Mittellos nach fristloser Kündigung - bitte helft mir!

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natascha77

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Hallo,

ich habe von meinem arbeitgeber gestern die fristlose kündigung erhalten, welche meiner meinung nach ungerechtfertigt ist. daher habe ich kündigungsschutzklage vor dem arbeitsgericht eingereicht. trotzdem stehe ich bis zur entscheidung ohne jegliche bezüge da, denn erstens dauert die bearbeitung meines arbeitslosengeldantrages bei der arbeitsagentur wohl einige wochen und zweitens gibt es möglicherweise eine sperrfrist wegen der fristlosen kündigung (sofern ich mit der klage nicht durchkommen sollte).

ich bin alleinerziehende mutter eines 11-jährigen kindes, bekomme keinen unterhalt oder sonstiges - ich bin im moment wirklich vollkommen mittellos und ziemlich verzweifelt. was kann ich jetzt tun, muss das sozialamt mir mit der miete und dem lebensunterhalt für mich und meinen sohn helfen? ich kann doch nicht wochenlang hungern und mit meinem sohn auf der straße leben.

ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir helfen würdet, ich weiß im moment wirklich nicht mehr weiter...

liebe grüße

Natascha
 
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natascha77 meinte:
Hallo,

ich habe von meinem arbeitgeber gestern die fristlose kündigung erhalten, welche meiner meinung nach ungerechtfertigt ist. daher habe ich kündigungsschutzklage vor dem arbeitsgericht eingereicht. trotzdem stehe ich bis zur entscheidung ohne jegliche bezüge dar, denn erstens dauert die bearbeitung meines arbeitslosengeldantrages bei der arbeitsagentur wohl einige wochen und zweitens gibt es möglicherweise eine sperrfrist wegen der fristlosen kündigung (sofern ich mit der klage nicht durchkommen sollte).

ich bin alleinerziehende mutter eines 11-jährigen kindes, bekomme keinen unterhalt oder sonstiges - ich bin im moment wirklich vollkommen mittellos und ziemlich verzweifelt. was kann ich jetzt tun, muss das sozialamt mir mit der miete und dem lebensunterhalt für mich und meinen sohn helfen? ich kann doch nicht wochenlang hungern und mit meinem sohn auf der Straße leben.

ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir helfen würdet, ich weiß im moment wirklich nicht mehr weiter...

liebe grüße

Natascha
Hast du dich schon arbeitslos gemeldet? Beantrage schriftlich einen Vorschuß, (und laß dir dioe Abgabe auf einer Kopie bestätigen)
Du wirst deine Mittellosigkeit aber nachweisen müssen. Letzten Kontoauszug, Bestätigug du du dein Konto nicht überzeihen kannst soltest du gleich mitnehmen...

Wie ist es mit ausstehendem Lohn?

Wenigstens hast du ja erstmal noch das Kindergeld...

Gruß aus Ludwigsburg
 

natascha77

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Hallo,

vielen Dank für deine Antwort. Ich habe vor morgen früh zum arbeitsamt zu gehen. allerdings habe ich gehört, dass es bei einer fristlosen kündigung eine 3-monatige sperre gibt. ist das so? ausserdem wird das arbeitslosengeld wenn es denn irgendwann bewilligt wird ohnehin nicht ausreichen. ich bin wie gesagt alleinerziehend. meine miete beträgt schon monatlich 580 euro warm. hinzu kommen kosten für strom telefon etc. - ich hatte einen nettoverdienst in höhe von 1.000 euro monatlich - da kommen dann ja höchstens so ca. 600 euro an arbeitslosengeld bei raus. das reicht also nichtmal um die monatlichen kosten zu decken - und zu essen haben wir dann auch noch nichts...


liebe grüße

natascha
 

RobertKS

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Hallo Natascha,

Wenn Die Arge keinen Vorschuß zahlen kann oder will, weil der Antrag noch in Bearbeitrung ist, ist es hilfreich beim Sozialamt - notgedrungen - vorstellig zu werden, und um die Übernahme der Mietkosten (geschieht meist auf Darlehensbasis) und Vorschuß auf ALG1 nachsuchen.Vorher bei der Arge sich Bescheinigung geben lassen, das Antrag in Bearbeitung ist, und Vorschuß nicht gezahlt wird.(ganz wichtig um Mittellosigkeit - zusammen mit dem Kontoauszug nachzuweisen).

Gruß Robert ;)
 

natascha77

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Hallo,

auch dir vielen Dank für deine Antwort. Ich werde das dann morgen versuchen, denn natürlich wird der Antrag dann noch in Bearbeitung sein, weil ich ihn ja morgen erst einreiche. Gibt es da denn irgendwelche Tabellen oder so, was ich als Vorschuss erhalten kann? MeineMiete ist ja schon am 1. fällig und leben müssen wir ja auch von irgendwas.

Du schreibst "Vorschuss auf Darlehensbasis" - wie soll man denn den Vorschuss jemals zurückzahlen können, wenn ich wie erwähnt nach Ablauf einer Sperrfrist max. 600 euro Arbeitslosengeld erwarte?

