Möchte mich weiterbilden, ArGe zahlt Kurs nicht

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desperado

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Hallo allerseits!

Folgendes Problem: ich habe letztes Jahr im Sommersemester mein Studium beendet und bin seitdem arbeitslos (nicht zuletzt wegen der Rezession). Momentan beziehe ich ALG II. Ich würde gerne einen Fortbildungskurs absolvieren, bekomme diesen von der ArGe aber nicht genehmigt (Begründung: überqualifiziert). Die Arbeitsagentur allerdings würde mir den Kurs zahlen, allerdings müsste ich dann zuerst aus dem ALG II raus. Das hieße wiederum, dass ich während der Kursdauer von insgesamt acht Monaten meinen Lebensunterhalt selbst bestreiten müsste, inklusive Krankenkasse. Das kann ich mir einfach nicht leisten. Beiträge für die Rentenversicherung werden auch nicht gezahlt.

Hat jemand von euch vielleicht einen Tipp für mich, wie ich vielleicht doch noch zu meinem Kurs komme? Habe allein in diesem Jahr schon über 30 Bewerbungen geschrieben und bin langsam am Verzweifeln. :frown:
 
E

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Hast du die gewünschte Fortbildung schriftlich beantragt und hast du ebenso auf einem begründeten schriftlichen Ablehnungsbescheid bestanden? Oder ist das alles nur die mündliche Meinung/Begründung des Sachbearbeiters gewesen?

Falls bislang alles nur formlos gelaufen ist, dann reiche deinen Antrag bitte samt genauer Begründung (bisherige Bemühungen erfolglos, Fortbildungskurs würde dir dabei helfen, aus der Hilfsbedürftigkeit herauszukommen) schriftlich ein und verlange bei Verweigerung einen schriftlichen Bescheid. Das ist dein gutes Recht.

Mit dem Begriff "überqualifiziert" habe ich so meine begrifflichen Schwierigkeiten. Man kann ja verstehen, daß jemand für eine bestimmte Tätigkeit nicht ausreichend qualifiziert ist, aber daß jemand "zuviel weiß"?

Das Hauptproblem wird allerdings sein, daß Fortbildungen eine Kann-Leistung sind, auf die kein Rechtsanspruch besteht, sondern nur ein Anspruch auf eine korrekte Ermessensentscheidung.
 

desperado

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Hallo gurkenaugust,

vielen Dank für Deine Antwort!

Bislang lief alles mündlich ab. Werde den Antrag auch noch einmal schriftlich einreichen.

Was die Überqualifizierung angeht: möglicherweise vertritt die ArGe die Ansicht, dass jemand mit einem abgeschlossenen Studium einen Job finden sollte und ist nicht bereit, hier für Weiterbildung Geld zu investieren.
 

Arania

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Nicht nur, es kommt auch auf den Kurs selber an
 

Arania

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Okay, das genau habe ich damit gemeint
 
E

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Gast
Grundsätzlich werden nur Kurse gefördert, die für eine Förderung durch Bildungsgutschein zugelassen sind.
(vgl. Kursnet)
https://infobub.arbeitsagentur.de/kurs/index.jsp

Ist das bei Deinem Kurs der Fall?
Dein Link funktioniert nicht:Die Anwendung steht zur Zeit leider nicht zur Verfügung. Grund dafür können technische Probleme oder Wartungsarbeiten sein.
Wir bemühen uns, Ihnen die Anwendung schnellstmöglich wieder zur Verfügung zu stellen
. Ihre BA


LG :icon_smile:
 
E

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Gast
Dein Link funktioniert nicht:Die Anwendung steht zur Zeit leider nicht zur Verfügung. Grund dafür können technische Probleme oder Wartungsarbeiten sein.
Wir bemühen uns, Ihnen die Anwendung schnellstmöglich wieder zur Verfügung zu stellen
. Ihre BA


LG :icon_smile:

Jaaaa, er geht doch, er geht doch, er geht doch....:icon_razz:
 

druide65

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Hast du die gewünschte Fortbildung schriftlich beantragt und hast du ebenso auf einem begründeten schriftlichen Ablehnungsbescheid bestanden? Oder ist das alles nur die mündliche Meinung/Begründung des Sachbearbeiters gewesen?

