Morgen neue Masnahme 3 Monate Dauer

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MasnahmeOpfer2010

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Hallo,
ich habe am Fr eine Zuweisung bekommen zu einer neuen Masnahme "zur Aktivierung der beruflichen Eingliederung bei einem Träger".
Ich habe keine EGV unterschrieben und noch kein VA.Die Masnahme soll bis zum 16.09 laufen.
Ich habe mir jetzt überlegt morgen nicht hinzugehen und die Sanktion abzuwarten um dagegen vorzugehen weil ich folgendes gefunden habe:

(2) Die Dauer der Einzel- oder Gruppenmaßnahmen muss deren Zweck und Inhalt entsprechen. Soweit Maßnahmen oder Teile von Maßnahmen nach Absatz 1 bei oder von einem Arbeitgeber durchgeführt werden, dürfen diese jeweils die Dauer von sechs Wochen nicht überschreiten. Die Vermittlung von beruflichen Kenntnissen in Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung darf die Dauer von acht Wochen nicht überschreiten. Maßnahmen des Dritten Abschnitts sind ausgeschlossen.

Wie soll ich weiter vorgehen?
 

Pauer

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Ich empfehle dir eindringlich, deinen Plan so nicht weiter zu verfolgen. Leider hast du § 45 Abs. 8 SGB III übersehen. Danach kann die Maßnahme bis zu 12 Wochen dauern.
 

gila

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In diesem Leitfaden, den Zeitkind dankenswerterweise erstellt hat, solltest du auf die Schnelle fündig werden wie man sich in so einem Falle verhält.
Allein durch die Vertrags- oder auch Abschlussfreiheit bist du erst einmal davor geschützt, morgen bei einem Maßnahmeträger überhaupt einen Vertrag oder sonstiges unterschreiben zu müssen.
Auch wenn dem das herzlich wenig gefällt und er dich rausschmeißen sollte, versuche die Unterlagen zu grapschen und nimm sie zu einer angeblichen rechtlichen Überprüfung mit.
Auch das wird den meisten Maßnahmeträgern nicht wirklich gefallen, dennnoch bist du erschienen und der Sanktionstatbestand Nichtantritt oder Weigerung greift hier nicht, denn du warst da, du willst dir das anschauen... Aber ohne Vertrag lässt man sich nicht...

ohne dass du Verträge unterschreibst kann der Maßnahmeträger dich Inder Regel nicht behalten. Aufgrund der Vertragsfreiheit, die wir in Deutschland haben, musst du aber keine Verträge mit irgendwelchen gierigen privaten Firmen abschließen, nur weil das Jobcenter meint es müsste dich dahin schicken...

Dann wird von alleine die Anhörung kommen mit Androhung von Sanktionen und dann kann man konkret darauf reagieren.

Inzwischen kannst du dich dann morgen noch mal hier melden wie es gelaufen ist, lass dich auf keinerlei Diskussionen ein... du "willst" an der Maßnahme grundsätzlich teilnehmen (sie dir anschauen) aber du willst keinen Vertrag unterschreiben weil du quasi beim Jobcenter unter Vertrag stehst...
Dann bräuchte man hier auch noch deine Vorgeschichte und ganz genaue Angaben was ist das für eine Maßnahme, warum sollst du dahin kommen wurde ein Profiling gemacht... Gibt es eine EGV und und und
 

MasnahmeOpfer2010

Elo-User*in
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Kurze Rückmeldung:Ich hab mich Krank gemeldet,ich habe mich nicht getraut hinzugehen ich will nicht das der MT mich wieder unter Druck setzt weil ich bei einem anderem MT das schon mal miterlebt habe.
 

