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Mitarbeiterin des Jobcenters verweigert Eingangsstempel auf Rückseite und generell zugehörige Unterschrift

MartyTheZebra

Elo-User/in
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30 Aug 2018
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#1
Hallo,

auf welcher Rechtsgrundlage hat das Amt das Recht, mir einen Stempel z.B. auf der Rückseite eines Blattes oder eine Unterschrift auf solchem (Stempel), um dessen Echtheit unfälschbar zu machen, zu verweigern?

Hintergrund
: Auf Grund von Genervtheit verweigert mir das Amt manche Stempel teilweise oder insgesamt. So z.B. bei 3 Ausdrucken, welche zusammengetackert und anschließend mit einem Eselsohr gestempelt wurden. Durch ein solches Verfahren wird das Blatt in der Mitte entweder auf Vorder- und/oder Rückseite nicht abgestempelt; auch wurde mir die Unterschrift auf allen Stempeln generell verweigert.

Besten Dank im Voraus!
 

TazD

Mitarbeiter
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#2
Ich habe dein Thema mal verschoben und beim nächsten Mal solltest du darauf achten, dein Thema nicht in einem Bereich zu erstellen, bei dem folgendes extra in Rot und ganz oben steht:

BITTE HIER KEINE FRAGEPOSTINGS EINSTELLEN !
Es besteht hier keine Möglichkeit Postings zu beantworten!
 

Holler2008

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#3
Gegenfrage, warum Stempel auf der Rückseite?

Ich verlange die vorne drauf. Im besten Fall musst du z.B. fürs Gericht zwei Kopien statt einer machen.
Im schlimmsten Fall steht auf der Rückseite nichts und du hast bei einer Kopie davon nur eine leeres Blatt mit Stempel das gar nichts beweist.

In der Überschrift schreibst du von Eingangsstempel, im Text vom "Stempel, um dessen Echtheit unfälschbar zu machen" was mir nach Beglaubigung klingt.


Ich weiß aber um was es dir geht und möchte dieses Problem für mich auch gelöst haben und mache das daher ganz anders.
Ich schreibe eine eigene Eingangsbestätigung für mich:

Eingangsbestätigung

Holler2008, geboren am...., Kundennummer....... hat am...... beim Jobcenter....., .....Straße ....... Ort folgende Unterlagen abgegeben:
- Weiterbewillungsantrag, 5 Seiten
- Anlage VM, 4 Seiten
- Widerspruch auf Sanktion, 7 Seiten
- Antrag der Verbiseinträge der letzten zwei Jahre, 2 Seiten
- Löschungsantrag nicht vermittlungsrelevanter Daten, 3 Seiten
- Antrag auf Kostenerstattung für Berwerbungsnachweise, 1 Seite

Datum Stempel Unterschrift


Es gibt auch eine Weisung, dass du einen eingangsnachweis bekommen sollst
 

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erwerbsuchend

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#4
Zu dieser Frage dürftest du mit der Forensuche einiges finden. Welche Begründung gibt dein JC, warum sie dir die Eingangsbestätigung verweigern? Alternativ kannst du deine Unterlagen auch per Fax mit qualifiziertem Sendebericht an das JC schicken. Damit hast du dann auch einen Eingangsnachweis.
 
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#5
Umgegeknickte Ecken mehrerer Blätter gleichzeitig zu stempeln ist ein gängiges Verfahren, um die Prozedur zu beschleunigen und zu vereinfachen.
Dazu müssen die Blätter halt etwas gestaffelt zusammen gelegt werden - also mit einigen mm Versatz - ehe sie zusammen gefaßt werden.

Grund:
DAMIT beim Eselsohr-Stempeln auch die mittleren Blätter von der Stempelfarbe erwischt werden.
Das habe ich bei Rechtsanwälten und auf Ämtern so gesehen.
Ich fand diese Lösung tricky weil sie Zeit und Aufwand spart.

