Möchte meine Stelle zum Jahresende kündigen, weiß aber nicht, ob ich vor meiner Reise oder erst wenn ich wieder da bin mich beim Amt melden soll.

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Malawi

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Hallo, Brauche mal eure Meinung zu meinem Anliegen da ich keinerlei Erfahrung mit dem Arbeitsamt habe.

Nun zu meiner Situation. Ich bin Jahrgang 04/61. Habe bis ende diesen Jahres meine 46 Jahre voll durchgearbeitet. Nur einmal 1991 hatte ich 12 Wochen Sperre weil ich meine damalige Stelle wegen Umzug gekündigt hatte.
Ich möchte nun zum 31.12 2021 meine Arbeitsstelle (öffentlicher Dienst) kündigen. Ab 05/24 kann ich Rente beantragen was ich auch machen werde.
Die Zeit bis dahin möchte ich mit 24 Monate ALG (inclusive 12 Wochen sperre ) und 4 Monate ohne Einkommen bestreiten. Die 24 Monate ALG stehen mir doch erst mal zu oder irre ich da?
Nun zu meiner Eigentlichen Frage. Ich möchte von Anfang Dezember 21 (Resturlaub bis ende Dezember) bis ende Februar nicht in Deutschland aber innerhalb der EU bleiben. Soll ich mich nun schon Oktober/ November beim Arbeitsamt melden oder erst wenn ich wieder zurück bin Anfang März 22.
So wie ich das hier mitbekommen habe muss man ja sonst dem Amt Bescheid geben wenn man weg will, aber 3 Monate wird ja wohl nicht klappen.
Bekomme ich da irgendwelche Schwierigkeiten wenn ich mich erst im März melde? und wie sieht es aus ,das dass Amt mir noch andere Stellen anbietet ?
Möchte ehrlich gesagt dann meine Ruhe bis zur eigentlichen Rente.
Schon mal vielen Dank für eure Antworten.
 

abcabc

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Hallo und willkommen im Forum.
Ich möchte nun zum 31.12 2021 meine Arbeitsstelle (öffentlicher Dienst) kündigen. Ab 05/24 kann ich Rente beantragen was ich auch machen werde.
Dann hast du dir hoffentlich schonmal sehr genau ausgerechnet bzw. ausrechnen lassen, wie hoch dein Rentenanspruch ist und ob du mit der Rente "zufrieden" wärst.
Die Zeit bis dahin möchte ich mit 24 Monate ALG (inclusive 12 Wochen sperre ) und 4 Monate ohne Einkommen bestreiten. Die 24 Monate ALG stehen mir doch erst mal zu oder irre ich da?
Wenn du 1961 geboren bist, stehen dir die 24 Monate zu, wenn du Ende 2021 kündigst. Natürlich abzüglich der Sperre....
Nun zu meiner Eigentlichen Frage. Ich möchte von Anfang Dezember 21 (Resturlaub bis ende Dezember) bis ende Februar nicht in Deutschland aber innerhalb der EU bleiben. Soll ich mich nun schon Oktober/ November beim Arbeitsamt melden oder erst wenn ich wieder zurück bin Anfang März 22.
Bei verspäteter Meldung gibt es nochmal 1 Woche Sperre - egal ob 1 Tag zu spät oder Monate zu spät. Und ALG I wird erst ab der Meldung gezahlt (bis zum Tag der Meldung gibts kein Geld).

So wie ich das hier mitbekommen habe muss man ja sonst dem Amt Bescheid geben wenn man weg will, aber 3 Monate wird ja wohl nicht klappen.
Du könntest problemlos vorher schon ALG I beziehen und dich dann offiziell für 3 Monate abmelden. Du kannst dich sogar tageweise abmelden. Und in den Zeiten, die du offiziell abgemeldet bist, kannst du machen was du willst (gilt die Erreichbarkeitsanordnung nicht).
und wie sieht es aus ,das dass Amt mir noch andere Stellen anbietet ?
Möchte ehrlich gesagt dann meine Ruhe bis zur eigentlichen Rente.
Die AfA wird natürlich alles versuchen um dich irgendwie "loszuwerden"/ zu vermitteln. Du solltest zumindest nach außen hin so tun, als ob du an einer Vermittlung interessiert bist.
Der Zufall wird entscheiden, ob du einen SB erwischst, der dich einfach unten im Stapel ablegt oder ob du jemanden erwischst, der dich mit VVs mit RFB bombardiert, dich zu x-monatigen Maßnahmen zuweist und ständig einlädt, etc.
 

