Mündl. Kündigung,arbeitgeber verweigert die schriftliche Kündigung

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Quotex

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Hallo,


momentan bin ich in der merkwürdigen Situation das mein Arbeitgeber(Arbeitnehmerüberlassung) mich zwar mündl. gekündigt hat sich aber eifrig weigert mir die schriftl. Kündigung auszuhändigen.

Das ganze fing damit an das er wollte das ich von Nachtsschicht auf Spätschicht wechsel,dazwischen hätten dann nur 8h Freizeit gelegen und da habe ich mich geweigert.Nicht nur das gesetzlich 11h dazwischen liegen müssen sondern auch weil ich das physisch garnicht geschafft hätte.

Sein reaktion war das er mich mündl. gekündigt hat mit den Worten "Dann war das heute der letzte Tag an dem du hier gearbeitet hast".Hab mich dann bei der nächst möglichen Gelegenheit beim Arbeitsamt gemeldet und sitze seitdem zuhause und feier den restl. Urlaub ab.

Eigentlich hatte ich ja erwartet das er mir die schriftl. Kündigung umgehend aushändigt da eine Kündigung ja erst ab erhalt der schriftl. Kündigung gilt nur sind seidem Tag der mündl. Kündigung schon fast 4 Wochen vergangen und obwohl ich ihn mehrmals angerufen habe weigert er sich darum zu kümmern.

Das sind jetzt 2 Probleme für mich,vom Arbeitsamt bekomme ich wahrscheinlich kein Geld weil die natürlich die schriftl. Kündigung haben wollen und dann gilt ja noch die 4 Wochen Kündigungsfrist und irgendwo bewerben kann ich mich auch nicht.

Wie soll ich mich verhalten,was sollten meine nächsten Schritte sein?
 

Mario Nette

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Nuja, der Herr muss dir dein Gehalt so lange weiterzahlen, bis er dich schriftlich kündigt. Du feierst Urlaub ab, danach gehst du dann wieder arbeiten. Der muss sich darum kümmern, wie und wo er dich einsetzt. Wenn er dich nicht brauchen kann, muss er das schriftlich fixieren. Wenn er das nicht will oder macht und du auch keinen Lohn kriegst, bist du vermutlich mittellos. Und sowas ist nicht sehr dolle (denk an Miete etc.). Also gehst du dann zum Gericht und holst dir einen Beratungsschein. Mit diesem Schein gehst du zu einem Anwalt für Arbeitsrecht und erklärst ihm die Situation.

Mario Nette
 

Quotex

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Danke für die schnelle Antwort.
Ja das dachte ich mir fast das ich mir rechtl. Beistand besorgen muß.Muß ich für den Beratungsschein erst mittellos sein oder bekomme ich den in jedem Fall?
Ich glaub wenn ich meinen Arbeitgeber jetzt anrufe damit er mir ne bestätigung aushändigt das er mich nicht gebrauchen kann dann hat das vermutl. genau so viel erfolg wie bei meinen vorigen Anrufen wegen der schriftl. Kündigung.

Edit:Das hätte ich beinah vergessen,ich bin ja in der Gewerkschaft,können die mir einen Anwalt stellen?Machen die sowas?
 
D

dolphin

Gast
Hallo,
momentan bin ich in der merkwürdigen Situation das mein Arbeitgeber(Arbeitnehmerüberlassung) mich zwar mündl. gekündigt hat sich aber eifrig weigert mir die schriftl. Kündigung auszuhändigen.

