Mittellos, Wohnung abgelehnt. (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

derh

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Sehr geehrtes Elo-Forum,
ich bin neu hier & bringe direkt ein paar fragen mit.

Ich bin 23 Jahre alt und habe 1 Zimmer welches mir kostenlos von einem ehemaligen
Freund und Bekannten meines Vaters zur Verfügung gestellt wurde.
Um Arbeit zu finden bin ich dort vor 4 Jahren hingezogen.
Leider bin ich im Februar arbeitslos geworden.
Einen Alg2 Antrag habe ich nicht gestellt nachdem festgestellt wurde, dass mir kein Alg1 zusteht.
Der Grund dafür: wurde in der Vergangenheit mehrfach mündlich abgelehnt und abgewimmelt,
trotz nachgewiesener Mittellosigkeit.

Leider habe ich seitdem keine Arbeit gefunden. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen,
einen Alg2 Antrag in meiner Heimatstadt zu stellen.
Ich möchte zurück und das muss so schnell wie möglich passieren.
Ein Einzug bei meiner Mutter kommt nicht infrage.

Mein Antrag wurde gestempelt zurückgeschickt. (April 2015)
Ein zusätzliches Schreiben wurde nicht beigefügt.
Stattdessen wurde mir telefonisch mitgeteilt,
dass ich dort erst eine Wohnung beantragen muss bevor mir Alg2 Leistungen zustehen.

Ich habe mich seitdem auf einige Online-Inserate gemeldet und wurde entweder ignoriert - oder habe eine Absage erhalten.
Am Montag habe ich nach langer Suche endlich einen Termin für die Besichtigung einer Wohnung bekommen.
Also habe ich vorher bei der Arge angerufen -> die Wohnung wurde direkt abgelehnt.

Die Miete + Nebenkosten ist zu hoch...?
Bei meinem ersten Anruf sagte mir eine Sachbearbeiterin der MP liegt bei 220€
2. Anruf = 230€
Gestern wurde mir gesagt 255€ inkl Nebenkosten.
Mietspiegel 1

Mein Mietvorschlag:
260€ M
80€ NB
60€ HK
Der Wohnungsmarkt gibt nichts anderes her, bis auf eine 1 Zimmer Wohnung mit Gemeinschaftsküche & Toilette.
Das kommt für mich aus hygienischen Gründen nicht infrage.

Besteht die Möglichkeit, irgendetwas in Bewegung zu setzen sodass die Arge meinen Mietvorschlag noch einmal prüft und ich ggf einen Teil selbst zur Miete beisteuer?
 

Pendlerin

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Wenn ich das richtig lese bist du gerade nicht im Leistungsbezug. Somit kannst du ungefragt umziehen sofern es dir möglich ist. Du solltest jedoch eine angemessene Wohnung nehmen. Ansonsten kannst du spätestens dort nach sechs Monaten ausziehen oder deine Kosten anderwertig senken.

Ich nehme mal an das mit 255 Euro die Kaltmiete inkl.kalter Nebenkosten gemeint ist. Das ist der mir bekannte Satz der Mietstufe 1 und wird meist auf dem kahlen Land ohne Infrastrucktur vergeben.
Zu den 255 Euro kommen dann noch die Heizkosten hinzu. Kommste auf maximal ca.gefühlte 320 Euro Warmmiete.

Grüssle von der Pendlerin
 
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'nabend @derh und Welcome!

Ich denke wir sollten in deinem Fall systemisch vorgehen. Zuerst schauen wir mal, ob deine Heimatstadt hier Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Wenn nein, hast du ein Recht darauf die Berechnungsgrundlage für die KDU von deinem JC/Optionskommune schriftlich herauszufordern.
 

