"Mobbing" Grund genug oder Sperrung von ALG 1?

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Laura28

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Hallo, ich heiße Laura, bin 28J. Alt und ganz neu im Forum. (verzeiht mir also Bitte mögliche Fehler)

Ich bin den ganzen Tag schon am weinen und verzweifeln, weil ich heute wohl mein Leben endgültig an die Wand gefahren habe. Vielleich hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Und zwar habe ich heute gekündigt. Vermutlich 'ne dumme Entscheidung aber ich/wir wussten einfach nicht weiter.
Wir? Richtig gelesen, mit meiner Handlung stand ich nicht alleine da.
Ich hab seit 4 Jahren und meine Mutter (Teamleiterin) seit 9 Jahren in der Firma gearbeitet. In "unserem" Team lief immer alles gut, harte Arbeit aber nette Leute.
Seit 2 Jahren schießt allerdings die TL aus der anderen Schicht stark gegen uns und vor allem mich. Es belastet uns seit Ewigkeiten und doch haben wir es oft unkommentiert und ohne großes Drama ignoriert, nach dem Motto: lass sie machen. In letzter Zeit wurde es jedoch immer krasser, mit Beleidigungen ihrer seits und Aufwieglung ihrer Schicht gegen uns. (auch andere haben dann angefangen) Auch hier haben wir versucht ruhig zu bleiben, kein großes Drama draus zu machen und leider oft geschluckt, statt mit dem Chef drüber zu reden, der es jedoch weiß.
Die spielchen gingen nun also weiter und der Chef ist so "genervt", dass er die andere TL in eine andere Schicht versetzt, wir jedoch in ihr Team wechseln sollten. (Chef erhofft sich mehr Teile/Prozente durch die neue Führung meiner Mom)
Problem: Sie sind ja alle gegen uns und vor allem gegen mich.
Gestern haben wir das erfahren, ich habe sofort 'ne Panikattacke bekommen und deswegen wollten (beim Versuch ist es auch geblieben) wir mit dem Chef nochmal reden, andere Lösungen (die es durchaus gibt & auch von anderen MA gewünscht wären) vorschlagen.
Er teilt unsere Meinung nicht bzw ist es ihm egal. Seine Meinung war: Mir egal, ich will das so!
Tja, Konsequenz, wir haben gekündigt. Ich kann einfach nicht mit Menschen arbeiten, die mich hassen ect. Meine Kindheit /Jugend war die Hölle, emotional von der eigenen Familie so fertig gemacht, steh ich das kein zweites mal durch. Ich hab heute noch mit der Vergangenheit zu kämpfen, dass ich gar nicht die Kraft habe, auch in Zukunft gegen andere anzukämpfen. Bei meiner Mom sieht das ähnlich aus. Die letzten Jahre haben uns unglaublich zermürbt.
Aber all das wird für's Amt ja keine Rolle spielen, oder? Wir haben gekündigt, Pasta! Sperre!
Oder?

Ich wäre für Erfahrungen oder Tipps wirklich dankbar!

Natürlich versuchen wir sofort wieder in Arbeit zu kommen aber genau dann klemmt es ja immer...

Verzweifelte Grüße
Laura
 

Schmerzgrenze

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Willkommen im Forum. :welcome: Rezeption
Und zwar habe ich heute gekündigt. Vermutlich 'ne dumme Entscheidung aber ich/wir wussten einfach nicht weiter.
Ich würde mich schnellstens mit dem AG in Verbindung setzen und das Gespräch suchen.
Lest bitte dazu auch den Artikel der Kanzlei Hensche auf hensche.de: Kündigung - Rücknahme der Kündigung
Ggf. stimmt er einer Rücknahme der Kündigung zu. Es gibt viele Möglichkeiten Probleme in Arbeitsverhältnissen zu klären.
Wichtig ist hier einerseits, alle Möglichkeiten auszuschöpfen und andererseits die Ausschöpfung nachweisbar zu gestalten.
Der AG unterliegt auch gewissen Pflichten, diese sollten AN bei solchen Problemen stets schriflich einfordern.

