Morgen Termin beim Jobcenter, Eigenbemühungen, EVB

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Anettchen

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Hallöchen!

Hab morgen vormittag einen Termin bei meiner Sachbearbeiterin, soll meine Eigenbemühungen vorweisen und sicherlich eine neue EVB unterschreiben.

So...
In der aktuellen, alten EVB steht, das ich mir einen Arbeitsplatz/ geringfügige Beschäftigung bewerben soll...
8 Eigenbemühungen soll ich vorlegen...

Eine geringfügige Beschäftigung übe ich seit knapp 4 Monaten aus.Da ich aber noch als Springer/Aushilfe diene, bringt mich das nicht mal auf 250 Euro im Monat. Ich verdiene ja nur 4,50 Euro die Stunde.
An sich ja schön, aber laut meiner SB reicht das nicht, weil ich ja was sozialversicherungspflichtiges brauche.
Hab mich also weiter beworben, was ich auch nachweisen kann...die Liste halt mit den Eigenbemühungen.

Soweit kann mich ja keine Sanktion erwarten oder? Job ( auch wenn nur geringfügig, siehe EVB) hab ich ja...oder? Weil nen Bein ausgerissen hab ich mir ehrlich gesagt nicht um was zu finden... :icon_pfeiff:

Und Jobs für alleinerz. Mamas (2 Kinder) ohne FS gibts ja nu och nich an jeder Ecke..

Naja...die SB is nen Besen, arrogant... Hab bissl Schiss vor morgen...
 
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ExitUser

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Hallöchen!

Hab morgen vormittag einen Termin bei meiner Sachbearbeiterin, soll meine Eigenbemühungen vorweisen und sicherlich eine neue EVB unterschreiben.

So...
In der aktuellen, alten EVB steht, das ich mir einen Arbeitsplatz/ geringfügige Beschäftigung bewerben soll...
8 Eigenbemühungen soll ich vorlegen...

Eine geringfügige Beschäftigung übe ich seit knapp 4 Monaten aus.Da ich aber noch als Springer/Aushilfe diene, bringt mich das nicht mal auf 250 Euro im Monat. Ich verdiene ja nur 4,50 Euro die Stunde.
An sich ja schön, aber laut meiner SB reicht das nicht, weil ich ja was sozialversicherungspflichtiges brauche.
Hab mich also weiter beworben, was ich auch nachweisen kann...die Liste halt mit den Eigenbemühungen.

Soweit kann mich ja keine Sanktion erwarten oder? Job ( auch wenn nur geringfügig, siehe EVB) hab ich ja...oder? Weil nen Bein ausgerissen hab ich mir ehrlich gesagt nicht um was zu finden... :icon_pfeiff:

Und Jobs für alleinerz. Mamas (2 Kinder) ohne FS gibts ja nu och nich an jeder Ecke..

Naja...die SB is nen Besen, arrogant... Hab bissl Schiss vor morgen...

Alle geforderten Unterlagen + Beistand mitnehmen. Darüberhinaus höflich aber bestimmt bleiben und nur antworten, wenn du gefragt wirst. Du möchtest dich schließlich nicht selbst belasten. Oder?

PS: Und den Baldrian nicht vergessen! :icon_hihi:
 

gelibeh

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Wir kürzen hier im Forum Eingliederungsvereinbarung mit EGV ab. Das zum besseren Verständnis.
Wielange ist Deine jetzige EGV noch gültig? Vor Ablauf musst Du keine neue unterschreiben. Und man muss sowieso nie eine EGV sofort unterschreiben! Du hast Das Recht die EGV zur Prüfung mit nach Hause zu nehmen. Das darf nicht sanktioniert werden. Eventuell gibt die SB Dir die EGV dann sofort als Verwaltungsakt mit. Auch nicht schlimm, denn dagegen kannst Du bei Bedarf Widerspruch einlegen. Dabei können wir helfen.
Und man sollte zum Amt immer einen beistand mitnehmen, der zuhört und Protokoll schreibt. Das Recht hast Du nach §13 SGBX. Den dürfen die, wenn überhaupt, nur schriftlich ablehnen.
 

