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München: Hartz-IV-Haushalte wohnen zu teuer

KristinaMN

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#1
So einen verlogenen Artikel habe ich schon lange nicht mehr gesehen:

- Darlehen max. 10 % des Regelsatzes
- wenn nachweislich keine günstigere Wohnung angemietet werden konnte, muss die volle Miete auch nach sechs Monaten übernommen werden
- bei der Umstellung von Nettokaltmiete auf Bruttokaltmiete ist überhaupt keine Erhöhung erfolgt wenn man es auftröselt

Und dann aber bei Wohnungs- und Obdachlosigkeit Euro 25 pro Bett und Nacht bieten?! :icon_motz:
Wohnraum für 3000 Flüchtlinge in München gesucht - München - Bild.de :icon_motz:


1000 Hartz-IV-Haushalte wohnen zu teuer - München - Süddeutsche.de

Finden sie innerhalb von sechs Monaten keine günstigere Unterkunft, wird ihnen die Miete gekürzt. Mehr als 1000 Hartz-IV-Haushalte in München sind von dieser Regelung betroffen. Münchens Sozialreferentin will mehr Spielraum schaffen.
 

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#2
Obdachlose und Flüchtlinge zwecks Neiddebatte in einen Topf zu werfen ist mal wieder typisch BILD.

Ferner ist die Idee "25€/Bett" sicher nicht den Betroffenen eingefallen?

Wer hier immer noch neidisch ist, kann ja das Lager wechseln.
 

KristinaMN

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#4
Obdachlose und Flüchtlinge zwecks Neiddebatte in einen Topf zu werfen ist mal wieder typisch BILD.

Ferner ist die Idee "25€/Bett" sicher nicht den Betroffenen eingefallen?

Wer hier immer noch neidisch ist, kann ja das Lager wechseln.
Es geht nicht um Neid :icon_stop:
Das Problem liegt doch darin, dass viele aus dem Regelsatz die Miete zahlen, es irgendwann doch nicht mehr schaffen, aus dem sicheren Heim raus müssen, Wohnungs- und obdachlos werden, ABER DANN sind 25 pro Nacht i.o. .....

Das System ist krank und zynisch, gerade in München wo man wirklich keine günstige Wohnung findet.:icon_motz:
 
E

ExitUser

Gast
#5
Läuft doch woanders viel krasser, wo das JC direkt Gentrifizierung betreibt,
indem es vorgeblich die KdU direkt an die Vermieter zahlt, in Wahrheit aber schuldig bleibt ...
 

flandry

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#7
Jetzt weiß ich auch, weshalb München Optionskommune werden will. Damit können die KdU leichter gedrückt werden und die Kommune hat erweiterte Kontrollmöglichkeiten.
Nichts mehr mit Stadt mit Herz.
Das heißt jetzt Stadt mit Herz aus Stein.
 

KristinaMN

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#8
Der Irrwitz liegt ja auch darin, dass sich Frau Maier bei den oberen beschweren will - dabei legt SIE SELBST die Mietobergrenzen fest und kann Regelungen über Einzelfallentscheidungen bestimmten.:icon_motz:

Diese Frau ist nur noch verlogen und versucht den angestauten Dreck auf ihrem Schreibtisch abzuschieben :icon_motz: (fehlende Sozialwohnungen, günstige Wohnungen, viele Wohnungs- und Obdachlose, ....).

Wer keine Ahnung hat glaubt dem Artikel.

Vor allem ist eine eine öffentliche Diskriminierung von Hartz IV Beziehern, die damit erst recht keine Wohnung mehr finden. :icon_motz:
 

wolliohne

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#9
welche Erkenntnisse auch hier:

Hartz-IV-Haushalte wohnen zu teuer

Entweder die Kündigung der Mietwohnung riskieren, oder sich die Miete vom Mund absparen: Vor diese Wahl sehen sich Hartz-IV-Bezieher nach spätestens sechs Monaten gestellt, wenn es ihnen nicht gelingt, unangemessen hohe Mietkosten durch Umzug oder Untervermietung zu senken. Denn dann muss das Jobcenter die Zahlung auf den angemessenen Betrag kürzen. Sozialreferentin Brigitte Meier (SPD) setzt sich für eine Gesetzesänderung ein, die mehr zeitlichen Spielraum lässt. Doch das Bundessozialministerium sieht dafür keine Notwendigkeit.
Die Vorschrift führe “zu einer existenziellen Bedrohung hohen Ausmaßes”, sagt Irmgard Ernst, Leiterin des Münchner Arbeitslosenzentrums. “Den Betroffenen bleibt einfach weniger Geld zum Leben.” Einer arbeitslosen, alleinerziehenden Mutter mit einem sechsjährigen Kind wurde beispielsweise der Betrag für die “Kosten der Unterkunft” um knapp 200 Euro gekürzt. Der Grund: Die Miete überschritt die von der Stadt als angemessen festgelegte Obergrenze für zwei Personen, nachdem ein bereits erwachsener Sohn aus der Wohnung ausgezogen war. Danach hatte das Jobcenter noch sechs Monate lang die zu hohen Mietkosten bezahlt, aber die Mutter musste nachweisen, dass sie sich um eine günstigere Wohnung bemüht.
Weil die Betroffenen Angst hätten, ihre Wohnung zu verlieren, wenn sie die Miete nicht vollständig bezahlen, “knapsen sie sich das ab”, etwa beim Einkauf von Lebensmitteln, sagt Ernst. Die Menschen würden “unheimlich unter Druck gesetzt, aber sie erhalten keinerlei Unterstützung bei der Wohnungssuche” und hätten auch keine Chance beim Wohnungsamt. Erst nach der Absenkung gebe es die höchste Dringlichkeitsstufe beim Wohnungsamt: “Aber das bedeutet bei dem knappen Angebot an freien Sozialwohnungen noch lange kein Wohnungsangebot.”
Quelle: SZ Anmerkung JK: Die Problematik, dass Hartz IV Bezieher nur mit Mühe eine günstige Mietwohnung finden können dürfte in fast allen Großstädten relevant sein. Das Bundessozialministerium sieht aber keine Notwendigkeitdarauf entsprechend zu reagieren. Wieder ein Beleg für die brutale Repressivität des Hartz IV Systems, dass mit der Drohung die Menschen in eine existenzielle Notlage oder gar in die Obdachlosigkeit zu bringen nackte Angst verbreiten soll. Man kann gar nicht glauben, dass diese Gesetzgebung verfassungskonform sein soll.
 

