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Mögliche Förderungen bei Probearbeit

lina laune

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#1
Hallo,

ich beziehe momentan ALG 1 und habe jetzt ein Jobangebot erhalten. Die Firma möchte mich zum 01.08. einstellen. Am Telefon hatten wir über ein oder zwei "Schnuppertage" vorab gesprochen, jetzt habe ich das konkrete Angebot bekommen und plötzlich wollen die 14 Tage vor dem eigentlichen Vertragsbeginn. Das kläre ich aber noch.

Was mich eigentlich interessiert: Die Arbeitsstelle wäre knapp 200 km entfernt von meinem jetztigen Wohnort. Kann ich da bei der Agentur für Arbeit Förderung/Beihilfe etc. beantragen? Für Fahrt und Unterkunft z.B.? Und wie sieht es aus mit dem späteren Umzug? Der Umzug wäre ja jobbedingt, kann ich da etwas beantragen?

Vielen Dank vorab!
 
G

Gast1

Gast
#2
Hi lina laune,

schau mal in diese beiden Paragrafen des SGB III:

SGB 3 - Einzelnorm

SGB 3 - Einzelnorm

Beachte bitte, dass in beiden Paragrafen das Wort "können" verwendet wird. Bedeutet, dass es sich hier um so genannte Kann-Leistungen handelt. Oder anders gesagt: die Agentur für Arbeit kann die von Dir gewünschten Leistungen bewilligen, muss es aber nicht.

Ich würde die von Dir gewünschten Leistungen schriftlich gegen Eingangsbestätigung bei der Agentur für Arbeit beantragen, nur so hast Du einen Nachweis, dass Du einen entsprechenden Antrag gestellt hast.
 

Caso

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#3
ich beziehe momentan ALG 1 und habe jetzt ein Jobangebot erhalten. Die Firma möchte mich zum 01.08. einstellen. Am Telefon hatten wir über ein oder zwei "Schnuppertage" vorab gesprochen, jetzt habe ich das konkrete Angebot bekommen und plötzlich wollen die 14 Tage vor dem eigentlichen Vertragsbeginn. Das kläre ich aber noch.!
Klär das bitte so, daß du Probezeit innerhalb des Beschäftigungsverhältnisses bekommst. Schnuppertage sind Käse.
Wenn was innerhalb der Probezeit nicht paßt, kann jeder kündigen.
Was mich eigentlich interessiert: Die Arbeitsstelle wäre knapp 200 km entfernt von meinem jetztigen Wohnort. Kann ich da bei der Agentur für Arbeit Förderung/Beihilfe etc. beantragen? Für Fahrt und Unterkunft z.B.? Und wie sieht es aus mit dem späteren Umzug? Der Umzug wäre ja jobbedingt, kann ich da etwas beantragen?
Beantragen kann man immer was;-)
Wenn es ein unbefristeter und sv-pflichtiger Job ist, KANN die AfA aus dem Vermittlungs-Budget § 44 SGB III fördern.
Umzug vielleicht nach Ende der Probezeit---vielleicht.
In der Probezeit vielleicht Fahrtkosten oder eine befristete Unterkunft am Arbeitsort.
 

Fritz Fleißig

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#4
ich beziehe momentan ALG 1 und habe jetzt ein Jobangebot erhalten. Die Firma möchte mich zum 01.08. einstellen. Am Telefon hatten wir über ein oder zwei "Schnuppertage" vorab gesprochen, jetzt habe ich das konkrete Angebot bekommen und plötzlich wollen die 14 Tage vor dem eigentlichen Vertragsbeginn. Das kläre ich aber noch.
Merkst du was? Man sucht dort anscheinend eine kostenlose Arbeitskraft für 14 Tage. Und wenn die Zeit um ist, darf der/die Dumme wieder gehen, weil es sich die Firma mit dem Vertrag anders überlegt hat. Oder die Vertragsbedingungen sind plötzlich wesentlich schlechter als angekündigt.

Probearbeit gibt es sowieso nicht. Dafür ist, wie schon mein Vorschreiber erwähnt hatte, eigentlich die Probezeit zu Beginn eines Arbeitsvertrages vorgesehen. Die wird voll bezahlt, es besteht ein ordnungsgemäßer Arbeitsvertrag, und dieser ist auch von beiden Seiten kurzfristig kündbar.

Etwas anderes wäre es allenfalls, wenn du dich in den Tagen dort nur im Betrieb umschauen und einen besseren Eindruck gewinnen sollst (sogenanntes "Einfühlungsverhältnis"), aber nicht arbeitest, die Sache jederzeit beenden kannst und keinerlei Weisungsrecht des Arbeitgebers unterliegst. Das wird aber gerade nicht gemeint sein.

