Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november - 12:3

Martin Behrsing

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MITMACHEN BEI DER UMZINGELUNG DER BANKEN & DER REGIERUNG!
SAMSTAG, 12.NOVEMBER - 12:30 Frankfurt/Main + Berlin
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Liebe Freundinnen und Freunde des Erwerbslosen Forum Deutschland!

Wir alle stellen es täglich fest: die Krisenwellen in Europa folgen immer dichter aufeinander und greifen auf immer mehr Länder über. Dass diese Krise mit ständig größeren finanziellen „Hebeln“ und „Rettungsschirmen“ behoben werden könnte, glaubt wohl schon lange niemand mehr. Die meisten ahnen stattdessen: den Karren dieser von Gier nach Profit und Macht angetriebenen Wirtschafts- und Lebensweise kriegen die aktuellen Krisenmanager, sei es in Brüssel oder anderswo, nicht mehr flott. Eine neue Wende von unten tut not!

Die eindrücklichen Demonstrationen und Assembleas* der letzten Wochen, bei denen auch in Deutschland sich Zehntausende auf Straßen und Plätze versammelt haben, zeigen, dass diese Einsicht inzwischen viele teilen.
Und viele sind bereit, sich auch aktiv einzumischen.
Dabei lassen wir nun nicht locker: für kommenden *Samstag, den 12.
November* ruft ein breites kapitalismuskritisches Spektrum auf, zur gleichen Stunde das Bankenviertel in Frankfurt am Main und das Regierungsviertel in Berlin zu umzingeln!

Auch das Erwerbslosenforum macht dabei in beiden Städten mit.
*Komm auch Du dazu, reih dich ein und nimm teil an dieser Aktion!* Mitfahrgelegenheiten nach Frankfurt oder Berlin können hier gesucht werden:
Banken in die Schranken: Anreise
Oder nimm an diesem Tag teil an Aktionen der Occupy-Bewegung in deiner Nähe.

(* Assembleas bedeuetet hier: radikaldemokratische Versammlungen - die auch sehr groß sein können! - und in denen die Anwesenden dank der Technik des "open natural mic" zu Wort kommen sowie Entscheidungen konsensual getroffen werden.)

Unsere Ziele bei diesen Aktionen sind:
++ Banken entmachten!
Reichtum und Profite möglichst schnell und radikal auf alle gerecht umverteilen!

++ Direkte Demokratie selber machen!
Friedlich und legal. Her mit der Erlaubnis für ein winterfestes Camp (selbst organisierter Versammlungsort) auf öffentlichem Boden in Frankfurt und in Berlin jetzt! Damit alle, welche die Form der direkten herrschaftsfreien Assembleas dem parlamentarischen langen Weg durch die Instanzen vorziehen, sich jederzeit in großer Zahl und im Warmen versammeln können!

++ Einkommen zum Auskommen für Alle!
Sofortforderungen: 10 Euro Stundenlohn mindestens für alle, die (noch) Erwerbsarbeit haben.
500 Euro zum Leben (Regelsatz/Hartz IV) plus volle Wohnkosten für alle, die auf keine Erwerbsarbeit und kein Vermögen haben.

++ Güter der Grundversorgung (Energie, Wasser, Gesundheit, Bildung,
...) zurück ins Eigentum aller!

Mit dieser Großaktion wollen alle zusammen deutlich machen, dass sich immer mehr Menschen die Gier der Banken, der Konzerne und der Politikerlobby nach Geld und Macht nicht mehr gefallen lassen. Eine gerechte und menschliche Welt für alle gilt es jetzt zu erstreiten!

Samstag, 12. November: Umzingelungsaktion in Frankfurt und Berlin!
++ Start um 12:30 Uhr.
*Treffpunkt in Frankfurt*: Platz vor dem Hauptbahnhof Das Erwerbslosenforum findest du beim großen ELO-Transparent dort.
*Treffpunkt Berlin*: Platz vor dem Hauptbahnhof (Washington-Platz)
Dort kannst du dich durchfragen zum Anti-Kapitalismus-Bündnis und dort in der Nähe findest du dann auch das kleinere Berliner ELO-Transpi.

*Damit die doppelte Umzingelung als eindrucksvolle und wirksame Aktion gelingen kann, brauchen wir auch Deine Unterstützung*

Da es zu längerem Stehen oder Sitzen kommen kann, denke bitte daran Dir genug warme Sachen einzupacken, genug zu Trinken, und am besten noch etwas ,um sich hinzusetzen.

