Mit 31 evtl Lehre/Zuschuss für Ageber? Werkzeug für Selbstständigen?

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Ac27

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Ich habe ein Gewerbe angemeldet und beziehe ALG2.
Stehe ganz am Anfang.
Aufträge würde ich bekommen, aber nur mit eigenem Werkzeug.
Das würde locker um die 3000€ kosten, diverse Sägen, Makita Sets usw.

Gibt es da einen einmaligen Zuschuss den man Beantragen kann? (Irgendein SB hatte das mal Anfangs bei dem Antrag erwähnt).
Ich kann aber schlecht zu den Auftraggebern gehen und sagen das sie mir schriftlich für das Arbeitsamt bestätigen würden das ich Aufträge bekommen würde MIT Werkzeug. Aber sowas verlangt die Arge doch bestimmt um sicher zu gehen das sie nicht Geld zahlen und es kommt trotzdem nichts bei rum.

Muss man solche Zuschüsse zurückzahlen?


Ich denke auch über eine Ausbildung nach. Würde der Arbeitgeber nicht Unterstützung vom Amt bekommen, weil er mir mit 31 eine Lehre ermöglicht und somit einen Arbeitsplatz gibt?

Habe Anfang Januar wieder einen Termin und möchte dort dann etwas vorbereitet sein.

Vielen Dank
 
S

silka

Gast
@Ac27
bei welchem Antrag hat man dir was gesagt?
Hast du Einstiegsgeld beantragt?
§ 16b SGB II*Einstiegsgeld

Wer braucht Makita?---wird dein heimwerkender SB dich fragen. Bosch o.s.ä. tuts auch.

Wer einen Zuschuß bekommt, bekommt etwas zugeschossen---er bekommt es nicht geborgt/geliehen/als Darlehen.
Demzufolge muß man einen Zuschuß/Beihilfe NICHT zurückzahlen.
(oder nur unter ganz extrem seltenen Umständen).

Wieso bist du gewerbetreibend?
stellst du was her und verkaufst das dann?
oder erbringst du Dienstleistungen?

Andere Frage:
warum meldest du ZUERST ein Gewerbe an, wenn du noch nichtmal Werkzeug zur Ausübung deines Gewerbes hast?

Zur Ausbildung:
Wieso sollte ein Selbständiger mit Gewerbe einen Ausbildungsplatz bekommen?
Meinst du eine ganz andere Ausbildung oder eine in diessm Handwerk, was du jetzt gewerblich betreiben willst?

Hast du schon mal davon gehört, daß ganz viele zwar eine Ausbildung machen können in einem Ausbildungsbetrieb, aber dann arbeitslos sind, weil sie eben nicht übernommen werden vom Betrieb?
Nö, noch nie gehört?
 
R

Rounddancer

Gast
Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, solche Zuschüsse, ersatzweise Darlehn vom JobCenter zu bekommen.

Leider nicht per Rechtsanspruch, sondern wenn man den zuständigen Amtmann überzeugt.

Allerdings muß man da dessen Bedingungen erfüllen, wie bleistiftweise Businessplan vorlegen, diesen einer fachlich begutachtenden Stelle vorlegen, etc.

Alternativen:


  • Gründer-Garage: Die hat auch bergeweise Infos zum Thema Existenzgründung. Unter anderem empfehlen die, wenn die Geschäftsidee steht und ausformuliert, und der Finanzbedarf ermittelt ist, das nötige Kapital per "Crowdfunding" einzusammeln.

  • "Crowdfunding", da schildert man in einem Portal, was man tun möchte, und wieviel Geld man wofür braucht, etc., - und dann gucken da Leute (wie der Gründer der Teekompanie, Prof. Günther Faltin) drüber, und entscheiden dann, ob, und wieviel Geld sie geben, und ob, bzw. wann/wie sie es wieder zurückhaben wollen. Ist ganz gut im Trend und erfolgreich, weil auf der einen Seite Anleger, die bei der Bank nur Peanuts für ihr Geld kriegen, auf der anderen Seite Existenzgründer bei Banken entweder kein, oder nur superteuer Geld bekommen.

  • Es gibt noch einen Weg: Werkzeuge kann man auch auftragsweise genauso mieten, wie Baumaschinen, etc. Ich hab mir sagen lassen, das sei gar nicht mal so sehr teuer. So hat man für die Aufträge die Werkzeuge, nach dem Auftrag gibt man sie wieder ab. Und kann dann langsam von dem Geld für die Aufträge die Werkzeuge selbst anschaffen, die man öfter braucht. So erspart man sich, totes Kapital herumliegen zu haben, oder Aufträge ablehnen zu müssen, weil man das Werkzeug nicht hat.
Viel Erfolg!
 
