Mit was muss ich seitens der AfA bei einem befristeten Vertrag rechnen?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Samuela

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 Dezember 2018
Beiträge
64
Bewertungen
62
Ich kann morgen einen Arbeitsvertrag unterschreiben - dieser ist "befristet, bis er in einen Vertrag einer noch zu gründenden Firma über geht" - also ohne bestimmtes Ablaufdatum. Der Job sagt mir nicht zu, ich mache es, da er gutes Geld bringt und damit ich das Amt los bin. Aber vermutlich bin ich das gar nicht, da dieser Vertrag befristet ist!? Demnach bleibe ich weiterhin arbeitssuchend. Wird man besser behandelnd, während man keine Leistungen bezieht?

  1. Wird man weiterhin mit VV zugeschüttet?
  2. Haben diese in der Regel einen Rechtsbehelf? (Klar die machen keinen Sinn während man keine Leistungen bezieht, aber wenn der Vertrag doch nicht klappt...) Ich gehe davon aus, dass diese nicht aus ganz Deutschland sind, da man während einer Beschäftigung in der Probezeit ja nicht die Möglichkeit hat einen Tag zu fehlen...!?
  3. Kann die AfA mich zwingen einen unbefristeten Vertrag zu unterschreiben, bei dem ich weitaus weniger verdiene?
 
E

ExUser 2606

Gast
MAn müsste den Vertrag sehen, ich kenne keine Befristung, bei der nicht von nfang an der Zeitpunkt des Vertragendes feststeht, entweder ein festes Datum oder ein Prokektende oder das Ende einer Krankheitsvertretung zum Beispiel.

Das ein Vertrag einfach so auf eine Firma übergeht, die erst noch zu gründen ist, kenne ich so nicht. Aus meiner Sicht ist das ein unbefristeter Vertrag.

Aber wie gesagt, eine seltsame Konstruktion.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
1.) Wir hatten auch mal Personal mit in einer andere Firma mitgenommen. Wir haben es über eine Änderungskündigung gemacht. Komm mit zur neuen Firma oder geh. Die neue Firma übernahm natürlich alle Rechte und Pflichten aus den alten Verträgen und gewährte zusätzlich ein Gehalt Bonus. Es lief alles glatt. Alle kamen mit.

Ein hypothetischer Übergang auf eine noch zu gründende Firma ist vertraglich merkwürdig. Wird sie nicht gegründet bleibst Du halt solange Dein Vertrag bei dem AG halt läuft. Gibt es keine Befristung ist er unbefristet.
Um mehr ins Detail zu gehen müsste ich den Vertrag kennen.

2.) Dem AfA ist ein befristeter Vertrag lieber als als ALG1 zu zahlen. Teile Ihnen mit der Meldung in Arbeit nur den Fakt und das Ende der Befristung mit. Sie melden sich dann schon etwas eher, fragen nach und erinnern an die rechtzeitige erneute Meldung von ALG1. (So meine persönliche Erfahrung.)
 
E

ExUser 2606

Gast
1.) Wir hatten auch mal Personal mit in einer andere Firma mitgenommen. Wir haben es über eine Änderungskündigung gemacht. Komm mit zur neuen Firma oder geh. Die neue Firma übernahm natürlich alle Rechte und Pflichten aus den alten Verträgen und gewährte zusätzlich ein Gehalt Bonus. Es lief alles glatt. Alle kamen mit.
Wenn die Bedingungen stimmen, kann man sowas machen. Aber wenn nicht, könnte auf die Änderungskündigung auch eine Kümdigungsschutzklage folgen.

Der Voteil am 611er ist, dass man dann ein Jahr Kündigungsschitz hat.
 

Samuela

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 Dezember 2018
Beiträge
64
Bewertungen
62
Ich habe mich aus dem Bezug abgemeldet, aber ein Kreuz bei "arbeitssuchend" gemacht. Von der Afa habe ich danach bisher weder Einladungen noch Vermittlungsvorschläge erhalten, obwohl es nun schon 4 Monate her ist. Kommt da noch was?

Nun habe ich gehört, dass die Arbeitssuchendmeldung nach gewisser Zeit automatisch erlischt. Stimmt das? Wann wäre das der Fall? Ist dieses vielleicht schon eingetreten?

**

In meinem Vertrag steht das wortwörtlich so mit der Befristung.
Der jetzige Vertrag geht nicht automatisch auf die neue Firma über. Es soll irgendwann (wann weiß keiner) eine neue Firma gegründet werden, dort soll es neue Verträge geben. Richtig, die Bedingungen dort können besser oder schlechter sein (weiß auch keiner bevor man die Verträge nicht gesehen hat). Wenn sie bedeutend schlechter sein sollten, wäre es für mich ein Grund, wieder in die Arbeitslosigkeit zurückzukehren. Andersrum könnte es natürlich auch vorkommen, dass die neue Firma mich nicht braucht oder nicht will weil meine Stelle ggf. überflüssig ist.
Deshalb erschien es für mich logisch, dass der Vertrag befristet ist und ich mich spätestens 3 Monate vorher arbeitssuchend melden muss.

Dass es eine Kündigung seitens des jetzigen Arbeitgebers geben wird, im Falle das ein neuer Vertrag vorgelegt wird, glaube ich irgendwie nicht, denn wenn man einen "normal befristeten Vertrag" hat, bekommt man ja auch keine Kündigung bei Auslaufen des Vertrages?
 

Samuela

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 Dezember 2018
Beiträge
64
Bewertungen
62
Es ist nun soweit, dass es demnächst neue Verträge gibt. Kündigungen gab und gibt es keine, es wird einfach vorausgesetzt, dass der neue Vertrag unterschrieben wird.
Finanziell sollen diese sogar etwas besser sein, aber ich möchte nicht. Ich soll Dinge arbeiten, die ich gar nicht kann. Ich soll mir diese selber beibringen, aber mir ist das alles zu hoch. Ich habe mir das jetzt ein paar Monate angeguckt, aber ich kann es einfach nicht. Hierfür bedarf es ein abgeschlossenes Hochschulstudium, irgendwelche Fortbildungen werden mich da nicht ranführen können. Ich fühle mich einfach nur schlecht und untauglich, Tag für Tag. Ich fühle mich auch in der Gemeinschaft nicht wohl (lauter studierte Leute die nicht verstehen, dass ich das alles gar nicht kann).
Ich bin so weit, dass ich lieber sterben möchte als weiter zu dieser Arbeitsstelle zu müssen! Daher möchte ich das nicht weiter durchstehen.

Ist es überhaupt rechtlich okay, wenn ich einen Vertrag unterschreibe in dem Tätigkeiten beschrieben sind, die ich nicht kann, für die ich gar nicht ausgebildet bin? Könnte das irgendwelche negativen Konsequenzen für mich haben (z.B. Schadensersatz)? Ich meine, der Arbeitgeber kennt meinen Lebenlauf, es ist nicht so, als hätte ich jemals vorgetäuscht dass ich das kann, aber ggf. habe ich mit meiner Unterschrift unter den Vertrag signalisiert, dass ich es kann?

Schreibe nun aber auch schon seit einem Jahr Bewerbungen. Niemand will mich.
Ohne Kündigung bekäme ich ja nicht mal ALG bzw. wäre es dann eine Eigenkündigung mit Sperre.
Ich weiß einfach nicht wie es weitergehen soll.
 
Oben Unten