Müssen Kinder für die Beerdigung/Miete/Verbindlichkeiten ihrer Eltern aufkommen? (1 Betrachter)

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Katzenstube

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Meine Mutter, mein Onkel, am Montag meine Katzenlady und nun auch noch die Tochter meiner besten Jugendfreundin muss sich mit Erbe bzw. Erbausschlagung auseinandersetzen. Hier aber etwas spezielles, wo ich auch nicht genau weiter weiss.

Ich meine, für die Beerdigung in jedem Fall ja, bei den anderen Dingen wie Miete ect. ist mir das nicht so ganz klar.

Folgender Fall: Die Tochter meiner Freundin, namens Kerstin, ist mittlerweile um die 30 und hat nebenbei über Facebook erfahren dass ihr Vater, zu dem sie keinen Kontakt hegte verstorben ist. Sie ist auf die Beerdigung gegangen.

Am Friedhof drückten ihr die Geschwister ihres Vaters, L..., die Wohnungsschlüssel in die Hand und meinten "kümmere Dich drum, kündige die Wohnung ect. pp" Und "wir gehen jetzt gleich zur Bank, da von uns Geschwistern von L. niemand an das Konto rankommt." Gott sei Dank verneinte sie das.

Kerstin lebt meilenweit weg vom damaligen Wohnort des Vaters. Da sie keinen Kontakt zu ihm hatte ist ihr weder der Vermieter bekannt noch die Verlage, bei denen er Abos hat. Sie hat ihre eigene Familie mit drei Kindern, die es nicht so ganz einfach hat, und sie soll nun alles erledigen.

Ich würde hoffen, dass Kerstin diese Verantwortung abgeben darf! Zumal L. sich weder in Kerstins Kinderjahren, noch später, um sie gekümmert hat. Ich gehe nicht davon aus, dass es Generalvollmachten oder ähnliches gab. L. war wohl länger krank, EM-Rente wurde ihm gerade verwehrt und er wurde vom Bruder ins Krankenhaus gefahren und kam in Holzkiste wieder raus....

Kennt von Euch jemand solche Fälle?
Kerstin ist kein Leistungsbezieher, hat aber ein schmales Gehalt von knapp unter 1000 Euro, was deren Mann verdient weiss ich nicht - aber wenn dieser noch dafür aufkommen müsste, dass wäre ja noch härter...

Gruß von Katzenstube
 

Seepferdchen 2010

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@Katzenstube

wenn diese Bekannte das Erbe nicht antreten will, bleibt nur eins ab zum Amtsgericht und beim Rechtspfleger die Erbenausschlagung schriftlich niederlegen lassen, dort findet keine Rechtsberatung statt.

Auch beachten sind ggf. Schulden vorhanden, Schulden muß niemand erben.


Für die Beisetzung hier werden die Kinder herangezogen.

Gott sei Dank verneinte sie das.
Hat sie den Wohnungsschlüssel zurückgegeben, wenn nein dann muß sie das beim Amtsgericht angeben, genauso die Adressen falls bekannt ihrer Geschwister.
 
Zuletzt bearbeitet:

Katzenstube

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Super! Ganz vielen Dank für diese Info!!!!

Genau das war Kerstins Problem. Wohin mit den Schlüsseln. Mein Gedankengang war sich mit dem Notariat des Wohnortes des Vaters, dem Nachlassgericht und dem Sozialamt in Verbindung zu setzen (es wurde gemutmaßt, dass die Wohnung durch die Stadt vermietet ist).
Kerstin hat keine Geschister - aber deren verstornemer Vater.

Danke für Deine Info! Hilft ihr bestimmt schon etwas weiter.

Gruß von Katzenstube
 

Seepferdchen 2010

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Sie muß auf jeden Fall zu ihrem Amtsgericht wo ihr Wohnsitz ist, das Gericht leitet dann das Verfahren an das das Gericht wo der letzte Aufenhaltsort vom Vater war weiter, darüber bekommt sie eine Niederschrift/Abschrift.

Genauso erhält sie auf dem Postwege die Erbenausschlagung und bitte dieses Schreiben sorgfältig aufbewahren!
 

Seepferdchen 2010

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Solche Dinge lassen sich leicht bei Durchsicht der Unterlagen des Vaters herausfinden ...
In diesem Fall wohl nicht, weil das Erbe ja ausgeschlagen wird und wie @Katzenstube schreibt, kein Kontakt zum Vater mehr bestand.

Das kann dann ggf. der Nachlasspfleger bzw. die nachfolgenden Erben klären.
 

