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Monopoly für Hartz IV-Empfänger

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Kaleika

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#1
Im Bremer "Weser Kurier" lag am vergangenen Samstag die "Bremer Kirchenzeitung" bei.

In ihr ist ein umgewandeltes Monopoly-Spiel zu finden, bzw. umgewandelte Ereigniskarten.

Zwei Kostproben:

Der Kaffee unterwegs
1,50 für einen "Coffee to go" sind
in der Stadt bei 4,25 Euro für Lebens-
mittel am Tag nicht mehr drin.

Der Bremer Treff hat noch zu -
also gibt`s unterwegs keinen
Muntermacher!


oder auch:

Einfach weggefahren
Deine alte Mutter in Osnabrück liegt
im Sterben. Du fährst spontan dort-
hin, um an ihrer Seite zu sein, ohne
dies mit Deiner Fallmanagerin
abzustimmen. Als dies im Nachhi-
nein herauskommt, wird Dir das
Arbeitslosengeld II ab Reisebeginn
bis zur erneuten Meldung wegen
"nicht genehmigter Ortsabwesen-
heit" komplett gestrichen.
Quelle: Bremische Evangelische Kirche

Auf "Bremer Kirchenzeitung" klicken, März-Ausgabe
runterladen, Seite 18 aufblättern

Vielleicht eine Methode, anderen Mensche klar zu machen, was Hartz IV im Alltag, jeden Tag bedeutet.
Kaleika
 
E

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#2
Ich finde es immer noch nicht!
Gibts noch Tips für Doofies?

Rückwärts,
Es funzt, hat sich erledigt!


Viele Grüße,
angel
 

Kaleika

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#3
Angel.
wenn ich mich unklar ausgedrückt habe - hast Du einen Verbesserungsvorschlag, wie es eindeutiger wäre?
Kaleika
 
E

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#4
So, gelesen.
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Nur ein Kärtchen fehlt mir sehr: Sie sind sanktioniert worden. Es gibt nichts mehr. Sie haben verloren, das Spiel ist für sie vorbei - für immer.

Ich weiss nämlich nicht was ich tu, wenn mir noch einmal ein Otto-Normalverbraucher überheblich sagt: Na, wenn die sanktioniert werden, dann müssen die halt mal eine Zeitlang von Sozialhilfe leben, das hat auch noch nie jemandem geschadet...:icon_neutral::icon_neutral:

Viele Grüße,
angel
 
E

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#5
Angel.
wenn ich mich unklar ausgedrückt habe - hast Du einen Verbesserungsvorschlag, wie es eindeutiger wäre?
Kaleika
Tschuldigung, habs doch gleich nachgetragen: war meine eigene Blödheit!

Viele Grüße,
angel
 

Kaleika

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#6
So, gelesen.
Gefällt mir ausgezeichnet.
Nur ein Kärtchen fehlt mir sehr: Sie sind sanktioniert worden. Es gibt nichts mehr. Sie haben verloren, das Spiel ist für sie vorbei - für immer.

Ich weiss nämlich nicht was ich tu, wenn mir noch einmal ein Otto-Normalverbraucher überheblich sagt: Na, wenn die sanktioniert werden, dann müssen die halt mal eine Zeitlang von Sozialhilfe leben, das hat auch noch nie jemandem geschadet...:icon_neutral::icon_neutral:

Viele Grüße,
angel
Stimmt, den Inhalt dieses fehlenden Kärtchens kann sich niemand vorstellen, dass es diesen Zustand übergaupt geben könnte.
Es weiß ja auch fast niemand, dass sich die Zashl der jungen Obdachlosen drastisch erhöht hat - dank Hartz IV, eben weil für U25jährige keine Unterkunft bezahlt werden.
Ansonsten kann es jeden durch Kürzungen jederzeit treffen.
Selbst wenn Widerspruch eingelegt wird, wovon leben, Miete bezahlen, bei einer 100 prozentigen Kürzung?
Die Wenigsten haben das Glück, dass Verwandte oder Freunde ihenen in einer solch schweren Zeit beistehen, sie auch finanziell unterstützen können.
Neeeeeeeeee, Sozialhilfe gibt es dann leider nicht mehr.

Kaleika
 

Debra

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#7
Ich weiss nämlich nicht was ich tu, wenn mir noch einmal ein Otto-Normalverbraucher überheblich sagt: Na, wenn die sanktioniert werden, dann müssen die halt mal eine Zeitlang von Sozialhilfe leben, das hat auch noch nie jemandem geschadet...:icon_neutral::icon_neutral:
Na, die werden es dann auch bald merken, spätestens, wenn sie nachts nicht mehr sicher durch einen Park gehen können, ohne um den Inhalt ihrer Brieftasche erleichtert zu werden.
 
