Muss ein Sachbearbeiter das Ergebnis des Gutachtens des Ärztlichen Dienstes abwarten oder nicht?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

franzi

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 März 2009
Beiträge
4.027
Bewertungen
1.666
Die Erstellung eines Gutachtens beim ärztlichen Dienst dauert in der Regel mehrere Wochen oder sogar Monate.
Muss der SB auf das Ergebnis des Gutachtens warten, bis er den Kunden in Arbeit vermittelt, oder kann/darf er das umgehen, indem er den Kunden in einen beliebigen Job reinpresst, obwohl das Ergebnis des Gutachtens noch nicht vorliegt und somit die Frage, in welchem Umfang der Kunde überhaupt einsetzbar und belastbar ist, noch gar nicht abschließend geklärt wurde?

Darf ein SB die Weiterleitung der Unterlagen des Kunden an den ÄD absichtlich hinauszögern, um die Erstellung eines Gutachtens zu verzögern?
 

Birt1959

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juli 2013
Beiträge
1.306
Bewertungen
4.220
Gegenfrage: Was für Unterlagen meinst Du? Doch wohl hoffentlich nicht die medizinischen. Die gehen den SB gar nichts an - zumal der als Verwaltungsangestellter sie wohl kaum beurteilen kann. Also gibt man die da auch nicht ab.
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.740
Bewertungen
9.253
Hallo franzi,

ist deine frage jetzt wirklich ernst gemeint.

Hallo, wozu wird wohl das äD-Gutachten angefordert. Na klar muß ein SB dieses abwarten. Das dauert auch keine Monate, bestenfalls wenige Wochen wenn es um ein echtes Gutachten also einer persönlichen Begutachtung geht. Meist werden die äD-Gutachten jedoch anhand von Akten erstellt und das läuft binnen weniger Wochen ab.

Für den SB stellt erst das äD-Gutachten klar, für welche möglichen Arbeiten der Antragsteller überhaupt noch in Betracht kommt, denn niemand muß eine Arbeit verrichten mit der er seine Gesundheit gefährdet oder gar seinen Gesundheitszustand verschlechtert. Das steht so sogar im SGB-III und SGB-II unter zumutbare Arbeit.

Wenn hier also der äD-Gutachter schlammt, nun dann bitte, dann dauert das ganze Spiel halte Monate bis es zu einer Vermittlung kommen kann.

Bei mir aktuell läuft gerade auch eine äD-Begutachtung ab und meine SchwerB-SB meinte heute schon zu mir, daß da diesmal wahrscheinlich eh ein Aktengutachten kommen dürfte, denn meine Krankheiten sind eh seit 2012 dem äD bekannt. Vermitteln kann sie mich wegen dem Alter (ü60) der SchwerB und eben der bereits seit 2012 bekannten gesundheitlichen Einschränkungen sowieso nicht mehr, deshalb hat sie nicht einmal mehr eine EinV angeboten. Sie meinte lediglich zu mir ich solle einfach abwarten und das wars.


Grüße saurbier
 

franzi

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 März 2009
Beiträge
4.027
Bewertungen
1.666
Die Frage war sehr ernst gemeint, zumal ich den Eindruck habe, dass sowohl der SB als auch der GF das Ergebnis des Gutachtens nicht abwarten wollen, und mich vorher (bis Ende Juni) noch schnell vermitteln wollen. Dabei schwebt die Teilhabechancen-Geschichte immer noch im Raum ...
Weil aufgrund meiner Erkrankungen besteht die "Gefahr" dass ich nicht mehr in sämtlichen Bereichen problemlos einsetzbar wäre. Und dem wollen sie zuvorkommen, indem sie mich schon vorab aus dem Leistungsbezug drängen.
 

Birt1959

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juli 2013
Beiträge
1.306
Bewertungen
4.220
Franzi, selbst, wenn Du Dich irgendwo bewerben sollst, heißt das noch lange nicht, dass Du die Stelle auch bekommst. Die Arbeitsvermittlung hat doch da gar keinen Einfluss drauf.

Insofern kann Dir Dein SB so viele VVs mit und ohne RFB zuschicken wie er mag. Du machst Deine Bewerbung und gut ist's. Wenn Du eine Stelle bekommst, freu Dich. Dann bist du die Heinis wenigstens los.

Wenn ich das mit dem Teilhabenteil beim Überfliegen richtig sehe, ist es ein Abklatsch eines Abklatsches eines Abklatsches usw usw usw. Du bist doch da lediglich raus aus der Statistik! Nicht mehr und nicht weniger. Der JC muss doch trotzdem zahlen, solange Du keinen Job hast. Also können sie dich doch gar nicht aus dem Leistungsbezug drängen.

Oder wollte der SB von Dir, dass Du eine Teilhabe am Arbeitsleben bei der DRV (Rentenversicherung) beantragst? Also jetzt nicht eine besondere Ausstattung des Arbeitsplatzes oder des KFZs sondern den Betreuungsteil dieses Teilhabepaketes. Da wärest Du aus dem einem Leistungsbezug in einen anderen verschoben, weil die DRV zahlt. Meist lehnt die DRV die Anträge auf Teilhabe aber ab. Und bis zum endgültigen Bescheid der DRV muss der JC auch zahlen.