Und dafür noch 200 km weit fahren? Überlege es dir gut, ob diese Stelle tatsächlich so gut und ein Arbeitgeber mit solchen Anwerbemethoden wirklich seriös sein mag.

Auf die Förderung aus dem Vermittlungsbudget wurde auch schon hingewiesen. Solltest du so eine "Probearbeit" tatsächlich machen wollen - wovon ich dir aus den genannten Gründen abraten würde -, mußt du dir dies unbedingt vorher von der Arbeitsagentur genehmigen lassen, da du sonst während dieser Zeit nicht der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehst und keinen Anspruch auf ALG hättest.
 

lina laune

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#5
Danke!

Die 200 km sehe ich nicht als problematisch, da ich örtlich nicht gebunden bin. Ich habe jetzt mit dem potentiellen Arbeitgeber gesprochen und sie sagen, dass die 14 Tage eigentlich eher gut für mich sind. Und ein bisschen sehe ich das auch so. So habe ich 14 Tage Zeit, mir alles anzuschauen, bevor ich, wirklich loslege und mir eine Wohnung suche etc - denn Probezeit hin oder her, wenn ich einen Mietvertrag unterschreibe, dann möchte ich den nicht nach 4 Wochen schon wieder kündigen müssen. Daher ist es eigentlich eine gute Zeit für beide. Probezeit wird aber natürlich trotzdem vereinbart. An der Seriösität des Arbeitgebers zweifele ich erstmal nicht. Das mag blauäugig sein, aber grundsätzlich unterstelle ich erstmal nur Gutes.

Das mit dem "14 Tage für lau arbeiten" kann natürlich passieren (der BR muss der Anstellung noch zustimmen, was natürlich die beste Ausrede ist, wenn es am Ende doch nichts wird). Da ich aber Quereinsteigerin in dem Gebiet bin und bisher noch wenig Ahnung habe, holen die sich mit mir nicht wirklich eine Fachkraft ins Haus. Daher bin ich erstmal noch optimistisch.

Die Info, dass ich etwas beantragen "kann" ist schon mal besser als "nee, gibt nix, ist alles mit ALG 1 abgegolten" ;-)
 

Caso

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#6
Die 200 km sehe ich nicht als problematisch, da ich örtlich nicht gebunden bin. Ich habe jetzt mit dem potentiellen Arbeitgeber gesprochen und sie sagen, dass die 14 Tage eigentlich eher gut für mich sind. Und ein bisschen sehe ich das auch so. So habe ich 14 Tage Zeit, mir alles anzuschauen, bevor ich, wirklich loslege und mir eine Wohnung suche etc - denn Probezeit hin oder her, wenn ich einen Mietvertrag unterschreibe, dann möchte ich den nicht nach 4 Wochen schon wieder kündigen müssen. Daher ist es eigentlich eine gute Zeit für beide. Probezeit wird aber natürlich trotzdem vereinbart. An der Seriösität des Arbeitgebers zweifele ich erstmal nicht. Das mag blauäugig sein, aber grundsätzlich unterstelle ich erstmal nur Gutes.

Das mit dem "14 Tage für lau arbeiten" kann natürlich passieren (der BR muss der Anstellung noch zustimmen, was natürlich die beste Ausrede ist, wenn es am Ende doch nichts wird). Da ich aber Quereinsteigerin in dem Gebiet bin und bisher noch wenig Ahnung habe, holen die sich mit mir nicht wirklich eine Fachkraft ins Haus. Daher bin ich erstmal noch optimistisch.

Die Info, dass ich etwas beantragen "kann" ist schon mal besser als "nee, gibt nix, ist alles mit ALG 1 abgegolten" ;-)
Offenbar merkst du leider nix.
14 Tage Probe-Arbeit---ist nicht gut für dich.
14 Tage kann die Probe-Zeit dauern (oder auch länger)---das ist gut für dich.
Dann hast du ab 1.8. einen Job---man kann schauen, was draus wird.
Eine Fachkraft??? Wenn sie eine solche brauchen würden, hätten sie doch DICH gar nicht genommen.
Sag mal, bist du wirklich so naiv?

Wirklich seriöse Firmen holen sich keine Quereinsteiger für 14 Tage Schnupperarbeit. Geschnuppert wird während der Probezeit! Und bezahlt auch.
Da macht schon der BR nicht mit. Und die Agentur---die auch nicht!

Wo würdest du denn in den 14 Tagen wohnen? Oder wer zahlt dir die Unterkunft?
Warum läßt du dir nicht erst mal ein Arbeitsvertrags-Angebot zukommen?
 
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