Morgen zum Profiling bei einem Maßnahmenträger. Was muss ich und was nicht?

Mampti

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Hallo zusammen. Ich brauche mal eure Hilfe und eure Tips. Und zwar muss ich auf kurzfristige „Einladung“ bzw. Zuweisung bereits morgen zu so einem Profiling bzw Potentialanalyse. Und zwar nicht im Jobcenter, sondern bei einem externen Maßnahmenträger. Ich habe mich zwar schon ein bisschen eingelesen (u.a. eine Arbeitshilfe der Bundesagentur), aber ich bin da immer noch unsicher.
Was muss ich da alles beantworten und was dürfen diese Leute? Muss ich da etwas unterschreiben? Muss ich Angaben zu meinem Gesundheitszustand machen? Muss ich denen meine Zeugnisse vorlegen?
Ich habe gelesen, dass so ein Profiling bei einem externen Anbieter eher selten ist und normalerweise im JC selbst gemacht wird. Ich brauche da dringend ein paar Tips zur Verhaltensweise.
Das Profiling ist übrigens als Vorbereitung für eine EV gedacht.
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faalk

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Am besten wäre es, die Zuweisung/Einladung hier anonymisiert hochzuladen, damit man sich ein Bild davon machen kann, was SB da u.u mal wieder verzapft hat.
 

Merse

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Wird das neuerdings eigentlich zum Regelfall, dass die Voraussetzungen für eine Maßnahme in einer Maßnahme abgeklärt werden?
 

Mampti

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Da ich gerade noch bei einer Fortbildung sitze (die habe ich privat gebucht, nichts vom JC), komme ich gerade nicht an die Unterlagen zuhause.
Die Sache ist die: Ich bin nach einem Umzug in einen anderen Kreis einer neuen SB zugeteilt worden, mit der ich erst ein Treffen hatte. Sie war zuletzt im Urlaub (seit gestern erst wieder da). Inder Zwischenzeit hat aber jemand diese Maßnahme „angeordnet“, meine SB wusste da vorher nichts von. Ich habe gestern kurz mit ihr telefonieren können. Sie schien nicht glücklich darüber (sie ist wohl auch erst seit kurzem da tätig) und meinte aber, dass ich das machen solle.
In dem Schreiben steht, dass ich alle relevanten Unterlagen wie Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate und so mitbringen soll. Zudem medizinische Befundunterlagen.

Die medizinischen Unterlagen gibt es natürlich sowieso nicht. Nur der ÄD. Aber muss ich dennoch irgendwelche Angaben machen? Dieser Träger ist mir ja vollkommen unbekannt und gehört mit seiner gGmbH irgendwie zur evangelischen Kirche. Habe ich da eine Mitwirkungspflicht bei diesem Träger, bzw. hat er das Recht meine Daten zu erheben?

Ich weiss nicht, wann ich wieder zuhause bin. Ich lade das dann noch hoch, kann aber 23.00 oder so werden. Ein paar Hinweise würde mir schon reichen, damit ich weiss in welche Richtung ich mich verhalten muss.
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Pixelschieberin

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Schwer nachzuvollziehen, warum diese Linkliste, die ich gefühlte hundert Mal kopiert und in Fäden mit den selben Problemstellungen wie den deinen eingefügt habe - nicht von den Ratsuchenden selbst gefunden wird.

Sei's drum - here you are:
einem meiner Posts meinte:
Damit nicht so viele Fragen gestellt werden, die in der Vergangenheit unzählige Male gestellt und bereits X-fach beantwortet wurden, werfe ich die Gebetsmühle zur "passiven" Sinnlos-Maßnahmeabwehr noch Mal an:
In deinem eigenen Interesse arbeitest du die Beiträge, die sich hinter den unterstrichenen Links verbergen, gut durch - und ziehst deine eigenen Schlüsse daraus.
dem selben Post meinte:
Da im Zusammenhang mit sinnbefreiten=unerwünschten Maßnahmen stets die selben Fragen hochgewühlt werden, kopiere ich aus einem Post mit passenden Querverweisen.

Es gibt zu tun.
Sobald die Schularbeiten gemacht sind, können eigene Strippen gezogen und kluge Fragen an JC-SBs gestellt werden.

Such dir die für dich passenden Highlights aus dem Pfeilköcher:
Verfasser AnonNemo:
- Verhalten beim Träger - Maßnahmeabwehr
- Erklärung, warum kein Vertrag beim Träger unterschrieben wurde - es sei bereits alles geregelt - :icon_wink:
- Vermittlungsgutschein und das Bewerben bei privaten Dienstleister - ZAF
- Bewerbungsbemühungen, Jobbörse, anonymes Profil, Referenznr, ZAF abwehren
Falls vorheriger Verweis nach der Foren-SW-Umstellung noch auf den Holzweg führt, dann ersatzweise hier klicken

Verfasser Ozymandias:
- Keine Sanktion bei Arbeitsangeboten eines Maßnahmeträgers
- VA mit AGH-Zwang - Antwortschreiben
- VA, Datenfreigabezwang an MT macht VA rechtswidrig
- Maßnahmenverweigerung lt SG Berlin nicht sanktionierbar Veraltet, basiert auf einem geänderten Paragraphen
und ist nicht (mehr) wasserdicht

- Maßnahme länger als EGVA - nicht zulässig
- Argumente gegen Maßnahme in VA

Verfasser Schikanierter:
- Wie bestimmt muss ein Angebot einer Massnahme sein, um unanfechtbar zu sein?
- Angebot einer Maßnahme ist i.d.R. ein VA und nicht vorbereitendes Verwaltungshandeln
- Maßnahmezuweisung wird gekonnt auseinandergenommen

***
dem selben Post meinte:
Falls der Anwurf "maßnahmewidriges Verhalten" kommt, empfehle ich, den Schriftsatz von veritasdd auf den eigenen Sachverhalt anzupassen
Dem ist das offenbar vorgeworfen worden.
Mit seinen smarten Anschreiben hat er obsiegt.
Er hatte sich an das "Drehbuch" gehalten und ist nirgends ausgeschert.
Lies den ganzen Faden und ziehe deinen Nutzen daraus.

