Muss ein Tagesjob immer vor Beginn der Tätigkeit beim Jobcenter angemeldet werden?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Mayer237

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
26 Februar 2020
Beiträge
93
Bewertungen
11
Ab und zu habe ich 1 oder 2x im Monat einen Tagesjob wo ich mir etwas dazu verdiene, max 100€ im Monat.

Muss ich jedes mal bevor ich so einen Einsatz habe das dem Jobcenter mitteilen oder langt einfach eine Lohnquittung oder ein Kontoauszug nach der Arbeit zu?
 

Sodele

Elo-User*in
Mitglied seit
9 Februar 2020
Beiträge
204
Bewertungen
415
SGB I:

§ 60 Angabe von Tatsachen

(1) Wer Sozialleistungen beantragt oder erhält, hat...
2. Änderungen in den Verhältnissen, die für die Leistung erheblich sind oder über die im Zusammenhang mit der Leistung Erklärungen abgegeben worden sind, unverzüglich mitzuteilen,...

SGB II
§ 63 Bußgeldvorschriften

(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig...
7. entgegen § 60 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 des Ersten Buches eine Änderung in den Verhältnissen, die für einen Anspruch auf eine laufende Leistung erheblich ist, nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig mitteilt.

Wenn Du also keine Probleme haben willst, dann teilst Du JEDE Beschäftigung mit, sobald Du weisst, dass Du anfängst - unverzüglich.
 

abcabc

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Oktober 2019
Beiträge
2.844
Bewertungen
6.659
Am schnellsten, einfachsten und sichersten per Fax melden. Falls du kein Faxgerät hast z.B. www.simple-fax.de Online Fax (5€ einzahlen und für 7 Cent pro Seite faxen, Guthaben hält unbegrenzt).
Wenn du die Information, ob und wann du arbeitest sehr kurzfristig erhältst, sollte direkt im Anschluss an den Job die Meldung reichen (innerhalb weniger Tage). Wenn du langfristig (länger als einige Tage) im Voraus weißt, wann du arbeitest, besser schonmal vorab melden.
Da reicht ein formloser 2-Zeiler:
Sehr geehrte Damen und Herren,
am xx.xx.xxxx werde ich voraussichtlich 6-8h arbeiten und etwa xx-xx€ verdienen. Den genauen Betrag werde ich Ihnen mitteilen, sobald dieser feststeht.

Und sobald du weißt wie lange du gearbeitet hast, einfach wieder ein kurzes Fax, dass du am xx.xx.xxxx durch eine Nebentätigkeit xx,xx€ verdient hast.

Alles per Fax und immer schön formlos ohne Nachweise einreichen. Wenn der SB Nachweise haben will, soll der die jedes mal per Post anfordern. Schadet nicht, es dem SB möglichst mühsam zu machen, wenn der eine Totalüberwachung beabsichtigt. Mit der Meldung wann du gearbeitet hast und wieviel du verdient hast, hast du deine Mitwirkungspflicht erfüllt.
 

Mayer237

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
26 Februar 2020
Beiträge
93
Bewertungen
11
Bei mir greift das SGB2. Das ich jede Leistungsrelevante Änderung mitteilen muss weiß ich, nur wenn ich nicht mehr als 100€ verdiene, dann ist die Arbeit nicht Leistungsrelevant, darum geht es mir.
 

Mayer237

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
26 Februar 2020
Beiträge
93
Bewertungen
11
Das reicht nicht, wenn der Zoll dort aufschlägt.
Wenn man nichts vom JC erhält und man nur einen mündlichen Vertrag/Zusage hat, dann muss der AG einen bei Tageseinsätzen vor Beginn bei der Minijobzentrale anmelden oder wird das im Nachhinein gemacht?

Und melden musst du jedes Einkommen, ob es anrechenbar ist, entscheidet der SB vom JC. Ist so.
Genau das wollte ich wissen (y)


Der Job wird natürlich bei der Minijobzentrale angemeldet.
 
E

ExUser 1309

Gast
Selbstverständlich sollte der Minijobzentrale umgehend Meldung gemacht werden.
Es gibst aber Fristen, je nachdem. Wenn die Sofortmeldung nicht greift, oder die erste Abrechnung zur Anmeldung.
Es gibt für bestimmte Gewerbe allerdings Sofortanmeldung für bestimmte Gewerbe
Die Sofortmeldung ist eine zusätzliche Meldung. Sie müssen trotzdem weiterhin eine Anmeldung mit dem Meldegrund 10 an die Minijob-Zentrale übermitteln – mit der ersten Abrechnung, spätestens jedoch nach sechs Wochen.
Minijob ,was wird gemeldet
 

Sodele

Elo-User*in
Mitglied seit
9 Februar 2020
Beiträge
204
Bewertungen
415
Es ist für die "Beziehung" zum JC völlig gleichgültig, ob und wann der Arbeitgeber die Beschäftigung anmeldet - der Leistungsempfänger steht in der Pflicht und muss jede Änderung - egal ob leistungsrelevant oder nicht - mitteilen.
Dies ergibt sich aus dem o.g. § 60 Abs. 1 Nr. 2 SGB I: "oder über die im Zusammenhang mit der Leistung Erklärungen abgegeben worden sind"!
Und da ja in jedem Antrag irgendwelche Erklärungen zu Einkommen gemacht werden - und wenn es nur das Nein-Kreuzchen bei "ich bzw. Mitglieder der BG erzielen Einkommen" ist das unverzüglich mitzuteilen.
 

ZynHH

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
19.283
Bewertungen
26.801
Wenn man nichts vom JC erhält und man nur einen mündlichen Vertrag/Zusage hat, dann muss der AG einen bei Tageseinsätzen vor Beginn bei der Minijobzentrale anmelden oder wird das im Nachhinein gemacht?
Du musst, bevor du irgendwo arbeitest, das jc informieren, rechtzeitig, denn wenn der Zoll an der Arbeitsstelle erscheint, stellt er fest, das du alg2 Empfänger bist und unterstellt erstmal Schwarzarbeit, wenn du das nicht dem jc gemeldet hast.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
26.132
Bewertungen
28.583
Wenn man nichts vom JC erhält und man nur einen mündlichen Vertrag/Zusage hat, dann muss der AG einen bei Tageseinsätzen vor Beginn bei der Minijobzentrale anmelden oder wird das im Nachhinein gemacht?
ZUmindest im Haishaltsscheckverfahreb (Privathaushalt) macht eine vorherige Anmeldung gar keinen Sinn. Die Anmwldung erfolgt mit dem ersten Hauhaltssheck und bei allem, was nicht über mehrere KAlendermonate geht auch gleich die Abmeldung. Da muss man nu die richtigen Kreuzchen setzen.
 
Oben Unten