Muss eine UG als juristische Person eine EKS ausfüllen und alle Belege vorlegen?

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michaela2019

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Wenn man mit einer UG aufstockt bzw. die UG stockt als Gesellschaft ja nicht , sondern die Privatpersonen dahinter, muss die UG als juritische Person, die kein Geld vom Amt bezieht eine EKS ausfüllen?
Wenn man als Geschäftsführer der UG ein Gehalt bezieht, gibt man dieses ja beim Jobcenter an.
Der Gesellschafter bezieht aus der UG keine Einnahmen. Diese wären auch beim Bundesanzeiger ersichtlich. Kann man sich gegen EKS wehren?
 

jaykay19

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Die Gesellschaft selber nicht. Aber als Gesellschafter muss die EKS abgegeben werden. Wird dann halt anteilig berechnet, falls man nicht alleiniger Gesellschafter ist.

Wobei bei der UG erst einmal vorläufig kein Einkommen angerechnet werden kann aufgrund der aus dem Gewinn zu bildenden Rücklage. Eine abschl. EKS braucht man aber immer.
 

Spanky112

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Die Gesellschaft selber nicht. Aber als Gesellschafter muss die EKS abgegeben werden. Wird dann halt anteilig berechnet, falls man nicht alleiniger Gesellschafter ist.

Wobei bei der UG erst einmal vorläufig kein Einkommen angerechnet werden kann aufgrund der aus dem Gewinn zu bildenden Rücklage. Eine abschl. EKS braucht man aber immer.

Sicher das das so ist? ich hab auch schon von gegenteiligen fällen bei einer GmbH gehört. Dort durfte keine EKS gefordert werden sondern nur das GF Gehalt
 

FrankM

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Na und?
Du hast deutlich nachlesbar im Öffnungsbeitrag von einer UG geschrieben und nicht von einer bestehenden GmbH.
Damit sind die eventuellen Rechte der GmbH nicht einfach 1 zu 1 auf eine UG anwendbar.

Eine UG ist eine GmBH mit weniger als das gesetzlich vorgeschiebene Mindestkapital von 25.000 EUR. Ansonsten hat eine UG alle nach GmbHG vorgeschrieben Dinge einzuhalten. Nachzulesen im GmbHG § 5a

Wieso sind die eventuellen Rechte der GmbH dann nicht einfach 1 zu 1 auf eine UG anwendbar?
Nenne hier mal eine Begründung? oder ein Gerichtsurteil? oder eine rechtliche Vorschrift/Gesetz?
 

Couchhartzer

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Eine UG ist eine GmBH
Die UG ist lediglich sowas wie die Vorstufe zu einer erst später daraus beabsichtigten echten GmbH-Gründung (da die UG mit einer am Anfang erstmal als Minimum vorgeschrieben Einlage von 1,00 € noch nicht über das vorgeschriebene Stammkapital einer echten GmbH verfügt), wie man auch unschwer dem von dir zitierten Gesetz entnehmen kann.

Wieso sind die eventuellen Rechte der GmbH dann nicht einfach 1 zu 1 auf eine UG anwendbar?
[... ]
eine rechtliche Vorschrift/Gesetz?
Du hast das für eine UG geltende Gesetz bereits deutlich erkennbar ja selber zitiert und ich bezog mich auf das SGB wegen deiner von dir selber gestellten Frage zur EKS.
Es auch lesen und korrekt zu verstehen wird dir niemand abnehmen können.
 
Zuletzt bearbeitet:

Spanky112

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Hallo,

ich hatte heute selber ein Termin bei meiner Leistungs SB gehabt und hab mal durch die Blume gefragt wie es denn aussieht wenn ich eine UG oder GmbH gründen würde. Kurz rum, ich erhalte einen Lohn, dieser wird angerechnet und mehr kann nicht verlangt werden - btw. man kann in den Gesellschafter Verträgen auch eine Mindestbetriebszugehörigkeit vereinbaren (z. B. das der GF sich auf zwei Jahre anstellen lässt.) Der Tipp kam von meiner SB ;-)
 

vidar

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Hier mal meine Einschätzung zum Thema:

Als Einzelperson einer UG ist man gleichzeitig Gesellschafter und Geschäftsführer. Das bedeutet, dass der „Lohn“ hier nur aus dem Erlös der Geschäftstätigkeit erzielt wird. Natürlich kann man sich hier auch selbst zum Alleingeschäftsführer bestellen und einen Lohn zahlen, aber trotzdem wird das JC von einem wahrscheinlich entsprechende nachweisbare betriebswirtschaftliche Kennzahlen resultierend aus dem Betriebsergebnis verlangen können, worauf sich der dann eventuelle Gewinn/Verlust bezieht.

Sollte die UG („Mini-GmbH“) mehrere Gesellschafter haben, und du bist (nur) als Geschäftsführer bestellt worden, dann ist erst einmal ausschließlich nur die im Gesellschaftervertrag vereinbarte Geschäftsführervergütung für das JC relevant. Sollte der GF aber gleichzeitig Mitgesellschafter sein, könnte der versteuerte Gewinn - resultierend aus dem % Anteil (entsprechend der Einlage) - auch für das JC nicht nur interessant, sondern auch nachzuweisen sein.
 

Dizzy01

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Ich habe eine UG aus diesem Grund gegründet.

Mir hat man gesagt, dass wenn ich die UG als Einzelperson gründe, dann ist es für das Jobcenter nur eine "Scheinfirma" die ich gründe um aus dem EKS Kram rauszukommen. Und dann erkennen die das nicht als Firma an und ich muss weiter alle EKS Sachen machen.