Fox29

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Und informier dich mal bei der DRV bzgl des AlG Bezugs nach Eigenkündigung vor antritt der Altersrente. Ich meine da gibts eine Sonderregelung, die in solchen Fällen greift. Die wollen nämlich verhindern, dass ein Arbeitnehmer nämlich genau das macht was du vorhast, ergo selbst kündigen und gemütlich 2 Jahre AlG beziehen. Aber da müsste man sich echt erkundigen.

Edit: Merke gerade, dass das ziemlich wertend klingt, war aber keinesfalls so gemeint 😉
 

Malawi

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Danke für eure Antworten,

@Fox29 ich glaube damit meinst du diese Regelung mit der 63 Rente. Wer 45 Jahre gearbeitet hat kann vorzeitig ohne Abzüge in Rente gehen. Sie wollen damit verhindern das einer der 43 Jahre gearbeitet hat die letzten zwei Jahre mit ALG1 seine 45 Jahre voll bekommt.
Sie rechnen sozusagen dann die 2 Jahre nicht auf die Arbeitsjahre drauf.
Das trifft aber auf mich nicht zu da ich ja bis ende des Jahres, 46 Jahre voll gearbeitet habe.
Du könntest problemlos vorher schon ALG I beziehen und dich dann offiziell für 3 Monate abmelden. Du kannst dich sogar tageweise abmelden. Und in den Zeiten, die du offiziell abgemeldet bist, kannst du machen was du willst (gilt die Erreichbarkeitsanordnung nicht).
Du meinst also, wenn ich mich schon im Oktober oder November ab dem 1. Januar Arbeitslos melde, aber gleich sage das ich erst ab 1.März anwesend wär, das würde gehen? Klar bekomme ich dann keine Leistung vom Amt das ist mir klar. Meine 12 Wochen Sperrfrist fangen dann natürlich dann auch erst ab März an.
Bis dahin bin ich dann 61 und ich hoffe, das sie mich nicht in irgendwelche Maßnahmen stecken wollen da ich ja auch Gesundheitlich nicht gut drauf bin. Daher möchte ich ja auch schon eher aufhören.
Wegen der Rentenhöhe mache ich mir keine Sorgen. Alles schon durchgerechnet :)
 

Fox29

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ich glaube damit meinst du diese Regelung mit der 63 Rente. Wer 45 Jahre gearbeitet hat kann vorzeitig ohne Abzüge in Rente gehen. Sie wollen damit verhindern das einer der 43 Jahre gearbeitet hat die letzten zwei Jahre mit ALG1 seine 45 Jahre voll bekommt.
Sie rechnen sozusagen dann die 2 Jahre nicht auf die Arbeitsjahre drauf.
Das trifft aber auf mich nicht zu da ich ja bis ende des Jahres, 46 Jahre voll gearbeitet habe.
Das kann sein... Wie gesagt... Es waberte nur irgendwas zu so einer Konstellation im Hinterkopf rum 😅
 

Heil0

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Die Zeit bis dahin möchte ich mit 24 Monate ALG (inclusive 12 Wochen sperre ) und 4 Monate ohne Einkommen bestreiten. Die 24 Monate ALG stehen mir doch erst mal zu oder irre ich da?
Aufpassen! Nach einer 12-Wochen Sperre wegen Arbeitsaufgabe reduziert sich die ALG1 Anspruchsdauer um mindestens 1/4. d.h. von deinen 24 Monaten sind nur noch 18 Monate ALG1 übrig.
 

