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Mögliche Folgen eines Besuches+Gespräch beim Sozialamt wegen Beratung zum weiteren Leben

T

totenkopf

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo, liebe Leute,

ich habe mal ein spezielles Anliegen, welches das Sozialamt betrifft.

Ich habe vor, mich mal dort hin zu begeben und mit meiner Sachbearbeiterin ein Gespräch zu führen, welches mein weiteres Leben und eine mögliche berufliche Planung für die Zukunft betrifft.

Dazu würde mich interessieren, was geschehen kann, wenn die Dame mich sieht. Denn wir haben uns persönlich noch nie gesehen. Dies begründet sich darin, das ich bis Oktober 2017 einen Betreuer für Behördenangelegenheiten hatte, der sich um den Papierkram kümmerte und auch den Grundsicherungsantrag stellte.

Ich persönlich sehe sehr gesund und fit aus, auch finde ich mich überall ohne Probleme zurecht und auch das Sprechen mit fremden Personen ist ohne Schwierigkeiten möglich.

Die Frage meinerseits wäre, würde die Sachbearbeiterin vielleicht auf die Idee kommen, das meine dauerhafte volle Erwerbsminderung nicht mehr vorliegen könnte und vielleicht Schritte zur Überprüfung meiner Erwerbsfähigkeit einleiten( Ersuchen an DRV)?Wegen ihres persönlichen Eindruckes?

Weitere Frage, bin ich verpflichtet, dem Sozialamt die Tatsache mitzuteilen, das ich seit über 2,5 Jahre keine Symptome mehr habe und auch keinerlei Medikation mehr erhalte. Auch mein Psychiater geht davon aus, das die Erkrankung ausgestanden ist. Dies wären doch Änderungen in den persönlichen Verhältnissen, oder?

Vielen Dank für die Antworten

MlG

totenkopf

:icon_surprised:
 
T

totenkopf

Gast
  Th.Starter/in  
#2
Hallo,

also ich war beim Sozialamt und die Damen dort sind sind sehr erstaunt gewesen, das ich bei ihnen als dauerhaft voll erwerbsgeminderter Empfänger von Grundsicherung gelistet bin.

Sie haben mich halt davor noch nie persönlich gesehen, weil damals alles amtliche mein Betreuer gemacht hat.

Dann haben wir uns über Möglichkeiten unterhalten, die meinen weiteren Lebensweg betreffen. Leider ist es nach den Aussagen der Sachbearbeiterinnen nicht möglich, irgend etwas für mich zu tun, außer mir meine Grundsicherung zu überweisen.

Sogar bei Arbeitsaufnahme würde die DRV auf ihrer Entscheidung bestehen, das ich dauerhaft voll erwerbsgemindert bin. Die Damen bedauerten, aber es kann nichts in meiner Richtung getan werden.

Tja, nun bin ich am Ende meiner Hoffnungen. Keine Möglichkeit, aus dieser Misere herauszukommen, das nennt sich dann Sozialstaat. Da muss ich dann wohl den Rest meines Lebens einen auf Sozialfall machen.

MlG

totenkopf
 

Watch

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#3
Wenn du eine Arbeit aufnimmst, und mehr als 15 Stunden pro Woche arbeitest, dann denke ich nicht, daß du weiter erwerbsunfähig bleiben wirst. Du trittst ja damit geradezu den Beweis dafür an, daß du arbeitsfähig bist. Also, wenn du mehr als 15 Std./Woche arbeitest, denke ich schon, daß dein Status aufgehoben wird.

Die Frage ist, ob du das willst? Denn solltest du nach einiger Zeit wieder krank werden, dann wirst du wohl den ganzen Bohei wieder durchlaufen müssen.

Warum willst du eine Arbeit suchen? Um mehr Geld zu bekommen, oder weil du dich nutzlos fühlst?

Wenns letzteres ist, würde ich über gemeinnützige Arbeit nachdenken. Viele Leute und Vereine suchen Helfer.
 

cibernauta

Elo-User/in
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454
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#4
Hallo totenkopf,

Beim Jobcenter (Alg-II) würdest du "Unterstützung" bekommen in Form von Bewerbungskosten, Maßnahmen etc., aber auch in die Pflicht genommen oder unter Druck gesetzt, alles Mögliche zu tun, um Arbeit zu finden.

Besser wäre es, direkt eine Arbeit zu suchen, was natürlich nicht leicht ist, wenn du lange aus dem Arbeitsmarkt raus bist. Solltest du eine Beschäftigung finden und mehr als drei Stunden am Tag ausüben, müsste das Sozialamt dich eigentlich ans JC verweisen, sofern du noch Ansprüche hast.

Übrigens gibt es auch sowas wie Rehawerkstätten, die auf eine Wiedereingliederung vorbereiten oder Maßnahmen zur Überprüfung der Arbeitsmarktfähigkeit. Da müsste man klären wer dafür Leistungeträger ist. Oft sind es die übergeordneten Sozialhilfeträger (Landschaftsverbände). Du kannst dazu direkt die Maßnahmeträger ansprechen, die dir auch bei der Antragstellung helfen sollten. Auch den Integrationsfachdienst kannst du mal ansprechen.