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#8
Ich kriege das mit dem download nicht hin, kann mir jemand mal helfen? 2. Versuch, weiß nicht wo der erste geblieben ist.
Brigitte
 

Bruno1st

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#12
Na, die werden es dann auch bald merken, spätestens, wenn sie nachts nicht mehr sicher durch einen Park gehen können, ohne um den Inhalt ihrer Brieftasche erleichtert zu werden.
Das wäre dann "Monopoly III - Raus aus dem Sumpf" - früher nannte man das Ich-AG :)))
Aber wieder im Ernst, da alle Politiker, usw. davn reden, daß man einfach selbst "schuld" hat und sich nur entsprechend engagieren muß, dann fliegen einem wieder die gebratenen Tauben in den Mund - dürfte dies eine Alternative zu ALG-II werden.
 
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#13
Danke Cigan& Ralf Hagelstein.
Tolle Idee mit dem Spiel,mal gucken ob der Pfarre das aushängt oder für unser Kirchenblatt übernimmt
Gruß aus Berlin
 

Kaleika

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#15
"Ihre Unterkunftskosten sind unangemessen hoch - ziehen Sie unter die Brücke und gehen Sie nicht über LOS!
Da bei der Verfolgungsbetreuung seitens der argen ARGEN unendliche Grausamkeiten schon lange nicht unvorstellbar sein können, sind die Ereigniskarten durchaus noch mit weiteren kreativen Vorschlägen zu ergänzen.

Mir fehlt dabei den Hinweis darauf, dass es aber auch Möglichkeiten gibt, sich zu wehren und auch Recht zu bekommen, dass es sich lohnt, sich zu wehren!

Aber die Hauptsache bleibt für mich, dass die Kirchenzeitungsleser vielleicht mal aufwachen und begreifen, was Hartz IV eigentlich für die Betroffenen bedeutet! Viel zu selten wird dies mal ehrlich vermittelt.

Kaleika
 
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#16
Hallo,Kaleika! Daß es sich lohnt sich zu wehren (auch wenns dauern kann) zeigt cidmutt "Wer hat Erfahrung mit SG."(Kann keine links,hab aber ECDL!!!)
Hier mein kreativer Beitrag: Unsere Recherchen haben ergeben, daß Sie 3 Katzen.1Dackel,2Kanichen,1Meerschwein sowie eine Maus(hinterm Gefrierschrank:icon_lol::icon_lol::icon_lol:)besitzen.Solange Sie uns nicht nachgewiesenhaben, daß Sie die alle aufgegessen haben, werden Ihre Leistungen um 132,?? OY (für Lebensmittel)monatlich gekürzt.
L G Brigitte
 

Neuerdings

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#17
[...]
Aber die Hauptsache bleibt für mich, dass die Kirchenzeitungsleser vielleicht mal aufwachen und begreifen[...]
Ja ist das hier ein Überraschungsei ? Das waren ja schon 2 (unmögliche) Dinge auf einmal:
woraus sollen Kirchenzeitungsleser überhaupt noch erwachen ?
Oblatenkoma ? Meßweindemenz ? Für die Jüngeren: Kirchentags-Hirnerweichung ? Lagerfeuer-Klampfenblues ?

Und dann noch "begreifen": so jetzt mit den Händen, oder was ? Hirnaktivitäten können doch kaum gemeint sein....

Was kommt als nächstes, um irgendwelche Postillenleser aufzurütteln ?
Brotverbot und Kuchenembargo für alle, per Ganzseiteninserat ausgerufen in der "Bäckerblume" ?

PR,
M.
 
E

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#18
@ Kaleika und @ Neuerdings

Wir sollten uns in diesem Fall wirklich nicht beschweren.

Unter Bremische Evangelische Kurche / Bremer Kirchenzeitung / "März-Ausgabe" finden wir auf den Seiten 18 und 19 das von Euch hochgelobte "Leben mit Hartz IV -(k)ein Spiel", das den interessierten Kirchenzeitungsleser in die Hartz-IV-Problematik einführt.

Wer sich die Mühe macht, das Kirchenblättchen nach weiteren, Hartz-IV-relevanten Beiträgen zu durchforsten, stößt via "Was sagt die Kirche zu ..." / Kritik an Hartz IV auf einen Artikel, der dem lesenden Kirchenvölkchen gut verständlich die "Verschärfung von Hartz IV" nahebringt.

Nicht genug damit, folgt dem Artikel eine Liste von wichtigen Unterzeichnern/innen, die der ganzen Problematik einen gewissen Nachdruck (und Glaubwürdigkeit) verleihen.

Das ist weit mehr, als uns sonst in christlichen Druckerzeugnissen geboten wird.