Wenn du das so vorbereitest, kommst du dem SB am Empfang entgegen ohne daß es dir allzugroße Mühe macht.
Wenn der jedoch erst die Klammer/n lösen soll, um so zu verfahren, wird er sich ab einer bestimmten Stunde des Arbeitstages kaum noch mitwirkend-kooperativ zeigen.
Es menschelt auch hinter so 'nem Tresen. :wink:

Bei Gericht wollen sie nur Büroklammern, damit bei Bedarf nicht umständlichst Tackernadeln gelöst werden müssen.
 

Kerstin_K

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#7
Das war mir auch neu.

Ich kenne das aber von meiner Spesenabrechnung bei meinem Arbeitgeber. Da darf ich auch nicht heften, weil das alles gescant wird und dazu müssen sie es ja auseinandernehmen.
 
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#8
Kann ich die Stimmung des Gerichtes gegen mich lenken, wenn ich Heftklammern nehme? [...]
Ich weiß es nicht.
Es war eine Beobachtung, die ich mir abgespeichert hatte, um künftig die Leute in der Sänfte zum Jagen tragen zu können:
Die Rechtspfleger, die meine ersten Aktenbündel entgegen nahmen, hatten mit eindeutiger Grumpf-Murmel-Maul-Mimik erst ALLE Heftklammern entfernt und umständlichst nach "eigenen" Büroklammern gesucht, ehe ich meine Eingangs-Stempel bekommen habe.

Während ich da stand und innerlich mit den Fingern aufs Pult trommelte, erinnerte ich mich an die Begeisterung eines RA, der einen nostalgisch anmutenden, klammerlosen Hefter erstanden hatte, mit dem einige wenige Papiere in einem Ritt gestanzt und mit ner Schlaufe zusammengefaßt werden.
Seinerzeit gefunden in dem Marketingerfolg für gut Verdienende: "Die guten Dinge, es gibt sie noch".
Er meinte, er hasse Heftklammern, die würden bei Gericht eh nicht gern gesehen sein - und - wenn übersehen - obendrein den Schredder ruinieren.
Bei dem zu erwartenden Durchsatz verständlich.

Die Rechtspfleger hatten offenbar den Auftrag, alles heftklammerlos vorzubereiten.
Während ich zum disziplinarischen Warten verdonnert war, fiel mir auf, daß sie für mehrseitige Briefe kleine (normale) Klammern nahmen und - nach Gruppen sortiert - mit einer sehr großen, gewellten alles übersichtlich in drei Haufen gebündelt hatten.
Der dritte war für mich. Sie hatten das nicht kommentarlos selbst kopiert, um es als eingegangen markieren zu können.
Die Dokumente dieses Stapels wurden "eselsohrenweise" gestempelt.

Um mich beim zuarbeitenden Personal beliebt zu machen, ging ich beim nächsten Mal gleich mit drei Kopien und mit Büroklammern gebündelten Dokumenten hin.
Voodoo:
Ich könnte mir vorstellen, daß mundgerecht vorbereitete Akten von den "Einteilern" bevorzugt behandelt werden.
 

Kerstin_K

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#9
Das Din st halt, dass diese Heftklammern zu entfernen, wirklich zur Starfarbeit ausarten kann. Es git zwar allerlei Werkzeuge dafür, Sogenannte Entklammerer, aber je kleiner die Klammern und je weniger Blätter zusammengetackert wurden, um so fummeliger ist das ganze. Und je nach Papierqualität und Geschickklichkeit hinterlässt man mehr oder weniger grosse Löcher. Die übliche Heftmethode ist halt zum dauerhaften zusammenhalten gedacht und nicht, um die Klammern wieder zu entfernen.

Manchmal hat man auch einfach ein anderes Ordnungssystem, so dass das, was der Ursprüngliche Verfasser da zusammengetackert hat, für einen selber so einfach nicht zusammengehört.