Wenn Ihr das beschriebene Mobbing nicht nachweisen könnt, wird das von der AfA nicht als wichtiger Grund akzeptiert.
Dennoch könnt Ihr Euch nachträglich um Beweise bemühen, um eine Begründung für die Kündigung zu rechtfertigen.
... weil ich heute wohl mein Leben endgültig an die Wand gefahren habe.
Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit.
Schlimmstenfalls kommt eine 12 wöchige Sperre auf Euch zu und auch diese ist zu überstehen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Suche nach Anschlußstellen, um der AL direkt entgegenzuwirken.
 

Laura28

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Erstmal Danke für die schnelle Antwort.
Ich seh nur irgendwie keine Lösung für die Rücknahme der Kündigung, weil ich mich ja der Situation dann aussetzen müsste,vor der ich geflohen bin.
Der Chef hängt unglaublich an seinem falschen Stolz, vermutlich würde die Rücknahme sogar klappen, aber eben nur zu seinen Bedingungen, die ich nicht ertragen könnte.
Obwohl es mit der anderen TL schon mehrfach Gespräche gab (und sie! Ihn rund gemacht hat) gab es für sie nie offizielle Konsequenz, womit ja auch offiziell nie etwas passiert ist, oder?

Eine andere Stelle zu finden und das ganze Amt Drama zu verhindern ist uns super wichtig. Montag steht schon das erste Vorstellungsgespräch an und morgen werden Zeitfirmen abgeklappert. Aber diese unglaubliche Angst zu versagen, in Schulden oder Amt "Kriegen" verwickelt zu werden, lassen einen sich die schlimmsten Szenarion vorstellen, nur um vorab schon Notfall Lösungen parat zu haben.

Lg Laura
 

Sprotte

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Wichtig ist hier einerseits, alle Möglichkeiten auszuschöpfen und andererseits die Ausschöpfung nachweisbar zu gestalten.
Der AG unterliegt auch gewissen Pflichten......
@Laura28
Lies dich in das Thema -Mobbing am Arbeitsplatz- ein,du musst ja die Hinweise (nach aussen gerichtet) nicht umsetzen ABER manchmal ist es schon sehr hilfreich zu wissen was nun zu tun ist UND wie die gesetzliche Lage aussieht : Klick und Klick ......ausserdem : Gib in deine Suchmaschine -Mobbingberatungsstellen plus Name deiner Stadt- ein ,eventuell gibts bei dir Vorort etwas,wo du dich hinwenden kannst.

Montag steht schon das erste Vorstellungsgespräch an

Viel Glück..... :icon_wink:
 

Laura28

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Danke & auch Danke für die Antwort. In den Beschreibungen der beiden Links hab ich uns so oft wieder gefunden. Merkwürdig, dass es mir erst durch die Kündigung so unglaublich bewusst geworden ist, was alles schief lief & toleriert wurde.


Eine Frage hätte ich noch. Wenn wir uns Arbeitssuchend/los melden bzw. Bescheid geben, wann es voraussichtlich eintrifft und über ALG 1 reden, dann zählt das doch nicht gleich als Antrag, oder? Wird man gleich im selben Moment, wo man das dem Amt vorträgt auch "verurteilt"?
Die Kündigung ist zum 30.6, wenn ich nun zum 1.7 in ein neues Arbeitsverhältnis gehe, dann werden wir doch nicht abgestraft, oder?
Ich hab gelesen, dass zum Beispiel eine verhängte Sperre gespeichert wird und zu einem späteren Zeitpunkt wieder "aktiviert" bzw. fortgeführt werden kann, ich würde nur sehr ungern mich noch tiefer reinreiten, in dem ich etwas beantrage was mit viel Glück vielleicht gar nicht nötig wäre.