Lass dich nicht entmutigen, Möglichkeiten gibt es immer.

Gruß
 
T

totenkopf

Gast
  Th.Starter/in  
#5
Hallo,

nutzlos nicht so sehr, weil ich immer wieder kurzzeitig etwas tue. Jedoch ohne Entgelt, mal für den Tierpark Schilder gebaut oder in der stadteigenen Bildungsfirma aufgeräumt und anderes.

Mich stört dabei jedoch, das die "Hartzer" für die selbe Tätigkeit 1,50 Euro die Stunde erhalten, anrechnungsfrei zusätzlich zu Hartz und ich mache das eben finanziell umsonst.
Neidisch bin ich nicht, sondern ich gönne den guten Männern diesen Zuverdienst. Nur finde ich das doch schon etwas ungerecht.

Es geht mir natürlich auch um das Geld, denn 1050 Euro sind nun mal mehr wie rund 700 Euro.
Nur finde mal hier Arbeit, besonders mit dem Status als dauerhaft voll erwerbsgemindert. Meine Stadt ist nicht groß und umziehen kann ich aus finanziellen Gründen nicht.

Ungelernt, keinen Führerschein, zahlreiche Kenntnisse aber keine Nachweise, keine Möglichkeit der Weiterbildung wegen zu wenig Geld, keine Arbeit= so sieht das Ende aus und das als Mann mit 43.

Hier in der Stadt haben wir nur eine Lebenshilfewerkstatt mit Schwerpunkt auf geistige Einschränkungen--also für mich mit früherem psychischen Problem leider nichts. Bin ja vor etwas über einem Jahr dort wieder ausgestiegen, weil es eben sehr anstrengend mit den geistig eingeschränkten Menschen war. Und als Kind wollte ich mich auch nicht behandeln lassen.

Wie man sehen kann: Sozialfall für immer, das kann es doch nicht sein , oder? Laut Arzt wieder gesund und dann diese Perspektive.

Nachtrag: Ehrenämter ist auch so eine Sache in Bezug auf Arbeitszeit und der Aufwandsentschädigung. Bei denen, wo ich mich vorstellte, war es rund 4 Stunden am Tag 5 Tage die Woche und das für rund 120-130 Euro im Monat.


MlG

totenkopf


PS: Möglichkeiten im 4.Kapitel des 12. Sozialgesetzbuches? So, wie ich es bisher erfahren habe, ist da nichts mehr. Trotzdem danke.
 

Fabiola

VIP Nutzer/in
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#6
Mich stört dabei jedoch, das die "Hartzer" für die selbe Tätigkeit 1,50 Euro die Stunde erhalten, anrechnungsfrei zusätzlich zu Hartz und ich mache das eben finanziell umsonst.
Mal abgesehen von der Gerechtigkeitsfrage:
Diese 1,50€ ist kein Zuverdienst sondern eine Auwandsentschädigung. Aufwand für Fahrtkosten, Essen außer Haus und dgl.
Würde Dir diese Tätigkeit vergütet werden, müsstest Du das als Einnahme beim Grundsicherungsamt melden und dürftest nur 30€ behalten - der Rest würde auf Deine Leistungen angerechnet. Möglicherweise könntest Du noch Fahrtkosten absetzen (?), das wars dann aber auch schon.

Ich meine mich nebulös zu erinnern, dass es bei EM-Rente möglich sei, Arbeitsversuche zu starten ohne sofortige Einbuße der Rente. Frag doch mal bei einer DRV-Beratungsstelle nach - oder bei einem Versicherungsältesten. Laß Dir die Auskünfte zu Deiner eigenen Sicherheit schriftlich geben oder lass Dir die §§ und Rechtsgrundlagen zum selbst nachlesen nennen.

Hier mal zwei Links

https://www.deutsche-rentenversiche...elbstverwaltung/versichertenberater_node.html

https://www.deutsche-rentenversiche..._vor_ort/04_versichertenaelteste_berater.html
 
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totenkopf

Gast
  Th.Starter/in  
#7
Hallo,

Fabiola, die DRV hat mit mir nichts zu tun, denn ich beziehe keine Erwerbsminderungsrente. Ich erhalte nur Grundsicherung bei Erwerbsminderung vom Sozialamt.

Ich habe es schon bei der DRV versucht, aber die sind für mich eben nicht zuständig.

Dennoch, danke für Deine Links.

MlG

totenkopf
 

RoxyMusic

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#8
Vllt könntest du hier eine Möglichkeit finden:

https://www.bundesfreiwilligendienst.de/der-bundesfreiwilligendienst/oft-gestellte-fragen.html
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hansklein

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#9
Sogar bei Arbeitsaufnahme würde die DRV auf ihrer Entscheidung bestehen, das ich dauerhaft voll erwerbsgemindert bin
Wer hat dir diesen Unsinn verzapft? Das dem nicht so ist, hab ich schwarz auf weiß.