Nur wenn ich die UG mit anderen Gesellschaftern gründe, bin ich aus der EKS Nummer raus.

Das habe ich auch so gemacht, bin damit aber nur bedingt glücklich.

Jetzt habe ich 2 Freunde, die mit in meiner UG als Gesellschafter hängen, obwohl sie es nicht "wirklich" wollen.

Und, als UG habe ich nun beim Finanzamt eine Bilanzierungspflicht statt dass ich Einnahme Überschuss Rechnungen einreichen kann.

Das kostet mich beim Steuerberater pro Jahr 2,500 Euro... Nur für den ganzen offiziellen Papierkram für's Finanzamt mit Bilanz und doppelter Buchführung usw.

Ich bin gerade am rechnen, ob sich das überhaupt lohnt.

Und dass meine Freunde damit drin hängen macht mir auch Bauchschmerzen.

Der große Vorteil ist allerdings - ich habe mit dem Finanzamt einen Ansprechpartner, der an Gesetze gebunden ist und mich nicht so behandeln darf, wie es das Jobcenter tut. Und mit dem Steuerberater habe ich auch noch jemand an meiner Seite, der für mich beim Finanzamt eintritt, wenn es Probleme geben sollte. Das ist ein riesen Unterschied.

Mit dem Jobcenter EKS Kram konnte ich nachts nicht mehr ruhig schlafen. Das hat mir wirklich Alpträume bereitet. Das ist zum Glück mit der UG nun anders.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

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Das funktioniert besser wenn jemanden anders den Gesellschafter stellt und Du nur als (angestellter) Geschäftsführer arbeiten würdest.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

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Das klingt interessant... Kannst Du das näher erklären, wo die Vor- bzw Nachteile wären?
Du bist nur noch angestellter Geschäftsführer. Eine so häufige Konstellation im Wirtschaftsleben.
Die UG ist dann ohne die Verknüpfung auf der Gesellschafterseite ein ganz gewöhnlicher Arbeitgeber
der nur noch dem JC Deine Bezüge bescheinigen muss.
Muss aber richtig gemacht werden. Und die UG muss auch das Geld dafür verdienen können.

Kenne das Modell aus Insolvenzen wo der Insolvenzler als angestellter Geschäftsführer exakt das Gehalt verdient was unpfändbar ist und der restlichen Gewinn für danach in der UG anspart. Haben wir als Berater einige Male so angeschoben.
 

Dizzy01

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Ich habe jetzt das Modell, dass ich mit 2 Freunden zusammen (die mir das nur als Gefallen tun) die 3 Gesellschafter sind.
Ich bin angestellte Geschäftsfüherin und mache die ganze Arbeit.
Inzwischen reicht das Geld, dass ich sogar solzialversicherungspflichtig bin.

Wenn ich jemanden bitte "mein einziger Gesellschafter" zu sein, obwohl der jenige nicht wirklich was mit der Firma am Hut hat... wie soll das gehen, wer soll das machen? Bzw. welchen Vorteil hätte es im Vergleich zu meinem jetzigen Modell?

Die UG ist dann ohne die Verknüpfung auf der Gesellschafterseite ein ganz gewöhnlicher Arbeitgeber
der nur noch dem JC Deine Bezüge bescheinigen muss.

^^Dies ist bereits der Fall bei mir
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Der Vorteil wäre das Du für das JC nur noch ein "gewöhnlicher" Angestellter wärest. Und Du keine Firmenbeteiligen mehr hast die Nachfragen des JC nach sich ziehen. .
Sonst ist es recht egal.
 

Dizzy01

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Okay, danke. Bislang muss ich nur die Bilanz/ den Steuerbescheid vorlegen, und nachweisen, dass bisher kein Gewinn erzielt/ ausgeschüttet wurde. Das ist recht schmerzlos.

Ich glaube nicht, dass ich jemanden finde, der bereit ist, als mein einziger Gesellschafter für mich zu agieren.

Interessant wäre es für mich, falls ein einziger Gesellschafter dann nicht mehr Bilanz-pflichtig wäre, sondern nur Einnahme-Überschuss Rechnungen erstellen könnte. Das wäre eine große Arbeitserleichterung. Aber auch da die Frage, wer würde das machen, insbesondere da dann eine erhöhte Haftung entstehen würde.

Irgendwie ist es echt schwer eine Lösung zu finden, die nicht große Nachteile mit sich bringt. Im ALG II Bezug ist irgendwie jede Lösung maximal blöd. Und wenn man aus gesundheitlichen Gründen aus dem ALG II Bezug nicht dauerhaft rauskommen kann, ist es einfach Mist.
 

Dizzy01

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Das ist eine Vertrauensfrage.
Wir hatten damals eine Holding, die als Gesellschafter für unsere "Mandanten" auftrat. Das war natürlich nicht für Null zu haben.
Das wäre doch ein Geschäftsmodell... Eine Holding für alle EKS-geplagten in Deutschland :p

Und das meine ich noch nicht mal als Scherz... Als ich meine UG gegründet habe, war das Ziel, dass ich auch befreundeten EKS-lern helfen könnte, mit der UG aus der EKS Falle zu kommen...
 

Spanky112

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Das funktioniert besser wenn jemanden anders den Gesellschafter stellt und Du nur als (angestellter) Geschäftsführer arbeiten würdest.

Aber dabei aufpassen, sonst kann bei einem zu geringen Gehalt das Jobcenter verlangen das man sich auf andere Stellen bewirbt wo man mehr verdienen könnte. bzw. evtl einen 2. Job suchen muss.
 
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