Wovor hast Du also Angst? Du wirst erst einmal nicht ohne Geld da stehen.
 

ela1953

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 März 2008
Beiträge
6.892
Bewertungen
2.284
Die Frage war sehr ernst gemeint, zumal ich den Eindruck habe, dass sowohl der SB als auch der GF das Ergebnis des Gutachtens nicht abwarten wollen, und mich vorher (bis Ende Juni) noch schnell vermitteln wollen. Dabei schwebt die Teilhabechancen-Geschichte immer noch im Raum ...
Weil aufgrund meiner Erkrankungen besteht die "Gefahr" dass ich nicht mehr in sämtlichen Bereichen problemlos einsetzbar wäre. Und dem wollen sie zuvorkommen, indem sie mich schon vorab aus dem Leistungsbezug drängen.

Hat dein Jobcenter denn Stellen, die zu deinem Alter passen?
 

franzi

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 März 2009
Beiträge
4.027
Bewertungen
1.666
@Birt1959: Das Jobcenter hat seit mehr als 5 Jahren keine Stellen mehr. Ich bekomme 3- bis 4mal im Jahr einen Vermittlungsvorschlag von denen, wobei die nicht immer zu meinem Profil passen. Das liegt auch daran, dass mein Profil in der Jobbörse der Arbeitsagentur im Laufe der Zeit so stark verändert wurde, dass es mit dem ursprünglichen nichts mehr zu tun hat. Quasi bis zur Unkenntlichkeit verdreht und verkürzt sowie mit unzutreffenden Inhalten bestückt. Habe meinen SB erst kürzlich wieder darauf hingewiesen. Darauf folgte nur Achselzucken und keinerlei Anstalten, diesen Zustand beheben zu wollen. Irgendwer hat z. B. hinzugefügt, dass ich BWL studiert hätte, was überhaupt nicht stimmt.

Nein, über Teilhabe am Arbeitsleben haben wir bisher nie gesprochen. Ich hatte das Thema vor einigen Jahren schon mal angesprochen. Da hieß es nur: "Wir haben keine Reha-Abteilung." Ich rief dann bei der Reha-Stelle der Arbeitsagentur an, ob die mir Hilfen anbieten können. Die Dame dort war sehr unfreundlich und meinte, sie könne auch nichts für mich tun.

Ich habe keine Angst. Es geht bei mir um das Teilhabechancengesetz und nicht um eine Reha-Leistung, die von der Rentenversicherung finanziert wird.

@ela1953: Ob das Jobcenter Stellen hat, die zu meinem Alter passen ist eine Frage der Interpretation. Es ist mir nicht bekannt, nach welchen Kriterien die Vermittlungsvorschläge ausgewählt werden, die mir zugesandt werden. Ob da auch mein Alter berücksichtigt wurde/wird, weiß ich nicht.

Alles in allem sind viele Aussagen der Jobcenter-Mitarbeiter inhaltlich substanzlos, zum Teil an den Haaren herbeigezogen, widersprüchlich etc. Das zeigt mE nur, dass die mit ihrem Latein längst am Ende sind.
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.740
Bewertungen
9.253
Hallo franzi,

na was glaubst du denn was das JC (hier eben der GF bzw. SB) bei dir nach 5 Jahren noch hervor zaubern können, was man nicht in den Jahren bisher dann hätte erreichen können - doch nichts -.

Das neue Teilhabechancengesetz ist in meinen Augen genauso witzlos. Die CDU/CSU sieht darin logischer Weise den großen Wurf um noch mehr Menschen - und hier im besonderen die mit erheblichen Vermittlungsproblemen - in den Arbeitsmarkt zu bekommen. Schaut man sich dann aber die bisherige Lebensrealität mal genauer an, dann wird man schnell feststellen das es lediglich Utopie ist. Der Gesetzgeber hat schon ewig den Kreis der SchwerB versucht mit solchen Maßnahmen in Arbeit zu bekommen, als man damals feststellen mußte das die Arbeitsgeber nicht wollen, kam man damit die Arbeitgeber über eine Zwangsabgabe vor die Alternative zu stellen - einstellen oder zahlen - na was hat das gebracht, nichts. Ja selbst der Staat will nicht wirklich solche Menschen beschäftigen, denn sie bringen nicht genug Profit.

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus durfte ich das leidlich selbst bei einem solchen Ausbeuter erfahren, als mein bisheriger Arbeitgeber in die Insolvenz ging. Die Firma bekam einen neuen Eigentümer, bei dem ich mich dann nach meiner Reha wieder beworben haben, hallo ich hatte nun einen GDB 100 und hätte der Firma sogar für meine letzten Berufsjahre den Lohn mitgebracht (Fördermittel für SchwerB), dennoch kam es zu keiner positiven Entscheidung, nein man drugste nur herum. Meine Bewerbungen bei all den ZAF´s in der Umgebung verliefen von herein nur ablehnend.

Klar es man den einen oder anderen Arbeitgeber geben, aber die zu finden ist wie die bekannte Nadel im Heuhaufen.

Hinzu kommt bei dir inzwischen die Altershürde, denn heutzutage wollen die meisten Arbeitgeber nur noch junge flexible Mitarbeiter, denn die kann man weit besser ausbeuten, auch weil sie ihre Rechte weder kennen noch umzusetzen bereit sind, eben aus Angst den Arbeitplatz zu verlieren. Der aktuelle Überstundenbetrug bei Netto ist doch wieder so ein typischer Fall.

