Muss ich bei so jemanden Arbeiten???

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magedaruwa123

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hallo,
ich bin 20 Jahre alt und habe eine etwas dunklere Hautfarbe, bin aber in Deutschland geboren. Mein Vater ist auch Deutscher... Was ja auch egal ist.
Also ich habe von meiner Vermittlerin eine Arbeitsstelle bekommen worüber ich mich echt freute. Als ich dann gleich dort hingegangen bin und klingelte guckte die Frau erst mal aus dem Fenster und nach langem warten kam Sie dann raus und meinte "Sie sind aber kein Deutscher, sowas haben wir nicht gern!" Worauf ich dann ohne was zu sagen einfach ging. Denn sowas muss ich mir doch nicht gefallen lassen oder??
Ich dachte in dem Moment echt Hitler steht persönlich vor mir.

Naja, also meine Frage:
Mit was muss ich jetzt rechnen? Kürzung?? Wenn ja wieviel % und für wieviel Monate??


Vielen Dank für eure Antworten und Frohe Weihnachte an alle

Christoph
 
E

ExitUser

Gast
Moin Christoph,

die besten Chancen hast Du, wenn es noch jemand gehört hätte und als Zeuge auftritt.
Zumindest soll es ja so etwas wie ein "Gleichbehandlungsgesetz" geben, das jedem die gleichen Chancen geben soll.

Gehe zu Deinem FM und erzähle es, was Dir passiert ist.

Ob und wieviel, oder überhaupt eine Kürzung vorgenommen wird, liegt immer am SB oder FM, aber wenn Du es ihm erzählst, kann es (bei einem netten FM) sein, das die Arbeitsstelle nicht mehr angeboten wird und der Arbeitgeber mit Folgen zu rechnen hat, ist aber alles relativ und hängt vom FM ab.

Im Übrigen, Du warst dort und wolltest Dich vorstellen, also bist Du Deiner Mitwirkungspflicht nachgekommen, aber gefallen solltest Du Dir diese "anmache" nicht.

Du kannst ja dann schreiben, was passiert ist.



Gruß
 

ofra

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auch wenn man keine dunkle hautfarbe hat, als EU-ausländer seit jahren eingebürgert ist, erlebt man solche dinge am laufenden band! schon aufgrund der ausländischen zeugnisse ist man überall benachteiligt (auch wenn sie noch so gut sind).
also mach dir nix draus! du bist nicht allein!
 

Arania

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magedaruwa123 meinte:
hallo,
ich bin 20 Jahre alt und habe eine etwas dunklere Hautfarbe, bin aber in Deutschland geboren. Mein Vater ist auch Deutscher... Was ja auch egal ist.
Also ich habe von meiner Vermittlerin eine Arbeitsstelle bekommen worüber ich mich echt freute. Als ich dann gleich dort hingegangen bin und klingelte guckte die Frau erst mal aus dem Fenster und nach langem warten kam Sie dann raus und meinte "Sie sind aber kein Deutscher, sowas haben wir nicht gern!" Worauf ich dann ohne was zu sagen einfach ging. Denn sowas muss ich mir doch nicht gefallen lassen oder??
Ich dachte in dem Moment echt Hitler steht persönlich vor mir.

Naja, also meine Frage:
Mit was muss ich jetzt rechnen? Kürzung?? Wenn ja wieviel % und für wieviel Monate??


Vielen Dank für eure Antworten und Frohe Weihnachte an alle

Christoph

Hättest Dir das schriftlich geben lassen sollen, dann wäre auch Dein SB wach geworden
 

heiko98527

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@ Arania

Das Problem ist nur, dein Einwand hat doch sehr theoretischen Charakter. Denkst du wirklich das er von solch einen rassistisch motivierten Menschen auch nur die Hand zur Begrüßung bekommen hätte, geschweige denn einen schriftlichen Beleg der Anwesenheit und ablehnung aufgrund rassistischer Vorurteile?? Mmmmm ich denke ja da hätte er schlechte Karten gehabt, wenn er auf was schriftlichen bestanden hätte. Da hilft jetzt nur zum SB gehen und ihm das so drastisch schildern wie es nun mal passiert ist.
 

