Muß bei einer Mietdauer ab 10 Jahren das Jobcenter einen 10%igen Zuschlag der Miete auf die Unterkunftskosten mit berücksichtigen?

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Martin51

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Hallo Leute:peace:

Habe mal gehört, dass bei einer Mietdauer ab 10 Jahren das Jobcenter einen 10%igen Zuschlag der Miete auf die Unterkunftskosten mit berücksichtigen muss.

Ich wohne mittlerweile ja schon 21 Jahren in meiner Wohnung....mir wurde diesbezüglich noch nie was vom Jobcenter mitgeteilt.

Muss man sich ggf. selbst darum kümmern?

Beste Grüsse

Martin....
 

Seepferdchen 2010

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Hallo @Martin51

ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder" Mietdauer/Zuschlag 10%" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Couchhartzer

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Ich wohne mittlerweile ja schon 21 Jahren in meiner Wohnung....mir wurde diesbezüglich noch nie was vom Jobcenter mitgeteilt.
Natürlich nicht, denn auf lediglich reine pauschale Gerüchte die irgendwo verbreitet werden machen die sicherlich nicht irgendwelche Mitteilungen an Leistungsbezieher.
Grundlage ist immer nur die für den Ort zulässige Miethöhenobergrenze, die nachgewiesene tatsächlich gezahlte Miete + Heizkosten und nicht irgendwelche fantasiereichen Gerüchte die man irgendwo mal hört.
Und wenn die angegebene Miete die Zulässigkeit überschreitet gibt es in der Regel eine Kostensenkungsaufforderung.
 

Seepferdchen 2010

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Muss man sich ggf. selbst darum kümmern?

Martin51 was du meinst ist bei einer Wohndauer von 10 Jahren und wenn es zur Überschreitung
der angemessenen Miete kommt, hier zu mal für dich als Beispiel ein Link zum nachlesen:

3.5.1 – Härtefälle

In besonders begründeten Einzelfällen können die Richtwerte nach Nummer 3.2 in Verbindung mit Nummer 3.4 aus sozialen Gründen und in Härtefällen um bis zu 10 vom Hundert überschritten werden, insbesondere bei

a) Alleinerziehenden,
b) längerer Wohndauer (mindestens 10 Jahre),

Quelle:https://www.berlin.de/sen/soziales/...iften/av_wohnen-571939.php#p2019-01-01_1_19_2
 

RA16

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10 % Zuschlag auf Miete, meinst du eine Mieterhöhung durch den Vermieter ? Vorsorglich: wie hoch ist deine Miete, wieviel davon übernimmt das JC und in welchem Ort/Stadt wohnst du ? Wieviel Personen wohnen mit dir zusammen ?
 

Couchhartzer

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RA16

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Hallo Chouchharzer, aus meiner Praxis weiß ich, wie ungenau sich viele ausdrücken, aber warum antwortet Martin51 nicht selbst ?' Braucht er nun Hilfe oder nicht ?
 

Sowhat

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Habe ich noch nie gehört. Ich wohne aber hier in Bayern (das mit den 10% gilt wahrscheinlich nur in Berlin) und ich wohne seit 10 Jahren in meiner Wohnung. Aber ich bekomme keinen Ermessenspielraum, obwohl ich neben 10 Jahre Wohndauer auch schwerbehindert bin (kann nicht mehr in den 5. Stock ohne Aufzug,( wo die eventuell bezahlbaren Wohnlöcher hier in der Stadt meist sind) GdB50 und fast 57 Jahre alt.
Das JC hat mir kürzlich eine Wohnung von der Genossenschaft, in der ich seit 10 Jahren wohne abgelehnt, weil sie über der sehr fantasiereichen KdU liegt (50€). Sie war übrigens 49qm gross und BJ 1952 und liegt in einem der günstigsten Stadtteile. Wir dürfen hier 397€ Bruttokaltmiete keinen Cent mehr für eine Wohnung bezahlen als Single.
Das JC begründete die Ablehnung damit, dass ich nicht im Rollstuhl säße und auch keiner Randgruppe (Großfamilie oder andere ethnische Herkunkt) angehöre, nur da gäbe es Ermessungsspielraum von bis zu 30%!
Es gibt hier leider keine Wohnungen für den Preis von 397€ inkl. NK und da ich die Miete hier nicht mehr werde bezahlen können, wenn mein Kind im Frühjahr auszieht, kann es sein dass ich dann obdachlos werde.
Aber ich weiss jetzt, dass ich keiner Randgruppe angehöre, bin nur H4.
 

RA16

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Gut, offensichtlich braucht Martin51 keine Hilfe, wenn er nicht anwortet.