Ich war gestern nun auch wieder einmal bei einer SchwerB SB der AfA, nachdem die DRV mir eine weitere Verlängerung meiner Rente ablehnt. Das Gespräch dauerte lediglich 10 min. und sie sagte mir sofort, daß es für mich als ü60 mit SchwerB - egal wie viel GDB - und dazu noch gesundheitlichen Einschränkungen nichts gibt. Sie sagte auch das sie nicht versteht was die DRV damit jetzt bezweckt, außer zu versuchen Geld zu sparen.

Wenn bei dir jetzt tatsächlich der GF bzw. SB des JC den Versuch unternehmen, dich noch Vorlage des äD-Gutachtens in irgend eine Arbeit zu vermitteln, dann liegt es leider ausschließlich an dir, ob du das Spiel mitmachen willst. Dir dürften ja deine gesundheitlichen Einschränkungen alle lang genug bekannt sein, oder. Da mußt du halt selber darauf achten, daß man dir kein Arbeitsangebot bzw. keine Arbeit aufzwingt, was ein Risiko für deine Gesundheit darstellt. Das recht hast du doch.

Hier gilt es eben mit einem gesunden Menschenverstand abzuwägen, ob ein mögliches Arbeitsangebot/Arbeitsstelle dir wirklich soviel bringt gesundheitliche Risiken auszublenden um noch die nächsten 10 Jahre durchzuhalten. Eine Arbeit die einem tatsächlich Spass macht und mit der man auch anständig verdient, könnte sowas "vielleicht" sein.



Grüße saurbier
 

franzi

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 März 2009
Beiträge
4.027
Bewertungen
1.666
@saurbier: Danke für deine Ausführungen. Stimme dir vollinhaltlich zu.
Mir ist meine Situation bzw. jene des Arbeitsmarktes bewusst. Daher ist die Ankündigung, mich "jetzt möglichst schnell" vermitteln zu wollen, ein schlechter Scherz.
Bin mal gespannt, ob es überhaupt zur Erstellung eines Gutachtens kommt ...

Ob Gutachten hin oder her, letztlich ist dieses gar nicht unbedingt erforderlich. Meine Erkrankungen sind hinlänglich bekannt. Das hat sich seit dem älteren Gutachten nicht geändert. Und jünger bin ich auch nicht geworden (was man mir ja elegant bestätigte).

Eine normale Vermittlung von Seiten des JC ist höchst unwahrscheinlich. Daher wird es auf ein Maßnahme bzw. Förder-Konstrukt hinauslaufen, weil mich regulär niemand mehr einstellen wird. Die Alternative wäre, wenn sie mich einfach in Ruhe ließen.

Werde weiterhin durch Updates berichten ...
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.740
Bewertungen
9.253
Hallo franzi,

Mir ist meine Situation bzw. jene des Arbeitsmarktes bewusst. Daher ist die Ankündigung, mich "jetzt möglichst schnell" vermitteln zu wollen, ein schlechter Scherz.

Die frage dürfte hier doch sein, warum das dann in den letzten Jahren nicht bereits geschehen ist. Was die Herrschaften bis dato nicht schafften werden sie heute auch nicht besser hinbekommen. Die Grenze der Vermittlung ist ja auch weiterhin dein Gesundheitszustand, oder.

Ob Gutachten hin oder her, letztlich ist dieses gar nicht unbedingt erforderlich. Meine Erkrankungen sind hinlänglich bekannt. Das hat sich seit dem älteren Gutachten nicht geändert. Und jünger bin ich auch nicht geworden (was man mir ja elegant bestätigte).

Ja ja, alte Gutachten oder neue, da gibt es doch genügend Geschichten zu. Z.b. meine nachdem die DRV nun meine Rente nach über 20 Jahren ablehnt. Um dies nun zu untermauern wurde ich am Montag zur ärztlichen Untersuchungsstelle vorgeladen und ein Witzgutachten nach dem Motto erstellt, erzählen sie mir mal alle Krankheit / Operationen / Unfälle (hallo ich habe dazu ein mehrseitiges Beiblatt ausgefüllt) seit ihrer Geburt um sich dann im Anschluss der Beweglichkeit bzw. eben der nicht mehr vorhandenen meiner Körperglieder zu vergewissern. Das ganze dauerte gerade einmal wenig mehr als 30 min.. Keine Laboruntersuchung, keine Rötgenbilder noch viel weniger die bei meinem ursächlichen Krankheitsbild (ausgeprägte degen.-Osteochondrose/Spondylarthrose deformans seit 1998) erforderlichen MRT bzw. C´t Aufnahmen. So will man jetzt dann offensichtlich die Begründung untermauern, daß ich jetzt keiner Rente mehr bedarf. Interessanter Weise läuft meine Rente ja am 30.06.2019 aus und der Gutachter sagte gleich das ich in 4-6 Wochen dann Bescheid bekäme.

Wer weiß da schon wie jetzt ein neuer Gutachter sowas bei dir auslegt. Im übrigen nennt man sie zwar Gutachter, nur leider erfüllen sie nicht im geringsten den Anforderungen eines solchen, denn für ein verwertbares Gutachten gibt es Vorgaben.

