Mittelstand - Das Schweigen der Lämmer

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Doch wo bleibt in Deutschland der Protest des Mittelstands? Ihm brechen die Aufträge, Umsätze und Gewinne weg und ihm fehlen die Kredite - wegen dieser Machenschaften. Wieso erhoffen sich weite Teile dieser Schicht immer noch ernsthaft Hilfe von Leuten wie Ackermann und Friedrich Merz, von Merkel und Steinbrück oder vom Westerwellness-Club der FDP? Hat nicht gerade das Kranksparen der Kommunen und Sozialhaushalte die jetzt so bitter nötige heimische Nachfrage ausgetrocknet und hat nicht gerade der Deregulierungswahn der Neoliberalen die Schleusen für den globalen - sprich großangelegten - Finanzbetrug geöffnet?
Linkszeitung - LEITARTIKEL: Das Schweigen der Lämmer

Gruß
Norbert

Freiheit, Gleichheit, Solidarität
 

Jenie

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mh ich denke viele kämpfen gerade den kampf des Unterganges und bewegen sich abwärts. Ein teil wird versuchen irgendwie am Glauben arbeit festzuhalten und einen job zu bekommen.

Hinzu kommt die SChattenwirtschaft. sie blüht weil sich viele da hinein flüchten. 2009 wird es erst soweit sein - das man es richtig sieht - Massenentlassungen und die jetzt kämpfen und noch mit sich selbst und dem SChock beschäftigt sind werden dann aufwachen. Hoffentlich so das sie ihre Wut auch dahin packen wo sie hin gehört.
 

Kaleika

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(...) Anlass zur Sorge haben diese Angehörigen der Mittelschicht im deutschen Speckgürtel allemal. Seit Jahren müssen sie einen Reallohnverlust hinnehmen, und selbst in den vermeintlich guten Zeiten des Aufschwungs hinken die Löhne dem Wachstum hinterher – um bei ökonomischer Talfahrt natürlich weiter abzufallen. Eine Entwicklung, die mit einem zunehmenden sozialen Gefälle einhergeht: Während die Spitzenverdiener weiter zulegen können, erleben die Mittelschichten einen dramatischen Reallohnverlust. In keiner anderen Industrienation nimmt das Lohngefälle so rapide zu wie in Deutschland, wie eine aktuelle Untersuchung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) belegt. Hinzu kommt, dass jahrzehntelang als krisensicher geltende Jobs bei Banken, Versicherungen und vor allem in der Automobilindustrie mittlerweile vom Abbau bedroht sind.

Wer sich nun die vergangenen Jahr gewundert hat, wieso es angesichts dieser dramatischen Entwicklung zu keinen nennenswerten sozialen Protesten kam, kann in den Umfragen der Leipziger Wissenschaftler eine Antwort finden. Die ganze Wut scheint sich gegen diejenigen zu wenden, die sich am unteren Rand der Gesellschaft befinden und bei einem verengten Stellenangebot als potenzielle Konkurrenten betrachtet werden. Und gegen die viel beschworenen „anonymen Mächte“, die unangreifbar in weiter Ferne ihre Strippen ziehen – vermeintlich bevorzugt an der US-amerikanischen Ostküste. Nur gegen die Verantwortlichen im eigenen Land scheint sich die Wut der vom Abstieg bedrohten Mittelständler nicht zu richten.

Dabei geben die Forscher zu bedenken, dass die Umfrage in einer „relativ entspannten Zeit“ erfolgte. Die beunruhigende Frage ist nun, wie sich die Einstellungen angesichts der derzeitigen dramatischen Wirtschaftskrise noch verändern werden.
https://images.zeit.de/text/online/2008/49/mittelschicht-abstieg-angst-chauvinismus

Kaleika
 

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(...) Anlass zur Sorge haben diese Angehörigen der Mittelschicht im deutschen Speckgürtel allemal. Seit Jahren müssen sie einen Reallohnverlust hinnehmen, und selbst in den vermeintlich guten Zeiten des Aufschwungs hinken die Löhne dem Wachstum hinterher – um bei ökonomischer Talfahrt natürlich weiter abzufallen. Eine Entwicklung, die mit einem zunehmenden sozialen Gefälle einhergeht: Während die Spitzenverdiener weiter zulegen können, erleben die Mittelschichten einen dramatischen Reallohnverlust. In keiner anderen Industrienation nimmt das Lohngefälle so rapide zu wie in Deutschland, wie eine aktuelle Untersuchung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) belegt. Hinzu kommt, dass jahrzehntelang als krisensicher geltende Jobs bei Banken, Versicherungen und vor allem in der Automobilindustrie mittlerweile vom Abbau bedroht sind.

Mittelschicht ist zwar nicht Mittelstand, aber die sind natürlich auch bedroht.:icon_eek:


Gruß
Norbert

alles für alle
 
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