KristinaMN

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#10
Dazu muss man wissen, dass man selbst in der höchsten Rangstufe 1 mit voller Punktezahl, das entspricht schon vorhandener Wohnungs- und Obdachlosigkeit, mehrere Jahre warten muss, da so wenig Sozialwohnungen neu belegt werden können. :icon_motz:

Und das es bei Absenkung der Miete die höchste Dringlichkeitsstufe gibt, ist eine Lüge, da die internen Weisungen dies nicht wiedergeben. Nicht mal bei Anhängigkeit einer Räumungskläge !

Eine Mutter mit Kind kämpft aktuell um die höchste Rangstufe 1 und Zuteilung einer Wohnung, da bereits ein Räumungstermin ansteht. Wird nicht bearbeitet ...... alle Ämter gehen auf Tauchstation .....:icon_motz:

Die Probleme die man von außen erkennt sind großer, aber die tatsächlichen noch viel mehr !! :icon_motz:
 

ibuR

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#11
Das Problem liegt darin, daß Bund und Kommunen ihre eigenen Bestände verhökert haben. Die paar popeligen Sozialwohnungen, die noch vorhanden sind, decken den Bedarf nicht im Mindesten.
Die Behörden haben keinen Bestand, also muss auf private Vermieter und Gesellschaften zurückgegriffen werden.
Die dürfen sich aber ihre Mieter aussuchen und der Preis wird durch die Nachfrage diktiert. Und noch darf sich jeder Vermieter aussuchen, an wen er vermietet, den Preis bestimmt auch er.
Hier würde auch keiner was verschenken, also kann man das durchaus verstehen.

Die Schuldigen und Hauptverantwortlichen hocken in öffentlichen Ämtern.
 

KristinaMN

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#13
Warum hat IKEA diesen Markt noch nicht entdeckt: Kleinmodule inkl. Möbel?

Auf Fotos von (Asylbewerber-)Unterkünften sieht man fasst nur Möbel von Ikea. Zumindest hier scheint es Sonder-/Mengenkonditionen zu geben.
 

KristinaMN

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#16
Gehts bei dir nie ohne Fluechtlings-bashing?
Bitte nicht alles in den falschen Hals bekommen ! :icon_stop:

Ich habe von "Unterkünften" gesprochen. Damit sind alle gemeint inkl. Wohnungs- und Obdachlose ohne Berücksichtigung von Nationalität, Reglion und Hautfarbe.
 

ibuR

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#17
Dann beton das nicht immer extra.

Deine Intention ist klar, sieht man sich die von dir gestarteten Themen und deine Beiträge zu den einschlägigen Themen an.
Du versteckst es halt ein wenig, aber dämlich sind hier nicht alle.
 

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#18
Es geht nicht um Neid :icon_stop:
Das Problem liegt doch darin, dass viele aus dem Regelsatz die Miete zahlen, es irgendwann doch nicht mehr schaffen, aus dem sicheren Heim raus müssen, Wohnungs- und obdachlos werden, ABER DANN sind 25 pro Nacht i.o. .....

Das System ist krank und zynisch, gerade in München wo man wirklich keine günstige Wohnung findet.:icon_motz:

Wenn du der Auffassung bist durch so ein hoheitliches Handeln in deinen Rechten verletzt worden zu sein, dann steht dir der Rechtsweg doch offen.

Oder die andere "25-€-Alternative" (Sicher freuen sich Betroffene über das Betthupferl auf dem Kissen und räkeln sich dann selig und sorgenfrei in der Satin-Bettwäsche - Ironie off). Wohnung aufgeben und los geht es in ein neues Luxus-Leben

Über die Systemfrage kann man sicher lang und breit diskutieren, wobei das Problem konkret jetzt nicht gelöst wird.

Ferner: Wer Wert darauf legt in einer begehrten Lage in einer deutschen Großstadt wohnen zu wollen, wird wohl entsprechend seines Budgets planen müssen.

Und realistisch ist wohl auch: Es kommen mt Sicherheit noch ein paar Reformkeulen um die Grundsicherungsklientel weiter einzuschränken.

(Das bitte nicht als Polemik verstehen, sondern auch mal die Äußerungen von Soziologen und anderen Forschern dazu berücksichtigen. Menschen wie Butterwegge zeigen deutlich auf, wer zu den Verlierern gehört und noch gehören wird im Umverteilungswunderland Deutschland)

Wer seine Ansprüche weiter runterschraubt, wird sicher nicht so heftig enttäuscht werden in Zukunft, wenn er sich denn weiterhin dem deutschen System aussetzen will.

Siehe auch # 9 kursiver Text
 

KristinaMN

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#19
Leute, bleibt beim Thema

bezahlbarer Wohnraum / Vertreibung in Ghettos

und liefert lieber konstruktive Arbeit.
 
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