derh

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Wenn ich das richtig lese bist du gerade nicht im Leistungsbezug.
Hi und danke für deine Antwort.
Genau, ich erhalte derzeit keine Leistungen.
Somit kannst du ungefragt umziehen sofern es dir möglich ist. Du solltest jedoch eine angemessene Wohnung nehmen. Ansonsten kannst du spätestens dort nach sechs Monaten ausziehen oder deine Kosten anderwertig senken.
Mir wurde gesagt, dass dann kein Darlehen für die Kaution gewährt wird und ich die Heizkosten- Nachzahlungen + Nebenkosten von meinem Regelsatz begleichen muss.
Ich nehme mal an das mit 255 Euro die Kaltmiete inkl.kalter Nebenkosten gemeint ist. Das ist der mir bekannte Satz der Mietstufe 1 und wird meist auf dem kahlen Land ohne Infrastrucktur vergeben.
Zu den 255 Euro kommen dann noch die Heizkosten hinzu. Kommste auf maximal ca.gefühlte 320 Euro Warmmiete.
Ja, "auf dem kahlen Land" trifft es ziemlich gut.
Dann werde ich mich erneut umsehen müssen.
Eine Wohnung nach diesen Anforderungen zu finden
ist eine sehr große Herausforderung..

'nabend @derh und Welcome!
Danke ;)

Ich denke wir sollten in deinem Fall systemisch vorgehen. Zuerst schauen wir mal, ob deine Heimatstadt hier Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Wenn nein, hast du ein Recht darauf die Berechnungsgrundlage für die KDU von deinem JC/Optionskommune schriftlich herauszufordern.
Ich werde mich dort mal umschauen.
Mal sehen ob der Werra Meißner Kreis dort gelistet ist.
 

derh

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Laut dieser Tabelle stehen mir also inkl Heiz- und Nebenkosten 284€ zu!?
Ich blicke da irgendwie nicht durch.
Dort wird weniger angeben als der Betrag welchen mir die SB genannt hat:eek:
 
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Laut dieser Tabelle stehen mir also inkl Heiz- und Nebenkosten 284€ zu!?
Ich blicke da irgendwie nicht durch.
Dort wird weniger angeben als der Betrag welchen mir die SB genannt hat:eek:
Die Tabelle dürfte veraltet sein, ist von 2007!

Du hast aber das Recht auf eine aktuelle, schriftlich anzufordern bei deinem JC!
 

Der Auflehnende

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derh:
Einen Alg2 Antrag habe ich nicht gestellt nachdem festgestellt wurde, dass mir kein Alg1 zusteht.
Der Grund dafür: wurde in der Vergangenheit mehrfach mündlich abgelehnt und abgewimmelt.
In so einem Fall setzt man ein Schreiben auf, indem Leistungen nach dem SGB II beantragt werden. Wichtig ist, dass das Schreiben, dem JC nachweissicher zugeht.

Wovon lebst du überhaupt zur Zeit?
 

Heidschnucke

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Sehr geehrtes Elo-Forum,
ich bin neu hier & bringe direkt ein paar fragen mit.

Ich bin 23 Jahre alt und habe 1 Zimmer welches mir kostenlos von einem ehemaligen
Freund und Bekannten meines Vaters zur Verfügung gestellt wurde.
Um Arbeit zu finden bin ich dort vor 4 Jahren hingezogen.
Leider bin ich im Februar arbeitslos geworden.
Einen Alg2 Antrag habe ich nicht gestellt nachdem festgestellt wurde, dass mir kein Alg1 zusteht.
Der Grund dafür: wurde in der Vergangenheit mehrfach mündlich abgelehnt und abgewimmelt,
trotz nachgewiesener Mittellosigkeit.
Also nach 4 Jahren Beschäftigung steht Dir ALG I zu! ALG II zum Aufstocken! Immer einen Antrag stellen mündlich zählt nicht und immer auf einen schriftlichen Bescheid bestehen!

Leider habe ich seitdem keine Arbeit gefunden. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen,
einen Alg2 Antrag in meiner Heimatstadt zu stellen.
Ich möchte zurück und das muss so schnell wie möglich passieren.
Ein Einzug bei meiner Mutter kommt nicht infrage.
ok.

Mein Antrag wurde gestempelt zurückgeschickt. (April 2015)
Ein zusätzliches Schreiben wurde nicht beigefügt.
Stattdessen wurde mir telefonisch mitgeteilt,
dass ich dort erst eine Wohnung beantragen muss bevor mir Alg2 Leistungen zustehen.
Nichts mündliches nie telefonieren! Ein Antrag muss immer da gestellt werden wo du gemeldet bist!

