Müntefering: kündigt «Hartz IV»-Regelsatz-Überprüfung an (ausführlich)

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Ja ja ... Papier ist geduldig.

Kleverer Schachzug ... eine "Störmeldung" läuft ein und man nimmt sie in Bearbeitung. Damit zeigt man, dass man dran "arbeitet".

Die Frage aber ... welche Zeit braucht man dazu? 1 Jahr, oder 1 Jahrzehnt?

Wir haben 1 Minute vor 12 und die tun so, als wäre es noch Morgengrauen.
 

Borgi

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Bedingung sei jedoch, dass die Sozialtransfers des Bundes sinken. Dazu sei ein genereller Mindestlohn erforderlich.
Versteh ich nicht!
Das Arbeitslosengeld II ist viel zu gering angesetzt, zumal ja auch Sanktionen davon gezahlt werden müssen. Die Kosten des Bundes sollten da doch nebensächlich sein, oder? Was hat denn ein eventueller Mindestlohn mit Hartz IV zu tun? Kann es sein, dass Herr Müntefering da verschiedene Dinge/Gesetze durcheinander wirft?
Wenigstens ist Herr Müntefering kein Rechtsanwalt, hätte sich aber bei einem Rat einholen sollen.

Nach dem Besuch der Volksschule in Sundern absolvierte Müntefering von 1954 bis 1957 eine Ausbildung zum Industriekaufmann und war anschließend bis 1975 in der metallverarbeitenden Industrie tätig. 1961/1962 leistete er seinen Grundwehrdienst ab.Münteferings Vater war Landwirt, seine Mutter Hausfrau. (Quelle: hier )
 

Martin Behrsing

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wir sollten jetzt auch mal ein wenig uns selbst loben. Wenn wir alle nicht seit 2005 so beharrlich gewesen wären und bei jeder Gelegenheit immer wieder die Regelsätze angeprangert hätten oder die Kampagne gegen Kinderarmut gestartet hätten (ja die haben wir zusammen mit anderen Gruppen initiiert) würde es jetzt nicht so eine Diskussion geben.

Wir müssen jetzt allerdings extremen Druck machen und deshalb solltet ihr alle rausgehen und Eure Nachbarn etc. darüber aufklären. Also mal weg vom PC und Leute aufklären.
 

a f a

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Seid hoffnungsvoll Leute,

10 -20 € Regelsatzerhöhung sind, bestimmt noch, politisch drinn.:icon_twisted: Undankbar, wie ich aber nun leider einmal bin, kann ich mich nicht so richtig freuen.


meint
Norbert

alles für alle
 

druide65

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Versteh ich nicht!
Das Arbeitslosengeld II ist viel zu gering angesetzt, zumal ja auch Sanktionen davon gezahlt werden müssen. Die Kosten des Bundes sollten da doch nebensächlich sein, oder? Was hat denn ein eventueller Mindestlohn mit Hartz IV zu tun? Kann es sein, dass Herr Müntefering da verschiedene Dinge/Gesetze durcheinander wirft?
Wenigstens ist Herr Müntefering kein Rechtsanwalt, hätte sich aber bei einem Rat einholen sollen.

Bei einem vernünftigen Mindestlohn würde die Zahl der Aufstocker sinken.
Ergo hätte der Bund weniger Kosten dafür.

Schauen wir mal was kommt.

Man kann ja schon froh sein das Thematik Regelsätze jetzt überhaupt mal ernsthaft in Berlin angekommen ist.

Obwohl ich denke...da ist auch viel Angst vor den Linken im Spiel.
Kommen ja jetzt wieder einige Wahlen.
Und Bremen möchte die Koalition vermeiden wie der Teufel das Weihwasser
 

Martin Behrsing

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Berlin (ddp). Bundessozialminister Franz Müntefering (SPD) hat eine Überprüfung der «Hartz IV»-Regelsätze angekündigt. «Ich steige gern in eine ernsthafte Prüfung der Thematik ein und leite deshalb entsprechende Maßnahmen ein», teilte Müntefering am Freitag in Berlin angesichts vermehrter Forderungen nach einer Erhöhung der Sätze mit. Als Bedingung für eine Anpassung des Existenzminimums nannte der Minister jedoch, dass die Ausgaben des Bundes für Sozialleistungen sinken. Dazu sei ein genereller Mindestlohn erforderlich.

