Morbus Crohn, schwere Depression,... -> ALG1 --> krank geschrieben ---> Erwerbsminderungsrente!? (1 Betrachter)

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Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Rudolf01

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Hallo und guten Tag,

ich möchte mich möglichst kurz fassen und stichpunktartig meine Situation darlegen:

- seit ca. 20 Jahren Magen- und Speiseröhreprobleme
- 2008 Morbus Crohn
- 2013 und 2015 schwerer Schub bis Intensivstation (obwohl OP überfällig noch tagelang in die Arbeit geschleppt wg. Angst um Arbeitsplatz; LAK!)
- seit 2013 in klinischer, ambulanter Behandlung (Infusionen)
- 30% Behinderung bescheinigt
- seit 2014 in psychologischer Behandlung inkl. verschiedener Medikamente
- immer wieder mal in psychotherapeutischer Behandlung (meist schaffte ich es nicht mehr und fühlte mich unter Druck gesetzt)
- seit 03.2019 arbeitlos (viele Jahre LAK -> dann befristet, niemand interessiert es, keiner setzt sich für mich ein -> dann Ende)
- arbeitslos gemeldet (beim ersten persönlichen "Beratungstermin" 05.2019 Unverschämtheiten -> seitdem krank geschrieben)
- aktuell seit Mitte 06.2019 im Krankengeldbezug
- Magen-/Darmproblematik nicht gut, schwere Depressionen mit Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Ängsten, Panikattacken, nicht belastbar, ...

Ich habe das Gefühl das ich die letzten Jahre über meinem Limit war und "es" nun nicht mehr schaffe. Mein Hausarzt, zu dem ich ein sehr gutes Verhältnis habe, ist überzeugt, ich könne mind. 50% bescheinigt bekommen. An einen Einstieg in das HEUTIGE Arbeitsleben ist nicht mal zu denken. Ich schaffe das alles einfach nicht mehr und bin oft in Gedanken, dass der Tot mir die Erlösung bringen wird und ich meine Ruhe finden werde. Das politische Treiben Deutschland mit aller Gewalt in den Ruin zu treiben halte ich mehr aus.

Ich versuche im Moment meinen Hausarzt (der eigentlich schon gut informiert ist und mich gut kennt) über Unterlagen meiner anderen Ärzte auf Stand zu bringen und er dann die 50% beantragt.

Laut letzten Rentenbescheid würde mir eine mtl. Erwerbslosenrente zustehen.

Aber wie mache ich das mit dem Rentenantrag?
"Beratungstermin" dort machen (weiß nicht wie das läuft und habe da schon Angst davor; Anwalt mitnehmen?)?

Soll ich mir hierzu vielleicht einen Anwalt nehmen, auch wenn ich keine Rechtsschutzversicherung habe?

Wirkt sich ein Rentenantrag evtl. nachteilig auf mein jetziges Krankengeld aus?
 
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Larsson

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Im Prinzip reicht ein Einzeiler an die DRV „Hiermit beantrage ich Erwerbsminderungsrente,...“
Die DRV wird dir dann die Unterlagen zusenden, die du brauchst.
Kannst aber auch Beratungstermin machen und mit denen den Antrag ausfüllen.
Einen Anwalt braucht man dazu nicht. Den braucht es erst, wenn die EMR abgelehnt wird. evtl schon für den Widerspruch, wenn man sich das nicht zutraut.
Auf Krankengeld hat das keinen Einfluß.
 

Doppeloma

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Hallo Rudolf01,

- seit ca. 20 Jahren Magen- und Speiseröhreprobleme
- 2008 Morbus Crohn
- 2013 und 2015 schwerer Schub bis Intensivstation (obwohl OP überfällig noch tagelang in die Arbeit geschleppt wg. Angst um Arbeitsplatz; LAK!)
- seit 2013 in klinischer, ambulanter Behandlung (Infusionen)
- 30% Behinderung bescheinigt
Wurde dir bis dahin (oder überhaupt) noch nie angeraten mal eine med. Reha zu machen ???
Was bitte heißt "LAK", ich kenne diese Abkürzung nicht ???

- seit 2014 in psychologischer Behandlung inkl. verschiedener Medikamente
- immer wieder mal in psychotherapeutischer Behandlung (meist schaffte ich es nicht mehr und fühlte mich unter Druck gesetzt)
Bist du auch beim Facharzt / Psychiater / Neurologe deswegen in Behandlung ?
Was meinst du damit, dass du es nicht mehr schaffst, wenn es die Therapien sind sollte mal über eine andere Richtung dabei nachgedacht werden und welchen "Nutzen" für dich hatten die Medikamente bisher ???
Äußere ungünstige Umstände und körperliche Krankheiten können kaum damit verändert oder gebessert werden, nun auch noch Psychopharmaka zusätzlich zu schlucken.

Gerade bei deinen gesundheitlichen Grundproblemen halte ich das für eine sehr schwierige Kombination Magen und Darm damit zusätzlich zu belasten ....
Ich bin kein Arzt und kann das medizinisch nicht beurteilen aber ich kenne die Wirkungen und Nebenwirkungen dieser Medikamente auch aus eigener Erfahrung, das verträgt sich nur selten mit anderen Medikamenten wirklich gut, da sollte man auch selber mit drauf achten und genau die Beipackzettel lesen.
Manchmal kann es dann besser sein auf solche Medikamente zu verzichten und wenn ich weiterlese scheint das ja auch nicht viel zu bringen für deine psychische Genesung.

