Muß dem Jobcenter Einsatzbezogene freiwillige übertarifliche Leistungen auch mitgeteilt werden ? (1 Betrachter)

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Asterix38

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Hallo

Es geht hier um mein Sohn.

Vorweg: Ich und mein Sohn bilden eine "Bedarfsgemeinschaft", das heißt, mein Sohn Wohnt bei mir. Ich beziehe ALG2 und auch mein Sohn hat noch ALG 2 bezogen, er hat ab dem 8.8.2017 einen Job gefunden.

Mein Sohn hat endlich einen gut bezahlten Job gefunden. Zwar bei einer Leihbude, aber Unbefristet und der Job ist auch gut.

Er bekommt den üblichen Tariflohn, im Vertrag steht u.a. den vollen Brutto Verdienst und den Stundenlohn und die Arbeitszeit.

Zusätzlich hat er ein Schreiben bekommen, über eine "Einsatzbezogene freiwillige übertarifliche Leistung", die er Unterschreiben hat.

Heute sind die Unterlagen vom Jobcenter eingetroffen.

Jetzt habe ich mal einige fragen:
mein Sohn hat bei der Telefonische Ankündigung beim Jobcenter "nur" den im Arbeitsvertrag genannten Lohn genannt. Also den kompletten Brutto Lohn den er Monatlich bekommt. Über die "übertarifliche Leistung" hat er nix gesagt. Ein Fehler ?

Ich habe bereits auch schon den "Vorläufigen" Änderungsbescheid vom Jobcenter erhalten. Dort wurde jetzt auch "nur" der normale Lohn der im Vertrag seht und den mein Sohn am Telefon gesagt hatte, in die Berechnung einbezogen.

Soll oder muss mein Sohn bzw. ich dem Jobcenter auch den "Einsatzbezogene freiwillige übertarifliche Leistung" mitteilen ?
Ich habe diesbezüglich im Netz nix gefunden.

Und das Jobcenter, das ist klar, will die erste Verdienstabrechnung 8/2017 und Kontoauszug über den ersten Lohnzufluss. Dafür hat er bis 18.9.2017 zeit.

Muss er bzw. ich das dann jeden Monat die Verdienstabrechnung dem Jobcenter über senden ?

Die erste Abrechnung wird weniger Lohn enthalten (~500€), da er erst ab dem 8.8. angefangen hat. Hat aber immer noch genug, das er aus dem Leistungsbezug ALG2 raus ist.
Aber neben den Lohn bekommt er, glaube ich, auch Schichtzulage (3 Schichten).

Mein Sohn Verdient soviel, das er aus dem Leistungsbezug ALG2 raus ist.

Ich hoffe ihr könnt mich aufklären. Danke.

PS. Sollte ich mich mit meinen Anliegen hier falsch befinden, bitte ich diesen Beitrag zu verschieben. Danke
 

flandry

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Das Jobcenter hat nur zu interessieren, wieviel dein Sohn bekommt. Wie sich die laufenden Zahlungen zusammensetzen ist eigentlich egal.
Von daher kann es durchaus sein, dass jeden Monat die Abrechnung vorgelegt werden muss.
Wenn das JC jeden Monat neu nachrechnen will, soll es das doch. Auch wenn es lästig ist.
 

bla47

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Min. 3 Sachen müssen vorgelegt werden:
Abrechnung ( falls vorhanden auch Korrektur Abrechnung Vormonat ), dazu den Kontoauszug, und die Einkommensbescheinigung. Die füllt die Leihbude aus, hier sind weitere Detailinformationen von Interesse. Z.B. Lohn Zahlung war fällig im laufenden Monat oder im Folgemonat.
Falls Vorschuss gezahlt wurde, sind auch darüber die entsprechenden Unterlagen einzureichen.
 

Kerstin_K

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Von daher kann es durchaus sein, dass jeden Monat die Abrechnung vorgelegt werden muss.
Wenn das JC jeden Monat neu nachrechnen will, soll es das doch. Auch wenn es lästig ist.
Wenn er raus ist, ist er raus bis er einen neuen Antrag stellt. Warum soll er dann noch weiter jeden Monat etwas vorlegen?