Lg Laura
 

Fabiola

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...ich habe sofort 'ne Panikattacke bekommen
Ich schreib jetzt mal so ins 'Blaue' hinein.
Solltet Ihr/Du die Kündigung zurückziehen können, dann hast Du jederzeit die Möglichkeit, Dich (aufgrund der Arbeitssituation und einhergehenden Panikattaken) krank schreiben zu lassen. Dafür braucht es erst mal einen 'verständlisvollen' Hausarzt.

Nutze das. Der AG muss dann für gewöhnlich 6 Wochen Lohnfortzahlung leisten, danach würdest Du bei andauernder AU ins Krankengeld der Krankenkasse fallen - heißt aber auch, dass Du mit etwas weniger Geld auskommen müsstest.
 

Laura28

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Danke für die Antworten.

Wir waren heute gleich auf'm Amt, um uns zu melden. Nette Leute aber sehr unpersönlich. Sie selbst haben als Dauerantwort eigentlich nur, dass das ja dann alles die Leistungsabteilung entscheidet und prüft und sie somit ja "nichts zu sagen haben". Das ganze wird ja scheinbar nur schriftlich gemacht. Das besorgt mich schon etwas, es ist ziemlich einfach ein paar Sätze einer Nummer als irrelevant abzutun.
Da wir während der Kündigungszeit erstmal krank geschrieben sind, wollte sie das auch vorerst nicht in die Wege leiten.

Beim Chef waren wir auch, das ganze lief eher mittelprächtig.
Die ZF sind mehr an einem Aufhebungsvertrag interessiert um uns im besten Fall schneller einsetzen zu können, deswegen sind wir hin und haben mal nachgefragt. Damit ist er auch einverstanden. (wird also sofort umgesetzt, an dem Tag, wo wir es wünschen) Im selben Atemzug hat er auch gesagt wie schade es ist, dass wir weg sind und "unter uns" dass er es bereut nicht effektiv gehandelt zu haben gegen die andere TL und es eben so hinlaufen lassen hat. Trotz Zugeständnis seiner Fehleinschätzung kam aber auch gleich mehrmals, dass er die Kündigung annimmt und nicht rückgängig machen lässt. (Wir haben uns also das Fragen darum mal gespart) und bibbern der hoffentlich besseren Zukunft entgegen.
Ich schätze mal, weil das Mobbing ja eher unter'n Tisch gefallen ist, will er es da auch lieber jetzt liegen lassen, bevor sich noch etwas offizielles daraus entwickelt.

Danke für die schnellen Antworten 🙂
Falls jemand noch Erfahrung mit eigener Kündigung wegen Mobbing und ALG 1 hat, wäre ich trotzdem noch sehr interessiert.

Lg Laura

Edit: Fehlerteufel
 
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Badener

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Falls jemand noch Erfahrung mit eigener Kündigung wegen Mobbing und ALG 1 hat, wäre ich trotzdem noch sehr interessiert.

Lg Laura

Hallo,

bei mir war es zwar keine Eigenkündigung, sondern ein befristeter Vertrag ... allerdings ... wurde ich von Kollegen derart gemobbt (konnte das meiste dokumentieren) das ich die letzten 3 Monate des Vertrages vollständig krank geschrieben war. Nun ... für "Euch" ist es jetzt zu spät, merkt Euch einfach für die Zukunft ... immer wirklich immer zum Arzt gehen und erzählen was geht ... alles (soweit möglich) dokumentieren, dann kann auch eine Eigenkündigung ohne Sperrzeiten "funktionieren". Viel Erfolg!

Lg
 

Sprotte

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Trotz Zugeständnis seiner Fehleinschätzung kam aber auch gleich.......
alles nur Sprüche : :icon_laber:.
Ich schätze mal, weil das Mobbing ja eher unter'n Tisch gefallen ist, will er es da auch lieber jetzt liegen lassen, bevor sich noch etwas offizielles daraus entwickelt.
Das glaube ich gerne......schliesslich könnte auch er zur Kasse gebeten werden,wenn er seine Fürsorgepflicht verletzt und das Mobbingopfer dadurch gesundheitliche Schäden davon trägt.......allerdings ist das etwas,wo es ganz massiv heisst : Nicht ohne meinen Anwalt für Arbeitsrecht.