Wer schon mal bei einem tatsächlichen Gutachter war, daß diese Begutachtungen viel Zeit und Aufwand in Anspruch nehmen, mein damaliger Gerichtsgutachter brauchte alles in allem fast 6 Std. und mein Freund der gleich bei mehreren im laufe der Jahre antanzen durfte (DRV Streit um Rente) war gleichfall nie schneller fertig. Das dürfte bei rein Psychischen Gutachten noch etwas komplizierter werden und bei rein orthopädischen frag ich mich wie man degenerative Veränderungen der Wirbeläule (Bandscheibe etc.) bzw. Gelenke überhaupt ohne Röntgen bzw. C´t diagnostizieren will.

In meinen Augen ist sowas eher überwiegend reine Willkür, alleine dem Zweck geschuldet Leistungen auf dem Rücken der Betroffenen einspraren zu können.

Eine normale Vermittlung von Seiten des JC ist höchst unwahrscheinlich. Daher wird es auf ein Maßnahme bzw. Förder-Konstrukt hinauslaufen, weil mich regulär niemand mehr einstellen wird. Die Alternative wäre, wenn sie mich einfach in Ruhe ließen.

Das Konstrukt der finanziellen Förderung (hier des neuen Teilhabechancengesetz) ist doch eh nur ein schlechter Witz. Wer dich da jetzt einstellt, der will doch lediglich das Geld abgreifen. Ist der Fördertopf mal ausgereizt dürfte er dich wieder entlassen und wie alt bist du dann, mit welcher Chance nochmals vermittelt zu werden. Der Witz bei dem Spiel ist doch, daß du für all die Jahre nicht mal anständige Rentenpunkte erwirbst um zumindest so etwas davon zu haben.


Grüße saurbier
 

franzi

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 März 2009
Beiträge
4.027
Bewertungen
1.666
Ja, bisher haben sie es auch nicht geschafft.

Bei meiner letzten amtsärztlichen Begutachtung war ich etwa 30 Minuten beim Arzt, wobei er ein paar Fragen stellte, mich kurz untersuchte (nur oberflächlich), sich danach demonstrativ (mit angewidertem Blick) und ausführlich die Hände wusch (vermutlich in Unschuld), und mehrmals nachfragte, ob ich nicht doch rauche, trinke oder Drogen nehme.
Ich hatte den Eindruck, dass er ein recht vorgefertigtes Bild von uns Kunden hatte.

Mittlerweile gibt es - wie ich erfuhr - zwei neue Amtsärzte, die ich noch nicht kenne ...

Wenn ich 5 Jahre an dem Teilhabe-Ding teilnehme, wäre ich 53 Jahre alt ...
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.740
Bewertungen
9.253
Hallo franzi,

Bei meiner letzten amtsärztlichen Begutachtung war ich etwa 30 Minuten beim Arzt, wobei er ein paar Fragen stellte, mich kurz untersuchte (nur oberflächlich), sich danach demonstrativ (mit angewidertem Blick) und ausführlich die Hände wusch (vermutlich in Unschuld), und mehrmals nachfragte, ob ich nicht doch rauche, trinke oder Drogen nehme.
Ich hatte den Eindruck, dass er ein recht vorgefertigtes Bild von uns Kunden hatte.

Daraus darfst du dir nichts machen.

Ja was glaubst denn du wie lange am Montag die Untersuchung des ärztlichen Gutachters der DRV bei mir dauerte. Das ist doch alles der gleiche Mist. Da wird oberflächlich körperlich untersucht, hauptsache man findet nichts ernsthaftes.

Bei mir dauerte es auch nur knapp 30 min. wobei das Abfragen alleine fast 20 min. dauerte. Klar haben die eine vorgefertigte Meinung, dafür werden sie doch vom Auftraggeber bezahlt. Wäre das tatsächlich anders herum, ja was glaubst du wie lange die den Job noch hätten. Solche Untersuchungen dienen doch nur dazu einen berechtigten Grund zu finden, einen Leistungsantrag in die gewünschte Richtung zu lenken. Beim MdK entweder um eine AU abzulehnen oder einen Reha-Antrag zu rechtfertigen, bei der AfA um Fälle des § 145 SGB III zu vermeiden und beim JC sieht es nicht anders aus.

Wenn ich 5 Jahre an dem Teilhabe-Ding teilnehme, wäre ich 53 Jahre alt ...

Tja und dann, was glaubst du welcher Arbeitgeber dich dann noch will.


Grüße saurbier
 
G

Gelöschtes Mitglied 31223

Gast
Wo bitte steht, das nicht normal in die Rentenkasse eingezahlt wird ?.
Ich lese im Gesetz nur was von Arbeitslosenversicherung, und das man nach den 2-5 Jahren wieder in Harz4 kommt.

Alle bei uns über das Teilhabegesetz vermittelten bekommen normalen Tariflohn, eine sogar 3320€ Brutto TVO-L.
Es gab 4 Gruppen a 20-25 Leute, davon sind 5 bisher nicht vermittelt worden, z.B. meine Person..dies liegt aber daran das man als IT-Admin es wohl schwirig hat, wenn man lange draussen ist. Und mehr per gesundheit (Als Büro) darf ich auch nicht machen lt MD.
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.740
Bewertungen
9.253
Wo bitte steht, das nicht normal in die Rentenkasse eingezahlt wird ?.
Ich lese im Gesetz nur was von Arbeitslosenversicherung, und das man nach den 2-5 Jahren wieder in Harz4 kommt.