R

Rounddancer

Gast
Zur Frage der Ausbildung:
Bei meiner Tochter (Bj, 7/1981, kein Schulabschluß, kein Ausbildungsabschluß) stand letztes Jahr auch die Frage im Raum, ob sie nicht eine Ausbildung machen könne oder wolle. Allerdings war sie da in Erwartung von Alg-I,- und die Vermittlerin bei der AfA sagte ihr, unter Alg-I wäre das kein Problem, eine Ausbildung zu arrangieren,- da es ja die erste Ausbildung sei.

Doch sie möge sich bitte mit dem Entschluß beeilen, denn wenn erst das JobCenter und Alg-II für sie zuständig seien, die würden da ihrer Erfahrung nach blockieren und darauf drängen, daß sie stattdessen, so wie sie ist in Arbeit käme.

Meine Tochter sah dann aber, daß sie in einer Ausbildung nur 500 oder 600 Euro monatlich bekäme,- und das zwei, drei Jahre lang, sie sagte, das ginge zwar, um sich selbst irgendwie durchzubekommen, aber sie hatte auch noch zwei Pferde,- so brauchte sie mindestens netto ca. 1250 Euro.

(Nach nur 18 Tagen Alg-I konnte sie dann ja die Arbeit als "Eierlegende Wollmilchsau" bekommen und hat nun auch schon den zweiten Ein-Jahres-Vertrag.)

Also: Ausbildung in DEM Alter ist möglich,- aber hat finanzielle und organisatorische Klippen,- Betriebe, die den Lehrling nur nehmen, wenn und solange sie einen Zuschuß bekommen, sind oft irgendwelche "gemeinnützige GmbHs", die alles mitnehmen, was Geld bringt. Sie linsen gegen Ende der Ausbildung oft schon nach dem nächsten, subventionierten Lehrling,- der neue Geselle hat dann zwar ein Papier mehr für den Lebenslauf,- aber er liegt auf der Halde der Arbeitslosen.
 
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Schaut nicht gut aus so ganz ohne Ausbildung:icon_eek:

Gründungszuschuss - was Sie dazu wissen sollten da hat sich einiges geändert seit dem 28.12.2011.

Z.B.:
Für ALG II-Empfänger besteht kein Anspruch auf den Gründungszuschuss. Sie können jedoch gemäß § 29 Sozialgesetzbuch II das Einstiegsgeld beantragen, um sich hauptberuflich selbständig zu machen. Allerdings liegt die Gewährung dieses Einstiegsgeldes im Ermessen des Trägers der Grundsicherung ALG II.


Aber du kannst es mal versuchen,ein gutes Konzept mit einer schlüssigen
Kosten Nutzen Rechnung ist das A+O:cool:
 

Erolena

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Willst du dich vielleicht zuerst entscheiden, ob du eine Ausbilung machst oder ein Gewerbe anmeldest?

Es kommt auf den gewünschten Beruf an, ob sich eine Ausbildung lohnt. Hast du schon eine andere Ausbildung?
Denn ein Leben lang als Ungelernter ist nicht gerade eine erquickende Perspektive.
 

Mollmops

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Muss man solche Zuschüsse zurückzahlen?Vielen Dank
Zuschüsse nicht, aber ich bezweifle ganz stark, dass du einen reinen Zuschuss erhalten würdest, sofern du das ganze aufwändige Prozedere der Beantragung überhaupt erfolgreich bestehst. Die Realität wird eher so aussehen, dass ein Teil Zuschuss, ein Teil Darlehen ist. Bei mir war es etwa hälftig. Das Darlehen wäre selbstverständlich zurückzuzahlen.

Betriebe, die den Lehrling nur nehmen, wenn und solange sie einen Zuschuß bekommen, sind oft irgendwelche "gemeinnützige GmbHs", die alles mitnehmen, was Geld bringt. Sie linsen gegen Ende der Ausbildung oft schon nach dem nächsten, subventionierten Lehrling,- der neue Geselle hat dann zwar ein Papier mehr für den Lebenslauf,- aber er liegt auf der Halde der Arbeitslosen.
So geschehen bei mir. Unser Ausbildungsbetrieb damals (regulär nach der Realschule) hat seine Azubis so organisiert und auf Berufsschulen in verschiedenen Städten geschickt, dass immer einer im Büro anwesend war. Die ganze Zentrale wurde von Azubis geführt, lediglich mit dem Chef im Hinterzimmer. Nach der Lehre standen wir alle auf der Straße, jedes Jahr ein neuer.
 
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