An Sowhat: Was bedeutet "abgelehnt" im Zusammenhang mit einer Wohnung, in welcher du 10 J. gelebt hast und wohl auch noch lebst ? Bitte konkret: Wohnst du noch drin oder nicht, wie hoch ist Miete und wieviel davon übernimmt das JC ? In welcher Stadt wohnst du, gibt es dort ein schlüssiges Unterkunftskonzept oder nur - wie meist - fantasiereiche Richtlinien '?
 

Sowhat

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Ja ich hatte das von Marin wohl falsch verstanden. Ich wohne seit 10 Jahren in einer 80qm 4-Zimmer Wohnung. Erst mit zwei Kindern. Seit zwei Jahren mit noch einem. Mein jüngstes Kind zieht nun auch aus und für mich ist die Miete dann zu teuer. Ich wollte mir dann von der gleichen Wohnungsgesellschaft eine kleinere Wohnung suchen, aber das JC gibt mir keinerlei Ermessensspielraum und so war die Wohnung um 50€ zu teuer.
Und wenn das JC nicht genehmigt, dann gibts halt auch kein Geld für den Umzug und ich kann als Schwerbehinderte einen Umzug leider nicht allein stemmen und auch nicht die vorherige Wohnung renovieren. Ohne Geld geht das alles nicht. Und jeden Monat 50€ vom kargen Regelsatz bezahlen ist schon viel für einen SLGII Empfänger.
 

Kerstin_K

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An Sowhat: Was bedeutet "abgelehnt" im Zusammenhang mit einer Wohnung, in welcher du 10 J. gelebt hast und wohl auch noch lebst ? Bitte konkret: Wohnst du noch drin oder nicht, wie hoch ist Miete und wieviel davon übernimmt das JC ? In welcher Stadt wohnst du, gibt es dort ein schlüssiges Unterkunftskonzept oder nur - wie meist - fantasiereiche Richtlinien '?

Lies doch mal richtig. Sowhat lebt in einer Wohnung, die jetzt wohl noch angemessen ist, aber wenn das Kind im Frühjahr auszieht dann eben nicht mehr. Deshalb sucht Sowhat eine neue bleibe und für die angemessene Miete ist nichts zu finden, zumal die oberen Stockwerke ohne Aufzug wegen einer Schwerbehinderung ausscheiden.

Und nur weil Martin 51 mal ein paar wenige Stunden nicht antwortet,, heisst das nicht, dass er keine Hilfe braucht.
 

RA16

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an Kerstin: Ich bitte nur um eine zweifelsfreie Sachverhaltsdarstellung, wenn die Hilfe richtig sein soll.
Ich habe keinen Bock, mich hier noch um Auslegungen zu streiten.

an sowhat: Die Antwort vom JC, dass die neue Wohnung 50 € zu teuer ist, ist höchstwahrscheinlich falsch. Um das genau beurteilen zu können, muß ich wissen: In welcher Stadt wohnst du mit welcher Mietstufe ? Gibt es für diese Stadt ein schlüssiges Unterkunftskonzept oder nur eine Richtlinie ?
Ist die Ablehnung vom JC für die neue Wohnung schriftlich ? Wenn ja, Widerspruch und einstweilige Anordnung an das Sozialgericht, solange die neue Wohnung noch frei ist.
 

Sowhat

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Ja ich lebe in Nürnberg und hier gilt 397€ Bruttokaltmiete und keinen Cent mehr. Habe diese Antwort mit dem Ermessensspielraum von bis 30% für Leute im Rollstuhl (wo es auch wirklich einleuchtet) und den Randgruppen ja auch auf meinen Widerspruch über meinen Sozialverband (wo ich Mitglied bin) erhalten.
Ich habe grosse Angst obdachlos zu werden.
 

vidar

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Moin @Sowhat,
Ja ich lebe in Nürnberg und hier gilt 397€ Bruttokaltmiete und keinen Cent mehr.
Aus den Richtlinien (unter 2.1) der Stadt Nürnberg entnehme ich aber auch folgenden Satz:
zzgl. 10 % bei bereits bewohnten Wohnungen, gilt nicht bei Neuanmietungen“.
Falls ich dies nicht falsch interpretiere, dürften dir demnach auch 437 € (Bruttokalt) anerkannt werden.