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a f a

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Würd ich jetzt mal so auffassen,

durch die Kopplung von Erhöhung und Mindestlohn, passiert vorerst, nichts. Pünktlich zum Wahlkampf holt man das Thema dann wieder aus der Kiste und blendet damit Arbeitnehmer und Erwerbslose.


meint
Norbert

Her mit dem schönen Leben
 

Kaleika

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Müntefering knüpfte eine mögliche Änderung allerdings an eine Voraussetzung: Die finanzielle Belastung des Bund soll nicht höher, sondern geringer werden. "Die Sozialtransfers des Bundes müssen sinken und dürfen nicht steigen; dazu ist ein genereller Mindestlohn erforderlich", heißt es in der Erklärung des Ministers. Dies bedeutete nach Angaben des Ministeriums aber nicht, dass ein Mindestlohn Bedingung für eine Überprüfung sei: Vielmehr sollte durch dessen Einführung die Zahl derjenigen reduziert werden, die aufgrund ihres zu geringen Arbeitslohns zusätzlich Hartz-IV-Zahlungen erhalten.
https://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID7271390_TYP6_THE_NAV_REF2_BAB,00.html

Wenn auf diese Weise zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden könnten, also endlich auch bei uns die Einführung eines Mindestlohns U N D auch eine E C H T E Erhöhung von Hartz IV (bis zu dessen Abschaffung natürlich), dann ist das doch ein voller Erfolg.
Dafür können wir Protestler aus dem ELO und von den Montagsdemos uns kräftig auf die Schulter klopfen!
Aber ich will keine Kleckerbeträge sehen!
Kaleika
 

a f a

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Wenn auf diese Weise zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden könnten, also endlich auch bei uns die Einführung eines Mindestlohns U N D auch eine E C H T E Erhöhung von Hartz IV (bis zu dessen Abschaffung natürlich), dann ist das doch ein voller Erfolg.
Dafür können wir Protestler aus dem ELO und von den Montagsdemos uns kräftig auf die Schulter klopfen!
Aber ich will keine Kleckerbeträge sehen!

Theoretisch schon, doch die CDU würde weder bei Regelsatzerhöhung noch Mindestlohn mitspielen und so wird´s zum Wahlkampfthema, die SPD kann sich dann flugs als Partei der sozialen Gerechtigkeit präsentieren und falls wieder jemand darauf hereinfällt und sie wieder die Regierungsmehrheit stellt gibts, bestenfalls, ein paar € mehr für die Erwerbslosen und einen Mindestlohn von vielleicht 5 €.
Wir haben die freie Wahl - zwischen Cholera und Pest.

meint
Norbert

In Erwägung, daß wir der Regierung
Was sie immer auch verspricht, nicht traun
Haben wir beschlossen, unter eigner Führung
Uns nunmehr ein gutes Leben aufzubaun.
 

Martin Behrsing

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Hier die Orginalpressemitteilung des BMAS