Paolo_Pinkel

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Hallöchen!

Hab morgen vormittag einen Termin bei meiner Sachbearbeiterin, soll meine Eigenbemühungen vorweisen und sicherlich eine neue EVB unterschreiben.
Was du nicht musst!
==> https://www.elo-forum.org/eingliede...ng-egv-man-darueber-wissen-sollte-update.html

So...
In der aktuellen, alten EVB steht, das ich mir einen Arbeitsplatz/ geringfügige Beschäftigung bewerben soll...
8 Eigenbemühungen soll ich vorlegen...
Eigenbemühung ist nicht gleichzusetzen mit einer schriftlichen Bewerbung! Eine Eigenbemühungen kann auch sein, wenn man z.B. einen Blick in die Wochenzeitung wirft, um nach Stellen zu suchen oder eine telefonische Bewerbung! Hier ist wichtig, zwischen den Zeilen zu lesen.

Eine geringfügige Beschäftigung übe ich seit knapp 4 Monaten aus.Da ich aber noch als Springer/Aushilfe diene, bringt mich das nicht mal auf 250 Euro im Monat. Ich verdiene ja nur 4,50 Euro die Stunde.
Warum machst du das?
An sich ja schön, aber laut meiner SB reicht das nicht, weil ich ja was sozialversicherungspflichtiges brauche.
Da hat dein SBchen ausnahmsweise recht. Ziel ist die Hilfebedürftigkeit zu beenden.

Soweit kann mich ja keine Sanktion erwarten oder? Job ( auch wenn nur geringfügig, siehe EVB) hab ich ja...oder? Weil nen Bein ausgerissen hab ich mir ehrlich gesagt nicht um was zu finden... :icon_pfeiff:
Man müsste die EGV sehen.

Naja...die SB is nen Besen, arrogant... Hab bissl Schiss vor morgen...
Schiss hast du nur, weil du dein Handy wahrscheinlich besser kennst, als deine Rechte als HE. Tu dir selber einen gefallen und unterschreibe morgen nichts an Ort und Stelle. Nimm neben deinen Beistand auch die EGV mit und lasse sie hier oder wo anders prüfen. Eine EGV muss deine individuelle Situation berücksichtigen und darf kein oberflächliches Massenprodukt sein. Auch wenn letzteres im Gros zutrifft.
 

verweigerer

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Die KEAs e. V. – Kölner Erwerbslose in Aktion - Bundessozialgericht korrigiert sich - Eingliederungsvereinbarungen sollen vereinbart werden

Urteil Az.: B 14 AS 195/11 R vom 14. Februar 2013, BSG Kassel

https://juris.bundessozialgericht.de/...982&linked=urt


Also ohne das der Sachbearbeiter mit dir verhandelt darf kein ersetzender VA erlassen werden.

Ziel soll nur sein dich aus den Arbeitslosengeldbezug zu bekommen und in eine Sozialversicherungspflichtige Tätigkeit zu vermitteln.


Nicht in 1 € Jobs .

Nicht in Sinnlosemaßnahmen was ja auch ein 1 € Job ist.

Sinnfreie Maßnahmen in einer EGV bei Nichtantritt keine Sanktion berechtigt

Arge Schikane • Thema anzeigen - Zumutbarkeit von Ein-Euro-Job und Maßnahmen

LSG Berlin Brandenburg L 14 B 568/ 08 AS ER

https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb...=esgb&id=80421



Ein Euro Jobs dürfen reguläre Arbeit nicht verdrängen.

Der 1 € Job muss genau bezeichnet werden welche Tätigkeit Uhrzeit Anfang Tag Ende der Arbeitszeit Vergütung pro Std.



Eine EGV ist immer durch die Rechtsfolgenbelehrung und das nicht unterschreiben der EGV ein sittenwidriges Rechtsgeschäft
§ 138 BGB

1) Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig.
(2) Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.