Wo bitte wurde das behauptet.

Alle bei uns über das Teilhabegesetz vermittelten bekommen normalen Tariflohn, eine sogar 3320€ Brutto TVO-L.

Echt jetzt, die Leute waren also 7 Jahre aus dem Beruf und wurden jetzt über das Teilhabechancengesetz in solche Jobs vermittelt wo der Staat die Lohnkosten für 5 Jahre übernimmt.

Mal ehrlich, warum hat das dann vorher nicht geklappt, irgendwie sehr sehr merkwürdig, oder.

Es gab 4 Gruppen a 20-25 Leute, davon sind 5 bisher nicht vermittelt worden, z.B. meine Person..dies liegt aber daran das man als IT-Admin es wohl schwirig hat, wenn man lange draussen ist. Und mehr per gesundheit (Als Büro) darf ich auch nicht machen lt MD.

Nun wenn du wegen deiner Gesundheit nicht mehr machen darfst, ja warum bitte hat man bei dir nicht bereits von Anfang an eine eine Förderung z.B. über LTA in Erwägung gezogen. Irgendwie seitens des JC doch auch sehr komisch. All diese Fördermöglichkeiten gibt es doch schon sehr lange und wenn es da Hürden für bestimmte gruppen gab, ja was hat den Gesetzgeber denn davon abgehalten die bestehenden Gesetze anzupassen bzw. zu verbessern.

Sorry, aber wenn das wirklich so einfach ist wie du hier jetzt schreibst, dann frage ich mich ernsthaft, warum man den Menschen in den letzten 7 Jahren nicht helfen konnte.


Grüße saurbier
 
G

Gelöschtes Mitglied 31223

Gast
Ist halt so, ich habe von zweien die ersten Gehaltsabrechnungen gesehen und diese mit den beiden Abends gefeiert.

Und ich werde in diesem Programm bleiben, bis es auch bei mir klappt.
Der Coach (Wo hier ja auch Horrorstories drüber erzählt werden), will auch gar nichts Privates wissen. Und der jungen Dame die soviel bekommt hat er auch nichts bzgl Styling oder so aufgezwungen. AG scheint mit ihren "punkigen" Aussehen ok zu sein. Das einzigste was der AG und nicht der Coach gesagt hat, war wohl das wenn Kunden kommen die Tattoos auf den Armen mit einer Bluse oder ähnlichen zu verdecken. Aber das ist bei vielen AG eigendlich normal, je nach Kundenart.
 

Birt1959

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juli 2013
Beiträge
1.306
Bewertungen
4.220
@franzi Ich hab doch gar nicht geschrieben, dass der SB Dich mit Stellenangeboten überschütten wird. Ich habe lediglich geschrieben, dass das möglich sein kann.

Ich glaube, Du hälst Dich gerade am Wolkenkuckucksheim fest. Mach das, wenn es Dir hilft. Nur mach Dir auch klar, dass Du dann gewaltig enttäuscht werden kannst.

Verlass Dich auf Dich selbst, von der Arbeitsvermittlung bist Du Ü40 verlassen. Da hat @Ottokar völlig Recht.

Faktisch gewinnt bei solchen Gesetzen nur der Arbeitgeber. Dem spart das ganze für einige Zeit die Lohnkosten. Deswegen ist dann bei vielen auch der Job wieder weg, weil die Förderung ausgelaufen ist. Es gibt Firmen - und ich hatte auch mal die Ehre in so einer zu jobben - deren Geschäftsmodell genau auf diesen Fördertöpfen beruht. Leider verhält es sich bei vielen Stellen im Öffentlichen Dienst auch nicht anders.

Solange wie die Allgemeinheit die Lohnkosten trägt, kann der AG doch auch entsprechend Tarif zahlen... Er leitet den Lohn oder das Gehalt abzüglich einer "Bearbeitungsvergütung" in Form der unentgeltlich erzielten Wertschöpfung des Unternehmens, weiter. Insofern verstehe ich die beiden letzten Beiträge nicht. Im Prinzip gibt der AG die ungenannte ZAF.

Und noch etwas liebe @franzi: die Sache mit der DRV brachte ich nur ins Spiel, weil du was davon schriebst, dass der JC Dich mit aller Macht aus dem Leistungsbezug drängen will. Das kann er ja nur, wenn Du nen Job findest oder eben diese Leistung zur Teilhabe der DRV bekommst.
 

franzi

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 März 2009
Beiträge
4.027
Bewertungen
1.666
@saurbier: Möchte hier noch eine Anekdote einwerfen zum Thema, warum die Vermittlung vorher nicht geklappt hat und jetzt plötzlich mit Förderung alles problemlos möglich sein soll:

Mein SB hatte ja geplant, mich via Teilhabechancengesetz bei der Caritas unterzubringen. Er habe dort in der Vergangenheit schon mehrere Leute hin vermitteln können.
Dann erzählte er mir, dass dort ständig Leute gesucht werden. Auch "kürzlich" seien wieder zwei Stellen offen gewesen, die lange nicht besetzt werden konnten, obwohl sie "händeringend" jemanden gesucht hatten. (Welche Tätigkeiten das waren, sagte er mir aber nicht!)
Dann sagte er zu mir, er verstehe nicht, warum ich mich nicht schon früher bei der Caritas beworben habe. (Ich habe übrigens nie einen VV in dem Bereich erhalten.)

