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Mit Grundsicherung zusammenziehen - aber wie ?

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*Baja*

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Hallo zusammen,

ich hoffe, dass es so einen Thread hier noch nicht gibt .... ich habe mich zwar so gründlich wie möglich in den Themen umgesehen, aber nichts Passendes gefunden.

Ich habe zu folgendem Fall eine Frage und würde mich sehr drüber freuen, von Euch Tipps o.ä. bekommen zu können, da die, die ich gefragt habe (Sozialpädagogen/-arbeiter) verschiedene Aussagen machen - und ich einfach eindeutige Angaben bräuchte.

Der Fall:

Sie - bezieht seit letzten Dez. Grundsicherung für Erwerbsunfähige (oder wie das heißt....)
Er - arbeitet.

Beide möchten gerne endlich zusammenziehen, aber nicht in eine Art WG sondern wirklich zusammenziehen.
Beide sind ledig, haben keine Kinder, sind auch über 25.

Wenn er, nehmen wir mal an, ca. 1300,-€ verdient, sie, eben die Grundsicherung von 345,-€ hat,
und beide zusammenziehen, müsste er vollkommen für sie aufkommen ?
- 1.Info. die ich bekommen habe ist: Grundsicherung müsste einem bleiben
- 2.Info. die man mir sagte ist: Er müsste für sie voll und ganz aufkommen UND auch IHREN Krankenkassenbeitrag zahlen, da sie ansonsten keine KV hätte, diese aber braucht, da sie chronisch psychisch krank ist.

--------------------------------

Mein Gefühl sagt mir, dass es natürlich super gut wäre, dass sie einen 400,-€ Job wenigstens annimmt, doch sie schafft gerade mal 2,5 Stunden in der Arbeitstherapie....


So wie ich gesehen habe, gibt es ja auch noch die Möglichkeit auf eine Einstandsgemeinschaft, das aber wäre noch mehr Stress.... besonders für sie ....

Ich weiß, dass die ganze Politik einen schon dazu verdammt, einsam und alleine zu bleiben, aber vielleicht gibt es noch irgendwelche Schlupflöcher und Tipps, die ich vielleicht nicht weiß...

Könntet ihr mir helfen, ... so ein klein wenig ... bitte ? ....

Viele liebe Grüße
yours *baja*
 

Dopamin

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Baja,

klingt vielleicht hart, aber wenn sie psychisch jetzt schon nicht die stabilste ist, sollte sie gepflegt die Finger davon lassen...

Ich hab da keine Erfahrungswerte, aber ich weiß, wie ich mit einem popeligen Widerspruch schon am rotieren bin und ich bin schon wieder ziemlich stabil...

Sollte es bei ihr langfristig darauf hinauslaufen prozessieren zu müssen, sehe ich schwarz...

Dopamin
 

Familienglück

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Beide möchten gerne endlich zusammenziehen, aber nicht in eine Art WG sondern wirklich zusammenziehen.
Beide sind ledig, haben keine Kinder, sind auch über 25. Wenn er, nehmen wir mal an, ca. 1300,-€ verdient, sie, eben die Grundsicherung von 345,-€ hat, und beide zusammenziehen, müsste er vollkommen für sie aufkommen ?
Soviel ich weiß, müsste er dann für sie aufkommen:

311 Mann
311 Frau
angemessene Miete + angemessene Nebenkosten
GEZ
eventuell noch Mehrbedarf wegen Krankheit (Nahrung)
Krankenkasse

Wenn er mit 1300 alles zahlen kann / könnte ...

Kann diese Frau keine richtige EU Rente beantragen ?

Bei einer WG gilt nach ca. 1 Jahr die eäG (BG), es sei denn du kannst das Gegenteil beweisen ...

Was passiert mit der Krankenkasse, der Mann hat ja keine Vorteile wie z. B.

andere Steuerklasse
Familienversicherung (Krankenkasse) ???

Diese Frau ist momentan besser ... "dran" ...

Warum heiratet der Mann diese Frau nicht ? Das wäre für alle Beteiligten das Beste ?

Heute gilt doch, erst nach 3 Jahren, muss Unterhalt gezahlt werden oder so ... ?
(wenn keine Kinder vorhanden)

Schöne Grüße Heike
 

*Baja*

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EU Rente kann die Frau nicht beantragen, da sie noch nicht so viele Jahre an Arbeit vorweisen kann.
Deswegen hat sie (also ich....) eben auch die Grundsicherung.

Familienversicherung geht ja nicht, weil eben keine Ehe besteht ... oder würde das auch gehen, wenn man nicht verheiratet ist ?

Das ist alles ziemlich blöd....

Vielen lieben Dank für Eure Antworten !

LG *baja*
 

Familienglück

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Familienversicherung geht ja nicht, weil eben keine Ehe besteht ... oder würde das auch gehen, wenn man nicht verheiratet ist ? Das ist alles ziemlich blöd....
Baja, dann müsste der Mann Extra für sie in die KK einzahlen, (ca. 130 - 150 ?), eine Familienversicherung gibt es nur für Verheiratete.