Als ChefiBossi hat man eben nicht nur Rechte,sondern auch Pflichten,selbst dann ,wenn so mancher "Chef" vor Wut deshalb in die Schreibtischkante beisst und das Gebiss stecken bleibt.....*:icon_hmm:

Es gibt mittlerweile einen Haufen Urteile zu dem Thema,Schadenersatz,Schmerzensgeld, Täter,Arbeitgeber......

Falls jemand noch Erfahrung mit eigener Kündigung wegen Mobbing und ALG 1 hat, wäre ich trotzdem noch sehr interessiert.
.....sicher.....doch lies auch solche Seiten wie -Haufe- ....und schau dir die -Fachlichen Weisungen zu §159 SGB III ,Sperrzeit, Gültig ab: 02.2019 Gültigkeit bis: fortlaufend - an ......schliesslich hast du nun auch mit dem Amt zu tun,die sich,scheints, nicht gerade Überschlagen,beim Beantworten deiner Fragen.

SGB III plus SGB X lesen wäre auch nicht schlecht......

..........:icon_cool:
 

Cha

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Falls jemand noch Erfahrung mit eigener Kündigung wegen Mobbing und ALG 1 hat, wäre ich trotzdem noch sehr interessiert.

Ein paar grundsätzliche Anmerkungen.
Wenn jemand seine Arbeit ohne wichtigen Grund selbst kündigt, tritt eine sog. Sperrzeit ein.
Das bedeutet grob, dass man für die ersten 3 Monate kein Arbeitslosengeld bekommt.

Gesundheitliche Gründe sind eigentlich "wichtige Gründe" für eine Kündigung.
Die Sache hängt davon ab, ob und wie man das glaubhaft macht und nachweisen kann.

Mobbing führt oft zu gesundheitlichen Problemen (Nervenzusammenbruch, Schlafstörungen, Angstzustände o.ä.).
Wenn man deshalb schon vor der Kündigung beim Arzt war, kann er diese gesundheitlichen Probleme und ggf. auch das Mobbing bescheinigen.
Ein Arzt kann möglicherweise auch bescheinigen, dass er geraten hat, die Arbeit aus gesundheitlichen Gründen zu kündigen.

Mit der Behauptung des Mobbings alleine wird es wohl zu einer Sperrzeit kommen.
Mit einer ausführlichen Schilderung der Zustände wird die Sache möglicherweise genauer geprüft.
Mit einer ärztlichen Bescheinigung als Nachweis bestehen gute Chancen, dass ein wichtiger Grund anerkannt wird und eine Sperrzeit nicht eintritt.

Viele Grüße

Cha
 

Laura28

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Danke für eure Antworten, den Links & Vorschlägen werde ich gleich mal folgen.
Das es mit einer Sperre enden wird (ich hoffe allerdings, vorher schon etwas neues zu finden) ist mir eigentlich auch klar, ich hoffe aber immer irgendwie ein bisschen auf Menschlichkeit, aber....
Weiter kommentieren muss man das wohl nicht.

Tja, es stimmt, das beweisen ist unmöglich. Klar, die Kollegen haben es mitbekommen, aber die sind auch noch angestellt, da will sich niemand in die Nesseln setzten.
Und wir haben (im Nachhinein dummerweise) immer alles geschluckt und das Drama möglichst vermieden. Zugesetzt hat es uns, körperlich massiv ausgelaugt, aber wir sind dennoch wie die dummen Hündchen jeden Tag hin, haben weiterhin Höchstleistung gebracht und dadurch noch mehr Hass auf uns gezogen.
Es ist schon irrwitzig, wie viel Geld ich in loperamid gesteckt habe, nur um jeden Tag trotz Durchfall pünktlich da zu sein und das Image der fleißigen Ameise aufrecht zu erhalten. Zum Arzt zu gehen war nie eine Option für uns gewesen, teils auch, weil wir "uns" nicht gegenseitig im Stich lassen wollten, so dass einer alleine ankämpfen muss und auf der anderen Seite, nicht zusammen krank zu machen, weil (sind wir mal ehrlich) niemand das glauben würde, ob es stimmt oder nicht.

