Mit Hartz 4: Inkassoschulden wegen Bestattungskosten (unverschuldet). Was kann ich tun?

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Jessy

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Hallo ihr Lieben!
Dankeschön für die Aufnahme!

Erstmal zu mir: Ich habe seit mehreren Jahren entzündliches Rheuma und falle deswegen immer wieder in die AL, sprich: beziehe Hartz 4.

Ich besitze einen Schwerbehindertenausweis, wodurch es leider noch schwerer ist, einen Arbeitgeber zu finden, der einen einstellt (ich weiß, Arbeitgeber haben auch Vorteile damit Schwerbehinderte einzustellen, aber in der Praxis zeigt sich die harte Realität, dass kaum ein AG so jemanden will).

2014 (in Zeit des Hartz 4-Erhalts) ist mein Vater leider gestorben. 2 Tage nach seinen Sterbetag war das Bestattungsinstitut da, das älteste Kind (ich) musste unterschreiben den Bestattungsvertrag, also auch die Kosten unterschreiben (es kam die Aussage, dass mein Vater sonst in ein Massengrab kommt).

Das wollte ich natürlich nicht und habe unterschrieben (günstigste Ausführung von allem hatten wir gewählt), DENN eigentlich übernimmt ja dann das Sozialamt die Bestattungskosten. Voraussetzung ist, dass alle anderen Familienmitglieder ihr Einkommen/Vermögen offenlegen (Vater ist von Mutter geschieden und sie kann mich leider auch finanziell sehr schlecht unterstützen).

Mein Bruder hat das brav getan (ist noch in der Ausbildung, lebt seit dem Tod unseres Vaters alleine, braucht jeden Cent also selber). Und jetzt kommt das Problem…meine Oma (leider wirklich eine boshaftige Frau) hätte eben auch offenlegen müssen, das hat sie aber nie getan…selbst die Dame vom Sozialamt hat versucht telefonisch auf sie einzureden, dass sie nur ihr Rente etc. offen legen muss.

Hat sie nicht interessiert. Da ich beim Rechtsanwalt meine Ausbildung gemacht habe und mein ehemaliger Chef ein Herz für mich hatte, hat er kostenlos Schreiben gegen sie aufgesetzt und sie dazu aufgefordert, offen zu legen. Hat sie trotzdem nicht gemacht. Mein Anwalt hat dann gesagt, dass er nicht mehr machen kann. In der Zeit kamen natürlich die Mahnungen.

Habe den Bestattungsinstitut erklärt, wie die Lage ist…das war denen leider egal. Also ging das Ganze dann zum Inkassounternehmen. Jetzt sind die Schulden natürlich noch viel höher (insgesamt mit deren blöden Gebühren 1.822,72 Euro OHNE Berücksichtigung der 5 % Zinsen).

Ich hatte nach langer AL dann das Glück eine Arbeit für ein gutes Jahr zu finden, habe zwar nicht viel verdient, aber es war mir gerade noch möglich 50 Euro mtl an das Inkassounternehmen zu zahlen (habe bereits 1000 Euro ab bezahlt). Jetzt bin ich seit Januar 2016 aufgrund einer Verschlimmerung meiner Erkrankung wieder AL (befristeter Vertrag wurde nicht verlängert) und beziehe Hartz 4.

Hab mir das Geld jetzt immer geliehen von meiner Mutter, dass ich die 50 Euro mtl. weiter an das Inkassounternehmen zahle (meine Mutter kann mich wie gesagt nicht großartig unterstützen). Da ich jetzt aber umziehen musste und das Jobcenter die eh schon sehr geringe Miete nicht voll übernimmt (anderes Thema, habe einfach nichts Günstigeres gefunden) kann ich jetzt einfach nicht mehr diese 50 Euro mtl. zahlen.

Jetzt meine Fragen:

1. Kann man dem Inkassounternehmen eine Ratenzahlung von 10 Euro oder höchsten 20 Euro anbieten. Oder kommen die dann mit Gerichtsvollzieherdrohungen etc. daher?

2. Nochmal zu dem Fall meiner Oma. Wisst ihr, ob man da noch was machen könnte. Denn ich bin ja total "unverschuldet" in diese Schulden geraten. Das Sozialamt hätte alles übernommen, WENN meine Oma ihr Vermögen offengelegt hätte.