Bis dann! Mit herzlichen Grüßen
Maja Binder (Berlin) und Martin Behrsing (Bonn)

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MITMACHEN BEI DER UMZINGELUNGSAKTION AM SAMSTAG 12.NOVEMBER!
Es rufen auf: Attac, Gewerkschaften, Naturfreunde, der Deutsche Naturschutzring), die Nichtregierungsorganisationen Fian, Weed und Urgewald, der Bundesverband der MigrantInnen in Deutschland, das Erwerbslosen Forum Deutschland, weitere Gruppen und auch zahlreiche einzelne Menschen aus der Occupy-Bewegung.

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ladydi12

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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

Hallo Martin,

ich wäre gerne mit dabei, muß mich aber mal wieder mit der ARGE meines Grauens wegen meines Weiterbewilligungsantrages kloppen, weil die da wieder Sche*** gebaut haben, wie ich heute erfuhr. Bin darüber äußerst "begeistert", wie du sicher denken kannst.:icon_dampf:

Trotzdem finde ich eure Aktionen bezüglich Banken und Co klasse und begrüßenswert und sowohl in meinem Sinne als auch im Sinne meiner verstorbenen Mum, die die Politiker und deren Anhänger zu Lebzeiten am liebsten persönlich in die:icon_tonne: gekloppt hätte, richtig:icon_daumen::icon_daumen:

Zeigt denen mal so richtig, wo der Bauer die Wurst hängen hat.:icon_dampf::icon_daumen:

meint ladydi12
 

viona14

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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

Bin da in Berlin :biggrin:
 

ladydi12

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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

Hallöchen,

ich noch mal:

An alle Berliner User:
Vergeßt dabei bitte nicht, auch der Bundesregierung ordentlich auf' s Dach zu steigen und denen ordentlich die Meinung wenigstens zu fiedeln;), nicht nur den Banken. Meinen Segen und den meiner verstorbenen Mum habt ihr jedenfalls:cool::cool:

In Berlin ist ja fast alles, dank der guten öffentlichen Verkehrsmittel, so gut wie vor der Haustür liegend, was in mancher anderen Gegend von Deutschland nicht der Fall ist.:cool:

meint ladydi12
 

sixthsense

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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

*Treffpunkt in Frankfurt*: Platz vor dem Hauptbahnhof Das Erwerbslosenforum findest du beim großen ELO-Transparent dort.
*Treffpunkt Berlin*: Platz vor dem Hauptbahnhof (Washington-Platz)
Dort kannst du dich durchfragen zum Anti-Kapitalismus-Bündnis und dort in der Nähe findest du dann auch das kleinere Berliner ELO-Transpi.
Wieso gibt es in Frankfurt ein großes und in Berlin ein kleines Transparent? :icon_kinn::biggrin:


Wünsche allen die am Samstag anwesend sein können, gutes Gelingen. :icon_daumen:

Bereitet den herrschenden Damen und Herren (in den Banken als auch in den Scheinparlamenten) gehöriges Ohrensausen! :cool:
 

Hamburgeryn1

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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

Hallo Martin,

ich wäre gerne mit dabei, muß mich aber mal wieder mit der ARGE meines Grauens wegen meines Weiterbewilligungsantrages kloppen, weil die da wieder Sche*** gebaut haben, wie ich heute erfuhr.
Am Sonnabend????
 

ladydi12

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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

Hallo Hamburgeryn1,

ja auch dann, weil ich zur Zeit finanziell auf der Felge fahre und daher das Fahrgeld nicht aufbringen kann.