Ich habe mich seitdem auf einige Online-Inserate gemeldet und wurde entweder ignoriert - oder habe eine Absage erhalten.
Am Montag habe ich nach langer Suche endlich einen Termin für die Besichtigung einer Wohnung bekommen.
Also habe ich vorher bei der Arge angerufen -> die Wohnung wurde direkt abgelehnt.

Die Miete + Nebenkosten ist zu hoch...?
Bei meinem ersten Anruf sagte mir eine Sachbearbeiterin der MP liegt bei 220€
2. Anruf = 230€
Gestern wurde mir gesagt 255€ inkl Nebenkosten.
Mietspiegel 1

Mein Mietvorschlag:
260€ M
80€ NB
60€ HK
Der Wohnungsmarkt gibt nichts anderes her, bis auf eine 1 Zimmer Wohnung mit Gemeinschaftsküche & Toilette.
Das kommt für mich aus hygienischen Gründen nicht infrage.
Von der Sache her kannst Du Dir jede Wohnung Mieten was davon das JC bezahlt ist was anderes, Du solltest Dir die Kappungssätze der Kommune besorgen, und in dem Rahmen was passendes suchen, was nicht einfach ist gebe ich Dir recht! Sollte es kein schlüssiges Konzept geben gilt die Wohngeldtabelle plus 10%.
Das JC hat da nichts zu genehmigen, denn es ist ein Vertrag zwischen Dir und Deinen Vermieter und nicht des JC.

Besteht die Möglichkeit, irgendetwas in Bewegung zu setzen sodass die Arge meinen Mietvorschlag noch einmal prüft und ich ggf einen Teil selbst zur Miete beisteuer?
Du kannst natürlich eine Teurer Wohnung anmieten, bekommst dann eine Kostensenkungsaufforderung, musst dann in einen halben Jahr die Kosten in den Vorgegebenen Rahmen bringen bis da hin müssen sie die tatsächlich Miete Zahlen, kannst du die Miete nicht senken, musst das auch beweisen können, müssen sie weiter zahlen (was wahrscheinlich nur über Gericht gehen wird) ansonsten musst du die Differenz aus dem Regelsatz zahlen.

Aber was meine Hauptproblem ist wieso bist Du Mittellos kein ALG I oder II; bist du überhaut versichert!
 

derh

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In so einem Fall setzt man ein Schreiben auf, indem Leistungen nach dem SGB II beantragt werden. Wichtig ist, dass das Schreiben, dem JC nachweissicher zugeht.

Wovon lebst du überhaupt zur Zeit?
Zu diesem Zeitpunkt habe ich einen, bis auf 2 Kontoauszüge,
vollständigen Antrag auf Alg2 gestellt. Aufgrund fehlender Auszüge wurde
mein Antrag nicht angenommen. Wobei natürlich Nachgewiesen kein
Geld auf meinem Konto war.
Derzeit lebe ich von dem Verkauf meines Smartphones und ein paar
Neuwertiger Schuhe.

Also nach 4 Jahren Beschäftigung steht Dir ALG I zu! ALG II zum Aufstocken! Immer einen Antrag stellen mündlich zählt nicht und immer auf einen schriftlichen Bescheid bestehen!
Ich habe ausschließlich bei Zeitarbeitsfirmen gearbeitet.
Dort wurde ich immer in den ersten 6 Monaten gekündigt.
Somit bin ich nie auf 1 Jahr gekommen.
6 Monate Arbeit, 6-7 Monate Arbeitssuchend ohne Leistungen.
Zwischenzeitlich habe ich von den vergangenen Löhnen gelebt.

Von der Sache her kannst Du Dir jede Wohnung Mieten was davon das JC bezahlt ist was anderes, Du solltest Dir die Kappungssätze der Kommune besorgen, und in dem Rahmen was passendes suchen, was nicht einfach ist gebe ich Dir recht!
Ok... ich habe herausgefunden, dass der genannte Betrag von
255€ tatsächlich der Wahrheit entspricht.
Dieser beinhaltet die NB.
Minimale Abweichungen wurden trotz schwachem Wohnungsangebot
für Single Haushalte- nicht berücksichtigt.

Du kannst natürlich eine Teurer Wohnung anmieten, bekommst dann eine Kostensenkungsaufforderung, musst dann in einen halben Jahr die Kosten in den Vorgegebenen Rahmen bringen bis da hin müssen sie die tatsächlich Miete Zahlen, kannst du die Miete nicht senken, musst das auch beweisen können, müssen sie weiter zahlen (was wahrscheinlich nur über Gericht gehen wird) ansonsten musst du die Differenz aus dem Regelsatz zahlen.
Wobei ich dann mit den finanziellen Belastungen bzgl Heizung & Kaution
klar kommen müsste. Das ist Aufgrund des sowieso schon geringen
Regelsatzes für mich nicht tragbar.

bist du überhaut versichert!
Ja, ich bin Versichert. Kann aber die Beiträge nicht bezahlen.
 

Heidschnucke

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Wie man eine Wohnung sucht muss ich Dir sicher nicht erklären. Mach ich auch nicht,

und ja das JC benennt eine sogenannte Brutto Warmmiete das ist die Kaltmiete + Nebenkosten, warum die das so machen wissen die selber nicht, in meinen Augen geht es nur darum zu Verwieren, naja ist ein anderes Thema.

Wenn man einen Antrag stellt und abgibt muss man sich auch kümmern. Wenn du keinen Anspruch auf ALG I hast, hast Du von der AfA dafür ein schreiben bekommen.

Wenn ich das richtig gelesen habe, ist Dein ALG II verwehrt worden weil Du nicht alle Unterlagen Vollständig und Fristgerecht eingereicht hast. Ok da sind Sie im Recht, aber wer hindert Dich erneut ein Antrag zu stellen, und alle Unterlagen Vollständig einzureichen. Aber auch Vorsicht nicht alle Unterlagen die sie haben Wollen sind auch erforderlich.

Das Forum hier ist da hilfreich oder einfach mal eine PM!

Das mit der Versicherung musst Du in Griff bekommen, die wollen Ihr Geld mit allen Wenn und aber.

Ich hätte an Deiner stelle am Montag ein Termin und zwar ALG II beantragen, wenn das dann alles gelaufen ist bekommst du noch für 07.15 ALG II.
 

Der Auflehnende

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derh:
Aufgrund fehlender Auszüge wurde mein Antrag nicht angenommen. Wobei natürlich Nachgewiesen kein Geld auf meinem Konto war.
Hier empfehle ich beim Jobcenter einen schriftlichen Verwaltungsakt (§ 33 Abs. 2 SGB X) nachweisbar anzufordern, indem die Gründe der Ablehnung darzulegen sind. Eine Ablehnung der Leistungen darf in diesem Fall nur erfolgen, wenn die Umstände, die für die Entscheidung wesentlich sind, nicht aufgeklärt werden können.

In Post #1 gibst Du an, vom JC abgewimmelt worden zu sein. Das JC ist verpflichtet Anträge entgegenzunehmen.
Ausführlich hier:
https://www.elo-forum.org/alg-ii/10254-antrag-einfach-bearbeitet.html#post94472

derh:
Ja, ich bin Versichert. Kann aber die Beiträge nicht bezahlen.
Setze dich umgehend mit der KV in Verbindung und schildere denen Deine Situation. Am besten schriftlich und nachweisbar.
 

Pendlerin

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Ich weiss garnicht ob sich das ganze Tamtam anzuzetteln lohnt. Offenbar reicht auch ein Job nebenbei. Ich gehe auch davon aus das die 1Zimmerbude quasi fast..hm..kostenlos überlassen wurde.
Das mit den freiwilliegn KKbeträgen ist fatal..sehr fatal und es kann dir verdammt schnell passieren das du beim Doc stehst und nix mehr Behandlung.