Pressemitteilung
Mit der Anpassung des Existenzminimums verantwortlich umgehen

Datum: 10.8.2007
Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Franz Müntefering, erklärt:
Wegen der angekündigten Preissteigerung für bestimmte Lebensmittel haben Ministerpräsidenten und Minister von CDU/CSU in den vergangenen Tagen mit einer Änderung der Anpassung der Grundsicherung jongliert, sie teils recht klar in Aussicht gestellt.
Sachkenntnis wäre hilfreich. Und die berechtigten Fragen der Betroffenen sind zu ernst und das Thema generell ist zu wichtig, als dass es mit populistischen Parolen sein Bewenden haben könnte.
Ich steige gern in eine ernsthafte Prüfung der Thematik ein und leite deshalb entsprechende Maßnahmen ein.
Es gelten drei Zielen:
1. Der Anpassungsmechanismus des Existenzminimums muss plausibel und kann
nicht beliebig sein.
2. Das gilt für die Empfängerinnen und Empfänger von Sozialhilfe und von
Grundsicherung (ALG II) gleicherweisen.
3. Die Sozialtransfers des Bundes müssen sinken und dürfen nicht steigen;
dazu ist ein genereller Mindestlohn erforderlich.
Mit der Realisierung dieser drei Ziele kann die Koalition ein sozial plausibles und volkswirtschaftlich sinnvolles Paket schnüren.
Maßnahmen:
Der Bundesminister für Arbeit und Soziales lässt durch das BMAS prüfen,
1. wie sich Preisentwicklungen in 2006 und 2007 für Empfängerinnen und
Empfänger von Sozialhilfe und von Grundsicherung (ALG II) ausgewirkt haben
oder in den kommenden Monaten auswirken werden; für 2008 soll eine
Prognose erstellt werden,
2. welche Konsequenzen sich ergeben, wenn der zum 1. Juli 1997 durchgeführte
Wechsel der jährlichen Anpassung der Sozialhilfe hin zum
Rentenanpassungsfaktor weiter gilt oder durch andere Regelungen, etwa die
Inflationsrate oder den Verbraucherpreisindex, ersetzt würde.
3. wie durch Einführung eines flächendeckenden Mindestlohnes garantiert
werden kann, dass die Ausgaben für Grundsicherung (ALG II) des Bundes, die
in 2007 voraussichtlich rund 23 Milliarden Euro betragen, sinken und wie
bei eventuellen Änderungen im System der Existenzsicherungs-Anpassung der
Aufbau zusätzlicher Kosten für den Bundeshaushalt vermieden wird; dabei
sind auch die Auswirkungen auf das steuerliche Existenzminimum zu
beachten.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird seine Ergebnisse bis Ende November 2007 vorlegen. Noch in 2007 sollte die Koalition seine Entscheidung über das weitere Vorgehen treffen.
Erläuterungen zum Thema:
Die Einkommens-Verbraucher-Statistik (EVS)
Den Empfängerinnen und Empfänger von Sozialhilfe und - seit 2005 - auch denen von Grundsicherung (ALG II) ist gesetzlich das sozialkulturelle Existenzminimum garantiert.
Die Definition des Existenzminimums ist objektiv schwierig und seit jeher umstritten.
Im Oktober 1989 beschloss die Ministerpräsidenten-Konferenz, das Statistikmodell als neues Bedarfsbemessungssystem zur Festlegung der Regelsätze für Sozialhilfe einzuführen. Seitdem wird die EVS genutzt.
Die EVS ist eine amtliche Statistik über die Lebensverhältnisse privater Haushalte in Deutschland, die in einem Turnus von fünf Jahren durchgeführt wird.
Sie liefert u.a. statistische Informationen über die Konsumausgaben privater Haushalte und ihre Wohnverhältnisse. Einbezogen werden Haushalte aller sozialen Gruppierungen. Für die Bemessung des Regelsatzes in der Sozialhilfe sind die Verbrauchsausgaben der untersten 20 % der Einpersonenhaushalte der EVS zu Grunde gelegt. Die Bezieher von Sozialhilfe und Grundsicherung sind dabei nicht in die Statistik einbezogen.
In der EVS werden gut 50.000 Haushalte befragt, die ihre Angaben per Hand in ein Haushaltsbuch eintragen.
Die vom Gesetzgeber so festgestellte Höhe des Regelsatzes wurde zwischenzeitlich (BSG in 2006) ausdrücklich in der Höhe des Regelsatzes als verfassungskonform bestätigt.
Mit der Arbeitsmarktreform wurde 2004 beschlossen, dass die Regelsätze der Sozialhilfe das Referenzsystem sind für die Grundsicherung (ALG II).
Dieses System und die Höhe der Regelsätze wurden im Jahr 2006 im Bundestag und im Bundesrat mit den Stimmen der Ministerpräsidenten ausdrücklich so beschlossen.
Der Anpassungsmechanismus
Für die Zeit zwischen zwei Statistiken (2003, dann wieder 2008) gilt ein
Anpassungsmechanismus:
1993 - 1995: nach Nettolohnentwicklung.
1996: 1 % festgesetzt
Ab 1997 (jeweils 1.7.) nach dem Rentenanpassungsfaktor:
1997: 1,43 %, 1998: 0,23 %, 1999: 1,34 %, 2000: 0,6 %, 2001: 1,91 %, 2002: 2,16 %,
2004: 1,04 %, 2004-2006: 0,0 % (da keine Rentenanhebung), 2007: 0,54 %.
Bis zum Jahre 2003 lag der Rentenanpassungsfaktor im Schnitt oberhalb der Inflationsrate.
Zu beachten ist, dass Steigerungen der Wohnkosten nicht zu Lasten der Empfänger von Sozialhilfe und Grundsicherung gehen.
Eine Änderung des Anpassungsmechanismus muss in ihrer Wirkungsweise genau bedacht
werden: Preissteigerungen, Preissenkungen, die generelle Inflationsrate, der - seinerzeit abgeschaffte - Nettolohnindex und der Rentenanpassungsfaktor sind in ihrer jährlichen Entwicklung nicht präzise vorhersehbar. Im Jahr 2001 hat es ausnahmsweise einen Heizkostenzuschuss für Sozialhilfeempfänger gegeben angesichts eines dramatischen Anstiegs von Heizkosten.
Kosten des Bundes
Die Kosten für die Grundsicherung (ALG II) sind auch deshalb so hoch und sinken kaum - in diesem Jahr muss der Bund rd. 23 Mrd. Euro zahlen -, weil im Niedriglohnbereich zunehmend durch sittenwidrig niedrige Löhne der Staat zu Sozialtransfers gezwungen wird, um so das gesetzlich garantierte sozialkulturelle Existenzminimum der Betroffenen zu garantieren.
Die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns reduziert die Last der Sozialtransfers deutlich und bietet Platz für weitergehende Überlegungen.



