Morgen Bewerbungsgespräch und Praktikum, was muß ich alles beachten, wer hat einen Hinweis für mich?

Dennis

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Hallo,
ich bekomme ALG2.
Nun habe habe ich morgen ein Bewerbungsgespräch.
Am Telefon wurde mir bereits gesagt, dass vor Einstellung ein Praktikum sein müsste um zu schauen, wie die zusammenarbeit läuft und ob mir der Beruf liegt.

Was muss ich nun beachten vor Antritt des Praktikums?
Darf ich ohne dem Amt was zu melden, etwas unterschreiben?
Gibt es überhaupt Praktikumsverträge?
Kann ich fahrtgeld am Amt bekommen?
Was für Erfahrungen habt ihr gemacht und was für Tips könnt ihr mir noch mit auf dem Weg geben?

Danke
 
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erwerbsuchend

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Am Telefon wurde mir bereits gesagt, dass vor Einstellung ein Praktikum sein müsste um zu schauen, wie die zusammenarbeit läuft und ob mir der Beruf liegt.
Wie lang soll dieses Praktikum dauern? Wie wird es bezahlt?

Darf ich ohne dem Amt was zu melden, etwas unterschreiben?
Nein, du musst den Antritt dieses Praktikums dem JC melden, besonders dann, wenn es bezahlt wird.

Gibt es überhaupt Praktikumsverträge?
Ja.

Kann ich fahrtgeld am Amt bekommen?
Ja, dieses musst du jedoch vor dem Praktikumsbeginn beantragen. Was sagt deine EGV dazu?

Was für Erfahrungen habt ihr gemacht und was für Tips könnt ihr mir noch mit auf dem Weg geben?
Ein Praktikum ist meistens sinnfrei, da für die gemeinsame Erprobung des Zusammenarbeitens zwischen AN und AG die Probezeit im regulären Arbeitsvertrag vorgesehen ist. Meist wollen AG jedoch nur kostenlose Praktikanten haben, die sie für Arbeiten einsetzen, für die sie ihr eigentliches Personal nicht einsetzen wollen oder generell nur kostenlose Arbeitskraft erhalten wollen. Von daher ist eigentlich von Praktikas außerhalb der Ausbildung, also Schule oder Studium, abzuraten. Die wenigsten Praktikanten werden nach Ende des Praktikums auch tatsächlich fest angestellt.
 

Dennis

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Danke,
das Praktikum wird nicht bezahlt und soll 2 Wochen dauern.
 

Zeitkind

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Am Telefon wurde mir bereits gesagt, dass vor Einstellung ein Praktikum sein müsste um zu schauen,
wie die zusammenarbeit läuft und ob mir der Beruf liegt.
Für die Erprobung der Zusammenarbeit wird i.d.R. im Arbeitsvertrag eine Probefrist festgelegt.
Dennoch kann es sinnvoll sein, in einem Praktikum die Realität des betrieblichen Ablaufes mit den eigenen Vorstellungen zu vergleichen.
Dabei sollte man aber auf keinen Fall reguläre, betrieblichen Aufgaben übernehmen,
welche durch Weisungsrecht und Entgeltanspruch als Arbeitsleistung zählen.
Besteht der AG auf eine praktische Arbeit im regulären Betriebablauf, sollte für die geleistete Arbeit ein Entgelt gefordert werden.
Nicht nur in diesem Fall ist es sinnvoll, einen Praktikumsvertrag abzuschließen.
Viele AG bieten diesen schon aus versicherungstechnischen Gründen an.
Auch im Internet werden Vertragsmuster und weitere Infos zur Verfügung gestellt.

Hier eine Beispiel von Legal Tribune Online

Ein Praktikum zur Berufsorientierung sollte auf keinen Fall 2 Wochen überschreiten.
Die sog. Probearbeit zum "Schnuppern" hat i.d.R. nach max. 3 Tagen ihren Zweck erfüllt.
Was muss ich nun beachten vor Antritt des Praktikums?
Praktikum oder Probearbeit sind beim LT anzumelden. Am besten machst Du das in einem persönlichen Gespräch mit Deinem zuständigen SB.
So können beim Termin gleich die Fahrtkostenerstattung sowie weitere Fragen abgeklärt werden.
Natürlich kannst Du das Vorhaben auch schriftlich mitteilen. Das sollte aber rechtzeitig unter Berücksichtigung der Postlaufzeiten
sowie gemeinsam mit dem Antrag auf Erstattung der Fahrtkosten erfolgen.
Eine Genehmigung erfolgt erfahrungsgemäß, indem Dir das Praktikum als Maßnahme mit RFB zugewiesen wird.

Hier noch eine Broschüre der BfA ► Tipps und Hinweise zum Praktikum im In-und Ausland
 

Dennis

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Mir wurde gesagt dass immer erst ein Praktikum gemacht wird.
Der Chef steht im engem Kontakt mit meiner Sachbearbeiterin.
Ich werde dem wohl kaum sagen können, dass ich gleich eingestellt werden will und auf das Praktikum verzichten möchte.