- seit 03.2019 arbeitlos (viele Jahre LAK -> dann befristet, niemand interessiert es, keiner setzt sich für mich ein -> dann Ende)
Dann hat der Verzicht auf eine AU das ja auch nicht verhindern können, dass du letztlich die Arbeit verloren hast ... wer oder was hast du erwartet sollte sich da für dich "einsetzen" ... darf ich fragen wie alt du bist ?
Direkt aus dem Arbeitsverhältnis wäre wenigstens dein Krankengeld noch höher gewesen, als aus dem Arbeitslosengeld "(der Betrag wird dann von der KK so nach 6 Wochen übernommen).

- arbeitslos gemeldet (beim ersten persönlichen "Beratungstermin" 05.2019 Unverschämtheiten -> seitdem krank geschrieben)
- aktuell seit Mitte 06.2019 im Krankengeldbezug
- Magen-/Darmproblematik nicht gut, schwere Depressionen mit Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Ängsten, Panikattacken, nicht belastbar, ...
Zu den "Unverschämtheiten" bei der AfA kann man sich kaum äußern wenn man nicht weiß, was genau du damit meinst.
Es könnte natürlich sein, dass du zu viel zu deinen Gesundheits-Problemen erzählt hast (in der Hoffnung auf Verständnis dafür bei der AfA) und das geht die Arbeitsvermittler gar nichts an ...
Zumindest scheint man dich ja darauf hingewiesen zu haben, dass du krank keinen Anspruch auf ALGI haben wirst und besser zum Arzt gehen solltest dich krankschreiben lassen (man hätte dir auch das ALGI direkt deswegen schon ablehnen können), damit du bald Krankengeld von der KK bekommen kannst.

Ich habe das Gefühl das ich die letzten Jahre über meinem Limit war und "es" nun nicht mehr schaffe. Mein Hausarzt, zu dem ich ein sehr gutes Verhältnis habe, ist überzeugt, ich könne mind. 50% bescheinigt bekommen.
Wovon dein Hausarzt so überzeugt ist muss noch lange nicht vom Versorgungs-Amt auch so gesehen werden, es ist im Übrigen ein Grad der Behinderung (GdB) und keine Prozente und es hat mit deiner Leistungsfähigkeit am Arbeitsmarkt überhaupt NICHTS zu tun.
Auch mit GdB 50 und dem Schwerbehinderten - Ausweis wird es dir nicht besser gehen und daraus ergibt sich auch kein Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung ... dafür gelten bei der DRV ganz andere Kriterien, als beim Versorgungs-Amt für einen GdB gewertet werden.

An einen Einstieg in das HEUTIGE Arbeitsleben ist nicht mal zu denken. Ich schaffe das alles einfach nicht mehr und bin oft in Gedanken, dass der Tot mir die Erlösung bringen wird und ich meine Ruhe finden werde. Das politische Treiben Deutschland mit aller Gewalt in den Ruin zu treiben halte ich mehr aus.
Dann solltest du vielleicht zuerst mal die Psychopillen weglassen / ausschleichen denn die scheinen solche Gedanken bei dir ja auch nicht verhindern (oder wenigstens abmildern) zu können.
Ansonsten solltest du mit solchen Aussagen (besonders Ärzten gegenüber) sehr vorsichtig sein, das könnte auch mal zur Zwangs-Einweisung in die Psychiatrie führen, um dich vor dir selber "zu schützen" ... :icon_kinn:
Man kann auch nicht immer (so "allgemein") "das politische Treiben" für alles verantwortlich machen wollen, was im eigenen Leben so schief gegangen ist ... zunächst mal ist man dafür immer selber verantwortlich.

Kein Politiker hat dich dazu gewungen weiter zur Arbeit zu gehen wenn du krank bist ... das hast du selber so entschieden, auch wenn es wohl eine falsche Entscheidung war ...

Ich versuche im Moment meinen Hausarzt (der eigentlich schon gut informiert ist und mich gut kennt) über Unterlagen meiner anderen Ärzte auf Stand zu bringen und er dann die 50% beantragt.
Einen Erhöhungs- Überprüfungs-Antrag zum GdB an das Versorgungsamt musst du selber stellen, es ist DEIN Antrag und die ärztlichen Unterlagen kannst du dann gleich (in Kopie) beifügen ... was dabei herauskommen wird, hat dann nur das Amt zu entscheiden ... dein Hausarzt ist gar nicht berechtigt diesen Antrag für dich dort zu stellen.

Ob und wie weit die Erhöhung dann gehen wird, entscheidet auch nur das Amt, es ist ziemlich schwierig mit deinen Beschwerden den Schwerbehinderten-Ausweis zu bekommen und was konkret ewartest du dir dann damit für Verbesserungen in deinem zukünftigen Leben und für dein gesamtes Befinden ???

Ein Anspruch auf eine EM-Rente ergibt sich daraus NICHT ... dazu hat (nach Antragstellung bei der DRV) NUR die Rentenkasse zu entscheiden, ein GdB oder eine Schwerbehinderung vom Versorgungsamt interessiert die dabei nicht sonderlich ... :icon_evil:

Es gibt Schwerstbehinderte (mit GdB 100 und mehreren Merkzeichen) die tatsächlich Vollzeit arbeiten gehen, an einem (behindertengerechten) geeigneten Arbeitsplatz.

Laut letzten Rentenbescheid würde mir eine mtl. Erwerbslosenrente zustehen.
Das sind reine Renten-Informationen darüber, welche Daten aus deinem Erwerbsleben schon bei der DRV gespeichert sind, das ist noch KEIN "Bescheid" auf den du dich berufen könntest, um tatsächlich eine monatliche Geldrente zu bekommen. :icon_evil:
Du hast (theoretisch) die erforderlichen Anwartschaften / Versicherungszeiten dafür erfüllt ... mehr bedeutet das zunächst mal nicht.

