Mündliche Verhandlung bezüglich Anerkennung einer Berufskrankheit

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Ines2003

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Hallo,
meine Mutter hatte bei der BG eine Antrag auf Anerkennung einer Betrugskrankheit gestellt, die aufgrund einer von der BG in Auftrag gegeben Gutachtens abgelehnt wurde.
Es folgte die Klage mit einen vom Gericht bestellten Gutachter, dieser sieht ebenfalls eine Berufserkrankung trotz 2er Operationen nicht als gegeben an.

Daher ging ich davon aus, da auch die BG schon die Klageabweisung beantragt hat, von meiner Mutter aber keine Stellungnahme dazu wollte, das das Gericht von sich aus anregt, die Klage zurück zu nehmen.

Die Gutachter sollten zu 2 Sachen Stellung nehmen, der vom Gericht bestellte Gutachter schildert in seinen Gutachten, das der von der BG beauftragte Gutachter nicht die Qualifikation besaß, um über einen der beiden Sachen entscheiden zu können, evtl sollte diese Gutachter noch einmal befragt werden.

Kann aufgrund dieser Sache eine Mündlicher Verhandlung angesetzt worden sein?
Sollte man evtl vor der Verhandlung schriftlich noch einmal auf eine Stellungnahme der Gutachters der BG bestehen?
 

Muzel

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Wenn du deine Berufskrankheit anerkannt haben willst, bleibt dir als letzte Option ein privates Gutachten. Das kostet...
 

saurbier

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Hallo Ines2003,

ihr seit ja bereits im Klageverfahren.

Hier stell ich mal die Frage, macht Ihr das mit einem RA und habt Ihr eine Rechtsschutzversicherung.

Also ich hab damals auch um meine Berufsunfähigkeit (allerdings gegen die DRV) klagen müßen. Da ich aber über eine Rechtsschutzversicherung verfügte, hätte die notfalls die Kosten für einen eigenen Gutachter der ca. 1.000,-€ kosten kann übernommen.

Glücklicher Weise war der Gerichtsgutachter aber so gut, daß es nicht soweit kam.

Klagen gegen die GB dürften aus meiner Erfahrung im Bekanntenkreis weit schwieriger sein, als gegen die DRV. Nicht umsonst verfügt die BG über das dickste Geldpolster.

So wie ich deine Ausführungen hier verstehe, sieht jedoch der Gerichtsgutachter bei deiner Mutter keine Berufskrankheit und dazu sieht als die Kollegen als nicht kompetent an.

Also eine mündliche Verhandlung kann das Gericht jederzeit nach Vorlage des Gutachtens anberaumen.

Ihr könnt euch auch die Gutachten der Gegenseite auch übers Gericht zukommen lassen, was eigentlich schon mit dem Widerspruch der Gegenseits erfolgt sein sollte. Da verstehe ich dann auch euren RA nicht, denn wenn die vorliegenden Gutachten nicht positiv ausfallen (BG-Gutachten u. Gerichtsgutachten) dann hätte der RA doch bereits ein ausführliches Gespräch mit euch führen müssen.

Wie will denn der RA jetzt weiter verfahren, vor allem wie will er deiner Mutter denn jetzt zu Ihrer BG-Rente verhelfen.

Das ginge bei letztendlich zwei negativen Gutachten doch nur noch durch ein weiteres auf eigene Kosten.

Mir scheint daß deine Mutter hier leider eher schlechte Karte hat, denn zumeist ziehen die Gerichte die Gutachten der Gerichtsgutachter zur Urteilfindung heran.

Hier bliebe dann eher die Frage ob ein eigener Gutachter (mit fachlicher Kompetenz) nicht wohlmöglich zum selben Ergebnis wie der Gerichtsgutachter käme.

Was sagen denn die behandelnden Ärzte zu der Sache.


Grüße saurbier
 

Ines2003

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Hallo,
meine Mutter macht alles ohne Anwalt.
Die BG hat ja schon die Klageanweisung beantragt, ich dachte somit auch, das das Gericht die Anregung zur Klagerücknahme gibt und keine Mündliche Verhandlung ansetzt.
Jetzt ist aber eine angesetzt worden, aber da kann es doch, wenn sich der Richter nach dem Gutachten richtet nichts anders geben, als das die Klage abgelehnt wird, um so erstaunter bin ich ja, das es Mündliche Verhandlung stattfindet.
Gut, in dem vom Gericht beauftragten Gutachten wurde dem Gutachter von der BG im einen Punkt die Qalifizierung angesprochen um einen der Punkte beurteilen zu können, aber das kommt doch bestimmt öfters vor.
 
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