Versuch möglichst schnell so eine Art Midijob zu finden. Also über 450 Euro. Z.b. im Kiosk malochen..Zeitungen austragen..ect. Egal was Hauptsache KK.
Versuch mit Mutti zu reden. Versuch es zumindestens und frag um eine vorrübergehende Schlafmöglichkeit. Sollte sie zustimmen und du kannst erstmal vor Ort..sollte dir sehr wohl klar sein das du ziemlich schnell bei Mutti wieder an der frischen Luft sitzen wirst wenn du dich nicht bemühst. Aber ich denke es ist der einfachste Weg weil man vor Ort vermutlich schneller an einen Job und an eine Wohnung kommt.
Bis zu 6 Wochen kannst du Besuch sein. In diesem Zeitrahmen solltest du Gas geben und keineswegs wählerisch sein. Heisst eben auch..denk über eine Wg nach. Denk nach ob du im Heimatort überhaupt Fuss fassen kannst.

Grüssle von der Pendlerin
 

derh

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Ich habe mittlerweile eine angemessene Wohnung gefunden.
Diese wurde auch anstandslos vom Jobcenter (schriftlich) genehmigt.
Ab dem 01.09.2015 kann ich einziehen.
Derzeit beschäftige ich mich mit dem Antrag auf Alg2.
Vom zuständigen Sachbearbeiter habe ich keine genaue Info darüber bekommen, ab wann mir Leistungen zustehen. Aber er war sich ziemlich sicher, dass ich für den 8.15 nichts bekomme.

Bereits im April habe ich einen Antrag auf Leistungen gestellt welcher allerdings ohne Ablehnungsbescheid, jedoch gestempelt an mich zurück geschickt wurde.
Das verwirrt mich alles ein wenig. Was ist denn nun laut Gesetz richtig & was nicht? Lese immer nur "ab Tag der Antragstellung..."
 

Seepferdchen 2010

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Das verwirrt mich alles ein wenig. Was ist denn nun laut Gesetz richtig & was nicht? Lese immer nur "ab Tag der Antragstellung..."
§ 37 SGB II

(2) Leistungen nach diesem Buch werden nicht für Zeiten vor der Antragstellung erbracht. Der Antrag auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts wirkt auf den Ersten des Monats zurück. Der Antrag auf Leistungen für die Bedarfe nach § 28 Absatz 7 wirkt, soweit daneben andere Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts erbracht werden, auf den Beginn des aktuellen Bewilligungszeitraums nach § 41 Absatz 1 Satz 4 beziehungsweise 5 zurück.
also in dem Monat wo du den Antrag stellst und das muß schriftlich beantwortet/Bescheid werden.
 

derh

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Danke @Seepferdchen
Also steht mir der volle Regelsatz für den Monat August zu.
Das werde ich nächste Woche erneut ansprechen und durchsetzen.
 

doppelhexe

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... Mein Antrag wurde gestempelt zurückgeschickt. (April 2015)
Ein zusätzliches Schreiben wurde nicht beigefügt.
Stattdessen wurde mir telefonisch mitgeteilt,
dass ich dort erst eine Wohnung beantragen muss bevor mir Alg2 Leistungen zustehen.

...
ich hab da nicht viel ahnung ... aber kann man da nicht noch irgendwas machen?

der antrag wurde ja nachweislich gestellt, keine gründe für eine ablehnung genannt und bedürftig war derh doch auf jeden fall??? auch wenn es (vielleicht) das falsche jobcenter war, kann man die anträge nicht in jeder beliebigen behörd, sogar in der stadtverwaltung oder bei der polizei oder gericht zur weiterleitung abgeben? da dürfte das falsch jobcenter doch wohl der geringste hinderungsgrund sein???

für meine begriffe müsste demnach von MINDESTENS april (stempel = nachweis antragstellung) an der regelsatz (und damit auch die KK) bezahlt werden? überprüfungsantrag? o.ä.?
 

Seepferdchen 2010

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Hast recht @Doppelhexe nur müßte @drh mal das etwas aufdrösseln, weil:

Einen Alg2 Antrag habe ich nicht gestellt nachdem festgestellt wurde, dass mir kein Alg1 zusteht.
einen Alg2 Antrag in meiner Heimatstadt zu stellen.
Mein Antrag wurde gestempelt zurückgeschickt. (April 2015)
Ein zusätzliches Schreiben wurde nicht beigefügt.
Stattdessen wurde mir telefonisch mitgeteilt,
dass ich dort erst eine Wohnung beantragen muss bevor mir Alg2 Leistungen zustehen.
Eine Meldeadresse hätte hier auch ausgereicht, das ist keine Begründung nur weil er keine
Wohnung hat und es fehlt der schriftliche Bescheid dazu!