Aber wie mache ich das mit dem Rentenantrag?
"Beratungstermin" dort machen (weiß nicht wie das läuft und habe da schon Angst davor; Anwalt mitnehmen?)?
Davor brauchst du keine Angst haben, diese Berater der DRV (in den kostenfreien Beratungsstellen) haben mit der Entscheidung zu deinem Antrag gar nichts zu tun.
Die sollen dir nur helfen den Antrag korrekt auszufüllen und werden den dann direkt zur Bearbeitung an die zuständige Stelle weiterleiten, es ist zudem gut wenn du wichtige medizinische Unterlagen dort auch gleich (in Kopie) mit einreichen kannst.
Denn die Entscheidungen der DRV beruhen dann nur auf gesundheitlichen Gründen, die man natürlich nachweisen können muss wenn man eine EM-Rente bewilligt haben möchte weil man wegen Krankheit nicht mehr arbeiten kann, um sein Geld selber zu verdienen.

Einen Termin dafür kann man inzwischen sogar schon online machen und dort findest du auch alle Informationen was du dafür mitbringen muss, damit dein Antrag dann ohne weitere Rückfragen bearbeitet werden kann.


Es kann sein, dass man noch eine med. Reha fordert wenn du noch nie eine gemacht hast oder auch, dass Gutachter von der DRV beauftragt werden deinen Gesundheitszustand gründlich zu überprüfen ... falls deine eingereichten Unterlagen und eventuelle Nachfragen bei deinen behandelnden Ärzten nicht ausreichen zu entscheiden, ob du (aus Sicht der Rentenkasse) Erwerbsgemindert bist oder nicht.

Soll ich mir hierzu vielleicht einen Anwalt nehmen, auch wenn ich keine Rechtsschutzversicherung habe?
Dafür brauchst du keinen Anwalt, es gibt ja noch gar keine Probleme (bei der Antragstellung) bei denen dir ein Anwalt helfen könnte ...
Bei Ablehnung deines Antrages (weil dich die DRV nicht für krank genug halten will) kannst du dir immer noch einen Anwalt suchen, der dich unterstützen kann die DRV zu überzeugen ...
Wenn du dir später keinen Anwalt leisten kannst gibt es auch "Beratungs-Hilfe" (Antrag beim Amtsgericht) und später Prozesskosten-Hilfe (PKH) bei einem notwendigen Prozess am Sozialgericht dafür.

Man braucht keine Rechtsschutzversicherung wenn man sich einen Anwalt finanziell selber leisten kann ODER man kann die genannten staatlichen Möglichkeiten bei Bedarf in Anspruch nehmen, wenn das eigene Geld dafür nicht reichen würde.
Eine Rechtsschutzversicherung ist meist ziemlich teuer und greift in schon laufende Verfahren auch nicht mehr ein ... es gibt "Wartezeiten" (bis zu 6 Monaten) und bis dahin darf noch gar kein Antrag gestellt sein, der schief gehen könnte.

Wirkt sich ein Rentenantrag evtl. nachteilig auf mein jetziges Krankengeld aus?
Das hat nicht viel miteinander zu tun, bis zu deinem EM-Renten-Antrag bei der DRV entschieden wurde hat die KK weiter dein aktuelles Krankengeld zu zahlen, längstens jedoch bis dein Anspruch auf Krankengeld (nach 78 Wochen) dann abgelaufen ist.
Die können dich aber auch noch auffordern eine DRV-Reha zu beantragen, in der Hoffnung danach nicht mehr zahlen zu müssen, das kommt gar nicht so selten vor, wie du hier vielfach nachlesen kannst.

Bei Bewilligung einer EM-Rente (das wäre dann erst der verbindliche Bescheid, dass du auch eine EM-Rente bekommen wirst und ab wann) wird das Krankengeld ab laufender Zahlung der Rente dann eingestellt, das ist aber normal, weil ein offiziell Erwerbsgeminderter in der Regel kein Krankengeld mehr bekommen kann.

MfG Doppeloma
 

bLum

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Moin Rudolf01!

Ich habe das Gefühl das ich die letzten Jahre über meinem Limit war ....
Als Angehörige einer von MC Betroffenen, und meinen über Jahre verteilten Aufenthalten in psychosomatischen Kliniken, in denen ich andere M. Crohnies kennen gelernt habe, kommt mir der Satz von Betroffenen seeehr bekannt vor! Meine Schwester, die seit etwa 40 Jahren an MC leidet, ist echt ein Arbeitstier! Ständig am wuseln, selbst bei Schüben geht sie oft noch über die Grenzen ihrer dann sehr geringen Belastbarkeit - es sei denn der Crohn haut sie derart aus den Socken dass gar nichts mehr geht. Und man nimmt ja auch an, dass MC zu einem nicht unerheblichen Teil psychosomatischer Natur ist, bzw. beeinflusst die Psyche den Crohn nicht unerheblich.

Ich möchte dir dringend raten deine wegen dem Crohn und der bereits stark belasteten Psyche deine vom Körper erzwungene Auszeit wirklich gut dafür zu nutzen dich mit dem MC auseinander zu setzen! Du könntest mit Betroffenen-Selbsthilfegruppen und auch ´ner psychosmatischen Therapie oder einer Reha wirklich viiiel profotoeren und lernen und zur Verbesserung des MC beitragen! ...meine wohlwollenden Gedanken sende ich dir hiermit!
 
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Rudolf01

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Zu erst möchte ich mich bei Euch ganz recht herzlich bedanken! Es freut mich wirklich sehr und ich bin sehr dankbar für Eure Hilfestellung und die Tipps.


