wenn der Widerspruch abgelehnt wird (wird er sowieso, das hat System bei denen), dann reiche doch einfach Klage beim Sozialgericht ein.
 

heuschrecke

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Vor allen Dingen würde mich mal interessieren, auf welcher rechtlichen Grundlage Sie Dir das Verkehrsmittel vorschreiben wollen.

Letztlich wirst Du meiner ansicht nach beim Anwalt landen, denn der widerspruch wird wohl standardmässig abgelehnt werden. Dennoch ist es wichtig Widerspruch einzulegen, denn ohne die Ablehnung aus dem Widerspruch kannst Du meines wissens nicht klagen.
 

Knutsn

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Danke! :daumen:
Wie ich sehe, stehe ich mit meiner Meinung nicht alleine.
Eigentlich dachte ich, daß man mich auf´m Amt mittlerweile kennt. Habe nämlich schon ein paar Klagen beim SG am laufen. :mrgreen:
Wahrscheinlich kommt es dann auf die Eine mehr oder weniger nicht mehr an. :? Na mal sehen.
 

Silvia V

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Knutsn schrieb:
Danke! :daumen:
Wie ich sehe, stehe ich mit meiner Meinung nicht alleine.
Eigentlich dachte ich, daß man mich auf´m Amt mittlerweile kennt. Habe nämlich schon ein paar Klagen beim SG am laufen. :mrgreen:
Wahrscheinlich kommt es dann auf die Eine mehr oder weniger nicht mehr an. :? Na mal sehen.


http://www.elo-forum.org/forum/ftopic7830776.html
 

Unwichtig

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Silvia V schrieb:
Knutsn schrieb:
Danke! :daumen:
Wie ich sehe, stehe ich mit meiner Meinung nicht alleine.
Eigentlich dachte ich, daß man mich auf´m Amt mittlerweile kennt. Habe nämlich schon ein paar Klagen beim SG am laufen. :mrgreen:
Wahrscheinlich kommt es dann auf die Eine mehr oder weniger nicht mehr an. :? Na mal sehen.


http://www.elo-forum.org/forum/ftopic7830776.html

Was in diesen Geschäftsanweisungen steht ist aber nicht Gesetz, das ist nur ein Roter Faden.

Das erst ab 6 Euro Fahrtkosten erstattungsfähig sind ist schon hinfällig, Fahrtkosten sind ab 0 Euro zu zahlen. Wen interessiert denn auch deren Verwaltungsaufwand.
 

Arwen

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Das erst ab 6 Euro Fahrtkosten erstattungsfähig sind ist schon hinfällig, Fahrtkosten sind ab 0 Euro zu zahlen.
Worauf kann ich mich denn da berufen?

In einem Schreiben an mich vom 23.10.2006 steht: "Unter bestimmten Voraussetzungen können Reisekosten erstattet werden; ein Beitrag unter 6 Euro ist grundsätzlich nicht erstattungsfähig..."

Danke und Gruß, Arwen
 
E

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S 28 AS 29/06 ER SG Düsseldorf Fahrkosten zur Vorstellung
- Zitat - "Die Übernahme (bzw. Erstattung) von Reisekosten steht jedoch im Ermessen des Leistungsträgers. Der Hilfebedürftige hat daher lediglich einen Anspruch auf fehlerfreie Ermessensausübung von Seiten des Leistungsträgers. Dieser wird bei der Ausübung seines Ermessens die Höhe der notwendigen Reisekosten und Vermögensverhältnisse des Meldepflichtigen einerseits, aber auch Verwaltungsaspekte andererseits zu berücksichtigen haben."

Gruß aus Ludwigsburg
 

Unwichtig

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Arwen

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Danke für den Link!

Gruß, Arwen
 
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