Der Mann müsste zwar für die Frau aufkommen, aber hätte eben keinerlei Vorteile so wie in einer Ehe. Deswegen denke ich mal, entweder heiraten oder besser als so belassen, wie es momentan ist.:wink:

Schöne Grüße Heike
 

münchnerkindl

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Das mit dem Zusammenziehen sollten sie lassen...

Wenn man eh schon psychisch angeschlagen ist noch finanziell komplett abhängig zu sein und sozusagen um jeden Euro beim Partner betteln gehen zu müssen, das geht auf Dauer glaube ich auch emotional nicht gut.

Was ist denn so schlimm, getrennt zu wohnen wenn man einigermassen in der Nähe wohnen und auch so genug Zeit miteinander verbringen kann?

Und was ist im Fall einer Trennung? DEN Stress sollten sich in dem Fall wirklich alle beteiligten vom Hals halten. Ich finde es immer besser seine finanzielle Freiheit nicth aufzugeben.
 

*Baja*

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Sorry, dass ich erst jetzt antworte - ich kann z.Zt. nur sehr selten ins Netz...

@Familienglück

Naja, das mit dem Heiraten ist halt so ne Sache ... einfach nur mal schnell eben so zu heiraten, nur um finanzielle Vorteile zu haben, liegt mir sehr fern ...
Denn obwohl ich nicht gerade ein hohes Alter habe, so habe ich in diesem Fall sehr "alte" Ansichten - nämlich nur zu Heiraten, weil ich mit meinem Mann mein Leben teilen möchte - lebenslang eben zu bekommen.

@münchnerkindl

Wenn man eh schon psychisch angeschlagen ist noch finanziell komplett abhängig zu sein und sozusagen um jeden Euro beim Partner betteln gehen zu müssen, das geht auf Dauer glaube ich auch emotional nicht gut.

Ja, das ist eben auch das, was ich mir so gedacht habe.... aufgrund meiner psychischen-noch-nicht-ganz-Stabilität, ist es mir auch ein graus, wenn ich mir vorstelle, ich müsste meinen Mann immer "anbetteln" ... - nicht dass er mir kein Geld geben würde... aber trotzdem...

Andererseits bin ich ja jetzt auch nicht selbständig, ... da ich ja auf Kosten des Staates "lebe".
 

Dopamin

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Baja,

klar bist Du derzeit nicht "unabhängig" sondern abhängig von Amt...

Allerdings, wenn das Amt Dir die "Unterstützung" unrechtmässig streicht hast Du die Möglichkeit zu klagen (ich weiß bei psychischer Instabilität ein Kampf) mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auf Erfolg - bei einem Partner, mit dem Du nicht verheitratet bist ist DAS Unterfangen aussichtslos...

Wie immer Du Dich entscheidest, denn letztendlich musst Du diese Entscheidung treffen, bevor ihr Tatsachen schafft, gehe möglichst ALLE Fälle mal in der Theorie durch...

Das erste Jahr steht ihr "auf Bewährung" VORHER können sie es versuchen (tun es an manchem Ort auch) euch zusammenzuwerfen, aber ihr habt eine gute Chance "getrennt" zu bleiben. Letztendlich dürftet ihr nur eine Bedarfsgemeinschaft geworfen werden, wenn ihr "füreinander einsteht" und solange ihr DAS wasserdicht argumentieren könnt, dass ihr eben DAS nicht tut, ist es zwar immer noch riskant, aber ihr müsst in dem Fall einen Richter überzeugen ob ihr füreinander einsteht oder nicht, wenn ihr zusammengewürfelt werdet...

Ich habe (noch) keine eigenen Erfahrungen, aber schon eine Strategie, um nicht zusammengeworfen zu werfen. WENN die funktioniert, gebe ich sie auch gern weiter, aber solange ich damit nicht "durchgekommen" bin, werde ich nichts publik machen, um nachher nicht den schwarzen Peter zu bekommen.

Ich wünsche Dir viel Kraft die für Dich/Euch richtige Entscheidung zu treffen.

Dopamin
 

*Baja*

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@Dopamin

Hab Dank für Deine Antwort !

Ja, ich spiele das immer und immer wieder in der Theorie im Kopf durch ... , ja, und leider muss ich feststellen, dass es wohl besser ist, noch getrennt zu leben, denn Hochzeit nur aus der finanziellen Not heraus, beurteile ich als absoluten Irrsinn.

... Und wenn ich das so durchlese, mit Beweispflicht und etc., merke ich, dass mir das auf jeden Fall viel zu viel werden würde.

Ich denke, ich muss erst wieder zu 100% arbeitsfähig sein, dann erst kommt ein Zusammenziehen in frage.

Wenn Du einen Weg für Dich gefunden hast und Du ihn als gut beurteilst, kannst Du mir gerne (auch per pn) darüber berichten.
Einen schwarzen Peter werde ich Dir bestimmt nie zuschreiben, denn Rat und Tipps kann man sich ansehen, entscheiden muss jeder Mensch für sich selbst, denn jeder ist für sich selbst verantwortlich.

LG yours *Baja*
 
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