© Bundesministerium für Arbeit und Soziales
 

Vater Flodder

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Die Definition des Existenzminimums ist objektiv schwierig und seit jeher umstritten.

Ich versuch mich mal (Münti, wenn du magst darfst du das auch übernehmen:icon_hihi:):

Existenzminimum ist der Betrag der notwendig ist, um ein im jeweiligen Land menschenwürdiges Leben führen zu können, insbesondere unter Berücksichtigung der hiesigen Lebenshaltungskosten und Verfassung.


Im Oktober 1989 beschloss die Ministerpräsidenten-Konferenz, das Statistikmodell als neues Bedarfsbemessungssystem zur Festlegung der Regelsätze für Sozialhilfe einzuführen. Seitdem wird die EVS genutzt.

Und dies geht für die Ärmsten der Armen nach hinten los.

Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Was nützt es denn, wenn die Güter, die jeder notwendig braucht massiv im Preis steigen, aber dafür der Plasmafernseher massiv billiger wird :icon_psst:. Dann bleibt nach der EVS alles schön im Lot, während die Bedürftigen mitten im Monat ohne Essen dastehen:mad:.
 

mostes

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Müntefering ist ja ein kleines sauerländisches Schlitzohr.

Mindestlohn wird es mit der Zentrumspartei nicht geben. Da die ALG II - Ausgaben nicht steigen sollen, haben die ehemaligen Sozialdemokraten schon gleichmal für die Ausrede gesorgt, wenn es bei weiteren 2 € bleibt.

Kommt tatsächlich ein Mindestlohn, wird der logischerweise maximal 1 Cent über einem vergleichbaren " ALG II - Stundenlohn " liegen. Damit fällt die Regelsatzerhöhung minimal aus und der Mindestlohn liegt bei höchstens 5.50 €. Die Aufstocker ist man dann jedenfalls los und man kann trotzdem auf soziale Gerechtigkeit machen.

Tolles Ergebnis - nix mit mindesten 7.50 €, was auch schon eine Frechheit ist.

Dreist ist auch der ehemalige Super - Arbeitsvermittler Niebel. Dies Land hat kein bißchen Niveau mehr! Dem würde ich gerne mal das Arbeiten auf dem Bau beibringen.

Den Forum - Betreibern empfehle ich, die eigenen Einflußmöglichkeiten an den Ergebnissen und nicht an frechen Ankündigungen der Sozialstaatszerstörer zu messen.

In den 2 1/2 Jahren Hartz IV gab es keine einzige Verbesserung - im Gegenteil !

Aber darüber reden hilft ja auch.
 

druide65

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In den 2 1/2 Jahren Hartz IV gab es keine einzige Verbesserung - im Gegenteil !

Na ja...2 € immerhin.:icon_hihi:

Die Problematik ist doch diese das das SGB quasi von den Sozialgerichten neu geschrieben werden muss weil alles unausgereift war.
Das braucht Zeit bis das unten ankommt.

Im Gegensatz zum alten BSHG,wo jede Kleinigkeit hieb und stichfest durch Urteile geregelt war...
 

mostes

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Druide,

also mir reicht, was bislang unten angekommen ist.

Die Rechtsprechung des Bundessozialgericht ist in ihrer Tendenz auch nicht mehr mit früheren Zeiten zu vergleichen.

Viele Urteile werden nicht nach " dem Recht " sondern nach der Erwartungshaltung des neoliberalen Mainstreams gefällt.

Die ganze Rechtsprechung der 70 er und 80er Jahre kann man in die Tonne treten. Jetzt gibts` Geld nur nach zugestandener Kassenlage und nicht nach Anspruch und Bedürftigkeit.

Das Bundesverfassungsgericht ist noch schlimmer.

Das erlebt man im Alltag auch am schlechten Benehmen der Fallmanager, die sich moralisch und rechtlich in ihrem fragwürdigen Verhalten bestätigt fühlen.