Reha:

Eine Reha bedeutet für mich übersetzt, die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen. Ich würde es zum Reha Antritt eh nicht schaffen, für mich nicht schaffbar. Sollte so etwas von mir verlangt werden, muss mir dies mein Psychologe bestätigen. Eine kaputte Psyche ist doch nicht vergleichbar mit einer Reha für eine operierte Schulter o.ä. Hier gibt es zudem Einzelzimmer. Für Zweibett- oder Einzelzimmer muss man privat versichert sein oder selbst bezahlen, und das wären einige Tausend Euro, die ich lieber in einen Anwalt investiere. Zu viert oder fünft auf einem Zimmer ist für mich unvorstellbar, da ich selbst bei einem Zweibettzimmer (Schnaufen, Schnarchen) im Krankenhaus mich ins kalte Treppenhaus gelegt habe, aus Absicht, weil mich die Situation wütend gemacht hat.

Medikamente absetzen:

Das wird in die Hose gehen. Es war eine Tortur diese einzuschleichen. Zudem bekomme ich Infusionen wegen MC die auch im Verdacht stehen sich psychisch neg. auszuwirken. Aber es gibt kaum Alternativen, außer Cortison, welches auf Jahre gesehen noch stärkere Nebenwirkungen mit sich bringt.

Gutachter:

Wie soll der in meinen Kopf schauen können? Ich frage mich, wie eine Person die mich nicht kennt, meine Situation beurteilen will. Wenn in ihm (typisch Deutsch) Missgunst oder Neid schlummert ("hmm, der kann dann ja jeden Tag ausschlafen, während ich aufstehen muss..."; ist so ein typisches BILD-Zeitungs-RTL2-Gehirnwäsche-Verhalten) dann wird es nichts.

Arbeitsplatz:

Nach jahrelangem Hinterherrennen nach einem Arbeitsvertrag fühlte ich mich zum Schluss im Stich gelassen. Was blieb mir denn anderes als LAK(=Leiharbeitskraft) übrig, als mich schwerstkrank (ich habe durch Blutverlust ein weißes Gesicht und weiße Lippen gehabt) in die Arbeit zu schleppen? Und zum Schluss bekommt man einen Ar...tritt. Wie kann es sein das im Ausland über den Arbeitsplatz in Deutschland entschieden wird? Durch diese Umstrukturierung wurden Hunderte Mio. in den Sand gesetzt, aber mich schickt man weg! Ich habe alles für die Herrschaften gemacht und mich haben sie entsorgt wie einen dreckigen Putzlumpen, wie ein austauschbaren, abgenutztes Werkzeug, wie eine Nummer.

Politik, Management:

Natürlich gebe ich dieser Elitetruppe eine Mitschuld ein meinem Sch...leben. Aber die sind ja nicht greifbar, und auch nicht haftbar, egal wie viel an Geldern in den Sand gesetzt werden, egal wie viele Existenzen sie zerstören.


Ich habe jetzt schon wieder Speiseröhrebrennen weil mich das alles schon wieder innerlich aufarbeitet.


Wenn Gutachter oder Reha meint ich wäre arbeitsfähig, dann verfällt doch mein Anspruch auf Krankengeld. Heißt ich müsste zum ALG1 zurück, ich wäre wieder nicht arbeitsfähig, die schicken mich zu ihrem Gutachter, ich bekomme kein ALG1, muss zur ARGE, die sind auch nicht zuständig. Heißt ich habe zum Schluss nicht mal mehr eine Krankenversicherung. Heißt, ich werde und kann auch nicht eine Reha machen. Ich habe einfach keine Energie mehr. Ich mache mich für kein Miss-Management kaputt.

Ich erkenne dieses Land nicht mehr. Dies ist nicht das Deutschland wo ich meine Ausbildung und Weiterbildung gemacht habe. Während Mrd. an Steuergeldern mutwillig verbrannt werden, müssen diejenigen, die nach dem Krieg das Sozialsystem mit aufgebaut haben, nach Pfandflaschen ausschau halten und in Altersarmut leben. Ich hasse diese Regierung. Mutti wird es aber bald geschafft und ihren Schwur umgesetzt haben, Deutschland ist kaputt, zerstört, abgegrast und "abgeschafft". Aber ich schweife wieder ab und mir geht es schon dermaßen Sch... . Ich halte dem GANZEN nicht mehr Stand!

Im Großen werden Gelder verschleudert, bezahlen - und vor allem FUNKTIONIEREN- soll der kleine, greifbar über seine aufgestempelte Sozialversicherungsnummer und erpressbar über seine Existenz, an die er sich klammert und um jeden Preis aufrecht erhalten will. Es werden noch schwere Zeiten kommen.


Zum Schluss meiner Grübeleien kommt IMMER der Gedanke und auch eine gewisse Erleichterung, dass der Tot auch mich von all dem erlösen wird und ich meine Ruhe habe.
 
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HermineL

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Hier gibt es zudem Einzelzimmer. Für Zweibett- oder Einzelzimmer muss man privat versichert sein oder selbst bezahlen, und das wären einige Tausend Euro, die ich lieber in einen Anwalt investiere.
Mir persönlich ist keine Rehaklinik die psychosomatischen Reha´s anbietet bekannt die nicht standardmäßig über Einzelbettzimmer verfügt.

Wie soll der in meinen Kopf schauen können? Ich frage mich, wie eine Person die mich nicht kennt, meine Situation beurteilen will. Wenn in ihm (typisch Deutsch) Missgunst oder Neid schlummert ("hmm, der kann dann ja jeden Tag ausschlafen, während ich aufstehen muss..."; ist so ein typisches BILD-Zeitungs-RTL2-Gehirnwäsche-Verhalten) dann wird es nichts.
Keiner kann vorhersagen, ob es zwischen Therapeut und Patient funktioniert. Aus diesem Grund sollte man bei einem Therapeuten auch immer Probestunden vereinbaren. Wenn es aber der richtige ist wirst du dich wundern was das bewirken "kann" und was der aus dir herausholt.