Quelle: https://harald-thome.de/fa/redakteur/KdU_Ordner/SK_Nuernberg_-_01.01.2018.pdf
 

RA16

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Wenn du in Nürnberg (stadt) wohnst, gilt Mietstufe 4. Ich habe jetzt auf die Schnelle nichts gefunden im Internet, gehe aber davon aus, dass Nürnberg kein schlüssiges Unterkunftskonzept hat. Dann gilt nach der Rechtssprechung des BSG die Tabelle zu § 12 Wohngeldgesetz plus 10 % Sicherheitszuschlag. In Zahlen: Bei 2 Personen sind nach Tabelle zu § 12 WohnGG und Mietstufe IV 526 € für die Bruttokaltmiete angemessen. Dazu 10 % = 52 € ergibt 578,60 €. Dazu Heizkosten von mind. 90 € pro Monat, womit eine Bruttowarmmiete von 578,60 € + 90 € = 668,60 € abstrakt angemessen ist. Um durchzusetzen, dass das JC diese Miete in voller Höhe übernimmt, mußt du immer gegen die Bewilligungsbescheide Widerspruch einlegen und nach der Ablehnung gegen den Widerspruchsbescheid klagen. Kann Jahre dauern, bringt dir aber die fehlende Miete.
Zusätzlich kannst du eine einstweilige Anordnung beim Sozialgericht beantragen, wenn die Differenz zwischen Miete und bewilligten KdU mind. 150 € beträgt. Ich empfehle einen RA, welcher sich damit auskennt und immer schön Prozesskostenhilfe beantragen.

Vidar schreibt gerade, Nürnberg soll ein schlüssiges Unterkunftskonzept mit Geltung ab 1.1.18 haben. Da stehen für 2 Personen 557 € Bruttokaltmiete ( also alles ohne Heizkosten) drin. Deckt das nicht deine derzeitige Miete ?

an Sowhat: Nochmal zur Klarstellung: Ab Frühjahr 2019 wohnst du zusammen mit einem Kind (nach dem Auszug des 2. Kindes) in Nürnberg (Stadt) mit einer Bruttokaltmiete von 397 €, richtig ? Wenn ja, muß das JC diese Miete weiterhin in voller Höhe übernehmen (siehe oben). Eine Kürzung kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, weil nach der eigenen Richtlinie 557 € Bruttokaltmiete angemessen sind. Jedenfalls solltest du im neuen Jahr jeden neuen Bescheid genau prüfen (sollte man sowieso immer machen) und bei gekürzten Kosten der Unterkunft Widerspruch und bei ablehnendem Widerspruchsbescheid Klage einreichen.
 

Doppeloma

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Hallo RA16,

Gut, offensichtlich braucht Martin51 keine Hilfe, wenn er nicht anwortet.

Niemand muss hier ständig online sein, auch NICHT die Fragesteller ... vielleicht solltest du dich im Forum erst mal selbst ein wenig intensiver umsehen und orientieren, ehe du überall deinen "Senf" dazu geben möchtest, OHNE wenigstens den Eingangsbeitrag mal richtig zu lesen. :idea:

Echte Hilfe sieht in der Regel ganz anders aus ...

Ich habe keinen Bock, mich hier noch um Auslegungen zu streiten.

Was glaubst du wohl worauf wir so alles "keinen Bock haben", du diskutierst hier mit einem anderen User bereits ein ganz anderes Problem, weil der TE sich nicht sofort äußert wie von dir gewünscht ... das gehört sich NICHT, befasse dich bitte mal mit den Forenregeln ...

MfG Doppeloma
 
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Doppeloma

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Hallo Sowhat,

Ja ich lebe in Nürnberg und hier gilt 397€ Bruttokaltmiete und keinen Cent mehr. Habe diese Antwort mit dem Ermessensspielraum von bis 30% für Leute im Rollstuhl (wo es auch wirklich einleuchtet) und den Randgruppen ja auch auf meinen Widerspruch über meinen Sozialverband (wo ich Mitglied bin) erhalten.
Ich habe grosse Angst obdachlos zu werden.

Das ist sicher sehr schwierig für dich aber trotzdem ist es angebracht, dass du dafür ein eigenes Thema eröffnest und NICHT einfach das eines anderen Users "kaperst" ...

Danke für dein Verständnis, du würdest es sicher auch nicht schätzen wenn dann Jemand in deinem Thema zu seinem Problem eine ausgedehnte Diskussion beginnt.

MfG Doppeloma
 

humble

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Was glaubst du wohl worauf wir so alles "keinen Bock haben"...

Ein nächster RobbiRob, den ich auf "igno" setzen müsste? :icon_hihi:

Zum Thema:
Regional gibt es aber auch Unterschiede. In HH gibt es z.B. die Regelung, dass bestimmte Stadtteile, die eine niedrige Leistungsbezieherquote haben, mit 10% höherer Miete "gefördert" werden. Im Falle von drohender oder eingetretener Wohnungslosigkeit gibt es sogar bis 30% drauf. Würde mich da sofort an eine Stelle für Wohnungsnotfälle wenden und über die regionalen Bestimmungen informieren.
 
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