Falls bislang alles nur formlos gelaufen ist, dann reiche deinen Antrag bitte samt genauer Begründung (bisherige Bemühungen erfolglos, Fortbildungskurs würde dir dabei helfen, aus der Hilfsbedürftigkeit herauszukommen) schriftlich ein und verlange bei Verweigerung einen schriftlichen Bescheid. Das ist dein gutes Recht.

Mit dem Begriff "überqualifiziert" habe ich so meine begrifflichen Schwierigkeiten. Man kann ja verstehen, daß jemand für eine bestimmte Tätigkeit nicht ausreichend qualifiziert ist, aber daß jemand "zuviel weiß"?

Das Hauptproblem wird allerdings sein, daß Fortbildungen eine Kann-Leistung sind, auf die kein Rechtsanspruch besteht, sondern nur ein Anspruch auf eine korrekte Ermessensentscheidung.


Schriftliche Begründung= Mündliche Begründung.
"Es stehen keine Mittel dafür zur Verfügung"
Es letzte Woche wieder selber erlebt.

Und der Witz an sich....

Im November wurde ich noch zur einer Bildungsmesse "eingeladen" wo mir die Schlipsträger vom Arbeitgeberservice meiner ARGE erzählten..."Weiterbildung?Kein Problem.Mittel stehen für 2009 ausreichend zur Verfügung.Wenden sie sich am besten an ihren Arbeitsberater"

Was ich auch getan habe,mit entsprechenden Infomaterial von zertifizierten Träger und entsprechende Vermittlungsprognosen derer im Gepäck.

Bestätigt wurde mir auf der Bildungsmesse auch Lokale Medienberichte das meine ARGE für 2009 13,5 Millionen nur für Weiterbildungen zur Verfügung hätte.

Und wenn ich dann paar Wochen später höre "Keine Mittel zur Verfügung" komme ich mir schon sehr verarscht vor.:icon_evil:
 

Sonntagsmaja

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Und wenn ich dann paar Wochen später höre "Keine Mittel zur Verfügung" komme ich mir schon sehr verarscht vor.:icon_evil:

Nicht nur Du.
Mein Erfahrungen diesbezüglich: Wenn man selbst etwas will UND es obendrein noch sinnvoll ist, lehnt die ARGE das ab. Gründe sind austauschbar und immer die gleichen...."Gibts nicht"..."In Ihrem Alter nicht mehr".... "zu teuer"..ect. ect. pp.

Aber will man etwas nicht, z.B. das 8. Bewerbungstraining, PC für Anfänger als IT-ler oder den Grundqualifizierungskurs Lesen-Schreiben-Rechnen-Körperpflege für Leute mit ABI und abgeschlossenem Studium, tja dann.....ist das natürlich gaaaanz was anderes. Da wird man mit dem Gesülze von "hinterher bessere Chancen" gerne und immer wieder reingestopft. Die Kosten? Egal natürlich:icon_neutral:

Mir hat mal eine FM wortwörtliche gesagt: "Weiterbildung ist ja so wichtig! Aber kosten darf sie eben nichts.":icon_neutral::icon_neutral:

Ich denke, das muß man nicht extra kommentieren.....
 
E

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Gast
...Wenn man selbst etwas will UND es obendrein noch sinnvoll ist, lehnt die ARGE das ab. Gründe sind austauschbar und immer die gleichen...

Das hängt m.E. weniger mit deren Kompetenz als mit deren 'neuer' Macht zusammen. Man gibt dem eHb ganz offen zu verstehen, wer der Boss im Hause ist. Frei nach dem Motto: "DU machst, was ICH will."
 

Jean

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Hallo!

