Mit Untermietvertrag Umzug verhindern realistisch?

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lulauge

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Ich ziehe bald bei meinen Eltern aus. Es handelt sich um eine 3-Zimmer Wohnung (ca. 95qm) , Bruttokaltmiete ca. 600€. Die Eltern erhalten ALG II. Jetzt ist die offizielle Obergrenze 550€ (Bruttokaltmiete) für unsere Stadt.

Da ich ausziehe, wird das Jobcentern meinen Eltern einen Umzug in eine günstigere Wohnung sicherlich vorschlagen. Um einen Umzug verhindern, könnte ich einen Raum (im Elterns Wohnung) als Abstellraum anmieten, oder? Ich meine, ich habe auch viele Sachen, die ich dann dort abstellen könnte. Ich vereinbare einfach 60€ für einen Raum und so müsste Bruttokaltmiete der Eltern auf 540€ sinken. Liege ich da korrekt? [Nettokaltmiete liegt ca. 40€ höher als angemessen.]

Wenn es so gehen würde, muss ich nur eine Untermietvertrag machen. WO muss ich dann die 60€ überweisen? auf das Konto der Eltern oder an Vermieter?

Außerdem würde mich interessieren, ob nur auf den Preis geguckt wird oder auch auf Wohnungsgröße. Der Preis ist für die Wohnungsgröße sehr billigfür die Größe. Oder können die sagen: sucht kleinere Wohnung, kann aber dann minimal/deutlich teurer werden?
 

Horst Heinz

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Ich sehe das so, deine Eltern müssen immer noch 600€ an den Vermieter zahlen.
Und die 60€ werden deinen Eltern als Einkommen angerechnet und am ALG II Geld abgezogen.
 

ZynHH

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Es müsste geklärt werden, ob der Vermieter sein Einverständnis für eine Untervermietung gibt.

Ich behaupte mal, wenn deine Eltern nicht umziehen wollen, müssen sie den fehlenden Betrag aus ihrem Regelsatz bezahlen.

Da kannst du ihnen das Geld doch auch ohne den ganzen Klimbim so geben, halt in Bar und nicht nicht als Kontobewegung.

@Heinz, lass es doch einfach.
 

lulauge

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Es müsste geklärt werden, ob der Vermieter sein Einverständnis für eine Untervermietung gibt.

Ich behaupte mal, wenn deine Eltern nicht umziehen wollen, müssen sie den fehlenden Betrag aus ihrem Regelsatz bezahlen.

Da kannst du ihnen das Geld doch auch ohne den ganzen Klimbim so geben, halt in Bar und nicht nicht als Kontobewegung.

.

Natürlich könnte ich es auch so machen, einfach einmal im Jahr 600€ auf die Hand drücken. Nur könnte ich mir vorstellen, dass das Jobcenter zig mal fragen wird, wie man 50€ selber aus der eigenen Tasche zahlen wird.

Aber ich meine irgendwo damals gelesen zu haben, dass man es als Abstellraum ohne weiteres machen kann. Aber ist paar Monate her, dass ich es gelesen habe, aber weiß nicht wo.
 

ZynHH

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Natürlich ist es deinen Eltern überlassen, wie sie ihre KDU reduzieren. Wenn der Vermieter zustimmt, dürfen sie einen Raum vermieten.

Holt euch die Zustimmung des Vermieters und dann macht einen Untermietvertrag. Macht eine entsprechende Änderungsmitteilung an das JC und legt die entsprechenden Formulare vor.

Ich würde aber abwarten, das und ob deine Eltern aufgefordert werden das zu tun. Spart evtl. 6 Monate.... :popcorn:
 

lulauge

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Natürlich ist es deinen Eltern überlassen, wie sie ihre KDU reduzieren.