Verrückt, wie kleine dämliche Momente das ganze Leben verändern. Angst ist eben kein guter Ratgeber...

Lg Laura
 

midi

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Hallo,

hatte grad euer Drama gelesen,
.. und finde den Beitrag #11 von Cha sehr hilfreich.

Vielleicht ist es auch schlau, euren Entschluss, die ‘Qualen‘ auf dem ehemaligen Arbeitsplatz zu beenden, erst mal als positiv anzusehen.
Sicher ist die Zukunft zZt etwas ungewiss, doch ihr seit von einer großen Last befreit.

Es ist nicht gut an einem Ort zu arbeiten, wo man sich nicht wohl fühlt .. es muss halt passen .. und ich denke mit der Haltung 'es war richtig dort zu kündigen‘, lässt sich leichter etwas finden.

Von daher sollte man es sich genau überlegen, ob man sich auf eine Auseinandersetzung mit dem AG einlässt .. sie kostet Lebenszeit, Lebensqualität und erfordert ein ordentliches Rüstzeug ( man sollte sich der Auseinandersetzung gewachsen fühlen ).
Ich persönlich habe dieses Rüstzeug, habe aber erfahren, dass sehr es viel Energie kosten kann.
Sollte man sich der Auseinandersetzung gewachsen fühlen, dann rate ich gern zum Widerstand .. notfalls mit RA an seiner Seite, aber manchmal geht es auch ohne.

Ich kann mir auch vorstellen, dass man bei der AfA durchaus auf Verständnis stößt, wenn die Gegebenheiten und Ereignisse, die zur Kündigung geführt haben, ausführlich und einigermaßen schlüssig dargestellt werden.
Sollten die AfA euren Interessen nicht begegnen, könnt ihr immer Widerspruch gegen den Bescheid einlegen.

Außerdem könntet ihr parallel nach einer Beratungsstelle Ausschau halten .. dort sitzen manchmal sehr fitte Leute, die einem die beste Herangehensweise erläutern.
Ein, zwei oder drei Beratungsstellen anrufen, abchecken .. man merkt dann schon ob man die gleiche Sprache spricht bzw. sich verstanden fühlt .. und dann mit Plan auf den Weg machen.
(So habe ich es immer gemacht)
 

Laura28

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🙂 Hallo alle Zusammen!

Nochmals Danke für eure Antworten und Tipps.

Nun ist ja jede Menge Zeit rum gegangen und weil mich beim Stöbern im Internet immer offene Threads stören, dachte ich, ich tippsel mal noch schnell, wie es weiterging.