Wie gesagt, kann mangels finanzieller Masse leider nicht kommen, obwohl ich es sehr gerne würde, glaub es mir:icon_dampf:
Dennoch habt ihr weiterhin den Segen meiner verstorbenen Mum und auch meinen Segen für alle Aktionen, die dazu dienen, der Obrigkeit mal so richtig zu zeigen, wo beim (Wahl)Volk der Hammer hängt.:icon_dampf::cool:

meint ladydi12
 

Hamburgeryn1

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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

MITMACHEN BEI DER UMZINGELUNG DER BANKEN & DER REGIERUNG!
SAMSTAG, 12.NOVEMBER - 12:30 Frankfurt/Main + Berlin
Hallo Martin,
ich wäre gerne mit dabei, muß mich aber mal wieder mit der ARGE meines Grauens wegen meines Weiterbewilligungsantrages kloppen,
Wie gesagt, kann mangels finanzieller Masse leider nicht kommen, obwohl ich es sehr gerne würde, glaub es mir:icon_dampf:
Ohne Worte! :cool:
 

Martin Behrsing

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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

Hallo Hamburgeryn1,

ja auch dann, weil ich zur Zeit finanziell auf der Felge fahre und daher das Fahrgeld nicht aufbringen kann.

Wie gesagt, kann mangels finanzieller Masse leider nicht kommen, obwohl ich es sehr gerne würde, glaub es mir:icon_dampf:
Dennoch habt ihr weiterhin den Segen meiner verstorbenen Mum und auch meinen Segen für alle Aktionen, die dazu dienen, der Obrigkeit mal so richtig zu zeigen, wo beim (Wahl)Volk der Hammer hängt.:icon_dampf::cool:



meint ladydi12
Dann schau mal, ob in deiner STadt etwas los ist. In vielen Städten wird es auch wider am Samstag Aktionen geben.
 

CanisLupusGray

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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

Da beides ausserhalb meines ortsüblichen und insbes. fin. Rahmens liegt, wünsche ich allen Teilnehmern viel Erfolg und heissen Tee.

Ich werde dann mal meine Deutsche Bank hier am Ort umzingeln.
 

ladydi12

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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

Hallo ihr drei,

@Hamburgeryn1,

kennst du meine finanziellen Verhältnisse so genau und weißt du auch, daß mich eine Zugfahrt nach Berlin mal eben so fast 200€ hin und zurück kostet, nach Frankfurt/Main ist es etwas weniger, die ich wegen anderweitiger übler Rechnungen (Rechtsanwalt und noch so einige andere notwendige Sachen) zur Zeit schlicht nicht habe? Ich glaube nicht, denn sonst käme so ein dummdreister Spruch von dir nicht:icon_dampf:
Die Aktionen am WE finde ich nach wie vor richtig, und wenn ich könnte, würde ich gerne, glaube mir:icon_dampf:

@ Martin,
das werde ich machen. Gute Idee:icon_daumen:

Dann schau mal, ob in deiner STadt etwas los ist. In vielen Städten wird es auch wider am Samstag Aktionen geben.
@CanisLupusGray,

dem schließe ich mich an.:icon_daumen:

Da beides ausserhalb meines ortsüblichen und insbes. fin. Rahmens liegt, wünsche ich allen Teilnehmern viel Erfolg und heissen Tee.

Ich werde dann mal meine Deutsche Bank hier am Ort umzingeln.
meint ladydi12
 

ethos07

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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

Hier noch unser Aufruf für die Aktionen morgen als Flyer zum Ausdrucken:

Anhang anzeigen 39974

Den Aufruf könnt ihr gern am Rande der Demo in Berlin etc. noch unters zuschauende Volk verteilen. Die darin formullierten Ziele bleiben uns ja leider sicher noch eine ganze Weile erhalten...

In Berlin sollen wir auch etwas zum KRACH machen mitbringen.
Also packt neben warmen Sachen u. genug zu Trinken & auch noch nen Topfdeckel oder so mit ein ! :biggrin:
Falls wir am Ende der Umzingelung nicht so viel Lust auf die Reden von der Tribüne am Brandenburger Tor haben, können wir dann auch zum neuen Occupy-Camp am Bundespressestrand promenieren. Ich denke mal, da ist morgen dann auch die tägliche Asamblea.

Und hier noch ein Video, das ein wenig zeigt , wie schlau dieses neue Camp am Mittwoch "erobert" wurde - die Technik des "human Mic" hat wirklich starke Seiten :icon_twisted:

occupy berlin aktivisten besetzen bundespressestrand am 9.11.11 - YouTube

***
Fein -:icon_smile:

Bis morgen!
 

n-tier

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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

Klasse war es. Ich kann immer gar nicht verstehen das es Platz genug für noch mehr Menschen die mitmachen könnten gibt.

Leute, seit dabei und macht mit...
 

ethos07

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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

Ja, dieser Umzingelungs-Aktionstag war wahrlich ein sehr reichhaltiger Tag in Berlin!