Verstehe. Also, wenn ich das also richtig verstehe: die müssen gar nicht ausziehen, wenn sie das irgendwie selber zahlen, stimmt's? (Also keine weiteren negativen Konsequenzen oder Sanktionen, außer das Jobcenter zahlt halt nicht über die vorgeschlagene Miethöhe) .Wenn man 50€ durch zwei Personen teilt, dann ist das ja nicht viel, was jeder Elternteil übernehmen muss.
 

ZynHH

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Verstehe. Also, wenn ich das also richtig verstehe: die müssen gar nicht ausziehen, wenn sie das irgendwie selber zahlen, stimmt's? (Also keine weiteren negativen Konsequenzen oder Sanktionen, außer das Jobcenter zahlt halt nicht über die vorgeschlagene Miethöhe) .Wenn man 50€ durch zwei Personen teilt, dann ist das ja nicht viel, was jeder Elternteil übernehmen muss.

Schön wäre natürlich, wenn ihre Nebenkosten sinken, nachdem du ausgezogen bist. Ansonsten alles richtig verstanden. :icon_pause:
 

Purzelina

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50 € Eigenanteil bei der Miete bei 2 Personen wird nicht zu Nachfragen vom JC führen.

Laßt die Untervermietung bleiben, das ist nicht notwendig.
 

lpadoc

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... Nur könnte ich mir vorstellen, dass das Jobcenter zig mal fragen wird, wie man 50 € selber aus der eigenen Tasche zahlen wird.

Das ALG2-Betroffene aus dem Regelsatz zuzahlen gibt es - leider. Daher ist es notwendig zur gegebenen Zeit zu prüfen, ob die Berechnung der Kosten für Unterkunft und Heizung haltbar und ordnungsgemäß ermittelt wurde. Oftmals stellt sich heraus, das eine falsche Berechnung und somit zum Nachteil der Betroffenen erfolgte. Ich persönlich stelle die JC-Berechnungen immer in Frage.

Für den Fall, sollten die Eltern in Zukunft eine Kostensenkungsaufforderung vom JC erhalten, so verbleibt ausreichend Zeit zur inhaltlichen Prüfung (siehe Forum zu Kosten der Unterkunft).
 

gelibeh

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Ich würde auch abwarten, ob da überhaupt was kommt. Und wie @Ipadoc schon sagt, viele Kommunen würfeln die angemessene Miete einfach aus und können nicht wirklich belegen, wie sie auf die Werte gekommen sind. Wenn eine Kostensenkungsaufforderung kommt, kann man das immer noch in Angriff nehmen.
 

Erolena

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Warte doch erstmal ab. Solange die Eltern keine Kostensenkungsaufforderung erhalten haben, müssen sie gar nichts tun.

Wenn das JC eine Kostensenkungsaufforderung schickt, müssen sie prüfen, ob diese gerechtfertigt ist.
Ein offizieller Widerspruch ist zwar nicht vorgesehen. Aber sie können eine (gegenteilige) Stellungnahme abgeben.

Sie sollten prüfen, ob die Kostensenkungsaufforderung mit den KdU-Richtlinien der Stadt übereinstimmt. Bei uns war das nicht der Fall. Nach meiner Stellungnahme hat das Jobcenter die Kostensenkungsaufforderung zurück genommen.

Außerdem sollten sie prüfen, ob die KdU-Richtlinie der Stadt auf einem 'schlüssigen Konzept' basiert. Wenn nicht, ist die Richtlinie ungültig und es wird auf höhere Mietwerte zurückgegriffen.

Oder gibt es persönliche Umstände, die einen Auszug sinnlos machen? Z.B. einer findet in absehbarer Zeit eine gut bezahlte Arbeit. Oder ein Kind zieht nach Abschluss der Ausbildung demnächst wieder zu Hause ein, so dass die Miete wieder angemessen sein wird.

Eine Kostensenkungsaufforderung muss den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit entsprechen. In eine kleinere Wohnung umzuziehen, wenn dadurch die Miete nicht sinkt, ist unwirtschaftlich und damit sinnlos.
 
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