Wie @Doppeloma schon schrieb, kann es sein das die DRV dich zur Reha auffordert, weil die DRV gem. § 9 SGB VI nach dem Grundsatz Reha vor Rente verfahren muss. Nur wenn der sozialmedizinische Dienst der DRV zu dem Schluß kommt das eine Reha bei dir nichts "mehr" bringen würde kann es sein das die DRV darauf verzichtet.

Sollte die DRV aber eine Reha fordern und du diese nur mit den Gründen, die du hier angeführt hast ablehnen dann wird die DRV auch einen Antrag auf EMR-Rente ablehnen. Aber das kann, muss nicht, auch noch schlimmer kommen. Durch den Antrag auf EMR-Rente erfährt auch die Krankenkasse von deinem Antrag. Diese wird in diesem Fall dein Dispositionsrecht einschränken. Das bedeutet dann, wenn du die Reha verweigerst, das die Krankenkasse dann aufgrund fehlender Mitwirkung die Krankengeldzahlung einstellen kann.

Wie du unschwer erkennen kannst, ist dies alles mit sehr vielen Fallstricken behaftet. Eine Verweigerungshaltung, auch wenn man sie menschlich nachvollziehen kann, lässt dich dabei sehr schnell Schiffbruch erleiden.
 

bLum

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Lieber Rudolf,

Jammern hilft da wirklich am allerwenigsten!

Ich frage mich, wie eine Person die mich nicht kennt, meine Situation beurteilen will. Wenn in ihm (typisch Deutsch) Missgunst oder Neid schlummert ("hmm, der kann dann ja jeden Tag ausschlafen, während ich aufstehen muss..."; ist so ein typisches BILD-Zeitungs-RTL2-Gehirnwäsche-Verhalten) dann wird es nichts.
Da zerbrichst du dir wirklich unnötiger Weise über ungelegte Eier den Kopf!
Manchmal muss man auch einfach mal dem Prozess vertrauen. Und wenn der nicht wie erhofft ausfällt gibt es immer noch Möglichkeiten.
Doppelomas und Hermines Hinweise kann ich echt nix mehr hinzufügen, außer zu versuchen dir´n bisschen Mut zuzusprechen.
Nicht alle Menschen sind total scheiße, auch wenn es unglaublich oft so scheint!
 

deori1

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Mir persönlich ist keine Rehaklinik die psychosomatischen Reha´s anbietet bekannt die nicht standardmäßig über Einzelbettzimmer verfügt.
Mir schon (2012)allerdings stand dass in den Klinikbewertungen dabei dass es noch einige Zweibettzimmer gibt,habe vorher angerufen und es mir schriftlich bestätigen lassen dass ich ein Einzelzimmer bekomme,sonst werde ich die Reha nicht antreten.Hat geklappt.
 

gila

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Hallo Rudolf, aus deinen gesamten Schilderungen ergibt sich für mich ein Bild, dass es einzig Sinn macht, dass du aus der Mühle aussteigst und zur Ruhe kommst, damit diese Gedankenkreise dich nicht mehr quälen.
Meine Nichte musste wegen Crohn schon mit Mitte 20 "aussteigen", die ganzen Begleiterscheinungen... Die auch du schilderst... Ließen und lassen eine Erwerbstätigkeit einfach nicht zu.
Der normale Alltag ist da schon schwer genug.
Sie bekommt eine kleine Rente und vom alten AG einen kleinen mtl. Betrag (war beim Staat beschäftigt) und versucht seit nun fast 20 Jahren einfach zu leben mit den Einschränkungen so gut es geht.
Kliniken haben nichts gebracht.

Eine Reha soll auch nur dann bewilligt werden, wenn sie Sinn macht, möglichst wiederherstellen, ich vermute bei deinem ganzen Symptomen würde das nicht so sein.

Ich würde das Krankengeld so lange in Anspruch nehmen wie es geht und froh sein, wenn sie dich in Ruhe lassen.
PARALLEL über entweder den VdK oder ähnlichen Sozialverband vor Ort aufsuchen, Mitglied werden, nicht teuer... und man vertritt dich auch im Rechtsfalle, und dich dort beraten lassen wie du nun am besten und ohne Reha in eine Erwerbsminderungsrente kommst. Viele wertvolle Tipps hast du hier bekommen.

Du wirst mit der Zeit dann sehen, dass auch deine psych. Anspannungen sich etwas erleichtern.
 
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Rudolf01

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Vielen Dank Euch allen!!! Und auch alles Gute an andere, mitlesende Betroffene!!!

Ja, ich habe mir so etwas schon gedacht, das mit den Fallstricken und so. Das "die" einem das Leben schwer machen. Ich habe große Angst davor von einem Gutachter zu nächsten geschickt zu werden, nur um mich als Unkostenfaktor, welcher nicht richtig funktioniert, los zu werden.

Ich kann mich nur mit meinen Ärzten beraten und hoffe das es hier vielleicht schon so einen Fall wie mich gab. Manchmal denke ich, ich bin der Einzige dem es so sch... ergeht.

Alleine der Gedanke das die mich irgendwo hin zur Reha schicken, quasi zwangsweise (wegen Mitwirkungspflicht). Wie soll ich dieser Pflicht denn nachkommen wenn ich es nicht schaffe?

Wenn ich mich bei der DRV wegen der EMR beraten lasse und den Antrag stelle, dann habe ich große Angst was dann alles kommt.
 

Rudolf01

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OK, ich Danke allen euch wirklich vielmals! :)

Im ersten Schritt werde ich erstmal eine Höherstufung des GdB beantragen.
 

Rudolf01

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Hallo Rudolf, aus deinen gesamten Schilderungen ergibt sich für mich ein Bild, dass es einzig Sinn macht, dass du aus der Mühle aussteigst und zur Ruhe kommst, damit diese Gedankenkreise dich nicht mehr quälen.
Meine Nichte musste wegen Crohn schon mit Mitte 20 "aussteigen", die ganzen Begleiterscheinungen... Die auch du schilderst... Ließen und lassen eine Erwerbstätigkeit einfach nicht zu.
Der normale Alltag ist da schon schwer genug.
Sie bekommt eine kleine Rente und vom alten AG einen kleinen mtl. Betrag (war beim Staat beschäftigt) und versucht seit nun fast 20 Jahren einfach zu leben mit den Einschränkungen so gut es geht.
Kliniken haben nichts gebracht.

Eine Reha soll auch nur dann bewilligt werden, wenn sie Sinn macht, möglichst wiederherstellen, ich vermute bei deinem ganzen Symptomen würde das nicht so sein.

Ich würde das Krankengeld so lange in Anspruch nehmen wie es geht und froh sein, wenn sie dich in Ruhe lassen.
PARALLEL über entweder den VdK oder ähnlichen Sozialverband vor Ort aufsuchen, Mitglied werden, nicht teuer... und man vertritt dich auch im Rechtsfalle, und dich dort beraten lassen wie du nun am besten und ohne Reha in eine Erwerbsminderungsrente kommst. Viele wertvolle Tipps hast du hier bekommen.

Du wirst mit der Zeit dann sehen, dass auch deine psych. Anspannungen sich etwas erleichtern.
Hallo gila,

ich wollte dir gerade eine Nachricht schicken, aber irgendwie finde ich die Funktion hierfür nicht oder es gibt die Möglichkeit nicht eine PN an ein Mitglied zu senden. Kannst Du mir bitte eine Nachricht senden auf die ich dann mit meinem Anliegen antworten kann? Vielen Dank!
 

Rudolf01

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Hallo zusammen,

kleines Update und neue Fragen an Euch.

Habe nun in Übereinstimmung mit meinen Ärzten einen Verschlimmerungsantrag bzgl. "Ausweis" beim Versorgungsamt gestellt und eine Eingangsbestätigung erhalten, ist also in Arbeit.

So nun kommts.

1. Die Krankenkasse schreibt mir, ich soll zurückrufen weil es "einige wichtige Dinge" zu besprechen gäbe. Muss ich dem nachkommen? (habe Bedenken eingeschüchtert oder aufs Glatteis geführt zu werden)

2. Desweiteren soll ich in den nächsten 10 Wochen Maßnahmen zur Reha beantragen, weil mir sonst das Krankengeld nicht weiter bezahlt werde, also weg fällt. Es wird auch erwähnt das mein Dispositionsrecht eingeschränkt ist.!?

3. Es liegen dem Schreiben etliche Formulare der Deutschen Rentenversicherung bei! Ich bin mir sehr unsicher wie ich was am besten ausfülle.!

4. Zudem liegt ein Zettel bei, ich solle die ausgefüllten Reha-Formulare unbedingt an meine Krankenkasse schicken, sie erledigen dann des Rest!? Was hat es damit auf sich, muss ich das so handhaben, wollen die sehen was ich da ausgefüllt habe und Daten abgreifen?

5. Zudem gibt es nur eine Seite auf welcher EIN Arzt Stellung nehmen kann (hierfür liegt EIN Antragsformular zur Kosten-/Gebührenerstattung bei). Weiß nun nicht welchem Arzt ich dies ausfüllen lassen soll (Hausarzt oder Psychologe)?

6. Muss ich eigentlich der Krankenkasse melden, dass ich den Verschlimmerungsanstrag beim Versorgungsamt gestellt habe?


Ganz ehrlich, ich bin einfach nur müde von dem ganzen Hickhack und würde am liebsten den ganzen Mist in einen Rentenantrag (EMR) umwandeln und hinter mich bringen!!!

Wie immer, ein großes Dankeschön an Euch und alles Gute!
 

HermineL

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1. Die Krankenkasse schreibt mir, ich soll zurückrufen weil es "einige wichtige Dinge" zu besprechen gäbe. Muss ich dem nachkommen? (habe Bedenken eingeschüchtert oder aufs Glatteis geführt zu werden)
Nein du musst nicht mit denen telefonieren. Wenn die etwas wollen haben die es schriftlich zu machen.

2. Desweiteren soll ich in den nächsten 10 Wochen Maßnahmen zur Reha beantragen, weil mir sonst das Krankengeld nicht weiter bezahlt werde, also weg fällt. Es wird auch erwähnt das mein Dispositionsrecht eingeschränkt ist.!?
Ja das ist korrekt und das kann die Krankenkasse auch fordern. Dispositionsrecht bedeutet das du den Antrag auch nicht mehr eigenmächtig zurückziehen kannst.

3. Es liegen dem Schreiben etliche Formulare der Deutschen Rentenversicherung bei! Ich bin mir sehr unsicher wie ich was am besten ausfülle.!
Du kannst entweder alle hier einmal nennen oder du schaust mal unter folgendem Link nach da findest du eigentlich alle Formulare die man in der Regel braucht.: Formularpaket medizinische Rehabilitation

4. Zudem liegt ein Zettel bei, ich solle die ausgefüllten Reha-Formulare unbedingt an meine Krankenkasse schicken, sie erledigen dann des Rest!? Was hat es damit auf sich, muss ich das so handhaben, wollen die sehen was ich da ausgefüllt habe und Daten abgreifen?
Genau das machst du bitte nicht sondern du gibst alle Anträge nachweislich direkt an die DRV ohne den Umweg über die Krankenkasse.

5. Zudem gibt es nur eine Seite auf welcher EIN Arzt Stellung nehmen kann (hierfür liegt EIN Antragsformular zur Kosten-/Gebührenerstattung bei). Weiß nun nicht welchem Arzt ich dies ausfüllen lassen soll (Hausarzt oder Psychologe)?
Das ist in der Regel für den Hausarzt. Des Weiteren ist es ratsam vorhandene Befundberichte in Kopie mit einzureichen.

6. Muss ich eigentlich der Krankenkasse melden, dass ich den Verschlimmerungsanstrag beim Versorgungsamt gestellt habe?
Nein das geht die Krankenkasse nichts an.
 

Bitas

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Denke daran, ohne Rechtsgrundlage haben die auch kein Recht auf irgendwas.....die Schreiben immer viel aber meist ist es halt ohne Rechtsgrundlage und damit für die Tonne.
 

saurbier

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Hallo Rudolf01,

nun ja diese Aufforderung ist ja eher normal bei der KK, zumindest wenn man seit Monaten bereits KG erhält.

Wie HermineL bereits zuvor zutreffend ausführte, stelle den Reha-/EMR-Antrag direkt bei der DRV und nicht über die KK. Schicke die ausgefüllten Antragsunterlagen sowie wenn vorhanden auch ärztliche Befundberichte zusammen in einem Umschlag am besten per Einschreiben an die für dich zuständige DRV-Geschäftsstelle oder falls möglich gib es dort persönlich gegen Empfangsquittung ab.

Du brauchst eine Empfangsquittung als Nachweis für deine KV, damit diese sieht das du den Antrag auch gestellt hast.

Über deinen Antrag bei Versorgungsamt brauchst du die KK nicht zu informieren, daß interessiert die KK auch nicht weil es für diese nicht relevant ist.

Und merke dir, mit Behörden telefoniert man grundsätzlich nicht. Wenn dann hat alles schriftlich zu erfolgen, denn nur so kannst du ggf. etwas beweisen.


Grüße saurbier
 

Larsson

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Ganz ehrlich, ich bin einfach nur müde von dem ganzen Hickhack und würde am liebsten den ganzen Mist in einen Rentenantrag (EMR) umwandeln und hinter mich bringen!!!
Warum machst du es dann nicht bevor du das Dispositionsrecht verlierst? Dieser Wunsch deinerseits war doch im November 2019 vorrangig. Stelle einen EMR Antrag und teile dies der KK mit. Ob die DRV dann erst eine Reha fordert wird man dann sehen.
 

gila

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Ob die DRV dann erst eine Reha fordert wird man dann sehen.
Genau - denn eine Reha soll ja (möglichst) zur "Rehabilitation" führen. Bei deiner Erkrankung ist es jedoch mehr als fraglich, was eine Reha
bringen soll. Wie schon mal erwähnt: meine Nichte mit MC seit fast 20 Jahren, mehrere Klinikaufenthalte/Rehas haben da nichts wieder so hingebogen,
dass eine Erwerbstätigkeit drin gewesen wäre.
 

Rudolf01

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Super, ich danke Euch wirklich vielmals für die vielen Ratschläge und Tipps! Freut mich wirklich sehr!

Ich habe mich mit meinem Hausarzt beraten, und er meinte ich könne bei der KK ruhig anrufen, brauche und soll aber keine Infos zu meinem Zustand machen. Also habe ich bei der KK angerufen. Das Gespräch mit dem Herrn war ganz OK. Ich wurde auch nicht ausgefragt oder so, sondern man wollte mich nur über die Reha-Maßnahme und Einschränkung des Dispositionsrechts informieren.

Aber warum sollte ich den Reha-Antrag nicht - wie von der KK gefordert - an die KK zurück schicken?
Ich habe beim Telefonat nachgefragt was es damit auf sich hat. Der Herr meinte, man habe über den med. Dienst ein Schnellgutachten erstellen lassen, daher ist es ein "Eilverfahren", und man füge dieses Gutachten noch dem Reha-Antrag bei und schicke es dann gebündelt als Eilfall zur RV. Der Herr meinte, es wäre ja zu meinem Vorteil da nach der Reha ein Gutachten erstellt werde (in wie weit ich arbeitsfähig/belastbar bin).
Und ich soll es schnellstmöglich erledigen! (habe das nur bejaht; ich weiß ja das ich 10 Wochen Zeit habe)

Aber der Nummer Reha komme ich ja jetzt nicht mehr raus oder?

Oder kann ich nun immer noch einen EMR-Antrag stellen? (ist das nicht mit hohen Risiken verbunden? Ich meine: bei ja->OK; bei nein->Reha; oder bei nein->Arbeitsunfähigkeit aufgehoben!->Arbeitsamt->.....)

Kann ich in dem Reha-Antrag - je nach dem wie ich diesen ausfülle - nicht für die KK und RV erkennen lassen, das eine EMR in Frage kommt? (man muss angeben in einem Punkt was man sich von der Reha erwartet. -> also "NICHTS"?)

Dem ganzen Reha-Formularen liegt auch eines bei, welches EINER meiner Ärzte ausfüllen soll. Bin mir da auch nicht sicher ob das nun mein Hausarzt oder besser mein Psychologe ausfüllen soll.