Ich werde mich nach dem Gespräch wieder melden, dann werde ich sicherlich noch mehr zu berichten haben.
 

erwerbsuchend

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Mir wurde gesagt dass immer erst ein Praktikum gemacht wird.
Das sagt wer und mit welcher Rechtsgrundlage?

Ich werde dem wohl kaum sagen können, dass ich gleich eingestellt werden will und auf das Praktikum verzichten möchte.
Warum solltest du das nicht können? Ein Praktikum kann nur freiwillig zwischen AG und AN vereinbart werden. Was sagt deine EGV oder VA dazu?
 

Doppeloma

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Hallo Dennis,

Mir wurde gesagt dass immer erst ein Praktikum gemacht wird.
Der Chef steht im engem Kontakt mit meiner Sachbearbeiterin.
Darum weiß er ja auch schon wie er dafür sorgen kann, dass du umsonst arbeitest, die "jute SB" macht eine "Eingliederungs-Maßnahme bei einem AG" daraus und schon hat alles einen "legalen Tatsch" ...

Ohne regulären Lohn, ohne Beiträge daraus in die Sozial-Kassen, finanziert vom Steuerzahler über Hartz 4, wozu soll der noch Leute einstellen (müssen) ???
Und du hast keine Möglichkeit mehr das ohne Sanktion abzubrechen ... ist ja eine "zumutbare" Maßnahme ...

Ich werde dem wohl kaum sagen können, dass ich gleich eingestellt werden will und auf das Praktikum verzichten möchte.
Klar kannst du das, hättest du direkt machen sollen und nach der vorgesehenen Bezahlung fragen.
Es gibt KEINE legalen Praktika außerhalb einer Aus- oder Weiterbildung (oder in Vorbereitung darauf), du bist doch lange genug schon hier angemeldet, da solltest du dazu schon was gelesen haben.

Ein Praktikum (noch dazu unbezahlt) ist also KEIN Bestandteil eines normalen Bewerbungsverfahrens, um (angeblich) eine Arbeitsstelle zu bekommen.

Um festzustellen, ob es "passt" zwischen AG und dem neuen Mitarbeiter gibt es die gesetzliche Probezeit bis zu 6 Monaten (es darf auch gerne eine kurze / befristete Aushilfe vertraglich vereinbart werden) und reguläre Arbeit ist auch in dieser Zeit regulär (vom AG) zu bezahlen ...

Bist du dir so wenig wert, dass du dich kostenlos ausnutzen lässt, weil der AG "gute Kontakte" zum örtlichen JC hat ... dann ist dir doch sicher auch klar, dass es beim JC genug "Ersatz-Praktikanten" gibt wenn deine "Maßnahme-Zeit" dort abgelaufen ist. :idea:

Ich werde mich nach dem Gespräch wieder melden, dann werde ich sicherlich noch mehr zu berichten haben.
Scheint ja nicht so gut gelaufen zu sein oder warst du zu kaputt vom "zugucken" ...
Trotzdem wäre es nett wenn du uns berichtest, wie dein Vorstellungs-Gespräch verlaufen ist ... und sei es nur als Warnung für andere LE sich auf solchen Mist gar nicht erst einzulassen.

MfG Doppeloma
 

Gaestin

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ein junger Mann aus meinem Bekanntenkreis hat
jetzt ein Praktikum gemacht, ab 1. Februar drei Tage.
Am dritten Tag wurde ihm gesagt, er bekäme die
versprochene halbe Stelle, er habe die Arbeitsabläufe
bestens bewältigt. Es handelt sich um eine halbe Stelle,
die sobald die Bewilligung da ist in eine ganze verwandelt
werden soll. (Öffentlicher Dienst). Er hatte nichts dagegen,
die drei Tage zu machen, es hieß von vornherein, drei Tage.
 

Dennis

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Hallo,
wollte mich mal wieder melden. Ich mache nun das Praktikum.
Von den Festangestellten habe ich erfahren, dass auch sie vorher das Praktikum gemacht haben.
Es soll auch Leute gegeben haben, die vorher das Praktikum beendet haben, weil sie keine Lust mehr hatten.
Diese Personen wurden natürlich nicht eingestellt.

Mir ist klar, dass ich im Moment eine günstige gratis Arbeitskraft bin. Man darf sich ja ewas Hoffung machen.
Man lerrnt nur aus Fehlern!


Der Job wird bei Einstellung einige Zeit vom Jobcenter gefördert. Ich müßte dann den Arbeitsverstag unterschreiben
und noch eine Eingliederungsvereinbarung: In der steht, dass ich den Job nicht ohne guten Grund kündigen darf.

Ist das immer so, wenn das Jobcenter eine Arbeitstelle mit Finanziert?


mfg
 

SB Feind

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Eine EGV hat dir nicht vorzuschreiben ob du einen Vertrag kündigen darfst oder nicht. Weiterhin wäre die Frage was ist denn ein guter Grund den Vertrag zu kündigen?
 
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