Ich bin ebenfalls ein erwerbsloser Akademiker (39) und habe meine zuständige Sachbearbeiterin im Hochschulteam der Bundesagentur für Arbeit dazu bringen können, das wir in der Eingliederungsvereinbarung schriftlich festhalten, das ich mir binnen der nächsten 6 Monate - neben der üblichen Stellensuche - auch eine „berufliche Weiterbildung“ suche!

Hintergrund dazu: Ich habe der Dame plausibel machen können, dass ich als Architekt betriebswirtschaftliche Kenntnisse benötige, die für eine Rückkehr in den 1. Arbeitsmarkt erforderlich sind. Nachdem die Suche nach einer beruflichen Weiterbildung nun schriftlich in meiner Eingliederungsvereinbarung zu finden ist, habe ich die örtliche IHK angeschrieben und mir Angebote von Weiterbildungsmaßnahmen kommen lassen, die mit meinem Ausbildungshintergrund in Frage kommen würden.

Im Angebot stehen u. a.:
- Technischer Fachwirt (IHK)
- Fachwirt / Facility Management (IHK)
- Wirtschaftsfachwirt (IHK)

Ich habe mir von der IHK bescheinigen lassen, dass ich alle beruflichen Voraussetzungen für diese Weiterbildungen mitbringe. Die Überprüfung der IHK hat ergeben, dass ich aufgrund einer mehr als 8-jährigen Tätigkeit in einem Architekturbüro das „operative Tagesgeschäft der Geschäftsleitung“ unterstützt habe (stand im Zeugnis meines ehemaligen Arbeitgebers). Obwohl ein Fachwirt in der Bildungspyramide die Meisterklasse darstellt und ich mit FH-Diplom bereits eine Ebene darüber bin, halte ich die Weiterbildung zu einem Fachwirt für sinnvoll, denn über diesen Weg wird aus einem Architekten auch ein Kaufmann, der vielseitiger eingesetzt werden kann.

Mit den Ergebnissen der IHK konfrontierte ich meine Fallmanagerin und beantragte eine „allgemeine Kostenübernahme für eine Weiterbildung zum Fachwirt (IHK)“. Sie schrieb zurück, dass ich ein Kursziel und einen dazugehörigen Bildungsträger aus dem Angebot von KURSNET wählen soll. Mit den Unterlagen über Dauer, Kosten und Ziele der Weiterbildung soll ich mich wieder an die Fallmanagerin wenden, um die Weiterbildung praktisch durchführen zu können. Nach 2 Zusagen durch die BA, eine davon sogar schriftlich verankert in der aktuellen Eingliederungsvereinbarung, wird der Leistungsträger meine Weiterbildung wohl genehmigen und es geht nur noch darum, wer als Bildungsträger unter KURSNET der günstigste aller Anbieter ist.

Aufgrund der Eingliederungsvereinbarung wurde aus der „Kannleistung“ eine Pflichtleistung für den Leistungsträger, denn die Vereinbarungen sind beiderseits verbindlich. Wer das – natürlich immer nur im Einzelfall – nicht schriftlich erhält, der ist auf das Ermessen der Zuständigkeit angewiesen und das bedeutet, das Weiterbildungen auch abgelehnt werden können. Wichtig für jede Maßnahme, Forderung oder Wünsche sind deshalb schriftliche Vereinbarungen, die aus der Eingliederungsvereinbarung hervorgehen. Da viele Sachbearbeiter ihre Kunden nicht individuell beraten können (aus Zeitgründen) und nicht alle Wege einer Weiterbildung kennen, ist es immer hilfreich, wenn man als „Kunde“ weiß, was man möchte und entsprechend der Ziele der BA auch die eigenen Interessen aufzeigt. Letztendlich gibt es auch für Akademiker sinnvolle Förderprogramme, die durch Weiterbildungsmaßnahmen eine Rückkehr in den 1. Arbeitsmarkt begünstigen und zugleich den Kunden der BA zufrieden stellen. Die sinnlosen Bewerbungsseminare habe ich längst hinter mir. Nun steht eine wirkliche Weiterbildung bevor, die kaufmännische Kenntnisse vermittelt, die ich als Architekt jederzeit gebrauchen kann – auch für den Fall einer Selbstständigkeit.