In Berlin waren 8000 dabei, die nach der Demo eine Riesenkette um Bundestag UND Reichstag samt großer Wiesenfläche davor bildeten. In Frankfurt seien es über 10 000 gewesen . An beiden Orten waren genug Menschen, um die symbolisiche Aktion der zeitgliechen Umzingelungen hinzubekommen. War ein tolles Gefühl! Und am besten fand ich dabei das große Krachschlagen punkt 14 Uhr :biggrin:

Hier schon mal der Bericht vom RBB mit Video:
Bankenkritiker umzingeln Berliner Regierungsviertel | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg

Auf der Abschlusskungebung hat auch Occupy mit 3 Menschen geredet - und das sehr schön und gut :)

Nach dem super Live-Auftritt von "Irie Révoltés [www.youtube.com/watch?v=zSYXtURArAQ] am Ende der Abschlusskundgebung haben sich alle , die noch da waren zu einer großen Asamblea vor dem Brandenburger Tor "niedergelassen" - es war eisig kalt. Und es wurden Zelte herbeigebracht, da ein neues Camp direkt vor dem Brandenburger Tor entstehen soll(te).
Ich muss gestehen, ich habe mich dann irgendwann leise davon geschlichen, weil es mir einfach ZU eisig kalt wurde. Nun habe ich gehört, dass es später dann zu 3 Verhaftungen gekommen ist... so ein Mist :icon_dampf: - Dazu dann morgen sicher mehr. :icon_sad:
 

ethos07

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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

Hier schon mal die ermutigende Rede von Occupy in Textform:

Die Rede steht zur freien Verwendung für weitere Demonstrationen, zum freien Kopieren etc. zur Verfügung.

Sprecher 1:

Guten Tag Berlin!

Was ist Occupy? Occupy heißt besetzen oder einnehmen. Occupy ist keine Organisation, sondern eine Idee. Das Prinzip ist weltweit das selbe: Wir sehen als Einzelne Probleme, die wir nicht als Einzelne lösen können. Die Antwort darauf ist: Miteinander sprechen und miteinander handeln. Aus der Ohnmacht ausbrechen und handeln. Die Anliegen sind unterschiedlich, das Mittel immer das selbe: In Tunesien oder Ägypten, in Spanien, in Israel oder in den USA, auf allen Kontinenten nehmen die Menschen die Sache in die Hand: Sie besetzen öffentliche Plätze, sie diskutieren, beteiligen sich. Lassen wir uns von ihnen inspirieren!

Am 15. Oktober sind weltweit in über 1000 Städten der Welt Menschen auf die Straße gegangen um unter dem gemeinsamen Namen „Occupy“ ein Zeichen zu setzen. Die Gründe sind mannigfaltig, die Offensichtlichsten: Außer Rand und Band geratene Finanzmärkte, eine globale Gesellschaftsordnung, die den Gewinn eines Einzelnen über das Gemeinwohl, über die Menschlichkeit stellt. Eine Welt in der 10% der Weltbevölkerung 85% allen Eigentums auf unserem Planeten besitzen. Eine Welt, in der sehr wenige Macht ausüben, und in der die meisten keine Mitbestimmung und keine Teilhabe erfahren. Nicht nur in den schlimmsten Diktaturen dieser Welt, sondern auch in den vermeintlich freien Demokratien der westlichen Welt. Auch hier bei uns! Jede und jeder von Euch kennt Beispiele hierfür.

Viele Menschen sind empört, viele schweigen. Aber wir müssen reden!
Die derzeitige Krise ist nicht nur eine Banken- oder Finanzkrise und sie ist schon gar nicht eine Krise, die von einzelnen unverantwortlichen Bankern ausgelöst wurde. Sie hat viele Gründe: Eine Deregulierungs- und Privatisierungspolitik die das Gemeinwesen zerstört und die Kräfte des freien Marktes zum Allheilmittel erhebt. Eine einseitige Wachstumsidee, die nur eine Richtung kennt: Höher, größer, mehr – kein Innehalten. Ist sie eine Krise des Kapitalismus, der den Einsatz von Geld deutlich überbewertet gegenüber dem Einsatz von Ideen und menschlicher Arbeit? Bestimmt. Können demokratische Gesellschaften unter den Bedingungen einer nicht demokratischen Geld- und Wirtschaftspolitik funktionieren? Ich denke nein. Wenn Wachstum, Profit und Produktivität die einzigen Maßstäbe sind, muss die Mehrheit aller Menschen auf der Strecke bleiben. Statt dem Gemeinwohl zu dienen und nachhaltig mit unserem Planeten umzugehen, ist die Wirtschaft zum Selbstzweck geworden: Mensch und Umwelt werden geplündert und zerstört.