Falcko

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Ich werde mal versuchen zu antworten nach Deinen Angaben.Du kündigst selber zum 31.12.2021 OK

Wenn Du Dich nun schon im Okt./Nov.21 arbeitslos meldest kann es Dir Theoretisch passieren das Du schon zum Montag den 03.01 2022 zu einer Maßnahme musst. (Ehrlich, kein Scherz. Mir selber ist es vor einigen Jahren selber ähnlich passiert) Zumindest musst Du dann den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Für Massnahmen und Bewerbungen. ) Ich weiß nun nicht genau ob man / Du während der Sperrzeit Krankenversichert bist, bin nicht mehr auf den aktuellen Stand. Meldest Du Dich erst Anfang März bei der Agentur für Arbeit musst Du Dich aber selber Krankenversichern für Jan/Feb.2022. Machst Du das nicht wird sich die Krankenkasse bei Dir melden, im März und die Beiträge für Januar und Februar nachverlangen, Wir haben in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht. Am besten bist Du natürlich dran wenn Du Dich über Ehepartner/in Familienversichern kannst. Das kommt auch für Monate in Betracht wo Du keine Bezüge von der Agentur für Arbeit bekommst, also vom Ersparten lebst. Freiwillig selber versichern oder Familienversicherung.

Zum Schluss nun. Du musst sehr viel Glück haben wenn Du Arbeitslosengeld bekommst für wieviel Monate auch immer UND man lässt Dich in Ruhe. Ist Eher nicht wahrscheinlich.

Dir werden Stellen angeboten, Maßnahmen angeordnete usw. Macht Du es nicht erfolgen weitere Sperren.

Vor allen denke an die Krankenversicherung die hier bei Dir und in den Antworten nicht erwähnt wurde.
 

Heil0

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Zum Schluss nun. Du musst sehr viel Glück haben wenn Du Arbeitslosengeld bekommst für wieviel Monate auch immer UND man lässt Dich in Ruhe. Ist Eher nicht wahrscheinlich.

Dir werden Stellen angeboten, Maßnahmen angeordnete usw. Macht Du es nicht erfolgen weitere Sperren.
Das sehe ich nur halb so wild.

@Falcko
Welche sinnvollen Maßnahmen gibt es denn für einen Ü60 Arbeitslosen 1,5 oder 2 Jahre vor der Rente und welcher Arbeitgeber würde so jemanden noch einstellen? Die Arbeitsstelle müsste ja außerdem gemäß §140 SGB III zumutbar sein, was Gehalt und Fahrtzeit zum Arbeitsort angeht.
 

abcabc

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Wenn Du Dich nun schon im Okt./Nov.21 arbeitslos meldest kann es Dir Theoretisch passieren das Du schon zum Montag den 03.01 2022 zu einer Maßnahme musst.
Im ALG I kann man sich JEDERZEIT abmelden - auch während Maßnahmen. Kann zwar sein, dass SB oder MT das nicht gefällt, aber das ist deren Problem....
Das Recht sich jederzeit an- und abzumelden kann man auch ausnutzen, um bei MT und AfA Arbeit zu verursachen als "Dank" für die Zwangszuweisung, indem man sich während ner Maßnahme immer wieder für 1-2 Tage abmeldet.
 

Malawi

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Danke für deine Antwort.
Beschäftige mich damit schon länger. Einiges habe ich schon rausgefunden. Bei der 12 Wochen Sperre zahlt das Amt die Krankenversicherung und die anderen Leistungen die so noch anfallen. Natürlich dann nicht mein Geld. Für die restlichen vier Monate muss ich mich natürlich selber versichern.
Ich kenne ja nun das Arbeitsamt nicht aber das die mich noch in irgend eine Maßnahme stecken......ich glaube das kommt für die teurer als wenn sie nur mein Geld zahlen. Die werden dann ja wissen das ich danach in Rente gehe und dadurch dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehe.
Stellenangebote......ok aber wenn in meiner Bewerbung das Alter und und meine wehwechen stehen, glaube dann werde ich nie was hören.
Vielleicht denke ich aber zu positiv da ich mich ja nicht so auskenne mit dem Amt.
Weiter oben wurde aber geschrieben das ich mich vom Amt jederzeit abmelden kann natürlich dann ohne Bezüge und mich dann wieder anmelden kann.
 

abcabc

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Bei der 12 Wochen Sperre zahlt das Amt die Krankenversicherung und die anderen Leistungen die so noch anfallen. Natürlich dann nicht mein Geld.
Nein, Sperre bedeutet 0,00€ Leistungen, auch keine Krankenversicherung.