Katzenstube

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Lieber Kuno K,
da leider nicht. Die Geschwister haben bereits die Dinge von Wert (sehr alte Gitarren, auch eine zwölfseitige, die schon früher viel wert war) übernommen und die Rest (also Unterlagen, Papiere, Aboverträge in Müllsäcken im Keller gestapelt ;-)

Soviel zum Thema "leicht" in diesem Fall ;-) Davon mal abgsehen, hast Du schon mal einen Nachlass verwaltet? Selbst in geordneten Haushalten ist das ein Ding von vielen zig Stunden Schreibarbeit und Recherche.

Gruß von Katzenstube
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Die Beerdigung muss man zahlen, falls genügend Einkommen vorhanden.

Das Einkommen des Gatten zählt indirekt, also man schlägt dem eigenen Einkommen evtl. etwas zu.

Mietschulden bzw. generell Schulden muss man nicht erben.

...
Grundsätzlich frage ich mich aber dennoch heutzutage, wer eigentlich ausser die Kinder, sollte denn diese Dinge erledigen?

Ist es so schwer eine Wohnung und Abos etc. zu kündigen, damit auch der Vermieter hier Rechtssicherheit hat?
Schon mal nachgedacht was das für Auswirkungen hat, wenn man sich einfach nicht darum kümmert?

Der Vermieter kann nicht einfach mal eben die Möbel entfernen lassen, selbst wenn er das bezahlen will.
Der letzte mir bekannte Fall dauerte dann 6 Monate und Kosten von 8.000€, auf denen der „reiche Vermieter„ dann sitzengeblieben ist.

Dieses Nichtstun und Ignoranz hat nur unnötige Arbeit für alle anderen zur Folge.

Ja, das ist alles mit Arbeit verbunden und nicht schön.
Heutzutage höre ich aber in nahezu jedem zweiten Fall, dass man nichts mehr miteinander zu tun hatte oder Geschwister das machen müssen, weil die ja vorher alles gekriegt haben etc.

Mich widert das nur noch an, alle schreien nur noch nach dem Staat, selbst bei der Beerdigung.
 

Seepferdchen 2010

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@RobbiRob

bleiben wir bitte bei dem vorliegenden Sachverhalt und wenn du in das BGB schaust, gehört die Erbenausschlagung nun mal dazu.

Schulden muß niemand erben, Punkt! Und in diesem Fall ist die Bekannte ohne Leistungsbezug und mit geringen Einkommen.

Ist es so schwer eine Wohnung und Abos etc. zu kündigen, damit auch der Vermieter hier Rechtssicherheit hat?
Schon mal nachgedacht was das für Auswirkungen hat, wenn man sich einfach nicht darum künmert?
Wenn das Erbe ausgeschlagen wurde, darf nur der Nachlasspfleger die Angelegenheit weiter betreiben.
 

Katzenstube

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Hey RobbiRob,
ich gebe Dir Recht! Kerstin wird auch versuchen, zumindest was die Beerdigung betrifft einzuschreiten.

Aber Du, ich kenne diese Geschichten - ich war dabei - und das war für das Kind (damals Kind) alles ganz schlimm was gelaufen ist. Kerstin ist das einzige Kind von L... Von Unterhaltszahlungen hätte Kerstins Mutter nur träumen können. Das aber soll nicht das Thema sein. Es ging wirklich nur darum, wo kommen die Schlüssel hin. Wenn Recht gesprochen wird - von Amts wegen - wird sie sich "unterwerfen". Nicht aber von der Verwandschaft des Verstorbenen drangsalieren lassen.

Ich fand das alles grausam wie das ablief... auch sein Tod, den so w+nscht man das keinem Menschen.Am beklemmendesten finde ich persönlich, dass er nicht mehr die Chance hatte, sich als guter Vater oder Grossvater zu erweisen. Kerstin hätte das gut getan.

Gruß von Katzenstube
 

gizmo

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Lieber Kuno K,
da leider nicht. Die Geschwister haben bereits die Dinge von Wert (sehr alte Gitarren, auch eine zwölfseitige, die schon früher viel wert war) übernommen und die Rest (also Unterlagen, Papiere, Aboverträge in Müllsäcken im Keller gestapelt ;-)

Soviel zum Thema "leicht" in diesem Fall ;-) Davon mal abgsehen, hast Du schon mal einen Nachlass verwaltet? Selbst in geordneten Haushalten ist das ein Ding von vielen zig Stunden Schreibarbeit und Recherche.

Gruß von Katzenstube
Sage bitte mal, du hast noch keine Gegenstände des Erblassers an dich genommen?

Eine Annahme von Gegenständen jeglicher Art, bedeutet eingentlich die Annahme des Erbes.

Du solltest da mal Kontakt aufnehmen und dieses klären.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
@RobbiRob
Wenn das Erbe ausgeschlagen wurde, darf nur der Nachlasspfleger die Angelegenheit weiter betreiben.

Die Erledigung der Bestattung sowie die Kündigung von Verträgen und Beendigung öffentlich-rechtlicher Verhältnissen dienen jedoch der vorläufigen Verwaltung, wodurch die Annahme der Erbschaft noch nicht bekundet wird. “

„Die Annahme durch schlüssiges Verhalten setzt eine nach außen erkennbare Handlung des Erben voraus, aus der unter Berücksichtigung der Umstände der Schluss zu ziehen ist, der Erbe habe sich zur endgültigen Übernahme des Nachlasses entschlossen.

Dies kann in der Beendigung des Mietverhältnisses nicht gesehen werden.“

https://www.frag-einen-anwalt.de/Erbausschlagung-was-darf-ich-noch-erledigen--f73999.html

Ich kann das übrigens auch für einen selbst erlebten Fall in der Verwandtschaft bestätigen, wo man sich eingesetzt hat, aber das Erbe ausgeschlagen.

Evtl. bin ich da auch zu konservativ, wenn ich das für eine Selbstverständlichkeit halte und sicher ist das auch eine moralische Frage.

Naja, schlanken Fuß machen ist halt einfacher.

Das hat nichts damit zu tun, dass man trotzdem das Erbe ausschlägt.
Das würde ich auch tun, wenn Schulden da sind.
Stand auch in meinem Beitrag.
„Mietschulden bzw. generell Schulden muss man nicht erben“

Mir ging es um die sonstigen Formalien, die eben gerade im Mietbereich unnötig sind und eine Menge unnötigen Ärger und Kosten verursachen.

Denk nur mal an Zeitung abmelden etc.
 

doppelhexe

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... Naja, schlanken Fuß machen ist halt einfacher. ...
naja, den schlanken fuss hat sich ja wohl eher der vater von kerstin gemacht, oder?

nur weil da jemand die gene (und sonst nix) weitergegeben hat, muss der abkömmling nun nicht den nachlass ordnen ... erst recht nicht, wenn ausser den genen da wirklich und überhaupt nichts beim "kind" angekommen ist.
das hat überhaupt nichts mit nem schlanken fuss zu tun, sondern ist lediglich die fortsetzung des nicht gewollten kontakts mit dem "kind" durch den erzeuger...

da ja die geschwister eh schon angefangen haben, sich nen "dicken fuss" zu basteln, indem sie alles von wert schon mal beiseite geschafft haben (gibts da beweise für? - dann anzeige), sollten sie sich auch um den rest kümmern...

ich würde kerstin raten, mal bei nem rechtsanwalt vorbeizuschauen, ich glaube mich zu erinnern, das in fällen, wo der erzeuger jegliche unterhaltszahlung und jeglichen kontakt verweigert hat, auch keine pflicht der abkömmlinge für beerdigung usw. besteht... und wenn sie das erbe ausschlägt, dann auch nicht für wohnungskündigung und auflösung iwelcher verträge.

ausserdem, wer hat denn die musike (beerdigung) bestellt... das war ja wohl nicht kerstin... warum sollte sie nun für die kosten aufkommen? wenn sie das hätte organisiert, wäre es wahrscheinlich nicht so pompös geworden, das ihr nun der ruin droht, oder?

wer die musike bestellt, der darf auch zahlen... ich würde mich jedenfalls mit händen und füssen wehren... gegen alles, was mit dem tod des erzeugers zu tun hat.
ich wär nichtmal zur beerdigung gegangen...
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
wer die musike bestellt, der darf auch zahlen... ich würde mich jedenfalls mit händen und füssen wehren...
Gegenüber dem Bestattungsunternehmen ja.

Die Kosten muss trotzdem in dem Fall das noch einzig verbliebene Kind bezahlen, wenn die Forderung kommt. (Fähigkeit vorausgesetzt)

Das meinen ja die meisten, dass man sich so den Kostem entziehen kann.
Das Gleiche gilt auch, wenn man sich dumm und taub stellt und die Beerdigung von Amts wegen durchgeführt wird.
Die Stadt meldet sich dann ....

Finde ich übrigens auch sehr oft, die Aussage von zu hohen Kosten, obwohl man sich vorher einen xxxxDreck darum gekümmert hat.

Ich sage ausdrücklich, dass ich mit meiner Meinung nicht explizit den Fall hier so beurteile.

Ich habe aber in den letzten Jahren so viele negative Fälle selber erlebt, dass ich die falschen Argumente und Einschätzungen speziell zur Bestattungspflicht und Kostentragepflicht nicht mehr hören kann.
Da sind einige ganz schwer auf dem Holzweg.
 

doppelhexe

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....Die Kosten muss trotzdem in dem Fall das noch einzig verbliebene Kind bezahlen, wenn die Forderung kommt. (Fähigkeit vorausgesetzt)....
und genau da würde ich anwaltlichen rat zu hilfe nehmen... da der erzeuger sich nie gekümmert, bzw. auch keinen unterhalt gezahlt hat.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
und genau da würde ich anwaltlichen rat zu hilfe nehmen... da der erzeuger sich nie gekümmert hat.
Das ist auch legitim, wenn dem so sein sollte.