Ab #18 sollten einige Passagen dabei sein, die 1:1 übernommen werden könnten.

Wobei ich das vorherige Fahrkostengedöns auch nicht unwichtig finde.
****
Hier ein Faden des Users "Simor", der sich dem Thema sehr gewitzt stellte.
Einer seiner smart-ass-Schachzüge:
SOFORT sämtliche FREIWILLIG erteilten "Einverständniserklärungen" bezüglich seiner Datenverwurstung zurückzunehmen. (Widerruf)

Wer (noch) nichts zurückzunehmen=zu widerrufen hat, VERBIETET vorsorglich.
Konkrete Verbote hinsichtlich Datenverwurstung durch Dritte können ebenfalls vorsorglich gegenüber JC UND Trägern ausgesprochen werden.
Wem die Datenverwurstung via VA aufs Auge gedrückt wurde, widerspricht zeitnah.

Vorlagen findest du unter Anderem hier.

Alles stets schriftlich und nachweisbar auf den Weg bringen.
Versteht sich.
 

Mampti

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Danke dir erstmal. Den "Faden" hatte ich bereits vorher mal gesehen und durchgelesen, aber nicht so ganz auf meinen Fall anwenden können, da das morgige Profiling ja eigentlich erst die Vorbereitung anderer Maßnahmen darstellt.
Für mich und für morgen habe ich da aber jetzt rausziehen können:
- Die eigene Datenschutzerklärung
- Das Leipziger Urteil, dass ich keinen Lebenslauf vorlegen muss
- dass ich meinen Willen zur Mitwirkung zeigen muss, aber eben auf meine Rechte wie Datenschutz bestehe
- dass ich keinen Vertrag unterschreiben muss

Aber vor lauter Aufregung und den ganzen Links finde ich das mit dem Vertrag nicht mehr. Da war doch auch was ....
 

Pixelschieberin

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[...] - dass ich keinen Vertrag unterschreiben muss

Aber vor lauter Aufregung und den ganzen Links finde ich das mit dem Vertrag nicht mehr. Da war doch auch was ....
Das Zauberwort ist Vertragsfreiheit.
Dir kann (darf) keine Unterschrift aufgezwungen werden.
Die Zuweisung zur Maßnahme - darauf läuft das Schmierentheater mit Informationsveranstaltungen doch raus - muß das JC selbst so wasserdicht gestalten, daß der HE keine Extra-Verträge abschließen muß.
Das macht der Träger in den seltensten Fällen mit, da er die Gesetze mittels der Verträge zu unterlaufen sucht, um größeren Nutzen aus seinem Deal mit dem JC ziehen zu können.

Das ist keineswegs illegal, sondern vom Gesetzgeber (GG) so eingefädelt, damit er sich die Hände in Unschuld waschen kann.
Der GG verlangt, daß sich das real sheep den Strick selbst anzulegen hat, an dem es zum Ausschlachten durch Dritte geführt wird.

Das mit der Vertragsfreiheit sieht manch SB anders und läßt den Vorgang sehenden Auges gegen die Wand laufen.
Will heißen, es muß vor Gericht geklärt werden, wer Recht zugesprochen bekommt.
In vielen Bundesländern wissen die Richter um die Vertragsfreiheit und pflichten demjenigen bei, der keine Verträge mit windigen Maßnahmeträgern abschließen mag, die die Rechte des HE beschneiden werden.
So wie viele ausgeschlafene Forenten auch, sehen sie darin keine mangelnde Mitwirkung, die es zu sanktionieren gälte.

Leider auch schon hier gelesen:
In manchen Bundesländern muß die nächst höhere Instanz bemüht werden, um dieses Grundrecht durchzuboxen.
Der HE soll auf die Art zermürbt und zum Einlenken bewegt werden, was teilweise auch schon gelungen ist.
 

faalk

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Lese dich weiter ein.
Desweiteren, Morgen zuhören, kein Lebenslauf und auch Zertifikate haben bei fremden nichts zu suchen. Krankheitsgeschichten sowieso nicht!

Nichts unterschreiben, wenn möglich alles was du unterschreiben sollst schnell einpacken (geben die nicht so gerne raus) und dann sagen, dass du das Vertragswerk erst von Jemanden prüfen lassen willst, der sich damit auskennt.

Wichtig, immer interesse zeigen und nicht das Wort "verweigern" fallen lassen.

Wenn gesagt wird, "dann können wir mit Ihnen nicht arbeiten" o.ä. versuchen schriftlich bestätigen zu lassen, dass du anwesend warst. Solltest du was schriftlich bekommen, unbeding durchlesen. Gerne steht in den Schreiben so was wie "...wurde nach Hause geschickt, da verweigert, nicht mitarbeiten wollte" etc. pp.

Kurz, interesse zeigen, nichts unterschreiben, abgegeben wird nichts.

Gerne hier posten, wie es abgelaufen ist. (Wird gerne von Hilfesuchende) "vergessen" :wink:
 
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