Wie soll ich mich verhalten,was sollten meine nächsten Schritte sein?


mündliche kündigungen sind im arbeitsrecht nicht möglich. es liegt daher keine kündigung vor. und was nicht vorliegt, brauchste dem amt nicht zu melden.

trotzdem schockiert dich so ein rüdes und rechtswidriges verhalten der zaf sicher so dass du dich schon krank fühlst? dann lass dich auch ggfs. krank schreiben, das kost die zaf 4-6w lohnfortzahlung und danach springt die krankenkasse mit krankengeld ein. aufs amt musst du noch lange nicht.

sollte irgendjemand sich weigern zu zahlen, zum rechtsanwalt und lohn einklagen lassen oder zum sozialrechtler und das krankengeld einklagen, auf beratungs- und prozesskostenhilfe, denn bis dahin haste ja kein geld mehr. dann auch zum sozialamt, die sollen vorstrecken, sag obdachlosigkeit droht.

edit: strafanzeige wegen vorenthaltens von arbeitsentgelt gegen die zaf auch wirksam, wenn kein lohn mehr kommt.
 
D

dolphin

Gast
Danke für die schnelle Antwort.
Ich glaub wenn ich meinen Arbeitgeber jetzt anrufe ...

Edit:Das hätte ich beinah vergessen,ich bin ja in der Gewerkschaft,können die mir einen Anwalt stellen?Machen die sowas?

- willst du die kündigung wirklich? besser den job behalten. und ich sagte gerade: im arbeitsrecht gilt nur schriftlich, hör auf zu telen, sondern schreib brief mit "posteinlieferung unter zeugen", einschreiben sind nicht üblich, nichtzugang glaubt der zaf kein richter.

- ja wenn du länger als 3 monate mitglied einer dgb-gewerkschaft bist dann haste dort rechtsschutz, wende dich an den örtlichen rechtssekretär.

und lass dich in keinem fall auf einen aufhebungsvertrag ein! das gibt sperre vom amt und du verlierst haufen rechtsvorteile!
 

mostes

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1. Eine Kündigung bedarf der Schriftform; mündliche Kündigungen sind nicht rechtswirksam.

2. Dem Arbeitgeber schriftlich die Arbeitsleistung anbieten, damit dieser insoweit in Annahmeverzug ist. Durch Einschreiben mit Rückschein !!! So erhälst du dir sicherer deinen Lohnzahlungsanspruch.

3. Du hast keinen Grund deinen Urlaub abzufeiern, wenn sich der AG in Annahmeverzug befindet.

4.
Unabhängig davon die 3 - Wochenfrist für eine Kündigungsschutzklage im Auge behalten. Fristbeginn ist der Zugang der " Kündigung ".

5.
Beim Arbeitsgericht brauchst du nicht unbedingt einen Anwalt. Sicherer ist aber mit; evtl. mit PKH; diese hängt genauso wie Beratungshilfe von deinen Einkommens - und Vermögensverhältnissen ab.

Verlier nicht unnötig Zeit. Viel Glück !!!
 

lilifee

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mündliche kündigungen sind im arbeitsrecht nicht möglich. es liegt daher keine kündigung vor. und was nicht vorliegt, brauchste dem amt nicht zu melden.

trotzdem schockiert dich so ein rüdes und rechtswidriges verhalten der zaf sicher so dass du dich schon krank fühlst? dann lass dich auch ggfs. krank schreiben, das kost die zaf 4-6w lohnfortzahlung und danach springt die krankenkasse mit krankengeld ein. aufs amt musst du noch lange nicht.

sollte irgendjemand sich weigern zu zahlen, zum rechtsanwalt und lohn einklagen lassen oder zum sozialrechtler und das krankengeld einklagen, auf beratungs- und prozesskostenhilfe, denn bis dahin haste ja kein geld mehr. dann auch zum sozialamt, die sollen vorstrecken, sag obdachlosigkeit droht.

Ja genauso ist das.

Ich frage mal ganz vorsichtig, gibt es einen Betriebsrat oder eine Mitarbeitervertretung dort.
Wenn dein Urlaub um ist, deine Arbeitskraft anbieten, ist ganz wichtig.Wemm er sie ablehnt, sofort zum Anwalt
Eine fristlose Kündigung wäre eh nicht mehr möglich, zumindest nicht für diesen Grund ( was eh kein Grund war für eine fristlose, oder fristgerechte) der AG hat 2 Wochen nach Kenntnissnahme Zeit fristlos zu kündigen, danach geht nurnoch fristgerecht.
Aber da er mündlich gekündigt hat bist du nicht gekündigt.
Bist du freiwillig in Urlaub, wie lange hast du noch Urlaub, oder hättest du schon wieder arbeiten gemußt.