Wenn die Regierenden nun sagen, sie hätten nicht die Macht, sich gegen Banken und Währungs-, Nahrungs- und Rohstoffspekulanten durchzusetzen, dann ist das nicht nur eine Bankenkrise. Nein, es ist eine Krise unserer Demokratie, eine Krise unseres politischen Systems, und eine Krise unserer demokratischen Gesellschaft.

Soweit nichts neues, was sollen wir also tun?
Occupy bedeutet besetzen und einnehmen: Es kann heißen öffentliche Plätze einzunehmen, wie zum Beispiel den Bundespressestrand hier in Berlin. Die Idee Occupy bedeutet Stellung zu beziehen, die eigene Angst und Ohnmacht zu überwinden und auch Themen zu besetzen, Probleme und Missstände anzuprangern, mit denen wir uns arrangiert haben, weil es heißt “das kannst Du nicht ändern”. Die Idee Occupy lautet sich mit anderen Menschen zu vernetzen, miteinander zu sprechen, zuzuhören. Occupy heißt etwas zu wagen, rauszugehen, über den Tellerrand zu blicken; ein Camp zu gründen, eine Demonstration zu organisieren, vielleicht sogar einen politischen Streik auszurufen. Es ist an der Zeit sich selbst zu fragen, ob man weiter schweigen oder die bekannten Missstände endlich in Angriff nehmen will.
Oft werden wir nun naiv genannt. Ok dann sind wir eben naiv – zynisch waren wir lange genug.

Einige sagen auch wir wären Träumer. Wir sind keine Träumer. Wir sind diejenigen die aus einem Traum erwacht sind, der längst zum Albtraum geworden ist.
Es ist jetzt an der Zeit, gemeinsam zu handeln!


Sprecherin 2:

Hallo, ich bin hier weil ich mich entschieden habe nicht mehr zu schweigen. Wie viele die sich seit dem 15. Oktober tagtäglich vorm Reichstagsgebäude treffen. Wir haben keine Antworten und fertigen Lösungen. Wir wissen nur: Wir müssen reden! Wir alle! Denn das was wir im Moment haben ist schon lange keine echte Demokratie mehr. Demokratie kann nur von unten kommen. Demokratie braucht die Beteiligung von uns allen und Demokratie ist nur möglich wenn die derzeitigen ungerechten und oft auch ausbeuterischen Strukturen endlich überwunden werden.

Wir wissen alle: Wir haben eine Menge Baustellen. Wir verschwenden unendlich viele Ressourcen – oft einfach so ohne Sinn und Zweck. Banken- und Wirtschaftslobbyisten kontrolieren zu weiten Teilen unsere so genannten Volksverteter und setzen eine Politik durch, die 99% von uns schadet. Dies ist kein Herrschaftssystem im Sinne des Allgemeinwohls.
Wir müssen uns aber auch fragen wie eine Demokratie möglich sein soll mit einem im Kern ungerechtem und undemokratischem Geldsystem? Wie soll Gerechtigkeit möglich sein wenn ein Kartell aus Großbanken Geld aus dem Nichts schöpft – wir alle uns tagtäglich immer mehr verschulden – und dann ständig Zinsen für diese Schulden zahlen müssen? Ich will hier aber auch ganz klar sagen: Es macht keinen Sinn “den Banken” oder gar “den Reichen” die Schuld dafür zu geben! Nein, das System als solches ist das Problem!
Demokratie braucht ein demokratisches Geldsystem! Nicht nur, aber auch!
Nochmal: Wir sehen unendlich viele Baustellen vor uns. Wir sehen sie in dem Moment in dem wir die Augen aufmachen und sie auch sehen wollen. Die Zeit der Ignoranz und des Wegschauens muss vorbei sein. Euch alle will ich deshalb dazu aufrufen auch eure Stimme mit uns zu erheben!