Tut mir Leid für den langen Text, es ist ein langwieriges Thema.

Vielen lieben Dank für eure Antworten!

LG Jessi
 

Seepferdchen 2010

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AW: Mit Hartz 4: Inkassoschulden wegen Bestattungskosten (unverschuldet). Was kann ich t

Hallo @Jessy und willkommen, :icon_smile:

ich habe Absätze in deinen Beitrg eingefügt, dann liest sich das besser.
Nun hab etwas Geduld bestimmt meldet sich bald jemand zu deinem Problem.
 

Hannah55

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AW: Mit Hartz 4: Inkassoschulden wegen Bestattungskosten (unverschuldet). Was kann ich t

Ich habe etwas gefunden, vielleicht hilft es dir:

Bestattungspflicht gibt vor, wer für die Bestattung zuständig ist. Die Rangfolge hierfür ist: Ehepartner, Lebenspartner, Kinder, Eltern, Geschwister, Großeltern u. Enkelkinder. Bei mehreren Personen wird die Älteste in die Pflicht genommen.

Ist deine Oma seine Mutter?

Wenn nicht, und du wirklich die Einzige bist, könntest du es mit Ratenzahlung versuchen. Evtl. könnten ja deine Mutter u. dein Bruder dir monatlich EUR 15,00 zuzahlen, dann hättet ihr zu dritt schon EUR 45,00 zusammen. Dann geht es etwas schneller.
 

ZynHH

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AW: Mit Hartz 4: Inkassoschulden wegen Bestattungskosten (unverschuldet). Was kann ich t

Ich verstehe nicht, wieso du dafür verantwortlich gemacht wurdest, das deine oma ( seine Mutter?) ihren Auskunftspflichten gegenüber dem Sozialamt nicht nachgekommen ist.....das liegt doch garnicht in deinem Einflussbereich.....

Hier würde mich mein weg zum Leiter des Sozialamtes bringen um dort mal freundlich die MitwirkungsPflichten abzuklären.
 

axellino

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AW: Mit Hartz 4: Inkassoschulden wegen Bestattungskosten (unverschuldet). Was kann ich t

Guten Morgen :wink:

Habe den Bestattungsinstitut erklärt, wie die Lage ist…das war denen leider egal. Also ging das Ganze dann zum Inkassounternehmen. Jetzt sind die Schulden natürlich noch viel höher (insgesamt mit deren blöden Gebühren 1.822,72 Euro OHNE Berücksichtigung der 5 % Zinsen).

aber es war mir gerade noch möglich 50 Euro mtl an das Inkassounternehmen zu zahlen (habe bereits 1000 Euro ab bezahlt)

Ich würde hierzu erstmal empfehlen, das Du vom Inkasso, zwecks Überprüfung der Forderungsangelegenheit, eine Detailierte Forderungaufstellung anforderst, damit Du erstmal ein Überblick hast, was die derzeitige Höhe der Gesamtforderung betrifft und wie deine bisherigen Zahlungen dort verrechnet wurden. Deine Zahlungen wurden sicher zuerst mit deren sogenannten "blöden" Gebühren und Zinsen verrechnet, die Du mit zustande kommen der Vereinbarung, ja auch anerkannt hast.

Kann man dem Inkassounternehmen eine Ratenzahlung von 10 Euro oder höchsten 20 Euro anbieten.

Anbieten könntest Du das, die Frage ist nur ob sie drauf eingehen und wenn sie drauf eingehen, wirst Du nochmals ein Batzen "blöde" Gebühren in form einer Ratenvereinbarung, auf die Forderung oben drauf bekommen.

Im ganzen müsste man sich aber fragen, was willst Du mit 10-20 € monatlich erreichen, davon ausgehend, das hier bestimmt noch ca. 1000 € nebst Zinsen offen sind, das wäre ein Fass ohne Boden, denn Du würdest gerade mal die anfallenden Zinsen und vielleicht noch ein teil derer blöder Gebühren tilgen, mehr nicht.