LG
Martina
 
D

dolphin

Gast
Das ganze fing damit an das er wollte das ich von Nachtsschicht auf Spätschicht wechsel,dazwischen hätten dann nur 8h Freizeit gelegen und da habe ich mich geweigert.Nicht nur das gesetzlich 11h dazwischen liegen müssen sondern auch weil ich das physisch garnicht geschafft hätte.

ach? ja gut wenn er wegen arbeitsverweigerung fristlos kündigen will dann muss er das auch schriftlich machen, und das schreiben muss dir auch zugehen,

tip:
sollte in den nächsten tagen der briefträger mit einem einschreiben klingeln, sag du bist unter der dusche und holst es auf der post ab, dann wird benachrichtigt und der wisch geht als unzustellbar nach 7 tagen zurück wenn du ihn nicht abholst. nicht direkt verweigern! das gilt bei gericht als zugestellt :icon_cool:

dann biste immer noch ungekündigt.

edit:

2. Dem Arbeitgeber schriftlich die Arbeitsleistung anbieten, damit dieser insoweit in Annahmeverzug ist. Durch Einschreiben mit Rückschein !!! So erhälst du dir sicherer deinen Lohnzahlungsanspruch.

gute idee. da er sicher einen mündlichen AV hat.
 

Richardsch

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Hallo Quotex,

Hast du denn bei der Firma Urlaub beantragt und wurde der bewillig (schriftlich)?
Wenn nicht, denke ich du hast einen großen Fehler gemacht. Du hättest, solange du keine schriftliche Kündigung in der Hand hast, zur Arbeit bzw. zur Agentur gehen sollen und deine Arbeitskraft weiterhin anbieten.
Und wenn du den ganzen Tag dort gesessen hättest oder der Chef dich wieder weggeschickt hätte. Müsstest dir allerdings deine Anwesenheit belegen lassen, bei mir ging das damals mit einem Pförtner.

Nun kann und wird dein Chef das als Arbeitsverweigerung auslegen. Wenn er ein unbeschriebenes Blatt ist, wird er vor jedem Gericht Recht bekommen. Wenn er ein wenig dumm ist und dir nicht bald eine schriftliche Kündigung zukommen lässt, hast du allerdings Glück.

Achso. Du warst nicht mehr in der Probezeit, oder?

Gruß Richard
 

Quotex

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Also gegen die Kündigung habe ich im prinzip nichts einzuwenden,das war recht harte stressige Arbeit wofür ich nur 7€ die Std. bekommen habe weshalb ich mich schon vorher nach einem anderen job umgeguckt hatte.

Wieviel Urlaub ich noch habe weiß ich ehrlich gesagt nicht,auf den Abrechnungen stehts nicht drauf und die info habe ich nur alle 3 -5 Monate bekommen auf einem Blatt das der Abrechnung beigelegt wurde.Ich hab da auch immer wieder nach gefragt nur halt nichts bekommen.Wenn ich info´s bekommen hatte dann stimmten sie allerdings auch.
Ich werde dann einen Brief verfassen in dem ich mich jederzeit zur verfügung stelle.

Übrigens bin ich garnicht in der Lage mich Krankschreiben zu lassen,es soll ja Leute geben die Oscar verdächtige Schauspielleistungen beim Arzt bringen,ich kann das aber nicht.

Ich hatte mir auch gedacht das es besser ist wenn ich den Urlaub aufbrauche,macht sich besser für einen neuen job glaube ich.