Vielen Dank!(Hervorh. ethos07)
“Banken in die Schranken” – Die Berliner Rede von “occupy” | alex11 – aCAMPada Berlin – Occupy Berlin

---
Endlich gibt es wieder ein Jugend oder zumindst ein größerer Teil der jüngeren Generation, die sieht und bereit ist , dafür auch wirklich hartnäckig in Aktion zu treten:das Problem heisst Kapitalismus. Das ist doch so was von hinreissend super schön & gut :icon_daumen: :icon_klatsch:

Und bisher sieht es gar nicht nach billigen Kompromissen oder Rechtslastigkeit aus...

Was wir nun alle aus dieser ENDLICH hoffentllich nun wieder breiter werdenden Einsicht und Bereitschaft zu beharrlichem Sich-dafür-stark-machen anderes machen als back zu irgendeiner dann wiederum "alternativlos" einengenden Gesellschaftsform - à la DDR-'Sozialismus' oder so - liegt nun an uns allen. Let's go! - Vermutlich ist das zwar so richtig erst nach einer kleinen Winterpause weiter praktisch, so wie heute mit diesem Aktionstag, erprobbar. Denn für gemeinsame Dinge mit vielen Mitstreiter_innen im Freien ist Europa im Winter einfach meist zu eisig kalt... .:icon_kinn:.
 

Martin Behrsing

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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

in Frankfurt habe ich gestern die Erwerbslosen vermisst. Ich habe vielleicht mal gerade 30 (wobei viele nicht aus Frankfurt kamen) gezählt, obwohl im Raum Frankfurt bestimmt die 1000fache Menge wohnen.
 
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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

https://de.indymedia.org/2011/11/319733.shtml
...
Ingesamt lässt sich leider feststellen, dass die Aktion am Samstag deutlicher weniger Dynamik und selbstorganisierte Ansätze hatte als die Proteste an den vergangenen Samstagen. Von der Aktion mit den Zelten am Ende mal abgesehen. Die Demo war stark von NGO´s und Parteien wie der Linkspartei und den Grünen (!) dominiert und wirkte eher wie eine durchorganisierte mediale Inszenierung sozialen Protestes. Von der diffusen Euphorie und Aufbruchstimmung des 15.Oktobers war auf jeden Fall nichts zu spüren. Lässt sich nur hoffen, dass die anstehenden Bildungsproteste nächste Woche mehr Dynamik annehmen und nicht zu einem Schaulaufen institutionalisierter bürgerlicher Politik verkommen.
In Berlin wurde es im Gegensatz zu Frankfurt am Abend wohl noch etwas dramatischer:
#OccupyBerlin 12.11.2011 Gewaltsames Vorgehen der Polizei bei der Asamblea Brandenburger Tor - YouTube
 
E

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Handlungsfähigkeit herstellen!
von Michael Prütz

1. Was ist eigentlich los?

Am letzten Samstag, dem 12.11., hatten attac und einige Großorganisationen wie der DGB zu Demonstrationen in Frankfurt und Berlin aufgerufen.
Motto der Veranstaltung: Banken in die Schranken! Die Teilnehmerzahlen insgesamt 18.000 in Berlin und Frankfurt, waren nicht gut und nicht schlecht.

Die Demonstration in Berlin durch menschenleere Straßen endete an einem völlig leeren Reichstagsgebäude. Insgesamt hatte die Aktion einen merkwürdig zeitlosen Charakter. Nahezu skurril waren die zentralen Forderungen, die attac aufgestellt hatte: Banken in die Schranken und eine sogenannte Transaktionssteuer.

Vor drei Jahren hätte eine solche Demonstration sicherlich noch einen provokanten Charakter gehabt, heute ist sie eine Forderung aus dem Mainstream der Politik. Keine Partei, kein Verband, der nicht hinter diesen Forderungen stünde. Während also in den Feuilletons der bürgerlichen Presse inzwischen der Charakter des Kapitalismus hinterfragt wird, geht attac einfach ein Stück nach rechts - und das ohne Not!
...
Ein trüber Tag in Frankfurt
Von Pastrami Bender

Der Nebel hebt sich und entblösst triste Mauern, stickige Luft weht zwischen den Hochhäusern der Banken, Konzerne und Lobbyistenverbände. Aber seit eingien Wochen ist hier kein Tag mehr wie der Andere, Geschichte wird gemacht, jedes Wochenende ist kostbar. Eine Spannung liegt in der Luft, ganz Frankfurt, Herz des Kapitals bibbert und erzittert unter dem Ein-Druck der jüngsten Proteste.

