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Mit 19 ALG1- eigene Wohnung + 1. Einrichtung möglich?

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#1
Hallo,

ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben. Sonst findet man ja leider fast nirgendwo Hilfe.

Also. Ich hatte 2015 eine Ausbildung, welche ich aber verloren hatte- weil mehrmals verspätet die Krankmeldungen im Betrieb ankamen. 2017 war ich für zwei Wochen Zeitarbeiter. Leider haben wir hier zwar viele Zeitarbeitsfirmen, diese suchen momentan aber nichts. Sonst würde ich sofort wieder arbeiten gehen. 2017 begann eine neue Ausbildung. Dieser Bereich war überhaupt nichts für mich- daher habe ich mich dort auch "kündigen lassen".

Nun bekomme ich ALG1. Es ist nicht viel. Und auch nur vorläufig festgesetzt. Ich hatte vor Bezug eine drei Monat's Sperre von ALG1.

Nun ist es so: ich wohne seit ich ein Kind bin bei meiner Oma, war vorher aber immer bei meinen Eltern (bis 18) im Ausweis gemeldet.

Mein Einkommen: Seit Februar '18 ALG1 + Kindergeld.

Da meine Oma aber bald in das betreute Wohnen ziehen muss, muss ich mir selbst was einfallen lassen, eine Unterkunft zu beziehen. Problem: ich habe eine schlechte Schufa und ca. 10.000€ Schulden wegen meiner ehemaligen Spielsucht, was aber eher das kleinere Problem ist. Die Schulden werden auf ganz niedrige Raten abbezahlt, meine Bank war aufgrund der Situation sehr kulant. Dennoch, schlechte Schufa.

Meine Frage(n) sind nun:

- ist es möglich eine ALG1 Aufstockung zu bekommen?
- ist es möglich, dass ich vom Arbeitsamt/Jobcenter eine Wohnung bezahlt bekomme, vielleicht sogar mit einer erst-Einrichtung? (das wäre nicht so zwingend Notwendig, also die Möbelierung)

Zur Info:
ich bemühe mich weitgehend um einen Job. Allerdings ist die Auswahl nicht gerade groß, und viele nehmen mich nicht, weil ich noch vor habe in Zukunft eine Ausbildung machen zu wollen- die haben dann Angst sich direkt einen neuen Mitarbeiter suchen zu müssen. zum Thema Ausbildung: zum 1.8.2018 habe ich ziemlich sicher eine neue Ausbildung die mir zu 100% gefällt. Der Betrieb ist von mir begeistert, auch anders rum. (Falls das eine relevante Information ist)

Ich hoffe mir kann hier jemand Tipps geben oder mir helfen.
Der ALG1 Antrag und das ständige hin und her war ohne Hilfe schon anstrengend genug. Ich bin froh, dass das ALG1 überhaupt schon einmal genehmigt wurde.

Liebe Grüße.
 

Kerstin_K

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#2
Aufstockung zu AlgI gibt es nur, wenn es so niedrig ist, dass Du Anspruch auf ALG II hast.

Ansonsten ginge noch Wohngeld.
 

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#3
Aufstockung zu AlgI gibt es nur, wenn es so niedrig ist, dass Du Anspruch auf ALG II hast.

Ansonsten ginge noch Wohngeld.

Hallo, bisher ist es nur bis April genemigt.
Februar etwa 200€
März etwa 300€
April etwa 220€
 

Kerstin_K

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#4
Komisch, dass das unterschiedlich ist. Aber Du hast damit noch Anspruch auf ALGII.
 

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#5
Komisch, dass das unterschiedlich ist. Aber Du hast damit noch Anspruch auf ALGII.
Danke dir. Hast du evtl. einen Link für den Richtigen Antrag?
Kennst du auch noch eine Antwort auf meine zweite Frage?
 

miku

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#6
Liebe(r) Request11,

suche Dir doch einfach eine Arbeit und zieh erst mal in ein WG-Zimmer. Dann brauchst Du weder Ersteinrichtungsmittel noch sonstige Hilfe von Amt. Das ist doch Sch.....
Willst Du Dich wirklich von SBs abhängig machen.
In Deinem Alter liegt das Leben doch noch vor Dir. Es gibt unendliche Möglichkeiten für Dich. Hartz4 und Jobcenter sind doch
für jemanden mit 19 Jahren eher letzte Rettungsschirme als Startpunkte für ein eigenes Leben.
Man muss nicht zum Amt gehen um im Leben durchzustarten.

Alles Gute für Dich

miku
 

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#7
Liebe(r) Request11,

suche Dir doch einfach eine Arbeit und zieh erst mal in ein WG-Zimmer. Dann brauchst Du weder Ersteinrichtungsmittel noch sonstige Hilfe von Amt. Das ist doch Sch.....
Willst Du Dich wirklich von SBs abhängig machen.
In Deinem Alter liegt das Leben doch noch vor Dir. Es gibt unendliche Möglichkeiten für Dich. Hartz4 und Jobcenter sind doch
für jemanden mit 19 Jahren eher letzte Rettungsschirme als Startpunkte für ein eigenes Leben.
Man muss nicht zum Amt gehen um im Leben durchzustarten.

Alles Gute für Dich

miku
Nein, mein lebenlang nicht. Aber vorrübergehend.
Ich bemühe mich um einen Job, viele Angebote gibt es hier aber nicht. Ich wohne leider in keiner Großstadt. Um umzuziehen, braucht man Geld. Das fällt also leider weg. WG's gibt es hier in der Stadt leider nicht. Und eine Gründen wäre genau so schwierig. Wie ich bereits geschrieben hatte, am 1.8.18 gehe ich wieder in Ausbildung. Bis dahin gibt es aber keine Alternative- außer ich finde doch noch einen Job.
 