Das er mich wieder zur arbeit bestellt glaube ich nicht,seine Worte waren ja"Das war der letzte Tag an dem du hier gearbeitet hast" und ich bin mir ziemlich sicher das das von dem Betrieb kommt (ein Betriebsleiter ,ein ziemlich engstirniger der sich aufgeführt hat wie der Allmächtige) in dem ich gearbeitet habe und nicht von meinem Seelenverkäufer.

Ich werde Morgen dann erstmal bei der Gewerkschaft anrufen zwecks Rechtsbeistand.Nach euren Aussagen habe ich mir ja bisher nichts zu schulden lassen kommen.

Danke euch.
 
D

dolphin

Gast
nein, in der firma geht alles mündlich, das glaubt der richter schon. und fristlose kündigung ist sofort auszusprechen, damit kann er nicht wochen später als verteidigungsinhalt kommen(?). zum amt muss er nicht solang keine kündigung erfolgreich zugestellt ist, soll das amt doch erstmal die kündigungsabsicht der zaf beweisen, werden die kaum können.
 

lilifee

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Ja Gewerkschaft ist das richtige. Ich hoffe nur du hast nicht schon deinen ganzen Urlaub verbraucht und du sitzt jetzt so zu Hause, das könnte man dann als Arbeitsverweigerung auslegen.
Kannst du vielleicht beweisen,das das anscheinend üblich ist das die Ruhezeit von 11 Stunden nicht eingehalten wird, dann kann man versuchen sie noch wegen Verstoßes gegen das Arbeitszeitgesetzt dranzukriegen :smile:
Solche AG sind zum :icon_kotz2:
Oder so wie Richard schon sagt, Urlaub bewilligt ? oder auch nur mündlich gemacht.
Berichte weiter, was die Gewerschaft gesagt hat

LG
Martina
 

Richardsch

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Also gegen die Kündigung habe ich im prinzip nichts einzuwenden,das war recht harte stressige Arbeit wofür ich nur 7€ die Std. bekommen habe weshalb ich mich schon vorher nach einem anderen job umgeguckt hatte.
Eine Kündigung wirst du vor dem Leistungsbezug begründen müssen. Schreibt der AG z.B. Arbeitsverweigerung rein, dann sind erst einmal 3 Monate Sperre angesagt.

Wieviel Urlaub ich noch habe weiß ich ehrlich gesagt nicht
Dann bist du unerlaubt der Arbeit ferngeblieben.

Ich werde dann einen Brief verfassen in dem ich mich jederzeit zur verfügung stelle.
Nicht schreiben, hingegen und deine Arbeitskraft anbieten. Wenn deinem Chef das nicht passt, dann soll er dir an Ort und Stelle die schriftliche Kündigung geben. Zumindest bist du dann aber deiner Pflicht als AN nachgekommen.

Ich hatte mir auch gedacht das es besser ist wenn ich den Urlaub aufbrauche,macht sich besser für einen neuen job glaube ich.
Den hättest du aber mit der Firma absprechen müssen. Sonst ist es unerlaubtes Fernbleiben.

Das er mich wieder zur arbeit bestellt glaube ich nicht,seine Worte waren ja"Das war der letzte Tag an dem du hier gearbeitet hast" und ich bin mir ziemlich sicher das das von dem Betrieb kommt (ein Betriebsleiter ,ein ziemlich engstirniger der sich aufgeführt hat wie der Allmächtige) in dem ich gearbeitet habe und nicht von meinem Seelenverkäufer.
Ob er dich bestellt oder nicht, ist uninteressant. Du bist aufgrund einer mündlichen Aussage nicht mehr zur Arbeit erschienen. Wie gesagt, haben sie keinen Einsatz für dich, dann ab ins Büro.