Ich kenne ja nun das Arbeitsamt nicht aber das die mich noch in irgend eine Maßnahme stecken......ich glaube das kommt für die teurer als wenn sie nur mein Geld zahlen. Die werden dann ja wissen das ich danach in Rente gehe und dadurch dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehe.
Logisches Denken und AfA passt oft nicht zusammen. Da werden einfach xx Plätze in irgendwelchen sinnlos Maßnahmen eingekauft und wenn die nicht belegt sind, sagt der Ober-SB zu seinen SBs: Zack-Zack die Plätze sind bis Freitag zu belegen. Und dann passiert es durchaus, dass auf Basis der totalen Willkür entschieden wird, welcher Kunde eine Zwangszuweisung für die Maßnahme bekommt.
Bei ALG II ist der Hauptzweck der Maßnahmen die Fälschung der Arbeitslosenstatistik (jeder Maßnahmeteilnehmer taucht nicht mehr in den offiziell verkündeten Arbeitslosenzahlen auf, die in den Mainstream-Medien verbreitet werden und das sogar für viele Monate nach der Maßnahme noch). Ob bei ALG I durch Maßnahmen auch die Statistik gefälscht wird, weiß ich jetzt nicht so genau.

Stellenangebote......ok aber wenn in meiner Bewerbung das Alter und und meine wehwechen stehen, glaube dann werde ich nie was hören.
Es gibt SBs, die gründlich suchen und prüfen, bevor sie Vermittlungsvorschläge rausschicken. Es gibt aber auch SBs, die mit dem System Zufall einfach irgendwas rausschicken (mit einem Mausklick dann mit Rechtsfolgebelehrung = Bewerbungspflicht, wenn nicht zweifelsfrei aus dem VV selbst hervorgeht, dass der unzumutbar ist).

Das ist jetzt nicht der Standard bei der AfA, aber es kommt so durchaus vor. Das weißt du erst hinterher, ob du Glück hast und in der AfA logisches Denken als Basis für Entscheidungen dient oder totale Willkür.
 

HermineL

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Malawi

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Nein, Sperre bedeutet 0,00€ Leistungen, auch keine Krankenversicherung.
Entschuldige möchte nicht Besserwisser sein aber gerade noch mal gegoogelt. Seit dem 1.8. 2017 ist neues Gesetzt das mit dem ersten Tag der Arbeitslosigkeit auch bei der 12 wöchigen Sperre das Amt die Kranken und Pflegeversicherung zahlt. Das war bei Rentenrecht24.de.
Davor war es laut denen nicht so
 

Malawi

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Aufpassen! Nach einer 12-Wochen Sperre wegen Arbeitsaufgabe reduziert sich die ALG1 Anspruchsdauer um mindestens 1/4. d.h. von deinen 24 Monaten sind nur noch 18 Monate ALG1 übrig.
Oh, das hatte ich garnicht gewusst. Musste erst mal googeln aber Du hast recht. Naja, dann muss ich noch 6 weitere Monate so auskommen. Ändert jetzt nichts an meinen Plan. Werde es trotzdem machen. Geld kann man ersetzen aber Lebensjahre nicht.
Das ist der Dank das man 46 Jahre eingezahlt hat.
 

Heil0

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Hallo @Malawi,

kleiner Tipp. Du solltest dich mal mit dem Thema "Dispositionsjahr" beschäftigen. Du könntest damit die Sperre wegen Arbeitsaufgabe und die Kürzung der Anspruchsdauer verhindern.

Im folgenden Link wird die Vorgehensweise ausführlich beschrieben.

Link: Dispositionsjahr
 
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