Hast du noch diesen Antrag wo der Stempel drauf ist?
 

derh

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ich hab da nicht viel ahnung ... aber kann man da nicht noch irgendwas machen?

der antrag wurde ja nachweislich gestellt, keine gründe für eine ablehnung genannt und bedürftig war derh doch auf jeden fall??? auch wenn es (vielleicht) das falsche jobcenter war, kann man die anträge nicht in jeder beliebigen behörd, sogar in der stadtverwaltung oder bei der polizei oder gericht zur weiterleitung abgeben? da dürfte das falsch jobcenter doch wohl der geringste hinderungsgrund sein???

für meine begriffe müsste demnach von MINDESTENS april (stempel = nachweis antragstellung) an der regelsatz (und damit auch die KK) bezahlt werden? überprüfungsantrag? o.ä.?
Ja, ich war bedürftig! Habe im März mein Zeitkonto ausgezahlt bekommen ~240€. Jede einzelne Seite meines Antrages + Anlagen wurde gestempelt.

Hast recht @Doppelhexe nur müßte @drh mal das etwas aufdrösseln, weil:
Eine Meldeadresse hätte hier auch ausgereicht, das ist keine Begründung nur weil er keine
Wohnung hat und es fehlt der schriftliche Bescheid dazu!

Hast du noch diesen Antrag wo der Stempel drauf ist?
Ich habe alles noch in dem Umschlag mit welchem mir der Antrag zurückgesandt wurde. Kann nachweisen, dass ich den Antrag bereits am 08.04.15 gestellt habe. Suche gerade alle meine Kontoauszüge zusammen um meine Bedürftigkeit auch belegen zu können. Allerdings ist es in meinem Schukarton doch etwas chaotisch...
 

doppelhexe

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WO hast du zu dem zeitpunkt der antragstellung gelebt? (polizeilich gemeldet-ausweis) ... im ort der antragstellung?
 

derh

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WO hast du zu dem zeitpunkt der antragstellung gelebt? (polizeilich gemeldet-ausweis) ... im ort der antragstellung?

vielleicht mal den (abgelehnten) antrag einscanen/abfotografiern und hier einstellen?
Zu dem Zeitpunkt der Antragstellung habe ich in einem anderen Landreis gewohnt.
....hier der Stempel bzw Nachweis:
IMG_20150816_171924.jpg
 

Seepferdchen 2010

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Zu dem Zeitpunkt der Antragstellung habe ich in einem anderen Landreis gewohnt.
Hmm dann hättest du deinen Antrag in deiner Stadt stellen müßen also da wo du dich
tatsächlich aufgehalten hast.

§ 36 SGB II

Für die Leistungen nach § 6 Absatz 1 Nummer 1 ist die Agentur für Arbeit zuständig, in deren Bezirk die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. Für die Leistungen nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 ist der kommunale Träger zuständig, in dessen Gebiet die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Und ggf. ein Mietangebot auch dort einreichen, also beim JC wo du dein Wohnsitz/Aufenhalt hast.
 

doppelhexe

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aber das schliesst doch nun nicht unbedingt eine zahlung bzw. den anspruch aus?

zumindest hätte ne ablehnung mit angabe des grundes erfolgen müssen, damit man "den fehler" beheben kann?

oder hätten die den antrag nicht vielleicht doch an das zuständige jobcenter weiterleiten müssen?
 

derh

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Ok... dann habe ich jetzt Gewissheit.
Werde dann versuchen Leistungen für diesen Monat zu bekommen, sobald ich meinen aktuellen Antrag persönlich dort abgebe.

Danke für eure Hilfe ;-)
 

Seepferdchen 2010

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aber das schliesst doch nun nicht unbedingt eine zahlung bzw. den anspruch aus?
Doch weil hier der § 36 SGB II zum tragen kommt also immer das jeweilige JC/Wohnort ist für die Leistung zuständig.

Natürlich hätte das JC das schriftlich machen müßen, wie du schreibst um ihn auf den Fehler hinzuweisen.
 
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