Ich sagte dann, dass ich in diesen Bereichen nicht qualifiziert bin und keine Berufserfahrung habe, da ich aus einem ganz anderen Bereich komme.
Dann sagte ich, wenn die tatsächlich so viele Leute suchen, könnten die mich doch auch regulär - ohne Fördermittel - einstellen. Ich fragte den SB dann, ob ich mich dort auch ganz regulär auf offene Stellen bewerben soll.
Da wiegelte er sofort ab und wollte davon nichts wissen.
 

Birt1959

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juli 2013
Beiträge
1.306
Bewertungen
4.220
ACH Gottchen, Mutter Kirche. Die verteilt selten Almosen.

Während des Studiums durfte ich das schon vor mehr als dreieinhalb Jahrzehnten lernen. Damals ersetzte der kirchliche Wohlfahrtskonzern mit Hilfe des x. Vorläufers des heutigen Teilhabedingsdingsbumses mit "Unterstützung" des Sozialamtes dort Leute, wo sich nicht mal mehr Ehrenamtliche einsetzen wollten. Die damaligen Hilfsjobber konnten sich auch nicht groß dagegen wehren, weil das Sozialamt sie zwang. Auch denen wurde das Märchen von der Chance schlechthin erzählt. Und wenn sie nicht gestorben sind, so warten sie noch heute.

Allerdings nutzt Mutter Kirche zum Mindestlohn gern die Expertise ehemaliger Elos, die mit solchen Gesetzen gefördert werden. Hier leitet jemand, die mal zwei Filialen von Schlecker leitete, so einen "Laden", der Lebensmittelspenden und sonstige Händlerspenden gegen Entgelt abgibt. Allerdings bekommt sie keinen Filialleitergehalt, sondern eben Mindestlohn. Ihrer Beschreibung nach ist das mindestens so viel Arbeit wie früher bei Schlecker.

Ein Wohlfahrtskonzern ist ein Konzern. Nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den anderen gelten sie als gemeinnützig. Meine Formulierung nach den Studijobs und Praktikas dort: gemein und nicht nützlich.

Da, wo diese Konzerne vernünftig zahlen, befindet man sich in der Vorstandschaft.

Bei einem Engagement dieser Konzerne sollte man mal schauen, in welchen Bereichen unseres Landes die sich hauptsächlich engagieren: Dort, wo der Staat eigentlich selbst agieren sollte und sich deswegen bei Ihnen die Leistungen kauft. Aus sich heraus agieren die Wohlfahrtsfritzen kaum selbst.

Dies soll kein Beitrag zum bedingungslosen Grundeinkommen sein, sondern lediglich ein Kommentar zu einem Gesetz, das mal wieder kostenlose Arbeitskräfte für irgendwelche Unternehmen, selbst bei angeblich gemeinnützigen, schafft. Den Rest mit den Förderungen schrieb ich vorhin ja schon.
 

franzi

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 März 2009
Beiträge
4.027
Bewertungen
1.666
Mein SB betonte auch, dass die Leute dort besonders christlich seien, so ein tolles Arbeitsklima herrsche und man auf gesundheitliche Einschränkungen besonders Rücksicht nehme.

In einem Bewertungsportal habe ich dann Bewertungen von Mitarbeitern gelesen, die dort regulär angestellt sind. Da zeigt sich ein anderes Bild ...
 

Ursula66

Elo-User*in
Mitglied seit
17 März 2019
Beiträge
206
Bewertungen
464
Muss der SB auf das Ergebnis des Gutachtens warten, bis er den Kunden in Arbeit vermittelt,

Die Antwort darauf findest Du in § 35 SGB IIII Absatz 2 Satz 2:

(2) 1Die Agentur für Arbeit hat durch Vermittlung darauf hinzuwirken, dass Ausbildungsuchende eine Ausbildungsstelle, Arbeitsuchende eine Arbeitsstelle und Arbeitgeber geeignete Auszubildende sowie geeignete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten. 2Sie hat dabei die Neigung, Eignung und Leistungsfähigkeit der Ausbildungsuchenden und Arbeitsuchenden sowie die Anforderungen der angebotenen Stellen zu berücksichtigen.

Es darf ja auch keine EGV abgeschlossen werden, bevor die gesundheitliche Abklärung nicht vollständig abgeschlossen ist.

Ich habe deshalb gerade eine aW beim SG eingereicht.
 

franzi

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 März 2009
Beiträge
4.027
Bewertungen
1.666
Genau das versuchen die jetzt aber, sich über alles hinwegzusetzen, was eigentlich klar gesetzlich geregelt ist.
Bin jetzt erstmal bis auf weiteres krankgeschrieben ... :icon_evil:
 

Spielmann

Neu hier...
Mitglied seit
21 Juni 2019
Beiträge
2
Bewertungen
0
Sehr geehrte Community,

so könnten Sie mit Gutachten umgehen, n.m.E. ohne Nachteile:

1. Unterzeichnen Sie keine Schweigepflichtsentbindung, dies ist n.m.E. rein freiwillig.

2. Reichen Sie keine Gesundheitsfragebögen ein, auch dies ist n.m.E. freiwillig.

Falls Sie bereits unterzeichneten, widerrufen Sie.