Eine EGV ist ein Öffentlich Rechtlicher Vertrag nach dem BGB.

Du bekommst keine zusätzlichen Leistungen vom Jobcenter wenn du eine EGV unterschreibst.

Die bekommst du auch ohne EGV nach § 45 SGB III Hilfe in Anbahnung für Arbeit.

Bewerbungskosten Fahrkosten zum Arbeitgeber usw.

Du siehst du hast nur Nachteile mit der EGV den wenn du diesen Öffentlich Rechtlichen Vertrag unterschreibst.

SANKTIONEN wenn du den Verpflichtungen nicht nachkommst.

Mit der Unterschrift unter eine EGV verzichtest du auf deine Rechte.

Dies alleine zeigt auch schon das man dir nichts Gutes will und das ein sittenwidriges Rechtsgeschäft ist .


Denke mal daran was in der Rechtsfolgenbelehrung drin steht .

Bei Totaler Sanktion stehen dir keine Mittel zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII zu das sagt doch alles.



Immer einen Beistand nach § 13 Abs. 4 SGB X mit zum Sachbearbeiter mit nehmen der soll alles schriftlich festhalten und Protokollieren.


Zeige deine Bereitschaft eine EGV auszuhandeln die deine Grundrechte nicht verletzt und wo das Grundgesetz eingehalten wird und du jeder Zeit eine

EGV UNTERSCHREIBEN WÜRDEST DIE OHNE

SANKTIONSANDROHUNGEN IST UND DU AUCH OHNE ANGST VOR SANKTIONEN DICH UM ARBEIT AUF DEN ERSTEN ARBEITSMARKT BEMÜHST


Fordere auch sofort ein Gesprächsprotokoll vom Sachbearbeiter ein nach § 33 SGB X Schriftliches Antworten auf verlangen.

Jeder Verwaltungsakt muss begründet werden warum solltest du auf deine Rechte verzichten Begründungspflicht § 35 SGB X.


Fordere den Sachbearbeiter auf seiner Aufklärungspflicht § 13 SGB I Beratungspflicht § 14 SGB I Auskunftspflicht § 15 SGB I nach zu kommen.


Hier ein schöner Text zur Beratungspflicht.

Zu den Nebenpflichten, die den Sozialleistungsträger
treffen, gehört neben der Pflicht zu speziellen Dienstleistungen, wie
Auskunft, Beratung und Belehrung, auch die “verständnisvolle Förderung”
der Versicherten. Diese - letztlich auf dem Grundsatz von Treu und
Glauben beruhenden - Pflichten sind verletzt, wenn sie, obwohl ein
konkreter Anlass zu den genannten Dienstleistungen bestanden hat, nicht
oder nur unzureichend erfüllt worden sind.

Anlass zu einer
Auskunft oder Beratung ist dabei nicht erst dann gegeben, wenn der
Versicherte darum nachsucht, sondern bereits dann, wenn sich in einem
laufenden Verfahren klar zutage liegende Gestaltungsmöglichkeiten
zeigen, deren Wahrnehmung offensichtlich so zweckmäßig sind, dass sie
jeder verständige Versicherte mutmaßlich nutzen würde.


In
einem solchen Fall ist der Versicherungsträger von Amts wegen
verpflichtet, den Versicherten auf diese Gestaltungsmöglichkeiten
hinzuweisen.

Die Verletzung solcher Betreuungspflichten führt zum
Anspruch auf Herstellung des Zustandes, der bestehen würde, wenn sich
der Versicherungsträger pflichtgemäß verhalten hätte (vgl zB BSG, Urteil
vom 29.09.1987, 7 R Ar 23/86 in Juris mwN, Urteil vom 27.09.1983, 12 RK
44/82 in juris mwN).


DAS IST JA IMMER DER FALL, das der Sachbearbeiter diesen Pflichten nicht nach kommt.



Einführung Bürgerrecht (Eingliederungsvereinbarung)

Mal bei Google eingeben dann kommt ein Video auf Youtube zur Info der EGV



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