Murphy Slaw Erzählungen über seine Kommunikation mit Behörden (1 Betrachter)

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ExitUser

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Ich mache alles schriftlich mit dem JC.
Trotzdem haben sie immer versucht alles auf Telefonischem Wege zu beantworten.
Auch jetzt, nachdem ich die Telefonnummer gelöscht habe bekomme ich immer noch Briefe, in denen keine schriftliche Antwort steht, sondern der Hinweis das man mich telefonisch nicht erreichen kann.

Meine Krankenkasse macht das auch so und dass obwohl ich explizit darauf hingewiesen habe (Anhang Nr 2), das ich nur Schriftlichen Kontakt wünsche erreichen mich immer wieder Schreiben in denen nach meiner Telefonnummer gefragt wird.

Murphy
 

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Doppeloma

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AW: Bedarf ein schriftlicher Antrag immernoch eines schriftlichen Bescheides

Hallo Murphy Slaw,

Ich denke schon, dass man hier einen Erstattungs-Antrag (Fahrtkosten) an das JC und den Widerspruch bei der KK auseinanderhalten sollte.

Bei der Fahrtkosten-Erstattung ist es eher üblich, dass auf einen zusätzlichen Bescheid verzichtet wird, wenn diese Kosten zügig und problemlos auch erstattet werden.

NUR dafür gilt ja der Verzicht auf einen Bescheid dazu, bei Ablehnung wäre also ein schriftlicher Bescheid (mit Begründung) erforderlich.

Meine Krankenkasse macht das auch so und dass obwohl ich explizit darauf hingewiesen habe (Anhang Nr 2), das ich nur Schriftlichen Kontakt wünsche erreichen mich immer wieder Schreiben in denen nach meiner Telefonnummer gefragt wird.
Deine KK kann sich im Bezug auf einen Widerspruch allerdings NICHT damit herauswinden, dass man dich telefonisch nicht erreichen könne, um zu deinem Widerspruch mit dir zu sprechen.

Wenn es dazu Rückfragen gibt (ich nehme an, du hast den auch schriftlich begründet), dann kann man das ja gerne schriftlich tun, was auch die Rechtssicherheit für beide Seiten deutlich erhöht. :idea:

Die abschließende Entscheidung zum Widerspruch hat generell schriftlich zu erfolgen, das benötigt man ja auch um (erforderliche) weitere Rechtswege zu beschreiten, wenn ein Widerspruch abgelehnt wurde.

Dabei kann man sich nicht auf mündliche / telefonische Aussagen berufen ... :icon_evil:

Wenn die KK sich lieber mit dir dazu "unterhalten" möchte, zeugt das eher von "schlechtem Gewissen" und davon, dass die durchaus wissen, was da falsch gelaufen ist.

Man versucht dann meist die Rücknahme des Widerspruches zu "erlabern" und schon ist "alles wieder gut", jedenfals für die KK, denn für den Widerspruchsführer ergibt sich daraus (in der Regel) KEIN Vorteil.

Du solltest aber auch nicht länger nur mit deinen SB vor Ort dazu Korrespondenz führen, sondern mal die übergeordneten Stellen auf diese unzulässigen Verfahrensweisen aufmerksam machen.

Ein Widerspruch soll innerhalb 3 Monaten (gesetzlich vorgeschrieben) abschließend bearbeitet sein.

Wenn dein Widerspruch bereits seit Juni "bearbeitet" wird, ist es Zeit eine "Untätigkeitsklage" am SG zu erwirken, denn ob du telefonisch erreichbar sein willst, hat dafür keine Bedeutung.

Vorab würde ich noch mal eine Sachstand-Anfrage (schriftlich / nachweislich) an die Geschäftsführung der KK schicken und schon mal ankündigen, dass du dich (ohne erneute Erinnerung) an das SG wenden wirst wenn du nicht sehr bald (Termin in 10 Tagen setzen) einen schriftlichen Bescheid zu deinem Widerspruch vom XX vorliegen hast.

Den bisherigen Schriftverkehr solltest du in Kopie beifügen.

Ob der MDK was an deiner Problematik ändern kann (die zum Widerspruch führte im Juni), das vermag ich nicht zu beurteilen, wäre ja dann sicher auch schon früher dort zu klären gewesen ...

Auch die KK hat weitere übergeordnete Stellen (Regional-Direktionen / Landesdirektionen) die man dazu mal anschreiben sollte oder das Bundesversicherungs-Amt "freut" sich auch immer wieder über Hinweise zu "vorbildlichen" Arbeitsweisen der gesetzlichen KK.

Beschwerde uber einen Sozialversicherungstrager - www.bundesversicherungsamt.de

Ich kann immer nicht verstehen warum so lange geduldig gewartet wird, in der Regel hat es ja schwerwiegende Gründe dass man irgendwo Widerspruch einlegen muss ... da sollte man doch an einer möglichst schnellen Entscheidung interessiert sein.

Ob du ein Telefon hast oder nicht und warum du keine Telefonate führen kannst oder willst, ist dafür komplett unwichtig.
Widersprüche klärt man weder telefonisch noch im persönlichen Gespräch, da hat man IMMER Anspruch auf einen schriftlichen Bescheid.

MfG Doppeloma
 
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ExitUser

Gast
AW: Bedarf ein schriftlicher Antrag immernoch eines schriftlichen Bescheides

Hallo Doppeloma, Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort

Wenn die KK sich lieber mit dir dazu "unterhalten" möchte, zeugt das eher von "schlechtem Gewissen" und davon, dass die durchaus wissen, was da falsch gelaufen ist.

Man versucht dann die Rücknahme des Widerspruches zu "erlabern" und schon ist "alles wieder gut"
Genau so sehe ich das auch und daher möchte ich mich nicht am Telefon belabern lassen.

Ich habe den vorgefertigenen Schriftsatz für die Untätigkeitsklage hier schon liegen, allerdings versucht man jetzt einen Vergleich in dem man vorschlägt ein Drittel des strittigen Betrages für das medizinische Hilfsmittel zu bezahlen.
Das allerdings mit dem Zusatz das es eine Einzelfall Entscheidung ist und nicht für andere Fälle oder für die Zukunft gilt.
Der Betrag von 3153 Euro ist nur ein Drittel der geforderten Gesamtsumme.
Ich halte den Widerspruch daher aufrecht und warte ob der Hilfsmittelversorger diesem Vergleich zustimmt.

Murphy
 

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