Daß Neuerdings die Abonnenten dieses Blattes am Ende seinen Beitrages als "irgendwelche Postillenleser" bezeichnet, halte ich für despektierlich und wenig dienlich für unser Anliegen.
 

meike.b

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#19
übrigens hat ein pfarrer aus bremen meiner besten freundin mal den ar*** gerettet, als dieser das portemonaie geklaut wurde, sie noch 2 wochen zu überbrücken hatte, und eben kein geld mehr auf den konto war (ist ja bei kontenpfändung nicht unüblich) da ist die frau des pfarrers losgezogen und hat für diese freundin einen großeinkauf gemacht, und dem sohn sogar noch ne tafel schoki gesponsort, damit die beiden überleben können. das erlebt man heute echt selten.
 

Kaleika

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#20
übrigens hat ein pfarrer aus bremen meiner besten freundin mal den ar*** gerettet, als dieser das portemonaie geklaut wurde, sie noch 2 wochen zu überbrücken hatte, und eben kein geld mehr auf den konto war (ist ja bei kontenpfändung nicht unüblich) da ist die frau des pfarrers losgezogen und hat für diese freundin einen großeinkauf gemacht, und dem sohn sogar noch ne tafel schoki gesponsort, damit die beiden überleben können. das erlebt man heute echt selten.
Das ist doch mal eine Form von praktizierter Nächstenliebe, wie sie vom Christentum - leider oft nur auf dem Papie - propagiert wird.

Nächstenliebe wird allgemein als Bereitschaft einer Person, ihren Mitmenschen zu helfen und Opfer für sie zu bringen, verstanden.[1] Selbstlose Hilfs- und Versöhnungsbereitschaft ist als menschliches Verhalten weltweit anzutreffen und in den meisten Religionen als ethisches Grundmotiv verankert.(...)
Nächstenliebe - Wikipedia

Kaleika
 
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#21
Guten Morgen,

gerade erst von diesem Monopoly-Spiel gelesen. Kann es aber leider nicht öffnen.

@ Ralf Hagelstein:

Dein PDF-Dokument verwandelt sich bei mir, wenn ich es abspeichern will, in ein GIF-Dokument. ???

Direkt öffnen kann ich es auch nicht, obwohl ich den Adobe Reader 9 habe.

Kannst Du mir helfen?
 

Nova Swesta

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#22
Das ist doch mal eine Form von praktizierter Nächstenliebe, wie sie vom Christentum - leider oft nur auf dem Papier - propagiert wird.
Kaleika
Kaleika, ich mag Deinen bissigen Humor.
Bei uns in der tiefsten Provinz gibt es von Seiten der EKD aber keinerlei
Hilfe, nur ein "tief ins Gewissen Reden" endlich eine Arbeit zu finden.

Aber hilfbereit ist die Kirche zeitweilig schon...gegen Bezahlung.
Die haben an meinen ->Zwangsmassnahmenträger, kichliche
Räumlichkeiten am Stadtrand (zeitweilig) vermietet.
Also: "Tu UNgutes meine Tochter - und verdiene daran."

Gab es zwischenzeitlich aber nicht lange, weil so jüngere
angehende Nach-mach-muss-Hauptschüler aus dem "25"
Nachbarkurs, den Omas von der Kirchgemeindein der
anliegenden Küche SALZ statt ZUCKER in die christlich-
mitmenschlichen Zuckerstreuer getan haben. :icon_klatsch:

Da waren die aber schon böse, wenn es um das gesellige
christliche Oma-Kaffeetrinken geht...nix von "Feindesliebe" :icon_evil:
 

Kaleika

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#24
Kaleika, ich mag Deinen bissigen Humor.
Bei uns in der tiefsten Provinz gibt es von Seiten der EKD aber keinerlei
Hilfe, nur ein "tief ins Gewissen Reden" endlich eine Arbeit zu finden.
Danke für die Disteln, äh die BLumen...!

Ja, die Kirche und ihre diversen Organisationen waren schon immer gut darin, an der Armut zu verdienen, nicht zuletzt durch Ein-Euro-Jobs. Aber natürlich in Wirklichkeit nur aus reiner Nächstenliebe und Barmherzigkeit...

Kaleika
 

ela1953

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#28
wenn du die Kirchenzeitung siehst, musst du ganz vorsichtig bis auf die Seite 19 scrollen. Dort kannst du dir die Spielkarten anschauen.

Das direkte Spiel ist da nicht zum runterladen.
 

gerda52

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#29
ela1953 sagte :
Das direkte Spiel ist da nicht zum runterladen.
Richtig.

Auch Ralf Hagelstein hatte in seinem Beitrag #10 nur eine Kopie des Berichts als PDF eingestellt. ; )
 
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