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Möchte Geld f. KdU zurück

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Debra

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Also, Problem war folgendes: Im Sept. 2005 bin ich hier in eine 2-Zimmer-Wohnung eingezogen, mit Partner. Miete inkl. Heizung: 430,-- EUR.
Der Partner ist dann aber weg und somit war ich allein. ARGE hat nur 318,-&Heizkosten übernommen und ich bekam deshalb nur 345,-- EUR Miete. Die Differenz habe ich mit meinem Zuschlag nach ALGI von 90,-- EUR bezahlt.

Da das ein Durchgangszimmer war, konnte ich auch nicht untervermieten. Nach 10 Monaten konnte ich hier in eine andere Wohnung ziehen, wo die Zimmer getrennt sind. Miete inkl. Heizung 460,-- EUR. Vermieten konnte ich aber nicht, denn ich musste erst alles renovieren, u.a. eine Küche einbauen (bezahlt der Vermieter, d.h. wird mit 180,- EUR abgegolten, hat 500,-- EUR gekostet) und niemand wollte das Zimmer mieten, da noch kein Teppich etc. vorhanden war.

Da mein Zuschlag stetig verkürzt wurde, zahl ich immer mehr drauf. :icon_frown: Nun ist seit Juli ein neues Gesetz in Kraft und ARGE müsste jetzt eigentlich die volle Miete zahlen (Wohnung ist allerdings 2qm größer als die einer Person zugestandenen 50 qm).
Für beide Wohnungen hab ich NK zurückbekommen, für die letztere auch HZ.

Kann ich die ARGE auffordern, für mindestens 6 Monate rückwirkend für eine der beiden Wohnungen das zu wenig gezahlte Geld zurückzuerstatten? Im Gegenzug würde die ARGE dann die NK bzw. NK&HZ Rückerstattung bekommen. - Trotzdem sind das ja so ungefähr 500 EUR.

Kann die ARGE, auch wenn sie ab Juli die volle Miete zahlen muss, mich auffordern, mir einen Untermieter zu suchen? Als Argument für den Umzug wollte ich ihnen eben das als Grund nennen. Leider ist dem Vermieter auf einmal eingefallen, dass er hier demnächst umfangreiche Bauarbeiten (neue Bäder, Wasserleitungen, Wasseruhren und evtl. neue Küche) durchführen will und deshalb werde ich wohl immer noch nicht vermieten können! :icon_motz::icon_motz::icon_motz:Weil ich nicht weiß, ob ich in der Zeit in eine Ersatzwohnung ziehen oder hier bleiben muss. Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass man dann hier wohnen kann, da wird sicher das Wasser andauernd abgestellt.

Kann ich auch noch rückwirkend Geld für die Renovierung beantragen?
Problem ist auch, dass ich den Umzug nicht schriftlich mitgeteilt habe. (Ich hab es nur einmal der PaP erzählt, der war das aber gleichgültig.) Denn ich ging davon aus, dass die mir eben sowieso nur 345, EUR zahlen, warum auch immer, wusste ich damals nicht, auch nicht, dass man einen Überprüfungsantrag etc. stellen kann.

??

Oder können die mich evtl. deswegen sogar sanktionieren?
 

wolliohne

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Debra

das ganze ist etwas verwirrend.

Wie Du weißt gibts rückwirkend gar nichts.

Trotzdem würde ich mit juristischer Unterstützung versuchen das beste für mich/Dich rauszuholen,ist schliesslich Dein gutes Recht/Geld.

Toi Toi Toi
 

gelibeh

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Kann die ARGE, auch wenn sie ab Juli die volle Miete zahlen muss, mich auffordern, mir einen Untermieter zu suchen?
Liegen die Wohnungskosten denn im angemessenen Bereich? Wenn ja, können die keine Untervermietung verlangen.

Ich würd mich nicht drauf verlassen, dass die jetzt automatisch die volle Miete zahlen. Könnte mir gut vorstellen, dass die das erstmal so weiterlaufen lassen, in der Hoffnung, das der Hilfeempfänger nicht weiß, dass sich in Hamburg was geändert hat.
 

Debra

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@Gelibeh

Die Nettokaltmiete beträgt 290,- EUR. Ich würde dann lediglich noch 10 EUR dazuzahlen müssen. Allerdings liegen die NK bei 2,29 Ct, anstatt 1,55 Ct. wie von der ARGE als "normal" angesehen. Daher wohl auch die hohe Rückzahlung. Trotzdem haben die die Miete nicht heruntergesetzt. :icon_kinn:

@wolliohne

Danke schön. Ja, ist wohl etwas verwirrend, ich werd auch noch ganz irre wegen dieser blöden Wohnungsgeschichte.