Ich werde Morgen dann erstmal bei der Gewerkschaft anrufen zwecks Rechtsbeistand.Nach euren Aussagen habe ich mir ja bisher nichts zu schulden lassen kommen.
Ich würde es anders machen. Gehe zum Büro, biete deine Arbeitskraft an, wenn der Chef sagt, er habe dir doch gekündigt und dir immer noch keine schriftliche Kündigung gibt, rufst du direkt aus dem Büro einen Anwalt an.
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fristlose kündigung ist sofort auszusprechen, damit kann er nicht wochen später als verteidigungsinhalt kommen
Da würden mir als PSB aber zig Gründe einfallen, warum die Kündigung erst so spät kommt.

sollte in den nächsten tagen der briefträger mit einem einschreiben klingeln, sag du bist unter der dusche und holst es auf der post ab, dann wird benachrichtigt und der wisch geht als unzustellbar nach 7 tagen zurück wenn du ihn nicht abholst. nicht direkt verweigern! das gilt bei gericht als zugestellt
Das ist so nicht richtig. Quotex wurde die mündliche Kündigung ausgesprochen. Das heißt er musste mit der schriftlichen Kündigung rechnen. Holt er das Einschreiben mit der Kündigung nicht ab, verstößt er gegen Treu und Glauben (§ 242 BGB)

Gruß Richard
 
D

dolphin

Gast
´

Da würden mir als PSB aber zig Gründe einfallen, warum die Kündigung erst so spät kommt.

Das ist so nicht richtig. Quotex wurde die mündliche Kündigung ausgesprochen. Das heißt er musste mit der schriftlichen Kündigung rechnen. Holt er das Einschreiben mit der Kündigung nicht ab, verstößt er gegen Treu und Glauben (§ 242 BGB)

- viel spass beim beweisen.

- ne mündliche kündigung beweisen? mach mal. auch noch ohne relevanz, weil es mündliche kündigungen im arbeitsrecht gar nicht gibt.

hier entscheiden gute anwälte, die alles in zweifel ziehen und dem richter ein X für ein U vormachen können, kein gesetzbuchpapier. die beweislast im arbeitsgerichtsprozess trägt nicht der kündigungsschutzkläger.
 

listche

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Nur mal so am Rande. Ich würde auch noch zur Krankenkasse gehen, und mir einen Ausdruck geben lassen, was der Arbeitgeber an Leistungen abgeführt hat.

Gruß Listche
 

Richardsch

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- viel spass beim beweisen.

- ne mündliche kündigung beweisen? mach mal. auch noch ohne relevanz, weil es mündliche kündigungen im arbeitsrecht gar nicht gibt.
Abgesehen davon, dass hier von der Nachreichung der schriftlichen Kündigung die Rede war, muss der AG in diesem Falle nicht die mündliche Kündigung beweisen, sondern der AN.
Wie schon richtig gesagt wurde, ich eine mündliche Kündigung (egal von welcher Seite) unwirksam. Ergo hätte Quotex weiterhin seine Arbeitskraft anbieten müssen. Dies tat er nicht, sondern blieb der Arbeit fern. Hätte der AG ihn an der Aufnahme seiner Arbeit gehindert, läge der Sachverhalt anderns. So ist Quotex aber in der Beweispflicht, dass eine mündliche Kündigung ausgesprochen wurde, um sein Fernbleiben von der Arbeit zu begründen.

@Listche
Nur mal so am Rande. Ich würde auch noch zur Krankenkasse gehen, und mir einen Ausdruck geben lassen, was der Arbeitgeber an Leistungen abgeführt hat.
Das ist eine gute Idee.

Gruß Richard
 

Martin Behrsing

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Es reicht der Zugang der schirftlichen Kündigung. Dabei bedarf es noch nicht mal eine Einschreibens. Es würde völlig ausreichen, wenn der Arbeitgeber die Kündigung unter einem Zeugen in den Briefkasten werfen würde.
Sich tod stellen nützt in diesen Fällen auch nicht. Man muss schon nachweisen könnn, dass man die Kündigung tatsächlich nicht erhalten konnte (z.B. Auslandsaufenhalt).