Eine Umschulung würde natürlich abgelehnt werden, aber ein Abschluss zum Fachwirt (IHK) ist eine Weiterbildung, bei der es keine Rolle spielt, ob man Akademiker ist oder nicht. Hauptsache, die IHK bestätigt formell die Erfüllung aller berufsnahen bzw. berufspraktischen Voraussetzungen für die spätere Zulassung zur Prüfung. Und die sollte man sich schon vorher einholen! Die Zeit, um sich das neue Wissen anzueignen, ist förderungswürdig. Man muss als Kunde der BA nur darauf bestehen und sich nicht von den üblichen Sprüchen „Sie sind doch überqualifiziert“ abschrecken lassen. Das dient nur zur Kosteneinsparung im Haushalt, hilft aber nicht den Betroffenen, die erwerbslos sind.

Viel Glück wünscht …

Jean :icon_party:
 

Linkswaehler

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Wenn man eine Weiterbildung möchte, bekommt man sie sowieso nicht.
Wo kämen wir denn da hin, wenn ein Sachbearbeiter die Wünsche von Arbeitslosen berücksichtigt?
Der sicherste Weg eine Weiterbildung zu bekommen ist: "Aber bitte ich möchte auf gar keinen Fall eine Weiterbildung zum Beruf X machen."
Alleine diese Aussage reicht bei 99% der Sachbearbeiter, um genau diese Weiterbildung "zwangsweise" zu bekommen. :icon_twisted:
 
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Der sicherste Weg eine Weiterbildung zu bekommen ist: "Aber bitte ich möchte auf gar keinen Fall eine Weiterbildung zum Beruf X machen."
Alleine diese Aussage reicht bei 99% der Sachbearbeiter, um genau diese Weiterbildung "zwangsweise" zu bekommen. :icon_twisted:

Klingt zwar seltsam,aber du hast vollkommen Recht. Ich habs ja an anderer Stelle in diesem Forum schonmal geschrieben: Ich hab nen IT-Beruf (Datenbankadmin),wollte damals den Systemadministrator hinterherschieben. Dabei hätte ich nichtmal nen kompletten Lehrgang gewollt,sondern lediglich die Übernahme des Lehrmaterials+Prüfungsgebühren. Ergebnis: Abgelehnt, zu teuer. Für ne 4,5-Monats-Vollzeitmaßnahme zum Erwerb des absolut nutzlosen europäischen Computerführerscheins wäre allerdings Kohle übrig gewesen...nur wollte ich den nicht. Sobald ich mit meiner aktuellen Maßnahme fertig bin, werd ich das Amt wieder fleißig mit Anträgen bombardieren...
 

Jean

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Der Leistungsträger, der in Fragen der Zuständigkeit vor meinem Umzug für mich verantwortlich war, genehmigte mir sogar den Erwerb einer Erlaubnis „zur Führung und Steuerung von Flur-Fahrzeugen“. In Kurzform: Einen Gabelstapler-Schein.

Dem Hinweis des Stadtbediensteten, dass ich als Architekt sicher eine Verwendung dafür hätte, begegnete ich kopfnickend mit der Vorstellung, wie ich diesen „gelben Lappen“ in einer Schublade verschwinden lasse. Und so ist es auch geschehen. Zwar hatte ich zusammen mit den anderen Teilnehmern eine Menge Vergnügen bei dem Kurs, aber nachdem wir den Schein überreicht bekamen, wurde er in die Untiefen jener Bereiche versenkt, die wir niemals zum Gegenstand eines Lebenslaufes machen. Aber man weiß ja nie, wann man soviel Sinnlosigkeit jemals zum Einsatz bringen kann, denn den Film „Gabelstaplerfahrer Klaus“, den uns die Berufsgenossenschaft im „Lehrgang“ präsentiert hat, war doch recht unterhaltsam.