Wir hatten uns beim AAmt dann gemeldet, die ziemlich desinteressiert an der Geschichte waren und uns mehr oder weniger nur eine Kundennummer hingeworfen haben, mit dem Satz: Wir treffen keine Entscheidungen, erklären Sie sich in Ihrem Antrag.
Also wieder den Heimweg angetreten, den Laptop gestartet und das online Portal angewählt. Wir haben dann einen ziemlich guten Text (mMn.) zusammengestellt, um unsere Lage, die Situation und unsere Handlung zu erklären, bis zur nächsten Überraschung, der Text wurde nicht angenommen, weil er "zu lang" war.
Das ist doch total schräg, oder? Man soll sich erklären, jemand völlig unbekanntes, den man niemals persönlich trifft soll eine Entscheidung über den Lebensunterhalt treffen und dann ist der Text zu LANG?
Völliges Unverständnis!
Währenddessen ging die Sache mit den Bewerbungen weiter, ebenso ein Drama!
Das Vorstellungsgespräch + Eignungstest, welches wir gleich Zeitnah hatten, lief gut, doch plötzlich sollten es unterschiedliche Schichten sein, obwohl es am Anfang hieß, dass es Problemlos mit der Fahrgemeinschaft klappt.
Danach hatten wir ein versprochenes Jobangebot einer ZaF, welches sich in Luft aufgelöst hat, weil der Kunde kein Mutter Tochter Duo wollte.
Selbige ZaF hat sich deswegen ziemlich geschämt und fleißig weiter gesucht und kam eine Woche später mit einem neuen Angebot. Wir also hin, haben schon den ersten Teil der Verträge unterschrieben, da ruft der Kunde an und sagt ab, weil bei ihnen selbst spontan Aufträge geändert bzw. verpasst wurden. Der Herr der ZaF hätte sich am liebsten in Luft aufgelöst und uns Angeboten, trotzdem einen Vertrag zu machen, auf den nächsten Monat, er würde auf jeden Fall was finden. Da sie allerdings gleich 2x so heftig "versagt" haben, haben wir uns darauf nicht eingelassen.
Nun gut, der Tag kam, als unsere Krankschreibung auslief und der rettende Anruf einer anderen ZaF ebenso.
Wir hatten eine Woche Leerlauf, in der wir im Prinzip Arbeitslos waren, uns aber nicht extra als solches gemeldet haben. Da der online Antrag nur mit Beschränkungen ging, wir auf unsere ausführliche Erklärungen aber nicht verzichten wollten, hatten wir die Papiervariante beantragt. Da die noch nicht so schnell da war, kam es dann dazu, dass wir nicht mehr ALG I beantragt haben, weil wir in dieser Woche den neuen Vertrag unterschrieben hatten.
Allerdings ist damit noch nicht der Weg der schrägen Jobsuche vorbei.
Die ZaF hatte eine Stelle für uns in einer Firma, in der sie zwar vertreten sind, aber nicht den Master haben. Selbige Stelle wurde uns auch schon von einer anderen ZaF (die mit dem Mastervertrag) angeboten, die wir aber abgelehnt hatten, weil sie im Prinzip mich von vornherein nicht wollten. Meine Mom sollte "erstmal" einen Vertrag unterschreiben und mich würde sie später dann auch da unterbringen.
Durch die vorherigen schlechten Erfahrungen haben wir natürlich nicht zugesagt und später das andere Angebot für die Firma angenommen, dennoch hat mir nach nur 3 Tagen meine ZaF im Namen der anderen ZaF mitgeteilt, dass meine Leistung nicht reichen würden.
Ich hab geschaut, wie 'nen Reh, welches gleich umgefahren wird. Ihnen auch mitgeteilt, dass ich am Abend zuvor noch von der Vorarbeiterin gelobt wurde, weil andere in dieser Situation wohl meist "Kopflos überfordert" wären, weshalb meine ZaF erneut bei der anderen ZaF nachgefragt hat, nach mehr Details. Diese hat nach langem hin und her "zugegeben" dass es "evtl." doch nicht ganz so war.
Zeitgleich kam von einer anderen ZaF (man, verwirrend, aber wir haben uns überall beworben) ein Jobangebot, welches wir kurzerhand angenommen haben.
Die ZaF hat dort den Mastervertrag, allerdings sind die Ma der ZaF teilweise echt unfähig und man muss jeden Monat seinen Lohnzettel nachrechnen, dennoch verdiene ich nun 200 - 300€ mehr.
Alles in allem ist die Situation okay, allerdings war unsere Spontanität ein echt übler Lehrmeister. Ich bin um 10 Jahre gealtert.
Das nächste Mal (Gott bewahre) wird der Rückzug definitiv taktisch cleverer angegangen.

Liebe Grüße

Laura
 
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