Und dann ist es so weit, alle Kräfte sammeln sich und sie beginnt - die Sitzung des Landesrates der Linken.
Einst das höchste Gremium der WASG, den regierenden Parteien als Idee fast entgegen geschrien.
Das Herz der Linken, der "Weltbank des Zorns" (P.Sloterdijk).

Das erste Thema des Tages: Ein Kollektiv von Schriftstellern bittet die Linke, die alte Organisation "proletarisch-revolutionärer Schriftsteller" wiederzubeleben. Dazu möchte man als Landes-Arbeitsgemeinschaft der Partei anerkannt werden. Es folgt - völlig überraschend - eine 40(!) minütige Debatte um Formalien und Satzungsfragen. Keine andere Partei könnte das riskieren, es ist ein mutiger, aber noch mehr ein dummer Moment. Alles unter den Augen des grauhaarigen Juristen, zu dem schon Herbert Wehner alles wichtigte gesagt hatte und der immer wieder von den Anwesenden mit den Augen gesucht wird. Offensichtlich legt man Wert darauf, dessen "kurzes und schmerzhaftes Ende " (Wehner) noch ein bisschen hinaus zu zögern. Nach der knappen, aber herzlosen und bedrohten Anerkennung steht ein neues Thema auf der Tagesordnung.

Die Zusammenarbeit mit Occupy Frankfurt. "Wer steuert Occupy", die Angstfrage der bürgerlichen Medien, schwebt zwischen den Stühlen. Dann die Redebeiträge. Der Berufsstudent, inzwischen auf linkem Rücken nach Berlin getragen und für seine theoretische Ahnungslosigkeit parteiintern bekannt, merkt an: "Diese Occupy-Bewegung ist für mich unpolitisch". Der Vertreter der Frontstadt am Weisswurscht-Äquator merkt an: " Ich glaube nicht, dass Occupy in der Lage ist, eine politische Revolution zu befördern." Da habe man hier die besseren Kontakte und Erfahrungen. Mein Blick schweift über die Teilnehmer, Besserverdienende, Machtprofiteure, ganz wenige "Niedriglohnempfänger", die in den Augen der anwesenden Gewerkschaftler keine Gnade finden.
...
 

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AW: Mitmachen bei der umzingelung der banken & der regierung! Samstag, 12.november -

in Frankfurt habe ich gestern die Erwerbslosen vermisst. Ich habe vielleicht mal gerade 30 (wobei viele nicht aus Frankfurt kamen) gezählt, obwohl im Raum Frankfurt bestimmt die 1000fache Menge wohnen.
Dies steht in der <Berliner Zeitung> vom 12.11.2011 und sagt eigentlich alles.

Auszugsweise
Berlin –
Etwa 8.000 Menschen gingen am Sonnabend gegen die Auswüchse des Kapitalismus auf die Straße.
Konsens herrschte unter den Protestgruppen allerdings nicht.
……
Auch in Frankfurt am Main gingen am Sonnabend tausende Kapitalismuskritiker auf die Straße. Wie die Veranstalter mitteilten, haben sich dort 10.000 Teilnehmer an einer Menschenkette beteiligt und das Bankenviertel umzingelt.
……..
……..
Demonstriert haben am Sonnabend aber vor allem Menschen, die sich ohnehin politisch engagieren.
..........
"Die Leute, die die Krise aber eigentlich betrifft, sitzen jetzt leider zu Hause vor dem Fernseher", sagte ein Demonstrant.
 

Martin Behrsing

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Der Satz müsste noch ergänzt werden

Die Leute, die die Krise aber eigentlich betrifft, sitzen jetzt leider zu Hause vor dem Fernseher und lassen für sich demonstrieren"

Damit es dann nicht ganz so tragisch wird, hat die Frankfurter Rundschau ein Bild von uns veröffentlicht
https://www.fr-online.de/image/view/2011/10/12/11140124,7852379,highRes,maxh,480,maxw,480,IMG_1220-111.jpg.jpg

Artikel: Protest in Frankfurt: Bunte Bestie | Frankfurt - Frankfurter Rundschau
 
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