Schmerzgrenze

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Leider hast du § 45 Abs. 8 SGB III übersehen. Danach kann die Maßnahme bis zu 12 Wochen dauern.
Leider hast Du entweder den Abs 8 oder den Eingangsbeitrag nicht vollständig gelesen.
ich habe am Fr eine Zuweisung bekommen zu einer neuen Maßnahme "zur Aktivierung der beruflichen Eingliederung bei einem Träger
Ein Maßnahmeträger ist gegenüber dem Zugewiesenen kein Arbeitgeber.
§ 45 8 SGB III
(8) Abweichend von Absatz 2 Satz 2 und Absatz 4 Satz 3 Nummer 3 darf bei Langzeitarbeitslosen oder Arbeitslosen,
deren berufliche Eingliederung auf Grund von schwerwiegenden Vermittlungshemmnissen besonders erschwert ist,
die Teilnahme an Maßnahmen oder Teilen von Maßnahmen, die bei oder von einem Arbeitgeber durchgeführt werden,
jeweils die Dauer von zwölf Wochen nicht überschreiten.
Maßnahmen zur Eingliederung unterliegen nicht grundsätzlich einer Beschränkung ihrer Dauer:
  • Die Vermittlung von beruflichen Kenntnissen in Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung bei einem MT - max. 8 Wochen
  • Maßnahmen von oder bei einem AG - max. 6 Wochen (LZA mit Vermittlungshemmnissen max. 12 Wochen)
  • Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung bei einem MT - Dauer nicht eingeschränkt
Kurze Rückmeldung:Ich hab mich Krank gemeldet,ich habe mich nicht getraut hinzugehen
ich will nicht das der MT mich wieder unter Druck setzt weil ich bei einem anderem MT das schon mal miterlebt habe.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Früher oder später wirst Du Dich Deinem Problem stellen müssen.
Also nutze die Zeit und bereite Dich vor. :icon_wink: » Begründete Abwehr nicht bedarfsgerechter Förderung
 

DDo

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Die Vermittlung von beruflichen Kenntnissen in Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung bei einem MT - max. 8 Wochen
Moment, das bedeutet, dass es rechtlich gar nicht zulässig ist, wenn ich mich in einer Maßnahme (bei einem Träger) mit einer sechsmonatigen Dauer befinde? Hat das womöglich auch etwas mit der Verweildauer zu tun? Aktuell habe ich diesen Fall. Ist "nur" einmal die Woche und das dann drei Stunden Verweildauer. Reiht man die Tage alle aneinander, komme ich auf unter 8 Wochen.
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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Moment, das bedeutet, dass es rechtlich gar nicht zulässig ist, wenn ich mich in einer Maßnahme (bei einem Träger) mit einer sechsmonatigen Dauer befinde?
Es geht in der rechtlichen Grundlage nicht um die Einschränkung der Dauer von Eingliederungsmaßnahmen,
sondern um Einschränkungen gegen möglichen Mißbrauch durch AG oder MT für Praktika o.ä..
Sorry, ich habe im letzten Beitrag den ersten Punkt nicht vollständig wiedergegeben und ihn jetzt ergänzt.
Es ist entscheidend, die Gesetzgebung richtig zu lesen, sonst wird sie mißverstanden. Ich schließe mich da nicht aus.
 

DDo

Elo-User*in
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@Zeitkind
Okay, also nur für Praktika und Co.
Wikipedia hat es etwas schlüssiger auf den Punkt gebracht: "Andere Maßnahmen als diese drei Arten unterliegen keiner gesetzlichen Höchstdauer."

Schade, hatte mich bereits über ein frühzeitiges Entkommen gefreut.
 

erwerbsuchend

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Schade, hatte mich bereits über ein frühzeitiges Entkommen gefreut.

Es gibt immer die Option, solche Maßnahmen durch die Aufnahme eines Jobs zu beenden. Wenn also du und TE die Möglichkeit haben, in nächster Zukunft einen Job zu beginnen, dann solltet ihr diesen wahrnehmen. Es muss nicht der Traumjob sein, aber zumindest einer, der während der Woche läuft. Je nachdem wie eine Maßnahme konzipiert ist, könnt ihr dann nicht mehr an dieser teilnehmen oder sie wird an eure Arbeitszeiten angepasst. Selbst ein Minijob könnte dafür schon ausreichend sein.
 
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