N.m.E. dürfen Ärzte sich nicht ohne Ihre Erlaubnis äußern, Nachteile dürften Ihnen keine entstehen.

N.m.E. geht Ihre Gesundheit hauptsächlich Sie selbst etwas an.

Solllte Ihnen das Jobcenter dann mit einem psychologischen Dienst zu nahe rücken, so macht dies n.m.E. auch nichts.
Zeigen Sie dann einfach nur die Psychologen und Beteiligten an, wenn Sie den Verdacht haben, man stelle Ihnen nach.
Zudem hinterfragen Sie dann bitte, ob es ggf. nur Psychologisten sind.
Des häufigeren dürften bei sozial-psychologischen Diensten nur sog. Psychologisten aufzufinden sein, diese haben Ihnen gegenüber n.m.E. keinerlei Rechte.

Im Falle der Entziehung von Leistungen bei nicht eingereichten Gesundheitsunterlagen, dürften Sie im Rechtsschutzverfahren beim Sozialgericht beste Chancen auf sofortige Weiterzahlung haben.

Stellen Sie zudem einfach gegen die Jobcenter-Mitabeiter und Teamleiter bzw. Geschäftsführer Strafantrag, da Sie der Auffassung sind, der jeweilige Mitarbeiter stellt Ihnen nach.
Dies sollten Sie im Falle jeglicher, kleinster Schwierigkeiten mit dem Jobcenter ohnehin.

Basta.

So dürften Sie trotz nicht eingereichter Unterlagen weiterhin Geld erhalten.

Bitte teilen Sie diesen Beitrag so oft wie möglich.

Freundlich grüßt
Ihr Spielmann

- Be a hard target -
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.740
Bewertungen
9.253
Hallo Spielmann,

es wäre sicherlich angeraten wenn man diesen unsinnigen Beitrag ganz schnell entfernen würde, bevor tatsächlich irgend einer danach verfährt.

so könnten Sie mit Gutachten umgehen, n.m.E. ohne Nachteile:

Ein berechtigtes äD-Gutachten kann man nicht umgehen, daß recht seht dem Leistungsträger ausdrücklich gemäß § 62 SGB I zu.

1. Unterzeichnen Sie keine Schweigepflichtsentbindung, dies ist n.m.E. rein freiwillig.

Eine Schweigepflichtentbindung ist zutreffend freiwillig, nur sollte man hier immer sehr genau abwägen, welche Konsequenzen damit verbunden sind, denn nicht jeder kann ohne weiteres wochen- bzw. monatelang auf seine ALG-II verzichten, wenn die Leistung wegen fehlender Mitwirkung plötzlich eingestellt wird. Hier gilt es immer abzuwägen, ob man nicht stattdessen eine auf 3 Monate eingeschränkte und nur für Ärzte seines Vertrauens ausgestellte Schweigepflichtentbindung nicht der bessere Weg wäre. Selbst wenn man den Klageweg beschreiten kann (aus Kosten als auch aus Kenntnis) ist nie garantiert das einem das SG auch recht gibt.

2. Reichen Sie keine Gesundheitsfragebögen ein, auch dies ist n.m.E. freiwillig.

Hier gilt zuvor gesagtes. Hinzu kommt, der Gesundheitsbogen für den äD-Gutachter gehört ausschließlich nur in dessen Hände - also per Einschreiben an diesen schicken oder aber gegen Unterschrift dort persönlich abgeben -. Im übrigen sollte man vorsichtigt mit der Freiwilligkeit umgehen, denn hier gilt ebenfalls wieder der § 62 SGB I und da könnte der Gesundheitsbogen durchaus eine Vereinfachung/Erleichterung darstellen, eben weil man sich dan ggf. nicht der persönlichen Untersuchung unterziehen müßte.

N.m.E. dürfen Ärzte sich nicht ohne Ihre Erlaubnis äußern, Nachteile dürften Ihnen keine entstehen.

Eine unsinnige Äußerung, denn es gehört zur Aufgabe des äD-Gutachters entsprechendes Gutachten zu erstellen.

N.m.E. geht Ihre Gesundheit hauptsächlich Sie selbst etwas an.

kein Kommentar

Solllte Ihnen das Jobcenter dann mit einem psychologischen Dienst zu nahe rücken, so macht dies n.m.E. auch nichts.
Zeigen Sie dann einfach nur die Psychologen und Beteiligten an, wenn Sie den Verdacht haben, man stelle Ihnen nach.
Zudem hinterfragen Sie dann bitte, ob es ggf. nur Psychologisten sind.
Des häufigeren dürften bei sozial-psychologischen Diensten nur sog. Psychologisten aufzufinden sein, diese haben Ihnen gegenüber n.m.E. keinerlei Rechte.

Hier zeigt sich wieviel Ahnung sie von der Materie haben - wohl sehr wenig bis keine -.

Wer bitte sind - Psychologisten -.

Im Falle der Entziehung von Leistungen bei nicht eingereichten Gesundheitsunterlagen, dürften Sie im Rechtsschutzverfahren beim Sozialgericht beste Chancen auf sofortige Weiterzahlung haben.

Eine Aussage die mit allergrößter VORSICHT zu genießen ist, denn - vor Gericht und auf hoher See befindet man sich in Gottes Hand -, heißt niemand weiß im Voraus wie ein Richter Urteilen wird.