Arania

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heiko das weiss ich auch, ich meinte nur er hätte es der Person so sagen sollen und nicht einfach gehen sollen, ich weiss auch das das schwer ist, aber es macht mich wütend, wenn jeder das einfach so hinnimmt
 

SirDrago

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ofra meinte:
auch wenn man keine dunkle hautfarbe hat, als EU-ausländer seit jahren eingebürgert ist, erlebt man solche dinge am laufenden band! schon aufgrund der ausländischen zeugnisse ist man überall benachteiligt (auch wenn sie noch so gut sind).
also mach dir nix draus! du bist nicht allein!

Was aber nicht speziell ein deutsches Problem ist. Man hat es immer schwerer als Auslaender in einem anderen Land.
 
E

ExitUser

Gast
Das mit den Zeugnissen mag ja stimmen, aber selbst innerhalb D werden manche nicht mal anerkannt, wenn sie z. B. aus anderen Bundesländern kommen. siehe Bayern, das laut Atlas zu D gehört.

Also beschweren über die Behandlung bei der Vorstellung und es vielleicht weiter erzählen. Damit "Rassisten" bekannt werden.

@Arania

Wenn man gleich auf diese Weise angemacht wird, dann ist man erstmal sprachlos und geht dann einfach, hinterher wäre es ihm bestimmt auch eingefallen, aber sowas ist ein Schock und den muß man erst verdauen.
;)
 

egjowe

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AGG
https://www.gesetze-im-internet.de/agg/index.html

§ 3
(3) Eine Belästigung ist eine Benachteiligung, wenn unerwünschte Verhaltensweisen, die mit einem in § 1 genannten Grund in Zusammenhang stehen, bezwecken oder bewirken, dass die Würde der betreffenden Person verletzt und ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird.

ich würde mich mit diesem vorfall u.a. auch an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes wenden.
mir vorher aber noch die daten der dienststelle und der betreffenden person besorgen und diese auch benennen.

Beschreibung der Aufgaben dieser stelle :
https://www.gesetze-im-internet.de/agg/BJNR189710006.html#BJNR189710006BJNG001000000
Daten der Antidiskriminierungsstelle des Bundes :
https://www.bmfsfj.de/Kategorien/Ministerium/antidiskriminierungsstelle.html

unter umständen wäre auch zu prüfen, ob die rassistische äußerung einem oder mehreren tatbeständen des strafgesetzbuches zugeordnet werden kann.
hierfür wären die §§ 185 bis 194 des strafgesetzbuches interessant.

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/index.html
 
E

ExitUser

Gast
Was man erstmal beweisen müsste, mit Zeugen usw, sonst steht Wort gegen Wort und dann bringt es auch nichts.
Herausfinden ob es schon anderen passiert ist kann u. U. auch Schwierig werden, weil man evtl. dazu den FM braucht, denn der /die kennt ja die Leute die sich dort beworben haben.

Also die Beweislast liegt letztendlich bei ihm und dann kann es schwer werden.
 

egjowe

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in erster linie hatte ich die beschwerde als solche im auge, und zwar bei dienststelle, vorgesetzten und der ba.
bestimmt, sachlich und höflich, soweit letzteres möglich ist.

natürlich ist auch mir klar, dass ein juristischer weg ohne beweise nicht besonders erfolgversprechend scheint.

mir ging es darum, einen solchen vorfall nicht unter den teppich kehren zu lassen.
es ist kein kavaliersdelikt (mehr) !!!!

ich denke da an die textzeile des liedermachers konstantin wecker:
selbst schweigen ist betrug !

ich habe fertig !
 

magedaruwa123

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Ich danke euch für die zahlreichen Antworten, heute Morgen war ich bei einer anderen Stelle und hab mich dort beworben in der zwischenzweit hat meine SB bei mir zuhause angerufen und hat zu der Mutter meiner Freundin (bei denen ich auch wohne) gesagt das ich Heute dort hätte anfangen sollen und wieso ich dort nicht bin.
Ich denke mal das die Frau natürlich nichts von dem Vorfall gesagt hat .
Bin mal gespannt wann ich den nächsten Termin bekomme und wie Sie mich dann fertig machen will.
Eigentlich ist man ja immer der Depp weil welcher SB glaubt schon einem Arbeitslosen.
Wobei meine SB selbst Polin ist J Vielleicht sollte ich Sie ja mal fragen ob Sie eine Arbeit annehmen würde wenn man zu ihr sagen würde “Sie sind keine Deutsche so was haben wir nicht gern”
Ich glaube Sie würde sagen so ist das halt.
Ich aufjedenfall fühle mich echt angegriffen, und wenn von vornherein schon mit dem Arbeitgeber nicht alles im klaren ist würde das dort auch nie mit der Arbeit klappen.