Den anschließenden Vorschlag, auch einen „Sägeschein“ machen zu dürfen, habe ich allerdings dankend abgelehnt, denn man sollte es nicht übertreiben. Danach habe ich meinen Standort gewechselt und bin vom Land in eine angesagte Stadt gezogen (Umzug wurde sogar genehmigt). Auf die vor mir liegende Weiterbildung zum Fachwirt freue ich mich richtig, denn die kostet ca. 4000 Euro. Danke! :icon_klatsch:
 
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Der Leistungsträger, der in Fragen der Zuständigkeit vor meinem Umzug für mich verantwortlich war, genehmigte mir sogar den Erwerb einer Erlaubnis „zur Führung und Steuerung von Flur-Fahrzeugen“. In Kurzform: Einen Gabelstapler-Schein.


Ich weißt ja nicht,wie's bei euch war...bei uns dauerte der Gabelstapler-Lehrgang ganze 3 Tage,davon 2 ausschließlich Theorie. Am 3.Tag wurden wir dann zu ´ner Spedition kutschiert,die ihren Stapler für solche Lehrgänge "vermietet"..da durfte jeder für wahnwitzige 15-20min "auf den Bock" (mehr Zeit war bei 10 Teilnehmern nicht),dann kam die Prüfung. Um ehrlich zu sein: Wäre ich Chef und wüsste von der "Qualität" der Ausbildung,würde ich keinen davon einstellen und auf womöglich teure Ware loslassen...
 

Jean

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Es war ja schon unglaublich genug, das die Stadt (den Namen nenne ich nicht) für Akademiker keine anderen Fortbildungsprogramme im Angebot hatte, als den „Staplerschein“ und den „Sägeschein“ zu absolvieren. Ein obligatorisches Bewerbungstraining gab es im Anschluss ohnehin mit dazu und war ebenso obsolet.
:icon_neutral:
Stolze 5 Tage „Frontalunterricht + Praxistraining“, um am Ende für 15 Minuten unter den Augen eines Mitglieds der Berufsgenossenschaft über einen Hof zu fahren, auf dem ein Parkour zu absolvieren war, der an eine Kirmes erinnert.
:icon_eek:
Danach wurde der gelbe Schein mit dem eigenen Foto überreicht.
Ein Vergnügen war es trotzdem, auch wenn niemand aus dem „Lehrgang“ ernsthaft ein Interesse daran hatte, „Gabelstapelfahrer Klaus“ zu werden.
:cool:
Letztendlich hat man neue Menschen kennen gelernt und bekam Einblicke in die Schicksale derer, die keine beruflichen Perspektiven haben, weil sie ihren Standort nicht verlassen möchten.
:icon_party:
 
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ExitUser

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Letztendlich hat man neue Menschen kennen gelernt und bekam Einblicke in die Schicksale derer, die keine beruflichen Perspektiven haben, weil sie ihren Standort nicht verlassen möchten.
:icon_party:

Sieh's doch mal so: Die Reallöhne sinken ständig, deswegen können viele Leute mit Familie gar nicht ihren Standort verlassen,da sie sonst 2 Wohnungen finanzieren müssten...was in vielen Berufen schon bei 1 Wohung schwer genug ist. Von den familiären Konsequenzen mal ganz abgesehen. Es ist also nicht nur eine Frage des Wollens,sondern auch des Könnens.
Ich spreche jetzt mal das aus,was viele ALG2-Empfänger denken: Wenn ich MIT Job genausowenig Geld übrig hab wie mit Hartz4...warum soll ich lieber arbeiten gehen und nicht daheimbleiben ?
 

ro2967

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hi.ich möchte ja nun nicht gemein sein aber so langsam kann ich mich in so ein sb gut reinversetzen.Vielleicht möchte deiner dass du einfach mal arbeiten gehst;)...nicht persönlich nehmen irgendwie lese ichs so herraus
 
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Hallo gurkenaugust,

vielen Dank für Deine Antwort!