Stellen Sie zudem einfach gegen die Jobcenter-Mitabeiter und Teamleiter bzw. Geschäftsführer Strafantrag, da Sie der Auffassung sind, der jeweilige Mitarbeiter stellt Ihnen nach.
Dies sollten Sie im Falle jeglicher, kleinster Schwierigkeiten mit dem Jobcenter ohnehin.

Ein sehr guter Rat, selbst wenig Erfahrung von Gesetzen, anderen aber dazu raten gleich mal einen Strafantrag zu stellen, welche ein Witz.

Schon mal daran gedacht das ein solcher Strafantrag auch zum Bummerang werden kann. Plötzlich flattert einem eine Anzeige wegen Verleumdung ins Postfach - und dann.


Aber man darf ja durchaus vermuten wessen geistiges Kind hinter diesem Kommentar stecken mag, wenn sich jemand nur dafür extra neu im Forum anmeldet.



Grüße saurbier
 

Infinit

Elo-User*in
Mitglied seit
11 April 2019
Beiträge
282
Bewertungen
147
Das liest sich, als wäre es in einem Job Center Büro getippt worden. Kann nicht ahnen, ob recht trockener Sarkasmus, oder dann doch geschrieben in der Hoffnung, dass jemand sich darauf bezieht und sich damit voll vor die Wand fährt.

Muss der SB auf das Ergebnis des Gutachtens warten, bis er den Kunden in Arbeit vermittelt, oder kann/darf er das umgehen, indem er den Kunden in einen beliebigen Job reinpresst, obwohl das Ergebnis des Gutachtens noch nicht vorliegt und somit die Frage, in welchem Umfang der Kunde überhaupt einsetzbar und belastbar ist, noch gar nicht abschließend geklärt wurde?

Also, Franzi. Bei mir ist das noch sehr aktuell. Mein SB wollte mich auch sofort vermitteln und behauptete beim ersten Treffen mal einfach, er würde dich ganz stark davon ausgehen, dass meine Erwerbsfähigkeit voll da ist. Das ist schon ein Unding. Seitdem spricht er auch immer von der Erwerbsfähigkeit, zu letzt auch dem Ärztlichen selbst Dienst gegenüber, und nicht von der Leistunfsfähigkeit, die der ÄD ja begutachten soll. Wie schon gesagt, ohne Leistungsfähigkeitsbescheid darfst du nicht vermittelt werden, sei es zu einer Arbeitsstelle oder Massnahme. Das heisst aber nicht, dass sie es nicht versuchen! Und wenn du dann etwas unterschreibst, hast du den Fehler gemacht.

Nun. In der Zwischenzeit wurde mir dann unterstellt, ich hätte das Gutachten sabotiert und eine Erstellung verweigert. Sehr interessant, da ein Gutachten nicht nur in meinem Interesse war, sondern es mir auch erklärt wurde, dass ich bei der Erstellung Mitwirkungspflichten habe. Denen hatte das überhaupt nicht gepasst, dass ich das Schweigepflichtsentbindungspapier blanko gelassen habe und stattdessen um die 100 Seiten Befunde angefügt habe.

Mir wurde dann vom SB die Aufforderung, zu einer leistungserprobenden 6 monatigen Massnahme anzutreten und eine Eingliederungsvereinbarung ausgedruckt. Diese habe ich natürlich nicht unterschrieben (ohne sie vorher rechtlich prüfen zu lassen). So stritten sich ÄD und SB zuletzt ein wenig am Telefon, wenn ich anwesend war. Ich habe dann noch mal einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen müssen und mir wurde angedroht, vom SB, meine gesamte Krankenakte (er wusste ja überhaupt nicht, was ich abgegeben habe) wäre jetzt futsch. Das war natürlich Quatsch, 5 Minuten später beim ÄD hatte ich diese sofort gesehen. Der SB wollte dann, das ich vor Zeugen meine neuen Unterlagen abgebe. Diese habe ich dann statt während, einfach 10 Minuten vor dem Termin mit ihm beim ÄD alleine abgegeben und mir das schriftlich bestätigen lassen. Da ich meinen ersten Fragebogen kopiert hatte, konnte ich alles so noch mal identisch übertragen. Von welcher Seite war das jetzt Schikane? Ich weiss es nicht.

Nun habe ich mein Gutachten Teil A und B gestern durch Akteneinsicht in Person angefordert und mir kopieren lassen. Da war der ÄD auch sehr zuvorkommend. Der Termin zur Besprechung des Ergebnisses des Gutachtens ist nächste Woche Donnerstag mit dem SB. Da wollte ich vorbereitet sein. Ich hatte es schon schriftlich angefordert, doch bekam dieses nicht zugesendet.

Lass dich nicht ärgern.
 
Zuletzt bearbeitet:

franzi

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 März 2009
Beiträge
4.027
Bewertungen
1.666
@Infinit: Überall wird nur getrickst ...
Alles, was man ausgefüllt hat, nochmal kopieren, ist immer gut!
Und alles immer schön bestätigen lassen oder per Einschreiben versenden.
In meinem Fall können sie mir gar nix vorwerfen. Ich habe vollumfänglich mitgewirkt, allerdings, wenn der SB über seine eigenen Fehler stolpert, dafür kann ich wirklich nichts ...
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten