Müssen amerikanische Kellner bald aufs Trinkgeld verzichten?

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iSlave

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Mussen Kellner in den USA bald auf Trinkgeld verzichten?

Etwa 3,2 Millionen Kellnerinnen und Kellner zählen in den Vereinigten Staaten schon jetzt zu den am schlechtesten bezahlten Arbeitskräften. Ihnen könnte bald eine wichtige Einnahmequelle wegbrechen.

Es stünde ihnen [Anm. den Chefs] demnach auch frei, alles Geld zu behalten oder es für Verbesserungen ihres Restaurants auszugeben. Und davon, so wird dem Blatt zufolge argumentiert, würden die Arbeitnehmer ja auch potentiell profitieren.

Ist doch alles nur zum Wohle der Beschäftigten :peace:
 

AsbachUralt

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Gerade viel Menschen aus prekären Verhältnissen in den USA haben den vermeintlichen "Heilsbringer" Trump gewählt, in dem irren Glauben, ein Milliardär würde etwas unternehmen um ihre Lebenssituation zu verbessern.
Nun, wie von mir erwartet, verbessert er nun durch seine Steuerreform die Lebensbedingungen der Reichen. Und auch diese Trinkgeldgeschichte zeigt genau, wessen Freund er wirklich ist.

Wie pflegte mein Vater im Hinblick auf Wahlergebnisse zu sagen?
"Es gibt nichts dümmeres als ein Volk".
 

0zymandias

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Mich würde mal interessieren, wie viel von dem Schwachsinn der Stülplippe nach 'Schland kommen wird ...

(Interessieren wie in "Mögest Du in interessanten Zeiten leben". :biggrin:)

Warren Buffet, US-Zillionär: "Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen."
 

vidar

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Genau so muss der Kapitalismus pur sein! Der Angestellter kann schließlich froh sein, wenn er die Chance bekommt überhaupt in einem Unternehmen arbeiten zu dürfen. Ohne das vom Chef zur Verfügung gestellte Umfeld hätte der Arbeiter sowieso keine Möglichkeit einer Trinkgeldeinnahme gehabt. Worüber regen wir uns also auf, um nix.

Selbst bei einer Zahlung des Mindestlohns kann zusätzlich auch vom Mitarbeiter verlangt werden, dass er sich an die Strom- und Heizungskosten und den sonstige Miet- und Nebenkosten beteiligt, solange er sich in den Räumlichkeiten des Unternehmens befindet. Es wird also dringend Zeit, dass, im Sinne der Unternehmerschaft, der Frondienst baldigst wieder eingeführt wird.
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Sarkasmus aus
 

DonOs

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AW: Müssen amerikanische Kellner bald aufs Trinkgeld verzichten?

Warum wird im Artikel nicht erwähnt, daß die Angestellten dafür im Ausgleich den gesetzlichen Mindestlohn erhalten sollen, was derzeit kaum eingehalten wird, die Berichterstattung finde ich nicht fair, besonders in diesem Bereich zahlen die Arbeitgeber selten den Mindestlohn.

Wäre doch Wünschenswert wenn die Arbeitgeber endlich mal in die Verantwortung genommen werden und die Angestellten ordentlich bezahlen, anstatt sich darauf zu verlassen, daß die Trinkgelder den fehlenden Lohn ausgleichen.

Im Übrigen kämpfen gerade viele in den USA für 15$ Mindestlohn, "Fight for 15". Das wäre wünschenswert. 2019 soll das in NY eingeführt werden, andere Staaten sollen folgen:

Fight for $15

Trinkgeld gehört natürlich den Angestellten.
 

Bettelstudent

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Hallo,

eine mehr als unsachliche Presse.

Nicht nur in den USA ist bei vielen Berufen der Dienstleistungsbranche der Tip (Trinkgeld) ein wichtiger Lohnbestandteil,da die AN dort fast kaum richtigen Lohn erhalten.

Je südlicher man auf der Erdkugel geht, desto höher ist der Anteil des Tip am Lohn.
 

ela1953

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Trinkgelder zählen doch in Deutschland auch als Einkommen.
Zumindest bei ALG II
 

0zymandias

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[...]
eine mehr als unsachliche Presse.

Nicht nur in den USA ist bei vielen Berufen der Dienstleistungsbranche der Tip (Trinkgeld) ein wichtiger Lohnbestandteil,da die AN dort fast kaum richtigen Lohn erhalten.
[...]

Mal abgesehen vom Text findet sich im Untertitel:
ZEIT meinte:
Etwa 3,2 Millionen Kellnerinnen und Kellner zählen in den Vereinigten Staaten schon jetzt zu den am schlechtesten bezahlten Arbeitskräften. Ihnen könnte bald eine wichtige Einnahmequelle wegbrechen.

Trinkgelder zählen doch in Deutschland auch als Einkommen.
Zumindest bei ALG II
Wenn die Arbeitgeber die Trinkgelder bekommen, dürften sie anrechnungsfrei sein.

Sollten die Arbeitgeber dann zusätzlich auch noch ALG II bekommen, müsste man die Geschenkesuche langsam aufs Mittelalter und die Antike ausdehnen (Recht der Ersten Nacht für den Anfang, dann Recht der Zweiten Nacht, Recht der ...). :biggrin:
 

Schmerzgrenze

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... müsste man die Geschenkesuche langsam aufs Mittelalter und die Antike ausdehnen
(Recht der Ersten Nacht für den Anfang, dann Recht der Zweiten Nacht, Recht der ...). :biggrin:
:icon_kinn: Ferkel. Ich habe als Jugendlicher mal die Schleife einer sehr hübschen Kellnerin aufgezogen.
Die Wucht der Ohrfeige spüre ich noch heute. :icon_mad: Auf Tip hat sie aber nicht verzichtet.
 

Bettelstudent

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Hallo 0zymandias,

ich glaube, du hast das nicht richtig verstanden.

In den USA (sowie in vielen anderen Ländern) ist nicht nur bei Kellnern das Trinkgeld ein Bestandteil ihres Arbeitslohnes.
Die AG zahlen daher generell 20 % weniger Lohn an ihre Angestellten aus.
Außerdem handelt es sich gerade bei Kellnern um die niedrigsten Löhne, weil es nämlich bei der Masse um "Bedienungen" geht (Schnellrestaurants usw.)

Unseren klassischen Kellnern findet man im Amiland nur in der Nobelgastronomie.Dort wird auch immer noch "plaziert", was hier in D ja wohl keiner mehr kennt :)
 

0zymandias

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[...]
ich glaube, du hast das nicht richtig verstanden.

In den USA (sowie in vielen anderen Ländern) ist nicht nur bei Kellnern das Trinkgeld ein Bestandteil ihres Arbeitslohnes.

Die AG zahlen daher generell 20 % weniger Lohn an ihre Angestellten aus.
[...]

Die Trinkgelder sind Einkommensbestandteil, nicht Lohnbestandteil. :biggrin:
Im Falle einer Kündigung oder eines Zusammenschlusses mehrerer Arbeitnehmer würde das Unterschreiten des Mindestlohns interessante juristische Folgen haben.

ZEIT meinte:
Demnach hat das Arbeitsministerium kürzlich einen Vorschlag vorgelegt, nach dem die Arbeitgeber die völlige Kontrolle über die Gelder erhalten könnten. Sie hätten dann das Recht, diese zu sammeln und zu benutzen, wofür sie es wollen – solange alle ihre Angestellten wenigstens den Mindestlohn beziehen.

Ich fand den ZEIT-Artikel jetzt gar nicht sooo schwer zu lesen. :icon_hihi:

:icon_kinn: Ferkel. Ich habe als Jugendlicher mal die Schleife einer sehr hübschen Kellnerin aufgezogen.
[...]
Schleife: Das ganze Problem in einem Wort. :biggrin:
Ketten: Die Lösung in einem Wort. :icon_lol:
 
Zuletzt bearbeitet:

Bettelstudent

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Hallo,

du verstehst es anscheinend nicht .....
Die Trinkgelder sind Einkommensbestandteil, nicht Lohnbestandteil
In den USA (sowie in vielen anderne Ländern) wird dir der TIP als LOHNBESTANDTEIL von den AG berechnet.
Ob du solch einen bekomst oder nicht, juckt den AG wenig.
Das:
Im Falle einer Kündigung oder eines Zusammenschlusses mehrerer Arbeitnehmer würde das Unterschreiten des Mindestlohns interessante juristische Folgen haben.
juckt in den USA (und vielen anderen Ländern) auch keine Sau.

Du scheinst offensichtlich nicht verstehen zu können, das in anderen Ländern andere Sitten herrschen.

Von Arbeitnehmerrechten wie in Deutschland kannst du in den meisten Ländern dieser Welt nämlich nur träumen.
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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0zymandias

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AW: Müssen amerikanische Kellner bald aufs Trinkgeld verzichten?

[...]
In den USA (sowie in vielen anderne Ländern) wird dir der TIP als LOHNBESTANDTEIL von den AG berechnet.
[...]

Ach so, weil es vom Lohn abgezogen wird, wird es ein Teil des Lohns.

Mh-hm, so macht es viel mehr Sihihihinn. :icon_hihi:

[...]
Ob du solch einen bekomst oder nicht, juckt den AG wenig.
Das:

juckt in den USA (und vielen anderen Ländern) auch keine Sau.
[...]
Bullshit de luxe. :biggrin:

Wenn der FLSA in seiner derzeit gültigen Fassung verletzt wird, mögen das weder das Department of Labor noch die Gerichte.

Das ist dann der Fall, wenn das Einkommen, also die Summe aus Lohn und Trinkgeld (nicht Lohn und Lohn :icon_hihi:), unterhalb des minimum wage liegen.

Die Folgen können durchaus interessant sein, nämlich ...
What happens if the tip pool is improper or illegal?

If an employer messes up a tip pool, the consequences for the employer can be serious. The employer is not permitted to pay less than minimum wage (take the tip credit) for as long as the tip pool was improper. The employer will owe each employee the difference between actual minimum wage and the tipped minimum wage they paid the employee.
[...]
Under the FLSA, employees are presumed to be entitled to two times their unpaid wages. In the example above, you would be entitled to $1,184 ($592 x 2). Employees are also entitled to the attorney’s fees incurred in pursuing their claims. Ohio law allows employees to recover three times their unpaid minimum wages.
[Quelle: Tip Pool Rules (under the Fair Labor Standards Act) ]

... das Doppelte des Differenzbetrags zum gesetzlichen Mindestlohn (Ohio Faktor 3) zzgl. der Anwaltskosten.
Das könnte jucken. :biggrin:

[...]
Du scheinst offensichtlich nicht verstehen zu können, das in anderen Ländern andere Sitten herrschen.
[...]

Mjah, da bleibt auch nichts anderes übrig, als die Sachebene zu verlassen. :biggrin:

Auf "anderne" Ebenen "bekomst" Du vielleicht Dein Jucken. :icon_lol:
 
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