Bislang lief alles mündlich ab. Werde den Antrag auch noch einmal schriftlich einreichen.

Was die Überqualifizierung angeht: möglicherweise vertritt die ArGe die Ansicht, dass jemand mit einem abgeschlossenen Studium einen Job finden sollte und ist nicht bereit, hier für Weiterbildung Geld zu investieren.
Hat sie damit nicht in gewisser Weise Recht?

Wie meinst Du das jetzt? :confused:

Der Kurs, den ich gerne belegen würde, ist extra für Absolventen meiner Fachrichtung konzipiert.
Schön und gut dass er dafür konzipiert ist. Weiter? Wenn es passt gibt es BAFöG. Eben ein anderer Weg, wenn jemand wirklich will und dies verargumentieren kann. Mit einem guten Konzept und guter Argumentation geht manchmal schon etwas.

Schriftliche Begründung= Mündliche Begründung.
"Es stehen keine Mittel dafür zur Verfügung"
Es letzte Woche wieder selber erlebt.

Und der Witz an sich....

Im November wurde ich noch zur einer Bildungsmesse "eingeladen" wo mir die Schlipsträger vom Arbeitgeberservice meiner ARGE erzählten..."Weiterbildung?Kein Problem.Mittel stehen für 2009 ausreichend zur Verfügung.Wenden sie sich am besten an ihren Arbeitsberater"

Was ich auch getan habe,mit entsprechenden Infomaterial von zertifizierten Träger und entsprechende Vermittlungsprognosen derer im Gepäck.

Bestätigt wurde mir auf der Bildungsmesse auch Lokale Medienberichte das meine ARGE für 2009 13,5 Millionen nur für Weiterbildungen zur Verfügung hätte.

Und wenn ich dann paar Wochen später höre "Keine Mittel zur Verfügung" komme ich mir schon sehr verarscht vor.:icon_evil:
Genau mit diesem Hintergrundwissen würde ich doch vehement nachhaken ... zeig was du drin hast.

Ich habs ja an anderer Stelle in diesem Forum schonmal geschrieben: Ich hab nen IT-Beruf (Datenbankadmin),wollte damals den Systemadministrator hinterherschieben. Dabei hätte ich nichtmal nen kompletten Lehrgang gewollt,sondern lediglich die Übernahme des Lehrmaterials+Prüfungsgebühren. Ergebnis: Abgelehnt, zu teuer. Für ne 4,5-Monats-Vollzeitmaßnahme zum Erwerb des absolut nutzlosen europäischen Computerführerscheins wäre allerdings Kohle übrig gewesen...nur wollte ich den nicht. Sobald ich mit meiner aktuellen Maßnahme fertig bin, werd ich das Amt wieder fleißig mit Anträgen bombardieren...
Der Computerführerschein ist natürlich auf diesem Niveau lächerlich. Sie wissens einfach nicht besser - wissen sie doch kaum, was IT ist. Richtig. Bombardiere. Immerhin geht es darum, Lösungen zu finden dass du beruflich untergebracht werden kannst. Und um deine berufliche Qualifikation. In der Zwischenzeit kann mensch sich dennoch bewerben - DB-Admins werden durchaus gesucht.

In der Tat ist es irgendwie vermessen noch und noch um eine Höherqualification anzufragen, wenn mensch nicht einmal Basics in dem erlernten Berufsbild praktisch belegen kann. Ich sag dir was, ich war total geschockt als ich in meinem aktuellen Französischkurs für Erwachsene feststellen musste dass die meisten (akademischen und promovierten) Teilnehmer nie vor ihrem dem aktuellem Engagement entsprechenden Abschluss praktische Arbeitserfahrung gesammelt hatten. Ich schätze mal, diese Spezies wird locker aussterben - zurecht. Und zu deiner Höherqualifikation kann ich nur sagen - sammle in dem Basisberuf Praxis, und dann geht´s weiter. DB-Admin ohne Sys-Admin machen andere kfm. Berufe auch mal eben nebenbei, ohne extra Ausbildung.

hi.ich möchte ja nun nicht gemein sein aber so langsam kann ich mich in so ein sb gut reinversetzen.Vielleicht möchte deiner dass du einfach mal arbeiten gehst;)...nicht persönlich nehmen irgendwie lese ichs so heraus
YES! :icon_smile:

Und es wird noch mehr davon geben.