Ich war auf unbegrenzte Zeit voll erwerbsgemindert eingestuft von der DRV. Selbstverständlich ist man dann, weil ich in meinem Alter (Ü49) noch nicht genügend eingezahlt habe, auf staatliche Gelder angewiesen.

Ich habe mir einen etwas unter 6 Std. tgl. Job gesucht um nicht mehr auf staatliche Hilfe angewiesen zu sein - kurze Zeit danach bekam ich die Rückstufung auf Teilerwerbsminderung, zwischen 3-6 Std.

Niemand hindert dich daran, dir eine Arbeitsstelle zu suchen, wenn du dir das zutraust - ich kenne auch kein Gesetz das dieses verbieten würde. Allerdings verzichtet man dann nat., weil eigenes Einkommen zur Verfügung steht, zum Teil oder ganz auf die staatlichen Leistungen, je nach Höhe des Einkommens - und wird gegebenenfalls wieder zum "Jobcenter Fall", falls das Einkommen nicht reicht... Ob man im Fall dessen, das man den Job dann doch nicht schafft, wieder problemlos als voll Erwerbsgemindert eingestuft wird, kann ich dir nicht sagen, das steht wohl eher in den Sternen...

Noch vergessen: Nen Job suchen musst du dir ohne Hilfe, weil dafür ist, solange du voll erwerbsgemindert eingestuft bist, nat. keiner zuständig außer dir selbst. Und dazu: als EM-Rentner darfst du nat. hinzuverdienen, allerdings würde das bei Rentenzahlungen die Höhe deiner Rente beeinflussen - gegebenenfalls sogar die Rente komplett wegfallen lassen, was aber für dich als nicht Rentenempfänger wahrscheinlich schwerwiegender wäre - Das Sozialamt würde dir das Einkommen anrechnen und nat. gegenenfalls abziehen, wenn du über die erlaubten Grenzen kommst.
 
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totenkopf

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#10
Wer hat dir diesen Unsinn verzapft? Das dem nicht so ist, hab ich schwarz auf weiß.
Hallo, hansklein,

danke dafür. Frage an Dich wäre, wie lange war bei Dir die kurze Zeit, bis Du auf teilerwerbsgemindert hochgestuft worden bist?
Lief das mit Gutachten oder nach Akte?

MlG

totenkopf
 
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hansklein

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#11
Die Rückstufung kam ungefähr 8-9 Monate nach dem rückwirkenden Erstbescheid, ca. 3 Monate nach Arbeitsaufnahme, weil ich der DRV die Arbeitsaufnahme mitteilte, wozu man verpflichtet ist. Das ging ganz ohne Gutachten. Ausschlaggebend war die Tätigkeit unter 6 Std., über 6 Std. hätte ich früher oder später, was auch verständlich ist, eine komplette Rückstufung erhalten.

Es soll eine "Wartezeit" von 2 Jahren geben, bis die DRV einem den Status komplett wegnimmt, falls man wieder "normal" arbeiten geht. Ich hab davon aber nur gelesen, im Zweifel müsste man bei der DRV nachhaken ob das so ist.

Ich hab meinen Post 1 höher nochmal editiert, wenn du nicht soviel verdienst, das du aus dem Sozialbezug rauskommst, gelten leider die Zuverdienstgrenzen des Sozialamtes. Und die sind, soweit ich informiert bin, nicht besonders hoch, das heißt, wenn du zuviel verdienst, zahlen die weniger aus, logo.
 

cibernauta

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#12
Nur finde mal hier Arbeit, besonders mit dem Status als dauerhaft voll erwerbsgemindert.
...

Hier in der Stadt haben wir nur eine Lebenshilfewerkstatt mit Schwerpunkt auf geistige Einschränkungen--also für mich mit früherem psychischen Problem leider nichts.
Das steht dir ja nicht auf die Stirn geschrieben. Du musst schon selbst initiativ werden und dir Unterstützung suchen. Auf dem Silbertablett wird man dir keinen passenden Job und keine Qualifizierung anbieten. In der Umgebung gibt es vielleicht weitere Angebote, zur Not auch als Wochendpendler?


Ich hab meinen Post 1 höher nochmal editiert, wenn du nicht soviel verdienst, das du aus dem Sozialbezug rauskommst, gelten leider die Zuverdienstgrenzen des Sozialamtes. Und die sind, soweit ich informiert bin, nicht besonders hoch, das heißt, wenn du zuviel verdienst, zahlen die weniger aus, logo.
Sobald die magische Grenze von 3 Stunden täglich überschritten ist, könnte er mit Alg-II aufzustocken mit den entsprechenden Freibeträgen auf Erwerbseinkommen.

Die Jobcenter lassen solche "Fälle" dann mit Vermittlungsaktivitäten in Ruhe, sobald die Integration in den Arbeitsmarkt festgestellt ist.
 
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