Es ist allerdings sehr schwierig und zurecht gibt es da sehr hohe Anforderungen an den Grad der Zerrüttung.
Beweisbarkeit ist natürlich immer ein Problem.

Viel schlimmer finde ich zum Beispiel, dass über den Umweg der Unterhaltsverpflichtung ein nicht in gerader Linie verwandter Ehemann/Ehefrau am Ende doch noch für seine Schwiegereltern bezahlen muss.
 

Kerstin_K

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Als ich das Erbe meines Bruders ausgeschlagen habe, sagte mir die Rechtspflegerin, Dass ich mich um die Wohnung nicht zu kuemmern brauche und wenn der Vermieter Fragen habe, solle er sich ans Nachlassgericht wenden.
 

Badener

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Beweisbarkeit ist natürlich immer ein Problem.

Hi,
wohl dem der die Gerichtsunterlagen aufbehalten hat!
Und ... wenn die Geschwister des Verstorbenen bereits die "wertvollen" Gegenstände geplündert (anders kann ich das nicht ausdrücken) Dann sind sie auch zuständig. Sofern die Tochter (was ich sehr empfehlen würde) das Erbe ausschlägt. Geschwister erben ja auch!
LG
 

Katzenstube

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So ist es von Kerstin geplant, das Erbe auszuschlagen und die Schlüssel an eine amtliche Stelle zurück zu schicken. Ich selber habe mit dem Vorgang glücklicherweise gar nichts zu tun. Ich kenne die Mutter von Kerstin mein Leben lang, auch die von Kerstins Vater und fand den Vorgang so brutal: Mädchen erfährt Vater ist verstorben und noch am Friedhof werden ihr die Schlüssel zugesteckt und gefordert auf die Bank zu gehen.

Die Kosten für das Begräbnis wird sie tragen müssen - nach Anrechnung dessen, was evtl. noch auf dem Konto war, davon gehe ich - und auch sie - aus. Und das ist auch nicht das Thema, sie will ja auch später in den Spiegel sehen.

Und ja, ich kann RobbiRobs Meinung so gut verstehen und habe auch gleich verstanden, dass es nicht hier um den Fall geht. Es ist einfach so, dass es keine sozialen Bindungen mehr gibt (was viel durch das Arbeitsleben ausgelöst wird) und dann ruckzuck heisst es kein Kontakt, keine Verantwortung ect. pp. Kerstins Stiefvater (der für sie ihr Vater war) ist vor einem starken Jahr nachdem er lange Pflegefall war an Korea Huntingten gestorben. Die Familie hat sich davon noch nicht ganz erholt und ist noch traurig - und da kommt so eine Art von Abwicklung, das ist für mich ganz schwer nach zu vollziehen.

Ein Rechtsanwalt ist das sinnvollste, aber eben auch teuer und sie ist sich bewusst, dass die Beerdigungskosten eventuell von ihr zu tragen sind. Ich selber sehe es auch wie Badener, wenn die Geschwister schon angefangen haben aktiv zu werden, dann wissen sie am besten wo die Unterlagen sind und können Wohnung ect. aufkündigen. Sie haben ja die Dokumente in den Keller geschleppt und wissen eher als das Mädchen (die den Keller erst suchen muss ;-) wo was liegt.

Ich finde den ganzen Vorgang furchtbar: angefangen von seinem einsamen Tod.hin zu dessen Tochter, der einfach in der schwierigen Situation alles auf den Buckel geschnallt werden soll und der Lieblosigkeit innerhalb der Familie von L. (diese habe ich aber so kennengelernt, schon vor35 Jahren).

Ich danke Euch ganz dolle für die guten Informationen, mit denen Kerstin etwas anfangen kann und einfach weiß, wo sie Anlaufstellen haben könnte. Wie es dann endet, steht auf einem anderen Blatt.

Danke und lieben Gruß von Katzenstube
 

TazD

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So lange Kerstin das Erbe noch nicht ausgeschlagen hat, ist das, was die Geschwister dort getan haben im Übrigen Diebstahl, da das Eigentum des verstorbenen Vaters auf Kerstin übergegangen ist.
Erst mit Ausschlagung wechseln die Eigentumsverhältnisse dann zu den nächsten Erben und das sind erstmal Kerstins Kinder. Erst wenn auch diese durch Ausschlagung in der Erblinie wegfallen und keine weiteren Kinder vorhanden sind, dann erben zuerst noch die Eltern des verstorbenen Vaters. Da gehe ich aber davon aus, dass die auch schon verstorben sind.
Dann erst treten die Geschwister des Verstorbenen in der Erbfolge auf und sind zu berücksichtigen.
 
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