Ggfls. müsste oder sollte man hier, aufgrund deiner Erkrankung und Bezug von Sozialleistungen und somit Zahlungsunfähigkeit, anders weiter vorgehen, aber ggfls. für so ein vorgehen, bräuchte man mehr Infos von Dir.

Die wichtigste Frage wäre, wie siehst Du deine zukünftige Prognose langfristig selber, aufgrund deiner Erkrankung, von Sozialleistungen weg zukommen und wieder in Arbeit zukommen, um die Schulden auch abzahlen zukönnen.

Das Du mit Bezug von ALG 2 unpfändbar bist, was Geldleistungen betrifft ist klar, ob Du nun ggfls. pfändbare Sachwerte hättest, wie Auto oder wertvollen Schmuck etc. weiss ich jetzt natürlich nicht.

Gäbe es noch weitere Schulden und wenn ja, sind diese tituliert.
Wie sieht die Schufa aus etc.

Oder kommen die dann mit Gerichtsvollzieherdrohungen etc. daher?

Drohen könnten die mit Gott und die Welt, aber wer nix hat, dem könnte auch nix genommen werden.
Ich nehme jetzt auch mal an, das die Forderung noch nicht tituliert ist, d.h. Du hast noch kein MB+VB erhalten, somit wäre es noch ein weiter Weg, bis ggfls. überhaupt der GV zum Kaffee trinken bei Dir vorbei kommen würde.

Nochmal zu dem Fall meiner Oma. Wisst ihr, ob man da noch was machen könnte. Denn ich bin ja total "unverschuldet" in diese Schulden geraten. Das Sozialamt hätte alles übernommen, WENN meine Oma ihr Vermögen offengelegt hätte.

Hierzu hast Du ja schon eine Antwort des Anwalts erhalten und Du hast den Bestattungsvertrag unterschrieben. Ob Du noch im nachhinein gegen die Oma zivilrechtlich oder das Sozialamt vorgehen könntest, glaube ich nicht, weiss ich aber jetzt auch nicht genau.

VG
axellino
 

Inkasso

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AW: Mit Hartz 4: Inkassoschulden wegen Bestattungskosten (unverschuldet). Was kann ich t

(insgesamt mit deren blöden Gebühren 1.822,72 Euro OHNE Berücksichtigung der 5 % Zinsen).
verlink mal die erste und die letzte Forderungsaufstellung des Inkassobüros
(Namen und Anschrift abdecken)

Was wurde im Zusammenhang mit der Ratenzahlungsvereinbarung unterschrieben ?
 

Jessy

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AW: Mit Hartz 4: Inkassoschulden wegen Bestattungskosten (unverschuldet). Was kann ich t

Erstmal vielen Dank für eure zahlreichen Antworten!
Ich antworte jedem in seinem Kommentar, wenn ich das in Zukunft anders machen soll, dann sagt es mir einfach :wink:
 

Jessy

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AW: Mit Hartz 4: Inkassoschulden wegen Bestattungskosten (unverschuldet). Was kann ich t

@Hannah55: Dankeschön für diese Reihenfolge! Ja genau, hatte ich vergessen hinzuschreiben: Es ist seine Mutter. Blöderweise „musste“ ich ja damals den Bestattungsvertrag unterschreiben. Und der der unterschreibt muss ja bekanntermaßen zahlen. Deswegen weiß ich nicht, ob diese Reihenfolge in diesem Fall berücksichtigt wird?

Ja, gute Idee mit dem zusammenlegen. Meine Mutter und mein Bruder haben leider durch meinen Vater auch ein paar Schulden (längere Geschichte, unschön verlaufen), die sie brav abzahlen, dadurch können wir uns gegenseitig leider schlecht unterstützen. Aber trotzdem Danke…natürlich können wir evlt ein bisschen zusammenlegen.

@ZynHH: Davon höre ich jetzt zum ersten Mal, dass das gar nicht in meinem Einflussbereich liegt :frown:. Die Dame vom Sozialamt hatte ja versucht mit meiner Oma (seiner Mutter) telefonisch zu reden und hat ihr auch Schreiben zur Offenlegung zugeschickt….allerdings hat meine Oma das ja wie gesagt nicht interessiert und ist nicht auf die Schreiben eingegangen etc. Ja und dann hieß es eben, dass sie (Sozialamt) da nichts mehr machen können (und es auch nicht zahlen), ich kann es ja mal mit einem Anwalt versuchen (was ja auch nicht gebracht hatte…)

Meinst du, man kann nochmal versuchen …den Leiter des Sozialamtes nach 1 ½ Jahren zu kontaktieren? :frown: Ich bin ja jetzt blöderweise in einen anderen Ort gezogen, da wäre jetzt ein anderes Sozialamt für mich zuständig?