Liebe Grüße

Natascha
 
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Arco

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natascha77 meinte:
Hallo,

vielen Dank für deine Antwort. Ich habe vor morgen früh zum arbeitsamt zu gehen. allerdings habe ich gehört, dass es bei einer fristlosen kündigung eine 3-monatige sperre gibt. ist das so? ausserdem wird das arbeitslosengeld wenn es denn irgendwann bewilligt wird ohnehin nicht ausreichen. ich bin wie gesagt alleinerziehend. meine miete beträgt schon monatlich 580 euro warm. hinzu kommen kosten für strom telefon etc. - ich hatte einen nettoverdienst in höhe von 1.000 euro monatlich - da kommen dann ja höchstens so ca. 600 euro an arbeitslosengeld bei raus. das reicht also nichtmal um die monatlichen kosten zu decken - und zu essen haben wir dann auch noch nichts...

liebe grüße
natascha
hi natscha,

kann mich den Vorschreibern erstmal nur anschließen, du wirst aber so oder so Probleme bekommen da deine Miete sehr hoch ist ! ! !

Egal wie, aber wenn du dann Alg1 bekommst wird das so in etwa 680/700 Euro betragen.... zzgl. Kindergeld von 154 Euro = etwa 850 Euro.

Und da beißt die Maus kein Faden ab, mehr wird es auch nicht wenn du dann evtl. ergänzendes Alg2 beantragen könntes, da dein Gesamtbedarf Alg2 in etwa mit der angemessenen Miete sich bei auch (Brutto) 850 Euro bewegen würde. Davon würden angerechnet das KG und Alg1, also würdes du dann kein Alg2 bekommen.... Nehme ich mal an....

Aber egal, solltest das Arbeitsgericht dir nicht helfen können, du wirst ja wissen warum die Kündigung erfolgte, dann wäre eine Sperre drin.

Also auf jeden Fall hier jetzt zweigleisig fahren (Alg1 + Alg2-Sozialamt) damit du und das Kind in der Krankenversicherung bleiben.

4 Wochen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bist du noch KV, aber dann muß das mit dem Alg1+Alg2 geklärt sein....
 

RobertKS

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Hallo Natascha,

Also erstmal folgendes: Das wird leider nicht anders gemacht, aber das zurück zahlen ist das geringste Problem, denn das geht auch auf Raten, und wenns nur 10.- oder 20.- Euro / monatl. sind.Wichtig erstmal, das Du Miete und Lebensunterhalt erstmal vorfinanziert bekommst mit dem Bescheid von Arge - vom Sozialamt, und die Geschichte mit dem Arbeitsgericht durchgezogen wird, denn evtl. hast Du deinen Job dann wieder.

Aber mal eine andere Frage: Weshalb hat man Dir denn fristlos gekündigt??
Gabs dafür einen Grund??

Gruß Robert ;)
 

Arania

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Da ich eine Klage aus demselben Grund schon mal erfolgreich durchgezogen habe kann ich nur sagen beim Arbeitsamt arbeitslos melden und gleich sagen das man gegen die Kündigung klagen wird, den Kündigungsgrund mußt Du dem Amt eh mitteilen, dann wird es normalerweise bis nach dem Verfahren auf Eis gelegt, ebenso ist Vorschuß zu beantragen
 

natascha77

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Hallo,

ich möchte euch allen nochmal ganz herzlich für die Tipps danken, ist wirklich ein tolles Forum hier.

Es gab einen Grund für die fristlose Kündigung, allerdings mache ich mir große Hoffnung, dass dieser vom Gericht "kassiert" wird. Ich bitte aber um Verständnis dafür, dass ich den genauen Grund hier nicht öffentlich posten möchte. Nur so viel: Ich habe nichts gestohlen oder jemanden beleidigt usw. - es geht angeblich um meine Arbeitsleistung, welche nach mehr als 6 Jahren plötzlich angeblich nicht mehr ausreichend ist, es läuft alles ein wenig in Richtung Mobbing. Es ist ein sehr kleiner Betrieb mit ca. 20 Mitarbeitern, bei welchem es auch keinen Betriebsrat gibt den ich um Rat fragen könnte.

Liebe Grüße

Natascha
 
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Arco

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natascha77 meinte:
Hallo,

ich möchte euch allen nochmal ganz herzlich für die Tipps danken, ist wirklich ein tolles Forum hier.