Ich bitte darum, dass nicht irgend etwas geantwortet wird, sondern die Sachen auch fundiert sind.

ach? ja gut wenn er wegen arbeitsverweigerung fristlos kündigen will dann muss er das auch schriftlich machen, und das schreiben muss dir auch zugehen,

tip:
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dann biste immer noch ungekündigt.

edit:



gute idee. da er sicher einen mündlichen AV hat.
 
D

dolphin

Gast
Es reicht der Zugang der schirftlichen Kündigung. Dabei bedarf es noch nicht mal eine Einschreibens. Es würde völlig ausreichen, wenn der Arbeitgeber die Kündigung unter einem Zeugen in den Briefkasten werfen würde.

Sich tod stellen nützt in diesen Fällen auch nicht. Man muss schon nachweisen könnn, dass man die Kündigung tatsächlich nicht erhalten konnte (z.B. Auslandsaufenhalt).

Ich bitte darum, dass nicht irgend etwas geantwortet wird, sondern die Sachen auch fundiert sind.

-sicher. aber dafür hat jeder gut organisierte AN "gegenzeugen" die das vor gericht dann wieder ausreichend in zweifel ziehen. und der postbote ist dein bester freund.

-nein, der kündigungsschutzkläger muss im arbeitsgerichtsprozess gar nix beweisen. unzulässige beweislastumkehr, die beweislast trägt allein der arbeitgeber, wenn der richter das trotzdem versucht, sofort protestieren und rechtsmittel einlegen. und dass man einen nichtexistenten vorgang oder sache beweisen könnte oder gar muss, ist mit abstand das rechtlich abenteuerlichste was ich je zu beweisführung gehört habe, sorry admin, aber aus welchem rechtssystem hast du das? das mittelalter ist vorbei ;) hier gilt "in dubio pro reo".
und "totstellen" ist sehr wohl ein bewährtes verteidigungsmittel:
https://www.elo-forum.org/kosten-de...l-wg-schimmel-hilfe-bitte-ich-verzweifel.html
das macht diese wohnungsgesellschaft gegen unser armes opfer da ganz hervorragend.
und glaub ja nicht, ich hätte mit diesem absatz dem ersten widersprochen ;)
hier verwechseln mir zuviele recht mit gerechtigkeit. es ist der beruf des anwalts, dem gegner jedes auch noch so zustehendes recht zu nehmen und für seine eigene partei jedes noch so abstrusse recht zu erreichen.

-darum darf ich dich auch bitten, respektvoll!

gruss,
dolphin
 

Quotex

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Hallo,

ich war heute bei der Gewerkschaft und die machen jetzt das war ihr mir im Grunde geraten habt.Die schicken meinem Arbeitgeber jetzt einen Brief in dem ich meine Arbeitskraft weiterhin zur verfügung stelle und wenn er mich nicht weiter beschäftigen will oder kann dann einforderung der Lohn weiter Zahlung.

Bin mal gespannt was jetzt passiert,ich werde dann weiter berichten.
 

Richardsch

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Hallo,

ich war heute bei der Gewerkschaft und die machen jetzt das war ihr mir im Grunde geraten habt.Die schicken meinem Arbeitgeber jetzt einen Brief in dem ich meine Arbeitskraft weiterhin zur verfügung stelle und wenn er mich nicht weiter beschäftigen will oder kann dann einforderung der Lohn weiter Zahlung.

Bin mal gespannt was jetzt passiert,ich werde dann weiter berichten.
Ich drück dir alle Daumen, Quotex :)
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

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Zum Ärgern

Dem Abzug der Freistellungzeiten als Urlaub widersprechen. Wenn ein Arbeitgeber von seinem Mitarbeiter keine Arbeitleistung in Empfang nehmen will, ist das seine Vergnügen,äa, Kosten. Der Urlaub ist mit dieser "Freistellung" aber nicht gewährt. Ein Arbeitnehmer hat immer noch das Recht seinen Urlaub selbst zu terminieren.

Also Chefchen zahlt mehr als er denkt. Sollte er aber wissen. Gerade wenn man sich Im Kreis des AÜG betätigt.
 
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