Nena

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#8
Du bist bei Deinen Eltern gemeldet?
Warum zahlen die (unabhängig davon) keinen Unterhalt?
Unterstützt Deine Großmutter Dich (finanziell)? Kann/wird sie das weiterhin tun?
 

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#9
Du bist bei Deinen Eltern gemeldet?
Warum zahlen die (unabhängig davon) keinen Unterhalt?
Unterstützt Deine Großmutter Dich (finanziell)? Kann/wird sie das weiterhin tun?
Ich lebe seit ich klein bin bei meiner Oma. Gemeldet war ich bei meinen Eltern bis ich 18 war. Keiner von beiden kann Unterhalt zahlen. (Super Eltern, oder?)

Meine Oma unterstützt mich, und wird es weiterhin tun. Trotzdem möchte ich nicht so doll auf ihrer Tasche leben.
 

Helga40

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#10
Gibt es denn keine Möglichkeit, dass dein künftiger Ausbildungsbetrieb dich z. B. als Praktikant einstellt, auf Mindestlohn? Hätte doch auch für dich Vorteile, da du dir schon Kenntnisse aneignen kannst, die du später in der Ausbildung noch brauchst.

Ansonsten verstehe ich bei deiner Erwerbsbiografie nicht, wo du die 360 Tage versicherungspflichtige Tätigkeit für den Alg1 Anspruch herhaben willst. Oder ist es ein Restanspruch aus der Ausbildung, die du 2015 in den Sand gesetzt hast?
 

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#11
Gibt es denn keine Möglichkeit, dass dein künftiger Ausbildungsbetrieb dich z. B. als Praktikant einstellt, auf Mindestlohn? Hätte doch auch für dich Vorteile, da du dir schon Kenntnisse aneignen kannst, die du später in der Ausbildung noch brauchst.

Ansonsten verstehe ich bei deiner Erwerbsbiografie nicht, wo du die 360 Tage versicherungspflichtige Tätigkeit für den Alg1 Anspruch herhaben willst. Oder ist es ein Restanspruch aus der Ausbildung, die du 2015 in den Sand gesetzt hast?
Genau. Von 2015 und auch die von 2017 floss ein wenig mit ein.
Ich hatte im zukünftigen Betrieb schon nachgefragt, ob ich bei denen bis zur Ausbildung jobben könnte. Dies ist leider nicht möglich.
 

Nena

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#12
Ich lebe seit ich klein bin bei meiner Oma. Gemeldet war ich bei meinen Eltern bis ich 18 war. Keiner von beiden kann Unterhalt zahlen.
Du bist jetzt also bei Deiner Oma gemeldet? Ob sie KÖNNEN spielt keine Rolle. Den Unterhalt kannst Du einklagen. Bevor der Staat Dir unter die Arme greift, musst Du erst lalle anderen Dir zustehenden Gelder eintreiben.
 

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#13
Du bist jetzt also bei Deiner Oma gemeldet? Ob sie KÖNNEN spielt keine Rolle. Den Unterhalt kannst Du einklagen. Bevor der Staat Dir unter die Arme greift, musst Du erst lalle anderen Dir zustehenden Gelder eintreiben.
Genau. Derzeit bin ich bei meiner Oma gemeldet.
Mit können meine ich nicht wollen, sie können wirklich nicht.
Meine Mutter bezieht soviel ich weiß selbst Arbeitslosengeld 2, mein Papa arbeitet zum Mindestlohn + Insolvenz.
 

Helga40

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#14
Aus 2017 kann nicht eingeflossen sein, dazu müsstest du neue 360 Tage zusammen bekommen haben, was ich bezweifle.

Grundsätzlich kannst du ALG2 beantragen, auf die elterliche Wohnung kann man dich normalerweise nicht verweisen, wenn du schon lange bei der Oma wohn3. Die verspätete Ummeldung könnte Schwierigkeiten bereiten, aber du hast ja sicherlich Zeugen, seit wann du da wohnst (neutrale Zeugen, z. B. ehemalige Schule, Arzt, ggf. Jugendamt).


Unterhalt ist derzeit keine Option. Der TE ist volljährig und nicht in Ausbildung, d. h., er hat eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit. Erst mit Beginn einer neuen Ausbildung würde Unterhalt wieder Thema, wobei man sich fragen muss (zweimal schuldhaft gekündigt), ob er den Anspruch nicht schon verwirkt hat.
 

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#15
Aus 2017 kann nicht eingeflossen sein, dazu müsstest du neue 360 Tage zusammen bekommen haben, was ich bezweifle.

Grundsätzlich kannst du ALG2 beantragen, auf die elterliche Wohnung kann man dich normalerweise nicht verweisen, wenn du schon lange bei der Oma wohn3. Die verspätete Ummeldung könnte Schwierigkeiten bereiten, aber du hast ja sicherlich Zeugen, seit wann du da wohnst (neutrale Zeugen, z. B. ehemalige Schule, Arzt, ggf. Jugendamt).


Unterhalt ist derzeit keine Option. Der TE ist volljährig und nicht in Ausbildung, d. h., er hat eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit. Erst mit Beginn einer neuen Ausbildung würde Unterhalt wieder Thema, wobei man sich fragen muss (zweimal schuldhaft gekündigt), ob er den Anspruch nicht schon verwirkt hat.
Ehemalige Lehrer könnten dies bezeugen, ja. Der Schule an sich war meine im ausweis stehende Adresse bekannt. Meine Lehrer wussten, dass ich bei Oma wohne.
 
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