Es gab einen Grund für die fristlose Kündigung, allerdings mache ich mir große Hoffnung, dass dieser vom Gericht "kassiert" wird. Ich bitte aber um Verständnis dafür, dass ich den genauen Grund hier nicht öffentlich posten möchte. Nur so viel: Ich habe nichts gestohlen oder jemanden beleidigt usw. - es geht angeblich um meine Arbeitsleistung, welche nach mehr als 6 Jahren plötzlich angeblich nicht mehr ausreichend ist, es läuft alles ein wenig in Richtung Mobbing. Es ist ein sehr kleiner Betrieb mit ca. 20 Mitarbeitern, bei welchem es auch keinen Betriebsrat gibt den ich um Rat fragen könnte.
Liebe Grüße
Natascha
Hi Natascha,

der Grund sollte auch hier nicht öffentlich debattiert werden, aber wenn es da in die Richtung gehen sollte wie du angedeutet hast (Arbeitsleistung), dann muß vorher mindestens eine Abmahnung gemacht worden sein. Ist dies nicht geschehen, sieht es für den AG schonmal relativ schlecht aus.... so aus heiteren Himmel geht das nicht.

Wenn du in der Gewerkschaft seien solltest, hast du ja daduch Rechtsschutz und anwaltliche Hilfe.... Aber du sagst du hast ja innerhalb 3 Wochen die Kündigungsschutzklage eingereicht.... Also mehr kannste in dieser Richtung erst mal nicht machen.

Wie geschrieben jetzt sofort AA und evtl. Sozialamt (Alg2) beantragen...
 
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natascha77 meinte:
Hallo,

vielen Dank für deine Antwort. Ich habe vor morgen früh zum arbeitsamt zu gehen. allerdings habe ich gehört, dass es bei einer fristlosen kündigung eine 3-monatige sperre gibt. ist das so? ausserdem wird das arbeitslosengeld wenn es denn irgendwann bewilligt wird ohnehin nicht ausreichen. ich bin wie gesagt alleinerziehend. meine miete beträgt schon monatlich 580 euro warm. hinzu kommen kosten für strom telefon etc. - ich hatte einen nettoverdienst in höhe von 1.000 euro monatlich - da kommen dann ja höchstens so ca. 600 euro an arbeitslosengeld bei raus. das reicht also nichtmal um die monatlichen kosten zu decken - und zu essen haben wir dann auch noch nichts...


liebe grüße

natascha
Hallo, Natascha!

Wenn das Arbeitslosengeld nicht reicht, kannst du auch zusätzlich AlG II beantragen.

Würde ich mir aber gut überlegen!

Ich denke besser wäre es, Wohngeld und Kindergeldzuschlag zu beantragen.

Da hättest du dann wenigstens noch den Vorteil, daß das Arbeitsamt sich bemüht, dir Jobangebote zu machen.

Beim ALG II hast du zwar auch einen Arbeitsvermittler, die sind aber nicht sonderlich intzeressiert, dich in eine nständig bezahlte Arbeit zu vermitteln - da ist alles zumutbar - die kotrollieren eher nur deine Eigenbemühungen... und da kann es dir passieren, daß du in sinnlose Maßnahmen gesteckt wirst...


wichtig ist, alle Anträge schnell abzugeben, nicht auf einen späteren Termin vertrösten lassen, notfalls Anträge runter laden, ausfüllen und zur Krankenkase bringen, die MÜSSEN alles weiter leiten, was NICHT für sie bestimmt ist. Und immer schriftlich bestätigen lasse, was man abgegeben hat: ohne Nachweis kannst du später ziemlich blöd dastehen, wenn was schief geht.

Ich drück dir die Daumen, daß alles problemlos klappt: manchmal hat man ja das Glück.

Ach ja: und gleich einen Antrag auf Bewerbungskosten - Erstattung stellen!

Gruß aus Ludwigsburg
 
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natascha77 meinte:
Ich bitte aber um Verständnis dafür, dass ich den genauen Grund hier nicht öffentlich posten möchte.
Hallo, Natsascha

Kann ich verstehen. Trotzdem wäre es besser, du würdest das mit jemandem durchstehen, der sich auskennt.

Klagst du allein oder hast du einen Anwalt? Hast du Zeugen?

Gruß aus Ludwigsburg
 
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Über die Rückzahlung des Geldes, falls du es als Darlehen erhältst, solltest du dir wirklich erstmal keine allzu großen Gedanken machen.

Wenn du später regulär Arbeitslosengeld bekommst, kann dir das Darlehen erlassen werden. Das ist in § 44 SGB II geregelt. Dort heißt es in etwa, wenn die Rückzahlung eine unbillige Härte darstellen würde, kann es auf Antrag - und den mußt du dann stellen - erlassen werden.

Bei unabweisbarem Bedarf, wenn weder geschütztes Vermögen vorhanden ist, noch der Bedarf anderweitig gedeckt werden kann, können Geld- oder Sachleistung auf Darlehensbasis gem. § 38 SGB XII erbracht werden.

Das Darlehen ist durch monatliche Aufrechnung in Höhe von bis zu 10 % der RL der Bedarfsgemeinschaft einzubehalten.
(§ 23 Abs. 1 S.3 SGB II)

Wenn allerdings ein Anspruch auf eine Geldleistung dem Grunde nach besteht, kann nach pflichtgemäßem Ermessen gem. § 42 Abs. 1 SGB I ein Vorschuß gezahlt werden.
Dieser Vorschuß ist spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Antragseingang zu zahlen.
 
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