Es gibt noch eine Möglichkeit: Bei den guten Heftern (Die billigen taugen eh meist nichts und auch für die Klammern gebe ich lieber mehr Geld aus, als mich ständig mit einem vertopften Hefter rumzuärgern.) kann man bei vielen Modellen unten eine Platte einfach umdrehen. Dann arbeitet der Hefter anders und biegt die Enden der Klammern nicht nach innen, sondern nach aussen um. Die Klammern lassen sich dann leicht wieder herausziehen. Nachteil: Man kann sich leicht an den vorstehenden Enden der Klammern verletzen.
 

Pauer

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#10
Ich könnte mir vorstellen, daß mundgerecht vorbereitete Akten von den "Einteilern" bevorzugt behandelt werden.
Rechtspfleger haben i.d.R. nicht die Aufgabe Verfahren für andere Bearbeiter einzuteilen.

Die Erklärung, weshalb Heftklammern in Behörden so gehasst werden, ist folgende:
Sowohl in der Justiz als auch in den JC und anderen Behörden werden vermehrt die elektronischen Akten eingeführt.

Alle in Papierform eingereichten Schriftstücke werden dafür eingescannt und in die eAkte übernommen.
Das geschieht vermehrt mittels Hochleistungsscannern - bei den JC sogar in eigens dafür eingerichteten Scanzentren.
Heftklammern verhindern das ordnungsgemäße einscannen, zerstören im schlimmsten Fall sogar die Scanner (und teilweise gleichzeitig auch die Schriftstücke) und müssen daher im mühsam einzeln abgetrennt werden.

Daher: bitte, bitte: insbesondere für die Justiz alles ohne Heftklammern einreichen :)
 

Kerstin_K

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#11
Dann sollen die Ämter aber auch mal aufhören, Sachen zusamenzutackern, die man trennen muss,

Gerade gestern hatte ich sowas in der Hand: Brief von der AfA an den Leistungsempfänger, Formulare zum Ausfüööen für den Arbeitgeber und die Krankenkasse fest drangetackert.:doh:

Also wenn schon tackern, dann bitteerst das Hirn einschalten.
 

erwerbsuchend

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#12
Dann sollen die Ämter aber auch mal aufhören, Sachen zusamenzutackern, die man trennen muss
Es ist aber schon ein Unterschied, ob man als Empfänger ein oder zwei Schreiben entklammern muss oder hunderte.

Unabhängig davon, hast du diesen Vorschlag bereits an die verantwortlichen Stellen der Ämter, von denen du Post bekommst, weitergeleitet?
 

Kerstin_K

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#15
Ich habe auch noch nirgends ein Schild gesehen oder einen schriftlichen Hinweis, dass man nichts tackern soll.

Bei meinem Arbeitgeber ist das anders. Da gibt es eine offizielle Anweisung, nicht zu tackern. Wir müssen sogar alle Belege, die kleiner als A4 sind aufkleben und dann die Ränder mit Tesafilm abkleben, damit nichts im Scanner hängenbleibt.

Übrigens, vernünftige Schreddder haben mit Heftklammern kein Problem.
 

Onkel Tom

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#17
Naja, anhand des Scannen für die "elektronische Akte" sind die Tacker wohl ein Greul.. Die vereinfachte
Abstempelung über akkorat gefaltetes Eselsohr macht ja dann auch nicht mehr viel Sinn, da die mehreren
Blätter "entheftet werden müssen und der jeweilige Stempelabschnitt beim Scannen nicht erfasst wird.

Diese "Eselsohr-Eingangsbestätigung" habe ich auch schon ein parr Male haben wollen und stieß
immer wieder auf völliger Unverständnis oder widerstand des SB..

Anbei stellte ich mir schon die Frage, wo SB ein Problem damit hat ? Ist es nur Unwissenheit über die
Abstempelung auf Eselsohr und das der Bestätigungsstempel dazu richtig sitzen sollte oder ist es einfach nur
das Verlangen des Erwerbslosen, das der SB dieses mal nach Wunsch des Erwerbslosen zu hantieren hat ?