Da wächst eine riesigengrosse, hyperqualifizierte "Elite" heran, für die es dennoch keine Arbeitsplätze gibt.

Merkt wer was?


Emily
 

rheinlaenderin

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Hat sie damit nicht in gewisser Weise Recht?

Schön und gut dass er dafür konzipiert ist. Weiter? Wenn es passt gibt es BAFöG. Eben ein anderer Weg, wenn jemand wirklich will und dies verargumentieren kann. Mit einem guten Konzept und guter Argumentation geht manchmal schon etwas.

Genau mit diesem Hintergrundwissen würde ich doch vehement nachhaken ... zeig was du drin hast.

BAFöG mit abgeschlossenem Studium? Das wird aber verdammt schwer.

Der Computerführerschein ist natürlich auf diesem Niveau lächerlich. Sie wissens einfach nicht besser - wissen sie doch kaum, was IT ist. Richtig. Bombardiere. Immerhin geht es darum, Lösungen zu finden dass du beruflich untergebracht werden kannst. Und um deine berufliche Qualifikation. In der Zwischenzeit kann mensch sich dennoch bewerben - DB-Admins werden durchaus gesucht.

Ein Studium ist keine Berufsausbildung, vielleicht solltest Du das Deiner SB differenziert erörtern, um bei Bedarf eine praxisbezogene Weiterbildung absolvieren zu können.

In der Tat ist es irgendwie vermessen noch und noch um eine Höherqualification anzufragen, wenn mensch nicht einmal Basics in dem erlernten Berufsbild praktisch belegen kann. Ich sag dir was, ich war total geschockt als ich in meinem aktuellen Französischkurs für Erwachsene feststellen musste dass die meisten (akademischen und promovierten) Teilnehmer nie vor ihrem dem aktuellem Engagement entsprechenden Abschluss praktische Arbeitserfahrung gesammelt hatten. Ich schätze mal, diese Spezies wird locker aussterben - zurecht. Und zu deiner Höherqualifikation kann ich nur sagen - sammle in dem Basisberuf Praxis, und dann geht´s weiter. DB-Admin ohne Sys-Admin machen andere kfm. Berufe auch mal eben nebenbei, ohne extra Ausbildung.

Den Schock kann ich nur teilweise nachvollziehen. Ich sehe große Unterschiede z. B. zwischen einem Studium an einer FH oder einer Uni. Die meisten universitären Studiengänge sind eben nicht berufsqualifizierend, sondern belegen eine gewisse Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten. Nicht jeder möchte und kann die Wissenschaft zum Beruf machen. Jemand, der Architektur studiert hat ist deshalb z. B. nicht Architekt, sondern Dipl. Ing. Bei Geisteswissenschaftlern sieht es noch komplizierter aus.

YES! :icon_smile:

Und es wird noch mehr davon geben.

Da wächst eine riesigengrosse, hyperqualifizierte "Elite" heran, für die es dennoch keine Arbeitsplätze gibt.

Die Arbeit ist vorhanden, aber niemand möchte dafür bezahlen! Da sehe ich das Problem.

Merkt wer was?


Emily

Hoffentlich gelingt es, den persönlichen Zielen und Fähigkeiten entsprechend eine Weiterbildung durchzusetzen. Viel Kraft!
 

Linkswaehler

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hi.ich möchte ja nun nicht gemein sein aber so langsam kann ich mich in so ein sb gut reinversetzen.Vielleicht möchte deiner dass du einfach mal arbeiten gehst;)...nicht persönlich nehmen irgendwie lese ichs so herraus


Lies Du mal. So nebenbei: Mitglieder von Jobcentern schreiben ihren Senf hier nicht so lange.
 
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Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

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