@TommyHedger

Danke schön. Ich war noch während ALG I Bezug bei der ARGE wg. Darlehen für eine solche Wohnung, bekam aber zu hören, sie seien schließlich nicht für mich zuständig. 2 Umzüge in nur 20 Monaten mit umfangreichen Renovierungsarbeiten reichen mir. Einen neuerlichen Umzug kriege ich im Moment nicht hin und außerdem bin ich hierhergezogen, weil sie so verkehrsgünstig liegt und ich hier ja auch ein Zimmer dann untervermieten kann. - Oh, und außerdem bin ich durch den Kücheneinbau noch zwei Jahre hier gebunden, ansonsten müsste ich 350 EUR zurückzahlen und die komplette Küche ausbauen. :icon_motz:
 

Debra

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Ich grüble jetzt darüber, wie ich am besten vorgehen soll. - Widerspruch einlegen gegen den Bescheid wg. der 2,- EUR RS Änderung und auf die Änderung der KdU gleichen Datums hinweisen?
Dann einfach neuen Mietvertrag beilegen und gleichzeitig Überprüfung der vorigen Bescheide beantragen? - Weiß jemand was? :icon_frown:
 

gelibeh

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ich würde mal zur ÖRA am Holstenwall gehen und mich beraten lassen. Denn einen Beratungsschein für einen Anwalt gibt es meines Wissens ohne Kontakt zur ÖRA nicht.

Den Widerspruch würde ich aber schon machen. Kanst ja erstmal schreiben, dass Du Widerspruch einreichst und die Begründung nachlieferst.
 

Debra

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Ja, um die ÖRA werd ich wohl nicht drumrum kommen. - Jetzt hab ich grad mit dem Bauleiter telefoniert und er meinte, es gäbe keine Ersatzwohnungen. Die Arbeiten sollen Ende Oktober beginnen und dauern 14 Tage. Fliesen müssen abgestemmt werden (mein Badezimmer ist bis unter die Decke gefliest, Fliesen gibt es nicht mehr nachzukaufen, alle Leitungen verborgen), d.h. 14 Tage lang wird das Wasser von 7-16 Uhr abgestellt. (Sollte ich bis dahin eine Arbeit haben, muss ich also um fünf aufstehen, auch wenn ich erst um 10 anfangen muss. Sollte ich keine haben, aber Vorstellungsgespräche, muss ich ebenfalls morgens um 6 Uhr duschen, auch wenn das Gespräch erst nachmittags ist. Bis dahin bin ich dann eingestaubt.) Erst meinte er, von 9-16 Uhr, aber dann hat er sich verplappert. Dazu der Dreck und Staub von aufgestemmten Wänden .... ich werd hier noch wahnsinnig. :icon_motz:Wenn sie die Bäder komplett neu machen (und das müssen sie wohl bei mir) und auch noch was in der Küche machen (und dort kommen sie auch nicht ohne Stemmarbeiten an die Leitungen), dann wird die Miete ungefähr um 25-40 EUR erhöht.

Wenn ich jetzt kündige, dann müsste ich aber 300 EUR wg. Küche zurückzahlen, außerdem ist in meinem Zimmer noch viel zu machen, was, wenn die Gesellschaft dies bezahlen würde, mir sicher mit mindestens 800 EUR berechnet würde. Außerdem glaube ich nicht, dass ich mit HartzIV-Bescheid eine andere Wohnung kriege. :icon_cry: Und untervermieten kann ich dann ja auch vergessen, das kann ich ja niemandem zumuten. :icon_sad:
 

gelibeh

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Ich würde nicht kündigen. Wenn der ARGE das zu teuer ist, dann muss sie Dich zum Umzug auffordern. Dann kann man sich immer noch eine Wirtschaftlichkeitsrechnung zeigen lassen. Und 6Monate müssen die die Miete übernehmen. Also warte das doch erstmal ab.

Mit dem Dreck ist das nicht schön, wie sieht das mit Mietminderung für die Zeit aus?
 

Debra

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Ich hoffe, ich kriege 50% Mietminderung. Dann kann ich wenigstens in irgendein Hotel für 20 EUR/Tag gehen. Nächste Woche gehe ich zur ÖRA (wenn ich mal kein Vorstellungsgespräch habe und keine Bewerbungen schreiben muss, die schreib ich gehäuft montags wg Abendblatt). Zum Glück läuft die Frist für Widerspruch ja noch. :smile:
 

ethos07

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wegen Ersatzwohnen während der Bauarbeiten würde ich zur Mieterberatung - in Berlin wäre (zumindest früher) eine solche 'den Mieter mehr oder weniger aus der eigenen Wohnung schmeißende' Baumaßnahme ohne Ersatz/Hotelunterbringung, glaub ich, nicht durchgegangen...
 
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