Ich habe meiner SB übrigens einen Brief geschrieben in der ich ihr die Situation geschildert habe: Kann ich euch diesen zeigen?


Viele Grüße
Christoph
 

magedaruwa123

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Sehr geehrte Frau ..........,
Wie ich gesagt habe bin ich zu der Arbeitsstelle gegangen die Sie mir gegeben haben.
Ich hatte einen Freund der mich hingefahren hat- heimlaufen musste ich dann aber selber,weshalb ich es auch nicht mehr geschafft hab,zu der von Ihnen gewünschten Zeit,mich noch mal zu melden.
Als ich dort ankam bin ich erst mal auf dem Hof herumgeirrt hab geklingelt wie ein verrückter aber
Es öffnete niemand. Ich sah dann Frau Schott am Fenster komisch rausschauen.
Sie kam dann raus und das Erste was Sie meinte war: “Sie sind kein Deutscher!! Sowas haben wir nicht gern“. Deshalb, bitte ich um Ihr Verständnis und teile Ihnen hiermit mir das ich kein weiteres Interesse an DIESER Stelle habe! Meinetwegen kürzen Sie mir das Geld; machen Sie mir mein Leben noch schwerer aber ich werde nicht für Rassisten arbeiten oder mir so etwas gefallen lassen nur weil ich eine andere Hautfarbe habe!


Mit freundlichen Grüßen
Christoph
 
E

ExitUser

Gast
Bevor es jemand anderes schreibt,

Keine Namen

also bitte mit XXXX ergänzen.

Kennste ja bestimmt "Edit"

Den Vorwurf des Rassismus musst Du aber auch beweisen können, wer weis, was sie eigentlich damit meinte und

hab geklingelt wie ein verrückter

ist auch nicht gut, lieber "habe nach der Ansprechpartnerin gesucht und an mehreren Türen geklingelt", als Beispiel, kannst Du aber selbst entscheiden.
 

magedaruwa123

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Aber wenn Sie schon sagt sowas haben wir nicht gern, was BITTE soll Sie meinen?? Ausser das was Sie sagt. Vielleicht haben die halt schlechte erfahrung mit "Ausländern" etc. Ich weiss es ja nicht.

Grüße

Christoph
 
E

ExitUser

Gast
Tja, das Problem ist, das hier Aussage gegen Aussage stehen würde und wahrscheinlich auch "der Arbeitgeber hat immer recht".

Du kannst aber auch nochmals hingehen und fragen was sie gemeint hat, dann hättest Du auch die besseren Karten, falls der FM sanktionieren will.

Hier kann man nur Tipps geben und was man dann selbst macht ist auch jedem überlassen, ausserdem kennst Du Deine FM besser und kannst sie ja auch besser einschätzen.
 

Arania

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Ich würde das Schreiben an die Sb eh etwas überarbeiten, herumgeirrt, verrückt, das sind alles so Worte die ich nicht in so einem Schreiben verwenden würde
 

egjowe

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@ magedaruwa123

mit dem verrückten klingeln hat meines erachtens urviech vollkommen recht.
(klingt polemisch)

das mit der rassistischen äußerung würde ich dagegen drinlassen.
es geht um die argumentation gegenüber der arge und nicht darum, ein gericht überzeugen zu wollen.

eins würde ich allerdings unbedingt unterlassen:
"Meinetwegen kürzen Sie mir das Geld ...."


die nehmen so etwas dort manchmal wörtlich und werten es möglicherweise als freiwilligen verzicht.
 

magedaruwa123

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Hallo,

heute hatte ich einen Termin bei meiner Vermittlerin :)
Und es ist alles geklärt... *puh* Hatte voll schiss als Sie auf mich zukam.
Sie meinte nur " Ich habe ihren Brief bekommen, das ist schon okay. Lassen Sie das mit der stelle, ich habe mit einem Kollegen drüber geredet und der meinte das die Arbeitgeberin eh komisch ist und das es da sowas schon mal gab" was meine Vermittlerin aber net wusste. (in dem Fall ein Türke)


Ich danke euch ganz arg für eure Hilfe und wünsch euch allen Frohe Weihnachten

Christoph
 
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