In der 1. Instanz mag noch das ein oder andere Urteil zugunsten der Betroffenen gefällt werden - diese Urteile sind aber in der Regel selten durchsetzbar, wenn es in höhere Instanzen geht. Und dann kommt ein wohlgenährter Richtersenat und fordert Eigenverantwortung und Schmalhans Küche.

Rechtswissenschaften kann man ruhig abschaffen - kommt sowieso nicht mehr drauf an. Hauptsache die Gerichtsordnungen werden eingehalten und der Schein gewahrt.

Würde mich freuen, wenn ich eines Besseren belehrt werde.
 

galadriel

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Theoretisch schon, doch die CDU würde weder bei Regelsatzerhöhung noch Mindestlohn mitspielen und so wird´s zum Wahlkampfthema, die SPD kann sich dann flugs als Partei der sozialen Gerechtigkeit präsentieren und falls wieder jemand darauf hereinfällt und sie wieder die Regierungsmehrheit stellt gibts, bestenfalls, ein paar € mehr für die Erwerbslosen und einen Mindestlohn von vielleicht 5 €.
Wir haben die freie Wahl - zwischen Cholera und Pest.

meint
Norbert

In Erwägung, daß wir der Regierung
Was sie immer auch verspricht, nicht traun
Haben wir beschlossen, unter eigner Führung
Uns nunmehr ein gutes Leben aufzubaun.

Stimmt.

Regelsatzerhöhung nur wenn Mindestlohn, also beides nicht.
Die werden uns die Freibeträge kürzen und nichts anderes.
 

Woodruff

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Ironimus

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und ich kündige hiermit das Erscheinen des Weihnachtsmannes an!
Er wird am 24.12.2007 kommen und viele Geschenke mitbringen!

(falls er nicht kommt, sind übrigens die streikenden Lokführer dran schuld...)


Gruß Ironimus
 

druide65

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und ich kündige hiermit das Erscheinen des Weihnachtsmannes an!
Er wird am 24.12.2007 kommen und viele Geschenke mitbringen!

(falls er nicht kommt, sind übrigens die streikenden Lokführer dran schuld...)


Gruß Ironimus

Ich dachte immer Santa Claus fliegt....:icon_hihi:
 
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*kopfschüttel*

hallo huhu - hier geht es so typisch deutsch zu wie am wahlsonntag
ich werde das wohl nie begreifen

hier sprach münte
seit 1998 an der regierung
"tausende" sauereien fabriziert
...
spätestens ende frühjahr/dieses jahr hätte der seinem ? gewissen folgen können, und den mindestlohn mit den grünen und linken, MIT DEM WORTLAUT der EIGENEN unterrschriftskampagne haben können

dieser mann lügt wenn er sein ... aufmacht

ich könnt jetzt auf jedes wort von dem einen gegenschwall ablassen
mache ich aber nicht - ich habe das nämlich gestrichen satt -
der sollte m.e. niemanden mehr verarschen dürfen
:icon_dampf:
 

Sönke H.

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Regelsatzerhöhung minimal aus und der Mindestlohn liegt bei höchstens 5.50 €. Die Aufstocker ist man dann jedenfalls los und man kann trotzdem auf soziale Gerechtigkeit machen.

Die Aufstocker ist man dann los ???????

Ey ich verdiene 6,50 € die Stunde Brutto - und bin Aufstocker...
alles unter 8,50 zwingt mich zum Aufstocken.

Vergiß nicht das es auch Kosten verursacht wenn man ackert.

ZumFreibetrag:
100 € Grundfreibetrag und weitere Prozente von Bruttolohn...(zusammen ca. 200 €)
sieht etwa so aus:
Fahrkosten ( von der Arge geschummelt weil nicht alles anerkannt) 120 €
davon im Grundfreibetrag 100 € macht noch 20 €
Effektiv aber kostet nur das Benzin schon 120 € + Versicherung + Steuern und was ist mit kleinen wie großen Reparaturen? unter 300 € bist Du kaum dabei.
Nich anerkannte Miete (40€)
macht Freibetrag 200 € minus Kosten 340 € = minus 140 € JEDEN MONAT.
wielang das noch gutgeht weiss ich nicht - aber die ARGE interessiert das einen Dreck.
Ich verlange doch NUR das man im Vollzeitjob sich selbste versorgn können MUSS !!
inkl. aller notwendigen Ausgaben und vllt alle 5 Jahre mal ein kleiner Urlaub.