Ich betrachte beide Möglichkeiten als SB-Anlass, sich querstellen zu wollen. a la "Wie kann der Hartzie
jetzt von mir verlangen, ganz akkorat Eingänge zu bestätigen und ihm anbei noch sein Misstrauen zu
befriedigen ?!?.."

Weiter sind manche Empfangsdamen am Schnellschalter so eifrig bei der Sache und stellen sich genau
so quer, sobald sie mitbekommen, das es sich bei dem Schriftstück z.B. um ein Widerspruchsschreiben
etc. handelt.

Um endlich Herr über solch Gezikke zu werden, habe ich mir das angewöhnt, ein Anschreiben
zu erstellen, in dem alles wichtige zu entnehmen ist und habe dann auf einer freien Stelle mit Kugelschreiber
"Eingereicht am:" geschrieben..

Einfacher gehts für ein SB nicht, dem das Datum, Stempel und Unterschrift zu verabreichen.

Und zu den SB,s, die meinen, was wegen des Inhaltes nicht als eingegangenes bestätigen zu
wollen, habe ich folgendes Tonband gefuttert..

"Das Dokumennt ist an meine Sachbearbeitung gerichtet und nicht an Sie.
Ich reiche es hier wegen meiner Nachweißpflichten ein und brauche deswegen ihre Eingangsbestätigung !"

Weiter, falls es störrich wird : Sie wollen jetzt doch nicht wirklich die Entscheidung meines SB auf
dieses Dokument vorwegnehmen und ihm damit ins Handwerk pfuschen oder ??

:icon_pause:
 

Kerstin_K

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#18
Ich verstehe eh nicht, warum die sich so anstellen beim JC.

Ichhatte die Situation mal bei der DRV. Die habe ja so einen Spleen, dass sie oft nur Originale akzeptieren oder Kopien, bei denen die Übereinstimmung des der Kopie mit dem Original bestätigt wurde.

Wil ich keine Lust hatte, auch noch zur Zulassungsstelle zu fahen und dort stundenlang zu warten, bin ihc mit der KfZ Zulassung und den anderen Unterlagen zur Beratungsstelle der DRV, habe die Zulassung direkt da koieren und die übereinstimmung beatätigen lassen. DIe Mitarbiterin sagte dann von sich aus, sie mache gleich noch schnell eine Kopie des Anschreibens und bestätigt mir darauf den Eingang. Und das bevor ich dabach fragen konnte, denn eine Kopie des Anschreibens hatte ich schon dabei.

Sogar den an die Berliner voradressierten Umschlag hat sie mir zurückgegeben. Den könne ich ja sicher nochmal verwenden.

Geht alles, man muss es nur wollen.

Interessant war dann übrigens, dass die Berliner versucht haben, mich davon zu überzeugen, es zähle als Eingangsdatum der Unterlagen nicht der Tag, an dem ic diese in der Beratungsstelle in Hannover abgegegeben habe, sondern das Datum des Eunganges in Berlin. Netter Versuch, aber den Zahn habe ich ihnen schnell gezogen.
 

Onkel Tom

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#19
Ich verstehe eh nicht, warum die sich so anstellen beim JC.
...
Netter Versuch, aber den Zahn habe ich ihnen schnell gezogen.
Dein letzter Satz beantwortet Deine Unverständnis im ersten Satz auf dem Punkt genau..

Gibst Du nach, reißt das JC dir Löcher in die Nachweisbarkeit und die Behauptung "Es ist bei uns nicht
eingegangen" hat schon so manchen Anwalt und Richter in Verunsicherung gebracht..

Nicht zu vergessen, das es beim JC in ist, den Anspruchsberechtigten den Anspruch so unschmackhaft
zu machen, wie möglich..

(Schikanen mit System)
 
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