Wenn die Verdienstabrechnung und der Kontoauszug vorgelegt werden, ist die Einkommensbescheinigung eigentlich ueberfluessig.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
mein Sohn hat bei der Telefonische Ankündigung beim Jobcenter "nur" den im Arbeitsvertrag genannten Lohn genannt. Also den kompletten Brutto Lohn den er Monatlich bekommt. Über die "übertarifliche Leistung" hat er nix gesagt. Ein Fehler ?
Nicht unbedingt, weil ...
Soll oder muss mein Sohn bzw. ich dem Jobcenter auch den "Einsatzbezogene freiwillige übertarifliche Leistung" mitteilen ?
Nicht unbedingt, weil ...
Muss er bzw. ich das dann jeden Monat die Verdienstabrechnung dem Jobcenter über senden ?
Nur den ersten Lohnzufluß muss er nachweisen. Die weiteren nicht, weil ...
Hat aber immer noch genug, das er aus dem Leistungsbezug ALG2 raus ist.
... genau deshalb. :wink:
Und das Jobcenter, das ist klar, will die erste Verdienstabrechnung 8/2017 und Kontoauszug über den ersten Lohnzufluss. Dafür hat er bis 18.9.2017 zeit.
Könnte von der Frist her knapp werden, die meisten ZAF zahlen erst zur Monatsmitte.

Abrechnung ( falls vorhanden auch Korrektur Abrechnung Vormonat ), dazu den Kontoauszug, und die Einkommensbescheinigung.
Wenn die Abrechnung vorgelegt wird, braucht es die Einkommensbescheinigung nicht mehr. Und umgekehrt.
 

Asterix38

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Danke für die hilfreichen Antworten.

Ich war mir nicht sicher, aber so in etwa habe ich auch gedacht.

Laut Schreiben vom Jobcenter, wollen die
Zitat: "Bitte reichen Sie die oben genannten Unterlagen (Anlage EK,Ausfüllhinweise, Einkommensbescheinigung) zusammen mit den folgenden Nachweisen : Arbeitsvertrag, Kontoauszüge und Lohnabrechnung.

Die aussage: "Wenn die Abrechnung vorgelegt wird, braucht es die Einkommensbescheinigung nicht mehr. Und umgekehrt. " da bin ich mir etwas Unsicher und deshalb werden wir (mein Sohn) diese beim Arbeitgeber ausfüllen lassen. Sicherheitshalber.

Aber erst mal Danke für eurer Hilfe.

Schönes Wochenende
Gruß Asterix38
 

ela1953

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Wenn der Sohn kein Geld mehr vom Jobcenter bekommt, seid ihr KEINE Bedarfsgemeinschaft mehr.

Das JC wird dann eine Haushaltsgemeinschaft annehmen. Der kann man widersprechen.

Bei einer Haushaltsgemeinschaft hat der Sohn auch einen höheren Bedarf, nämlich 2x den vollen Regelsatz plus anteiliger KdU.
Hat er dann noch Geld zur Verfügung, braucht er davon nur die Hälfte abgeben.

Müsstet ihr durchrechnen, ob das Einkommen so hoch ist, dass sich der Kampf gegen Haushaltsgemeinschaft lohnt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Die aussage: "Wenn die Abrechnung vorgelegt wird, braucht es die Einkommensbescheinigung nicht mehr. Und umgekehrt. " da bin ich mir etwas Unsicher
Das ergibt sich aus § 67a SGB X.
(1) Das Erheben von Sozialdaten durch in § 35 des Ersten Buches genannte Stellen ist zulässig, wenn ihre
Kenntnis zur Erfüllung einer Aufgabe der erhebenden Stelle nach diesem Gesetzbuch erforderlich ist.
In der Lohnabrechnung stehen diesbezüglich die gleichen Daten wie in der Einkommensbescheinigung. Diese doppelte Datenerhebung ist aber für die Berechnung des evtl. verbleibenden Leistungsanspruchs nicht erforderlich, und aus genau diesem Grund auch nicht zulässig.
 

Asterix38

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Wenn der Sohn kein Geld mehr vom Jobcenter bekommt, seid ihr KEINE Bedarfsgemeinschaft mehr.

OK, aber das war mir schon klar.

Das JC wird dann eine Haushaltsgemeinschaft annehmen. Der kann man widersprechen.

Wie erkenne bzw. sehe ich das denn in meinen letzten vorläufigen Bescheid ?
Auf der ersten Seite steht mein Sohn nicht, aber in der Berechnung ist er noch drin.

Bei einer Haushaltsgemeinschaft hat der Sohn auch einen höheren Bedarf, nämlich 2x den vollen Regelsatz plus anteiliger KdU.
Hat er dann noch Geld zur Verfügung, braucht er davon nur die Hälfte abgeben.

Kapiere ich nicht ? 2xRegelsatz plus KdU ?

Müsstet ihr durchrechnen, ob das Einkommen so hoch ist, dass sich der Kampf gegen Haushaltsgemeinschaft lohnt.

2xRegelsatz+KdU =914€ , Netto ~ 1300€
Allerdings wird sein erster Lohn weniger ausfallen, da er erst ab 8.8. angefangen hat zu Arbeiten.

dagobert1: Einkommensbescheinigung und § 67a SGB X. Wieder etwas schlauer geworden. :icon_daumen:
 
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