@axellino: Ja danke für den Tipp mit der Anforderung einer Forderungsaufstellung. Ich muss gestehen, dass ich nicht weiß wieviel jetzt noch offen ist mit Zinsen.
Genau, ich habe gerade nochmal nachgelesen…erst werden die Zahlungen auf Kosten und Zinsen angerechnet, dann auf die Hauptforderung.
Oh jee, der Gedanke, dass wieder neue Gebühren bei einer neuen Ratenzahlungsvereinbarung anfallen, ist mir noch gar nicht gekommen 

Ja, das weiß ich, dass ich dann bis in die Ewigkeit bezahle…mein „Wunsch“ wäre es so lange zu machen, bis ich aus der AL wieder herauskomme.
Welche Infos bräuchtest du von mir bzgl., dass man anders weiter vorgehen könnte gegen die Sache aufgrund der Erkrankung?
Zu meiner Krankheit, das weiß ich nicht. Rheumaschübe kommen ganz plötzlich, eine zeitlang schafft man es bei mir diese zu minimieren, aber leider leide ich an einer aggressiven Form der rheumatoiden Arthritis. Vollzeit arbeiten, kann ich leider nicht mehr. Mein Rheumatologe hat mir ans Herz gelegt, die Teilrente zu beantragen. Dies habe ich bereits getan, ist aber noch in Prüfung. Habe natürlich bis jetzt nicht viel einbezahlt (bin 27 Jahre), gerade so viel, dass ich überhaupt die vorausetzungen habe, den Rentenantrag zu stellen. WENN ich eine Teilrente erhalte wird das nicht viel sein. Mein „Traum“ ist es, irgendwo eine Teilzeitstelle (+ kleine Rente) zu haben, um nicht mehr ALG 2 zu beziehen und etwas mehr zum Leben zu haben. Aber viel Geld werde ich niemals haben…das ist relativ sicher...so sehe ich meine zukünftige Prognose.

Ein Auto hab ich, das läuft auf meine Mutter. Also auf dem Papier gehört es nicht mehr. Teuren Schmuck oder sonstiges Wertvolles besitze ich gar nicht.

Nein, glücklicherweise hab ich keine weiteren Schulden. In der Zahlungsvereinbarung steht nichts von Schufa drinnen. Ich habe mal gelesen, dass das im Inkassoschreiben drinnen steht, wenn ich in der Schufa eingetragen wäre. Weiß natürlich nicht, ob das stimmt.

Nein, die Forderung ist nicht tituliert. Ja, ich weiß, dass der GV erst nach dem Schritt MB + VB vor der Tür steht.
Bei einem Vorschlag von einer geringeren Rate können sie mir ja sowas auch nicht aufdrängen, da ich ja zahlungswillig bin, oder?

Aber wie du ja schon sagst…drohen können sie viel…wo nichts ist, kann nichts geholt werden.


@Inkasso: Konnte leider keinen Link schicken, ich hoffe es geht so auch. Ich habe nur die eine Vereinbarung, das ist die aktuellste, die ich habe. Kann evtl sein, dass mein Anwalt die erste hat. Er hat damals die Originalunterlagen behalten.
Ich habe ich diese Vereinbarung nicht unterschrieben zurückgeschickt. Habe die Raten bezahlt, da haben sie sich dann nicht mehr schriftlich gemeldet, (mir ist übrigens ein Schreibfehler unterlaufen…es ergab zu dem Zeitpunkt eine Summe in Höhe von 2.822,72 Euro, nicht 1.822,72 Euro, deswegen nicht wundern).




(hab doch nicht alles in die Kommentare geschrieben ...:wink: )
 

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axellino

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@axellino: Ja danke für den Tipp ..........................

Im ganzen zielte mein Gedanke darauf hinaus, aufgrund deiner Erkrankung, Zahlungsunfähigkeit und jetzt auch noch mit den Informationen, das Du niemals mehr Vollzeit arbeiten gehen kannst und wohl auch auf eine mickrige Teilrente angewiesen sein wirst und Du auch keine pfändbaren Wertgegenstände besitzt, das Du die Forderung ggfls.nicht mehr bedienst, denn mit den 10-20 € würdest Du hier absolut gar nix erreichen und das ganze würde niemals ein Ende für dich haben.

Daraufhin würden dann ebend die zu erwartenden Konsequenzen auf dich zukommen, die Dir sicher selbst bekannt sind, MB+VB, GV, Vermögensauskunft, Schufaeintrag.
Aber alles diese bräuchte dich als, Vermögenslos und unpfändbar und das sicher aufgrund deiner Angaben, auf ein sehr langen Zeitraum hinaus, in keinsterweise erschlagen.

Daraufhin werden Gläubiger sehr zutraulich und es lassen sich aus der Sicht eines Schuldners, sehr gute Vergleiche aushandeln, so dass das ganze dann auch mal ein Ende hätte.
Aufgrund deiner Angaben, hättest Du gute Chancen, hier ein Vergleich auzuhandeln, der bei rund ca. 20-30 % der Ursprungsforderung liegen könnte, entweder als Einmalzahlung, wenn Du ebend jemanden hättest, der Dir den Betrag vorstrecken könnte oder in form einer Ratenzahlung mit Kleinstraten, wo die Schuld dann auch festgeschrieben wird, so das auch keine weiteren Kosten und Zinsen auflaufen können.

Ob ggfls. überhaupt so ein Vorgehen für dich in Frage kommen würde, ob jetzt oder später, weiss ich natürlich nicht, ich lasse es einfach mal stehen und wenn ja, dann meldest Du dich einfach dazu und User @Inkasso wird dazu sicher auch einige Ratschläge geben können.

Bei einem Vorschlag von einer geringeren Rate können sie mir ja sowas auch nicht aufdrängen, da ich ja zahlungswillig bin, oder?

Lehnt der Gläubiger dein Vorschlag ab und Du zahlst die vereinbarten 50 € Raten nicht mehr, dann kann er sich natürlich die Forderung titulieren lassen und die Zwangsvollstreckung betreiben, das hat dann mit zahlungswillig nix zutuen.

Vielleicht wenn Du jetzt den Vorschlag unterbreitest, gehe mit den Gedanken daran das Du absolut nix zu verlieren hast. Lege der Gegenseite deine gesamte Situation dar, finanziell, gesundheitlich, deine zukünftig zu erwartende Prognose etc. und versuche ein für dich machbaren und langfristig machbaren Deal auszuhandeln. Die Forderung soll festgeschrieben werden auf Summe X (pokern und versuchen ein wenig nach unten zu gehen, was die Höhe der Forderung betrifft) ohne das weitere Zinsen und Kosten auflaufen und das Du diese mit 20 € monatlich tilgst. Versuch es, zu verlieren hast Du sowieso nix :wink:
 

Jessy

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AW: Mit Hartz 4: Inkassoschulden wegen Bestattungskosten (unverschuldet). Was kann ich t

Hallo @axellino.

Jetzt muss ich mich erstmal vielmals entschuldigen, dass ich nicht eher geschrieben habe. Ich habe derzeit blöderweise kein Internet.
Ok, dein Vorschlag find ich sehr gut…
Ich werde dem Inkassounternehmen meine komplette gesundheitliche und finanzielle Situation schildern und versuchen einen „Deal“ auszuhandeln. Probieren werde ich es…und wie du ja sagst, verlieren kann ich nichts! Da ich niemanden habe, der mir das Geld leihen kann, würde ich das mit den Raten anbieten. Aber wie gesagt…vorher eben alles genau schildern. Zuvor lasse ich mir erstmal eine Forderungsaufstellung zukommen lassen.
Wenn ich das mit dem Vorschlag machen werde und nochmal Fragen aufkommen, werde ich mich bei dir/euch melden. 

Ich danke dir für deinen Ratschlag!

Liebe Grüße, Jessy
 
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