Wie gesagt, ich bin nur noch müde und sehr depressiv (bin hier auch in Behandlung/Betreuung) von dem Ganzen. Irgendwie komme ich in so ein Gefühl von innerer Aufgabe, der kommenden möglichen(?) Behördenwillkür ausgeliefert.
 

gila

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Das letzte zuerst:

... Irgendwie komme ich in so ein Gefühl von innerer Aufgabe, der kommenden möglichen(?) Behördenwillkür ausgeliefert.
Dem entgeht man, indem man möglichst viele Fäden in der eigenen Hand behält!

Z.B.:

Der Herr meinte, man habe über den med. Dienst ein Schnellgutachten erstellen lassen, daher ist es ein "Eilverfahren", und man füge dieses Gutachten noch dem Reha-Antrag bei und schicke es dann gebündelt als Eilfall zur RV
Interessant, was der "Herr" sagte - aber weißt du a) WARUM man ein "Schnellgutachten" erstellt hat und b) aufgrund von WELCHEN UNTERLAGEN hat der MDK das gemacht? und c) WAS steht in dem Gutachten drin?

"Meine" Vorgehensweise nun wäre (nach dem Telefonat ...) dem Herrn zu schreiben, ihm für das "informative Telefonat" zu danken und mitzuteilen, dass man es sich anders überlegt habe mit dem Antrag an die DRV und diesen selbst stellen würde mithilfe des behandelnden Arztes - und mit allen Unterlagen, die noch von den Behandlern ergänzt werden müssen. Desweiteren würde ich nun die Übersendung des "Schnellgutachtens" an mich fordern, hilfsweise an meinen Psychologen oder den Hausarzt ... und mitteilen, dass ich die Übermittlung des Gutachtens an die DRV vorerst NICHT GESTATTE - sondern die Weitergabe meiner Daten erst nach Einsichtnahme in das Gutachten freigeben werde. Hierzu würde ich mich alsbald bei ihm melden und die Freigabe schriftlich bekunden!

Nur so ist gewährleistet, dass du nicht von falschen oder fehlerhaften bzw. ungünstigen Aussagen im Gutachten "überrascht" wirst und dann der K(r)ampf um die Korrektur/Anzweifeln des Gutachtens los geht!

Ein "Eilfall" ist nicht notwendig - du hast ja 10 Wochen Zeit. Wozu die Eile der KK? Nur damit sie sich vielleicht was Krankengeld sparen?

Kann ich in dem Reha-Antrag - je nach dem wie ich diesen ausfülle - nicht für die KK und RV erkennen lassen, das eine EMR in Frage kommt? (man muss angeben in einem Punkt was man sich von der Reha erwartet. -> also "NICHTS"?)
Hier wäre es gut, von deinem Hausarzt und dem Psychologen etwas Aussagekräftiges zu erhalten. Z.B. könnte der Hausarzt (dem ja eigentlich auch Befunde und Berichte des Psychologen vorliegen sollten!) in dem Zuge eine Einschätzung abgeben, dass eine Reha nicht wieder in die Erwerbsfähigkeit führen würde, jedenfalls nicht in absehbarer Zeit - und dass auch aufgrund der derzeitigen Depressionen, die vom Psychologen X. behandelt werden, aus seiner Sicht eine Reha-FÄHIGKEIT nicht gegeben ist, im Gegenteil, die Reha mitsamt Umständen, Umfeld etc. deiner Symptomatik (mit schweren Depressionen etc.) nicht gerecht werden können und eher zu einer Verschlechterung und Destabilisierung führen könnten, welche du derzeit jedoch benötigst, um den Alltag mit dieser Erkrankung zu bewerkstelligen.
Sowas in der Art ... der Hausarzt kann das ja so erwähnen und anheim stellen, dass ein Bericht des Psychologen bei Bedarf nachgeliefert werden kann - eine Schweigepflichtentbindung für den Psycho kannst du ja jederzeit ausstellen, wenn die DRV danach fragt.

Wie die DRV selbst auf ihren Seiten aussagt: "Ziel ist es, den Arbeitsplatz zu erhalten bzw. eine schnelle Wiedereingliederung in das Erwerbsleben zu erreichen."
Diese Formulierung könnte dein Arzt so münzen, dass das "Ziel der Reha, die Erhaltung eines Arbeitsplatzes bzw. schnelle Wiedereingliederung in das Erwerbsleben bei Herrn Rudolfs vorliegendem Krankheitsbild in keinem Falle erreicht werden kann"

Versuch macht kluch ... auch die DRV muss zielgerichtet und sparsam mit ihren Maßnahmen umgehen ;-)
 

Larsson

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Kann ich in dem Reha-Antrag - je nach dem wie ich diesen ausfülle - nicht für die KK und RV erkennen lassen, das eine EMR in Frage kommt? (man muss angeben in einem Punkt was man sich von der Reha erwartet. -> also "NICHTS"?)

Dem ganzen Reha-Formularen liegt auch eines bei, welches EINER meiner Ärzte ausfüllen soll. Bin mir da auch nicht sicher ob das nun mein Hausarzt oder besser mein Psychologe ausfüllen soll.
Psychologen sind keine Ärzte, weil sie Psychologie studiert haben und nicht Medizin. Es sei denn du meinst Psychiater.
Warum willst du einen Reha Antrag stellen, wenn du keine Reha machen willst? Du willst doch eine EMR, wenn du jetzt einen Reha Antrag stellst, dann signalisiert das, dass du wieder arbeitsfähig werden willst, denn das ist Ziel einer Reha.
Meine persönliche Meinung: Stell einen EMR Antrag. Wenn die DRV daraufhin dann eine Reha verlangt, dann kann man weiter sehen.
 
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