UNTER 10 € / Std. geht jeder Mindestlohn am Ziel vorbei.

Klar das die Politiker sich dazu nicht durchringen können - sitzen sie doch in den Vorständen DER Unternehmen, die am Fleissigsten Ausbeuten.
Und Gehaltsfreie Praktika über 14 Tage sollten auch ungesetzlich sein.
 

Minolpirol

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Bei einem vernünftigen Mindestlohn würde die Zahl der Aufstocker sinken.
Ergo hätte der Bund weniger Kosten dafür.

Schauen wir mal was kommt.

Man kann ja schon froh sein das Thematik Regelsätze jetzt überhaupt mal ernsthaft in Berlin angekommen ist.

Obwohl ich denke...da ist auch viel Angst vor den Linken im Spiel.
Kommen ja jetzt wieder einige Wahlen.
Und Bremen möchte die Koalition vermeiden wie der Teufel das Weihwasser


Zuerst muß ich Kaleika Zitieren:

Müntefering knüpfte eine mögliche Änderung allerdings an eine Voraussetzung: Die finanzielle Belastung des Bund soll nicht höher, sondern geringer werden. "Die Sozialtransfers des Bundes müssen sinken und dürfen nicht steigen; dazu ist ein genereller Mindestlohn erforderlich", heißt es in der Erklärung des Ministers. Dies bedeutete nach Angaben des Ministeriums aber nicht, dass ein Mindestlohn Bedingung für eine Überprüfung sei: Vielmehr sollte durch dessen Einführung die Zahl derjenigen reduziert werden, die aufgrund ihres zu geringen Arbeitslohns zusätzlich Hartz-IV-Zahlungen erhalten.

Was Müntefering vorträgt klingt vernünftig !

Da sich einige Oppositionsparteien einer Mindestlohnregelung generell verweigern,kann Genosse Müntefering denken was er will,da jeder gute Vorsatz die Verweigerung erfährt.
Das ein Mindestlohn nicht die Bedingung darstellt,eine Überprüfung der Regelsätze ,manifestieren zu müssen,glaube ich noch nicht.
Dennoch muß abgewartet werden was zur Regel werden soll,um anschließend die Diskussion zu führen.
Es bringt doch nichts ,einen Entscheidung die noch nicht erfolgt ist,
in die Diskussion zu stellen,weil ein Generalverdacht besteht,das die Regierenden vorgeblich ein Interesse daran haben das eigene Volk zu knechten.

So schlimm wie die Hartz-IV Gesetzgebung auch ist,darf zumindestens daran erinnert werden, das kein Staat dieser Welt,ein solches Sozialgefüge besitzt,und die Prämissen anders setzt,während andere Staaten Wirtschaftlichen Erfolg haben ohne das ein Sozialsystem so fest geschrieben ist.
Etwaige Vergleiche zu den Konstellationen anderer Staaten,die versuchte Vermischung,besonders von der SED/PDS=Die Linken,werfen mehr Fragen auf als das es eine Lösung gäbe.

Das ewige darstellen negativer Inhalte,besonders oft auf die Argen und Arbeitsagenturen bezogen,stellt nicht das grundsätzliche Fehlverhalten gegenüber allen Erwerbslosen dar,weil es in der Mehrheit doch Lösungen gibt die allen Betroffenen,auch den Mitarbeitern eines Amtes,gelingt eine Lösung zu haben.

Unbenommen bleibt eine Politik die als nicht Gerecht empfunden wird.

Druide65

Niemand hat Angst vor der Partei der SED/PDS=Die Linken !

Eine Metamophorse !!!

Aus einer schlechten Raupe ,wird ein verpuppter Engerling,welcher zum Schmetterling Avancieren will !

In eine solche "Partei" seine Hoffnungen setzen zu wollen, kommt dem Japanischem Kamikaze gleich,um als Samurei den doppelten Abgang erleben zu müssen .

:icon_kotz:
 

Sönke H.

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Früher gab es mal so etwas wie bezahlte Probezeit.

Gibts das heute noch?:icon_kinn:

weisst du nicht das 1/3 aller in Ministerien arbeitenden Personen unbezahlte Praktikanten sind ? das Praktika dauert 3 Jahre und sie erhoffen sich davon ein Zeugnis das ihnen einen Job in der Wirtschaft ermöglicht.

Bezahlte Probearbeit ist eigentlich noch gang und gäbe - aber wie so oft ... wenn DU den Job willst.... sonst warten draussen noch 100 andere...
 
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