• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.
    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc...
    Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.
    (Dieser Hinweiß kann oben rechts, für die Sitzung, ausgeblendet werden)

Mit Mutter in Bedarfsgemeinschaft: Was wenn ich Jobbe?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

bobbyb

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
16 Jul 2009
Beiträge
2
Bewertungen
0
Hallo liebe Leute,
ich bräuchte da mal ein paar Informationen zu folgendem Sachverhalt.
Ich bin 20 Jahre alt und lebe mit meiner Mutter, die Hartz4 bezieht, in einer Bedarfsgemeinschaft.
Meine Mutter bekommt momentan laut der Tabelle ca. 220 Euro(ist im Moment aus bestimmten Gründen wohl ein wenig abgesenkt) und ich knapp 40 Euro.
Dazu kommen "Kosten für Unterkunft und Heizung", pro Person 255,55(bzw. ",54), also insgesamt 511,09.
Außerdem bezieht meine Mutter bzw. ich noch 164,00 Kindergeld.
Ich bin momentan in den Vorbereitungen auf meine externen Abi-Prüfungen(war bisher Schüler), und möchte gerne für die nächsten paar Monate einen kleinen Job annehmen um für einen nächstes Jahr anstehenden Auslandsaufenthalt etwas dazu zu verdienen.

Nun die Frage: Was ändert sich nun für uns, wenn ich ein eigenes Einkommen habe?
Die 40 Euro die ich bekomme, fallen dann weg, richtig?
Aber was ist mit der Mietzahlung, wird die weiterhin in voller Höhe übernommen(ich bleibe erstmal noch bei meiner Mutter wohnen)?
Ich werde ja jetzt nicht das große Geld scheffeln(wahrscheinlich in nem Club in Hamburg jobben), gibt es also eine Grenze, wie viel ich verdienen darf, und wenn ja, wie hoch ist die?

Danke im Voraus,
Bobby
 

Erolena

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 Nov 2007
Beiträge
5.939
Bewertungen
1.507
Wieso bekommst Du nur 40 Euro?
Wieviel bekommst du für Lebensunterhalt?
Wieviel für Kosten der Unterkunft?
Du hast Kindergeld, bestimmt noch Unterhalt?
 
E

ExitUser

Gast
...Nun die Frage: Was ändert sich nun für uns, wenn ich ein eigenes Einkommen habe?...

Hallo bobbyb,

Du darfst auf alle Fälle 100,00 ohne Abzüge behalten, von jedem weiteren verdienten Cent stehen Dir 20% zu, der Rest verringert das ALG II. Grob erklärt.:icon_smile:
 

Erolena

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 Nov 2007
Beiträge
5.939
Bewertungen
1.507
Aber zu beachten ist, im 100 Euro Freibetrag für Erwerbseinkommen sind auch die 30 Euro Versicherungspauschale drin. D.h. die Anrechnung bei anderem Eink. fällt weg, d.h. Kindergeld wird dann voll berücksichtigt. Also von dem erhofften Gewinn (mind.100 Euro+20%) verlierst du 30 Euro bei der ALG2-Berechnung.
Anders ist es, wenn es Dir gelingt, für einen gemeinnützigen Verein o.ä. zu arbeiten. Dann bleibt das Verdiente bis zur Hälfte des Regelsatzes ganz außen vor bei der ALG2-Berechnung.

Z.B. die Entschädigung für Wahlhelfer kann man ohne Schaden neben dem Job einstecken. Die musst Du nicht mal dem Amt melden, weil sie die Hälfte des Regelsatzes nicht erreicht.
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Bewertungen
178
Und da wir so oft Wahlen haben, ist das sicher auch ein Ersatz für einen Minijob:icon_pause:
 

bobbyb

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
16 Jul 2009
Beiträge
2
Bewertungen
0
Ich danke euch für die Antworten, Freunde.


Wieso bekommst Du nur 40 Euro?
Wieviel bekommst du für Lebensunterhalt?
Wieviel für Kosten der Unterkunft?
Du hast Kindergeld, bestimmt noch Unterhalt?
Kann sein, dass da kürzlich noch etwas umgestellt wurde.
Aber laut der Tabelle haben meine Mutter und ich einen monatlichen Gesamtbetrag von 773,09 Euro.
"Zur Sicherung des Lebensunterhalts (inkl Mehrbedarfe)" 222,86 für meine Mutter und 39,14 für mich.
"Kosten für Unterkunft und Heizung" haben sie zu gleichen Teilen auf meine Mutter und mich aufgeteilt.
255,54 Euro für meine Mutter, 255,55 Euro für mich.
Nein, Unterhalt bekommen weder meine Mutter noch ich.
Sonst ist, wie erwähnt, nur noch das Kindergeld da(höhe knapp 160,00 Euro).
WIE das nun alles Zustande kommt, weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber so steht es in dem Schrieb der ARGE(bedenkt aber, dass wie ich sagte, der Teil meiner Mutter vorübergehen etwas runtergesetzt ist).
Joa, ist wenig, aber vielleicht wird das Kindergeld irgendwie angerechnet(ginge allerdings aus den Unterlagen nicht hervor)?Weiß ich ehrlich gesagt nicht. :icon_kinn:

