Mittagessen plus Getränk statt 1.30 die Stunde

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Smudo

Gast
Hallo allerseits

Jetzt ist die Wirtschaftskrise wohl auch bei den ein Euro Sklaven händlern angekommen.:icon_party:

Ich hatte eben einen Termin für eine Maßnahme. Die 1 Jahr dauern soll und wo ich in unterschiedlichen Gewerken einen einblick bekommen soll. Die gute Dame meinte es sei im Metal,Holz und grün Bereich. Halt der übliche Mist den man so angeboten bekommt. Was mich aber doch sehr verwundert ist, das es keine Aufwandsentschädigung in Form von 1.30 Euro gibt, sondern ein Mittagessen plus Getränk :eek:


Ist das überhaupt rechtlich so in Ordnung? Oder kann ich was dagegen machen?
 

Berenike1810

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- Hallo Smudo, das ist ja kurios! - Was steht in der EGV, wegen MAE ? Bitte scanne diese doch mal ein.
Berenike
 

Martin Behrsing

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Nenne doch mal den Träger beim Namen. Derartige Träger sollten keineswegs hier namelos eingestellt werden und da Düren ja nunmal bei um die Ecke liegt....
Hallo allerseits

Jetzt ist die Wirtschaftskrise wohl auch bei den ein Euro Sklaven händlern angekommen.:icon_party:

Ich hatte eben einen Termin für eine Maßnahme. Die 1 Jahr dauern soll und wo ich in unterschiedlichen Gewerken einen einblick bekommen soll. Die gute Dame meinte es sei im Metal,Holz und grün Bereich. Halt der übliche Mist den man so angeboten bekommt. Was mich aber doch sehr verwundert ist, das es keine Aufwandsentschädigung in Form von 1.30 Euro gibt, sondern ein Mittagessen plus Getränk :eek:


Ist das überhaupt rechtlich so in Ordnung? Oder kann ich was dagegen machen?
 
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Smudo

Gast
Meine EGV finde ich gerade leider nicht.

Der Träger heißt IN VIA e.v.
 

Martin Behrsing

Redaktion
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Dieser Verein?

IN VIA Kath. Mädchensozialarbeit
für die Region Düren-Jülich e.V.
Weierstr. 54
52349 Düren
 

Berenike1810

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...aber, kann st Du dich wenigstens noch erinnern? Was war, sowohl mündlich mit dem Sabe ausgemacht - und was steht in der EGV, wegen Aufwandentschädigung ? Die EGV kann ja nicht weg sein, die hat doch keine Beine!

(- Passt ja gut zu Sarrazin!)

Berenike
 
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Smudo

Gast
...aber, kann st Du dich wenigstens noch erinnern? Was war, sowohl mündlich mit dem Sabe ausgemacht - und was steht in der EGV, wegen Aufwandentschädigung ? Die EGV kann ja nicht weg sein, die hat doch keine Beine!

(- Passt ja gut zu Sarrazin!)

Berenike
Nee, weg ist der nicht. Sind jetzt Umgezogen und der muß noch in irgend einem Karton sein. Wenn ich sie finde stell ich die hier rein.
 

Berenike1810

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.......Frage an die Juristen und Hobby-Juristen, hier im Forum:

Sollte in der EGV MAE stehen, darf es sich dann dabei, ohne nähere Bezeichnung, auch um einen Geldwerten Vorteil (= Essen und Trinken) handeln ? - Kann ich noch nicht glauben, ist aber mal was ganz Interessantes.

Berenike
 

Kalkulator

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Ich hatte eben einen Termin für eine Maßnahme.
Du wirst doch dafür irgendwas schriftliches von der ARGE in der Hand haben?

Tätigkeitsbeschreibung
Dauer der Massnahme
Zahl der zu leistenden Stunden
Höhe der Aufwandsentschädigung

Nur das zählt.
 

Til Gung

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Die Höhe der MAE (Mehraufwandentschädigung) ist von der ARGE festzulegen und in der Zuweisung festzuhalten

(1) Anspruch an ARGE / gT
· Für die Dauer der Zuweisung in Zusatzjobs nach § 16 Abs. 3 Satz 2 SGB II ist den Teilnehmern
eine angemessene Mehraufwandsentschädigung zu zahlen.
· Der Anspruch des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen auf eine angemessene Mehraufwandsentschädigung
richtet sich an den Träger der Grundsicherung nach dem SGB II. Die Mehraufwandsentschädigung
ist von der ARGE / gT zu bewilligen und aus dem Eingliederungsbudget
zu erbringen.

Als arbeitsbedingter Mehrbedarf kommen in erster Linie Fahrkosten in Betracht. Es sollte
jedoch auch ein Mehrbedarf für auswärtige Ernährung, Bekleidung einschl. Reinigung sowie
Körperpflege berücksichtigt werden.
https://www.arbeitsagentur.de/zentr...tsarbeit/Publikation/pdf/Arbeitshilfe-AHG.pdf
 

Til Gung

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Siehe auch hier

Die mit der Zuweisung zu einer Maßnahme verfolgten Ziele (Eingliederung,
Überwindung bestimmter Vermittlungshemmnisse, soziale
Integration etc.) sind dem eHb zu erläutern und zumindest stichwortartig
zu dokumentieren (BewA oder EinV4).
Wird ein Zusatzjob angeboten, sind insbesondere die Art der Tätigkeit,
Tätigkeitsort, zeitlicher Umfang, zeitliche Verteilung und die Höhe
der Mehraufwandsentschädigung zu bestimmen. Es ist darzulegen,
welches individuell auf den eHb bezogene Eingliederungskonzept
mit der Maßnahme verfolgt wird (Integrationsstrategie).
https://www.arbeitsagentur.de/zentr...tsarbeit/Publikation/pdf/Arbeitshilfe-AHG.pdf
 
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Sissi54

Gast
Und wieviel ist angemessen ! :confused:

Ein Ermessen des SB, weil es dafür keine Regelungen im Gesetz, bezüglich der Höhe der MAE gibt. :icon_neutral:

Abdecken des Mehraufwandes kann bedeuten, dass man so viel bekommt, um nichts aus eigener Tasche draufzahlen zu müssen.
Würde man draufzahlen, wäre das eine Senkung des Regelsatzes, verordnet durch die Arge und rechtswidrig.
Nur dagegen hätte man Chancen vorzugehen.

Sonst nicht, weil es keine Regelung zur Höhe von MAE gibt ! :icon_kotz:

Das ist wirklich der erste Schritt zum Arbeitslager ! :icon_kotz2:
 

Til Gung

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Abdecken des Mehraufwandes kann bedeuten, dass man so viel bekommt, um nichts aus eigener Tasche draufzahlten zu müssen.
Nicht kann, sondern muss den Mehraufwand decken.

Ein Blick ins Gesetz hilft immer vor dem Meckern

§16d SGB II

Werden Gelegenheiten für im öffentlichen Interesse liegende, zusätzliche Arbeiten gefördert, ist den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen zuzüglich zum Arbeitslosengeld II eine angemessene Entschädigung für Mehraufwendungen zu zahlen;
SGB II § 16d Arbeitsgelegenheiten
 

Berenike1810

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...das, liebe Sissie, versuche ich ja gerade hier herauszufinden:

..1. diese Zwangsarbeit liegt seiner Whg. so nahe, dass er hinlaufen kann, er braucht also keinen Fahrschein kaufen und hat somit keinen "Mehraufwand".

..2. er/sie bekommt dort Speis und Trank, muß also für zuhause weniger einkaufen und hat damit einen Geldwerten Vorteil!

spekulativ:.... dann kommt die Arge/Jobcenter o.ä. und zieht ihm/ihr das von der Regelleistung ab...?

---Das möchte ich gerne erfahren.

Berenike
 
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Gast
Wie aus dem Wortlaut des § 16d SGB II hervorgeht ist "(...) eine angemessene Entschädigung für Mehraufwendungen zu zahlen(...)".

D.h. es muss Geld fließen und schleißt Sachleistungen aus. Das kann auch nicht durch eine EGV zugunsten von Sachleistungen abgeändert werden, weil der Gesetzgeber hier eine Mussvorschrift erlassen hat, " ist ... zu zahlen". Wenn dies anders in der Zuweisung oder EGV steht, dann verstößt das gegen § 16d SGB II.
 
E

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Gast
Fehlt noch, dass man Lebensmittelmarken dafür ausgibt, die dann vor Ort einzulösen wären.

Mich wundert eigentlich nichts mehr wirklich.
 
E

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Gast
:icon_psst:, sag das nicht so laut, Gavroche.
Nicht dass die noch auf dumme Ideen kommen.
 

Berenike1810

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...danke xavier, so -oder so eine ähnliche Antwort habe ich gesucht.
Und das mit den Lebensmittelmarken @Gavroche, ist möglicherweise gar nicht mehr so weit entfernt.

Im Übrigen: habe ich eine Kollegin gebeten dieses diözese Unternehmen anzuschreiben und die Modalitäten für eine "Maßnahme" / "Eingliederung" herauszufinden.

Warten wir mal ab, ob da eine Antwort kommt. -Die Gibt's ja bundesweit, wie ich gesehen habe und laufen unter der Flagge der Caritas.


Berenike
 
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ExitUser

Gast
...Und das mit den Lebensmittelmarken @Gavroche, ist möglicherweise gar nicht mehr so weit entfernt...
Ich habe das ernst gemeint! Die Leute werden bereits jetzt anstelle von Bargeld mit Lebensmittelgutscheinen zum Einkaufen geschickt. Ich sag ja, mich würde DAS nicht wundern!

Bin neugierig, was rauskommt, @Berenike!
 

Til Gung

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Lest ihr eigentlich was ich da reinstelle?

Es liegt nicht im Ermessen des Trägers Sachleistungen auszuschütten.

Die ARGE MUSS in der Zuweisung festlegen in welcher Höhe die MAE erfolgt. Ansonsten Verstoß gegen den §33 SGB X.
 
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