Montagsdemo erhält Zulauf

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Die Montagsdemo in Ilmenau erfährt Zulauf. Mit bisweilen über 100 Demonstranten hatte sich die Zahl der Teilnehmenden vom Auftakt vor 14 Tagen gestern fast verdreifacht.

Ilmenau - Zeitweise über 100 Demonstranten konnte das Bündnis gegen Sozialabbau zur gestrigen Montagsdemo am Ilmenauer Apothekerbrunnen verbuchen. Bei den Inhalten, die sich bisher vor allem gegen Hartz IV, Verteuerung der Gesundheitspolitik, Rente mit 67, schlechte Bildung, Verhinderung eines flächendeckenden Mindestlohns und die Atompolitik richteten, wird aber innerhalb des Bündnisses um DGB und verschiedene Parteien und Organisationen nun aber diskutiert.

So forderte SPD-Stadtrat Reinhard Schramm als einer der Redner, sich nicht in "Multiaktionismus" zu verzetteln. Für ihn steht als dringendste Aufgabe die Herbeiführung eines "flächendeckenden Mindestlohnes in Deutschland". Dafür sollten die Ilmenauer gemeinsam mit Millionen anderen bundesweit auf die Straßen gehen.
Schramm ging aber auch mit der eigenen Partei hart ins Gericht. Die Mehrzahl ihrer Ziele lasse sich "nur mit Parteien und Verbänden in einem linken Spektrum" durchsetzen, schätzte er ein und dankte dem Demo-Bündnis um den DGB daher für dessen Engagement. Die SPD müsse wieder glaubwürdig werden, forderte er.

Als "ganz große Lüge" entlarvte Cornelia Wanderer das Bildungspaket für Hartz-IV-Kinder. Sie kritisierte, dass es Nachhilfe nur auf Antrag gebe, kein Kind für die zur Verfügung gestellten zehn Euro pro Monat eine Vereinsmitgliedschaft oder Musikschulbesuch finanzieren könne und das Schulpaket bereits gegeben war, nun gesplittet als neu dargestellt werde. Der "Clou" aber sei die Mittagessenregelung. Da gebe die Bundesregierung vor, zwei Euro pro Kind zur Verfügung zu stellen. In Wirklichkeit zahle sie nur einen Euro, der zweite werde "vom Regelsatz des Kindes wieder abgezogen. Das ist mehr als eine Mogelpackung", schimpfte sie unter Beifall der Demonstranten.
FREIES WORT | Montagsdemo erhält Zulauf

P.S. die Zeitung kenne ich nicht
 
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