Du darfst auf alle Fälle 100,00 ohne Abzüge behalten, von jedem weiteren verdienten Cent stehen Dir 20% zu, der Rest verringert das ALG II. Grob erklärt.
ber zu beachten ist, im 100 Euro Freibetrag für Erwerbseinkommen sind auch die 30 Euro Versicherungspauschale drin. D.h. die Anrechnung bei anderem Eink. fällt weg, d.h. Kindergeld wird dann voll berücksichtigt. Also von dem erhofften Gewinn (mind.100 Euro+20%) verlierst du 30 Euro bei der ALG2-Berechnung.
Hmm heißt also, dass wenn ich 300 Euro verdiene(ist jetzt bloß ne hypothetische Zahl), dann kann ich davon 140 Euro behalten, wobei ich dann meine 40 Euro vom Amt weiterhin erhalten würde, richtig?
Und davon würden dann noch 30 Euro wegfallen, sodass dann quasi mein Anteil vom Amt auf 9 Euro zusammenschrumpft, oder wie?

Was würde denn nun passieren, wenn ich ganz auf meinen Anteil verzichten würde, also quasi normal erwerbstätig wäre?
Würde das Amt dann die Kosten für die Unterkunft, problemlos ganz auf meine Mutter übertragen(denn auf die 40 für den Lebensunterhalt kann ich gut verzichten), ODER werde ich dann hier quasi wie ein normaler Untermieter behandelt und muss meinen Anteil an der Miete selber tragen, was dann natürlich wenig Sinn machen würde, denn soviel das ich mir das leisten kann(bzw, dass es Sinn machen würde), verdiene ich neben den Vorbereitungen auf mein Abi niemals.

Z.B. die Entschädigung für Wahlhelfer kann man ohne Schaden neben dem Job einstecken. Die musst Du nicht mal dem Amt melden, weil sie die Hälfte des Regelsatzes nicht erreicht.
Und da wir so oft Wahlen haben, ist das sicher auch ein Ersatz für einen Minijob
Tja, wir hier in Hamburg haben da leider momentan eher stabile verhältnisse(die Schill-Zeiten sind vorbei).
Wohne leider weder in Hessen, noch in Schleswig-Holstein.:cool:

Erolena, Gavroche, Arania, ihr habt mir jedenfalls schonmal ein ganzes Stück weitergeholfen.
Danke euch.
Bobby.
 

Erolena

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 Nov 2007
Beiträge
5.939
Bewertungen
1.507
Bei zwei Wahlen, die noch ausstehen, sind es je nach Höhe des "Erfrischungsgeldes" z.B. 50 Euro jeweils im August und im September als völlig anrechnungsfreies Einkommen.
Hier scheint es sich ja um einen sanktionierten Haushalt zu handeln. Dann zählt jeder Cent.
Aber, das haben andere auch schon gemerkt. Bei uns sind schon alle Plätze der Wahlhelfer besetzt.
 

Erolena

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 Nov 2007
Beiträge
5.939
Bewertungen
1.507
Hier liegen nach meiner Rechnung 40 % Sanktion vor. (38,14 Leistung an Sohn + 134 bereinigtes Kindergeld=173,14 Euro sanktionierter Bedarf. Also fließen rund 60 % von 287 Euro = 40% Sanktion).
Hier sind beide Mutter und Sohn mit 40% des Lebensunterhaltsleistung sanktioniert. Ob das gesetzeskonform ist, weiß ich nicht. (bei Mutter liegt noch ein geringer Mehrbedarf vor, aber es fehlen auch fast 40 % der Leistung für für LU)
Vorschlag für günstigen Zuverdienst:
Der Zuverdienst wäre z.B. 150 Euro
-100 Erwerbstätigenfreibetrag
- 10 (von 150-100=50, davon 20 Prozent)
40 Euro anrechenbares Erwerbseinkommen

Damit Leistungsberechnung für Sohn:
173,14 (sanktionierter Bedarf)
- 40 anrechenbares Erwerbseinkommen
-164 Kindergeld (keine Vers.pauschale abziehbar)
30,86 Kindergeldüberhang übertragbar an Mutter
bei Mutter zu bereinigen um 30 Euro
0,86 Euro abziehbares Kindergeld bei der Leistung der Mutter
 

Rechtsverdreher

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
14 Mai 2007
Beiträge
2.549
Bewertungen
427
Wenn Du die 40 Euro die Du im Monat vom Amt erhältst selber verdienst, dann trittst Du einfach aus der BG aus.

Kinder müssen für ihre Eltern keinen Unterhalt leisten.

Jedenfalls war das mal so.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten