Missbrauch der Jobbörse der BA durch Datenhändler

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franzi

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Diesen Verdacht habe ich schon lange, allerdings nicht nur bezüglich der Jobbörse der BA, sondern auch bei den Stellenbörsen im Internet. Selbst Vermittlungsvorschläge, die man vom Amt bekommt, könnten fingiert sein.
 

Matt45

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Den Link sollte sich jeder mal ausdrucken und "demnächst" einsetzen bei Maßnahmen........Immer wenn es um Datenschutz geht.
 
G

Gelöschtes Mitglied 65924

Gast
Danke für den Link. Das ist wirklich starker Tobak.
Laut Artikel gab es schon 2009 Hinweise und die Bundesregierung sah im letzten Jahr keinen Handlungsbedarf.
Die Verstöße gegen den Datenschutz allein sind schon Grund genug zur Empörung.

Das Verhalten von Bundesagentur und Bundesregierung bei dieser Sache zeigt aber einmal mehr auf, wie verlogen das gesamte Hartz 4 System ist, wie es auf fingierten Zahlen und Statistiken beruht und wie die Bürger an der Nase herumgeführt werden.

Neben den ohnehin schon bekannten Berichten über mehrfache Stellenmeldungen unter verschiedenen Bezeichnungen, obwohl nur eine Stelle zu vergeben ist oder gar nicht wirklich (mehr) vorhandene Stellen, die dennoch in der Jobbörse auftauchen, ist dies ein weiterer Beleg, wie die Zahlen der verfügbaren Arbeitsplätze, die gerne im Verhältnis zu den (ebenso nachweisbar fingierten) Zahlen der Arbeitslosen präsentiert werden, schöngerechnet sind. Viele der "angebotenen" Stellen existieren schlichtweg nicht, in diesem Fall dienen sie sogar zum Diebstahl der Daten von Arbeitslosen.

Die Verantwortlichen müssen von alledem wissen, verschließen aber Augen und Ohren. Man muss sich das wirklich einmal bewusst machen. Es handelt sich meist um Menschen mit abgeschlossenem Studium, denen beigebracht wurde, wie man wissenschaftlich arbeitet, analysiert und bewertet. Hier besteht aber offenbar gar kein Interesse daran, die Wahrheit zu erfassen.

Gleiches Spiel mit den Maßnahmen. Wie viele Hinweise, Belege, Analysen vom Bundesrechnungshof und Meldungen in der seriösen Presse braucht man noch, um einzusehen, dass diese nur den wenigsten Menschen Arbeit bringen? Kosten-Nutzen-Analyse? Egal, es ist ja Steuergeld. Hauptsache wieder hunderttausende aus der Arbeitslosenstatistik gezaubert und sich in ein gutes Licht gestellt.

Dieses Spiel zieht sich nicht nur durch Hartz 4, sondern auch durch andere Teile der Politik. Diese entfernt sich genau durch solche Vorgehensweisen immer weiter vom Bürger. Es verwundert wenig, dass Wähler sich in Randgebiete absetzen und Politikverdrossenheit herrscht. Menschen nehmen sich an der Politik ein Beispiel und die Gesellschaft verroht mit Blick auf den eigenen Vorteil immer mehr. Das ist eine ernstzunehmende, gefährliche Entwicklung, vielleicht das größte gesellschaftliche Problem unserer Zeit.

Kompliment an die SWR-Reporter. Ein Beweis dafür, dass es immer wieder Lichtblicke in den staatlichen Medienanstalten gibt. Man müsste mehr und eindringlicher über solche Zustände berichten.
 

Onkel Tom

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Habe mich ca. 2009 auf Grund öffentlicher Kritik zum Mobbörsen-Datenschutz ran
gemacht, ein Arbeitgeber-Acount eröffnen zu wollen..
Das ging genau so leicht, wie Boris Becker seinen Internetanschluss bei AOL schaffte.

Demnach reichte eine Zusendung eines Gewerbeschein völlig aus, um auf Datenhamsterei
los gehen zu können.. Gewerbeschein hatte ich natürlich nicht und brach das Forschungs-
projekt ab. Ich war darüber ganz schön geschockt, wie das bei der Mobbörse so funzte.
Aus dieser Erkenntnis war ich dann daran gehalten, ein Bewerbungsarchiv zu pflegen, um
so eventuell schwarze Schafe zu lokalisieren näher zu kommen..
 
G

Gelöschtes Mitglied 64517

Gast
"tagesschau investigativ"?

Lol, für mich ein alter Hut. Die hinken immer ein paar Jahre hinterher.
 

Schmerzgrenze

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Selbst Vermittlungsvorschläge, die man vom Amt bekommt, könnten fingiert sein.
Perfektes Argument gegen eine Veröffentlichung des Bewerberprofiles
und für die Verhandlungen zur EGV hinsichtlich der Vermittlungsbedingungen.
Nicht zuletzt ein Grund, daß sich jeder ELO insbesondere mit seinen Rechten auf Datenschutz befassen sollte.
Die hinken immer ein paar Jahre hinterher.
Nicht bei der Veröffentlichung gefärbter Statistiken und ihrer Polemisierung;

Hunderttausende offene Stellen
Arbeitskräfte dringend gesucht
 

franzi

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Im Laufe der Zeit hatte ich immer wieder Email-Bewerbungen an Firmen verschickt, deren Email-Adressen irgendwie fehlerhaft waren. Entweder die Email konnte nicht zugestellt werden wegen "Empfänger unbekannt" oder es kam die Meldung, dass das Postfach voll sei etc.
Im Schnitt betraf das jede 10. Bewerbung.

Man wird in Zukunft die Inhalte der Bewerbungen anpassen müssen, im Hinblick auf sensible Kontaktdaten wie Telefonnummern etc.
Am besten nur noch das Nötigste angeben, Kurzlebenslauf, letztes relevantes Zeugnis.
Alles weitere erst beim Vorstellungsgespräch.
 

Matt45

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Was haben Jobcenter, Arbeitgeber, Arbeitslose.......nun als Erkenntnis gewonnen?

Darf ein Bewerber nun aus Datenschutz den VV verweigern? >>> Habe extra die provokante Frage gestellt!

Oder ist Datenschutz unwichtig und es sind nur "tausende" Einzelfälle?

Entweder man nimmt die Aufdeckung vom SWR sehr ernst(und zwar Alle Beteiligten) oder.......
 
E

ExUser 2606

Gast
Gewerbeschein hatte ich natürlich nicht und brach das Forschungs-
projekt ab. Ich war darüber ganz schön geschockt, wie das bei der Mobbörse so funzte.
Aus dieser Erkenntnis war ich dann daran gehalten, ein Bewerbungsarchiv zu pflegen, um
so eventuell schwarze Schafe zu lokalisieren näher zu kommen..
Wir haben doch hier genug Leute mit Gewerbeschein. Da muesste doch was gehen.
 

franzi

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Die Validierung von Arbeitgebern wäre doch technisch ohne weiteres möglich. Sinnvoll wäre mE ein bundesweites Arbeitgeber-Verzeichnis, gekoppelt mit der Stellenbörse, und zwar transparent einsehbar sowohl für die BA als auch die Bewerber. Schließlich müssen/sollen die dort dann auch als Arbeitnehmer arbeiten.
Das könnte auch dazu beitragen, schwarze Schafe herauszufiltern. Unseriösen Arbeitgebern könnte der Zugang dauerhaft gesperrt werden. Im Gegenzug könnte man auch Bewertungen einführen und besonders gute Arbeitgeber auszeichnen.
Am Ende des Tages gäbe es dann ein bereinigtes Verzeichnis. Man wüsste, wer die seriösen Arbeitgeber sind, welche Stellen wirklich vorhanden und keine Luftnummern sind.
Das könnte man dann auch sauber statistisch auswerten. Daraus ergäben sich dann ganz neue Einsichten, Bewertungen, die sowohl für die BA, die Politik als auch die Wirtschaft interessant wären.
Insgesamt wäre das eine zeitgemäße und vor allem glaubwürdige Jobbörse.
Das würde auch noch Ressourcen schonen, wenn unnötige Bewerbungen vermieden würden.
 
E

ExUser 2606

Gast
Ich glaube so einfach ist das nicht. Das scheitert schon an der Identifizierung "Was ist ein Arbeitgeber?" Ich gehe mal von mir aus. Ichhabe eine Haushaltshilfe als Minijobberin beschäftigt. Dadurch bin ihc Arbeitgeberin. Aber ich habe kein Gewerbe angemeldet. Muss ich auch nicht. Das einzige was ich habe, ist eine Betriebsnummer. Die habe ich von der Minijobzentrale bei der ersten anmeldung einer Haushaltshilfe bekommen.

Ich kenne auch viele Behinderte, die Assistenten beschäftigen. Teilweise als Minijobber, aber teilweise auch sozialversicherungspflichtig. Auch das sind Arbeitgeber.

Das heisst also, dass der Gewerbeschein schonmal kein Merkrmal für einen Arbeitgeber ist. Vielleicht also die Betriebsnummer?

Und dann gibt es in der Jobbörse noch jede Menge PAV. DIe bieten Stellen an, ohne Arbeitgeber zu sein. Was macht man mit denen?

Ich denke, die einzige Chance wäre eine Kontrolle aller Eingegebeen Stellen.Manuell ist das wahrscheinlich nicht zu schaffen. Aber einiges könnte amsn sicher auch computertechnisch auswerten. Zum Beispiel Dubletten. Wielleicht würde es auch schon helfen, wenn man die Anzeigen nach x Wochen automatisch löschen würde, es sei denn, der Areitgeber erneuert die gesuche vorher irgendwie aktiv und verlängert sie dadurch. So äjhnlich wie bei Ibäh Kleinanzeigen.

Und Arbeitgeber, die durch Verstösse auffallen, zum Beispiel Poolbildung, die werden halt gesperrt. Entweder komplett oder sie dürfen halt nicht mehr selber Stellen euschreibungen eingeben, sondern das erfolgt dann nach Kontrolle durch die AfA, oder sie dürfen die zwar selber erfassen, aber sie werden erst nach Kontrolle freigeschaltet.
 

Sowhat

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Ja habe ich auch gerade im Autoradio auf Antenne Bayern gehört, von dem Datenverkauf durch Jobcenter. Naja wirklich wundern tut mich das nicht, ist auch irgendwie nicht neu.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64517

Gast
Kam ziemlich am Ende der Sendung, hab mir doch tatsächlich 1 Stunde lang diesen Schwabensender reingezogen. Mehr als an der Oberfläche gekratzt wurde ja nicht. Warum wurden die Namen der Leihbuden nicht genannt?
 

Onkel Tom

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...
Dass sich nun auch die Öffentlichkeit drum schert ist das eigentlich Verwunderliche.
...

Verwunderlich ist das eigendlich nicht. Die BA ist daran interessiert, ihr EDV-Gefilde
für sich zu behalten und im nachweisbaren "Einzelfall" wird sich mit "bedauerlicher
Computerfehler" entschuldigt.. Ach, das Opfer will nun genauer wissen, wie was
wo die Ursache des Fehlers war ? Sorry, kann nicht mehr aus "Blabla"-Gründen
nachvollzogen werden..

Zu Anfang der Softwareeinführung von alg-to-all ? von T-Systems hatten die Techis
in den Sesselbelüftungshäusern viel zu tun, da damals die neue Soft zu viele
Kinderkrankheiten inne hatte.. Falsche Berechnungen von Bewilligungsbescheiden
bis hin zu Bedienerfehlern führten z.B. dazu, das eine Erwerbslose in HH erst nach
den ca. 30zigsten Widerspruch zum Bewilligungsbescheid endlich richtig berechnet
wurde. Erwerbslose und SBs stöhnten gleichermaßen darüber, das die EDV nicht
so funzte, wie sie sollte. Ja, die Jobcentren waren über das Jahr 2005-2006 erst
mal mit sich selbst beschäftigt. Die Grundlagen für eine "effiziente Verfolgungs-
betreuung" war noch nicht gegeben und Erwerbslose konnten dies noch "ruhiger"
genießen und selbstbestimmter nach ihren Idealjob suchen.

2006 gabs dann Knatsch zwichen T-Systems und BA. Immer mehr Jobcentren
stiegen wieder auf die zuvor genutzte Software verbis zurück. Die war jedoch
nicht soweit auf das H4-System fortentwickelt und es musste einiges noch per
Hand bearbeitet werden.. 2007 war es dann soweit, das verbis auf H4 ausgereift
war, doch Zugriffskontrolle und Einsichtsbeschränkungen waren noch recht dürftig.
Jeder SB konnte durch sein Login im ganzen verbis-system surfen, waren also
nicht auf SBs zugeteilten Erwerbslosen beschränkt..

In der Mobbörsen-Systematik sah es auch nicht besser aus.. 2008 kam dann ans
Tageslicht, das Arbeitgeber in der Mobbörse das Datumsfeld "Besonderheiten"
des Bewerberprofil sichten konnten.. Dieses Datumsfeld hatte es in sich und wurde
von SBs mit Kürzel a la "bedenkliche Begrifflichkeiten" wie z.B. YY = Alkoholiker,
Q; H4; * ... *** = Querolannt (* = Schweregrad) "bestempelt"..
Ein AG, der dann 3 Sternchien zu sehen bekam, wusste gleich, das es sich um
ein hartnäckigen Querolannt handelte.

Die Presse wurde darauf aufmerksam und bekam darauf eine kurze knackige
Antwort a la "Datenschutz interessiert uns anbei nicht sondern dieses Problem
zu beheben". Dies beruhigte die Presse und die BA gab eine interne Anweisung
heraus, das Datumsfeld "Besonderheiten" zu bereinigen.
Anbei gab es auch eine Seite voller "bedenklicher Begrifflichkeiten", die nix mehr
in der Profilseite des Erwebslosen zu suchen hatten. Weiter wurde das Datumsfeld
"Besonderheiten" vor Einsicht über die Mobbörse abgeschirmt..

Ach, nun tat sich endlich was, damit Erwerbslose nicht mehr unerklärlich dubios
beworben wurden.. Meine damaligen Ärgernisse zum Thema Einhaltung von
Datenschutz war also kein Einzelfall..

Als HH dann auch noch auf dem Trip kam, die Bearbeitung sensible Sozialdaten
von Ein-Euro-Jobbern bei einem großen Beschäftigungsträger aus zu lagern,
platzte mir der Kragen und mein interesse stieg, irgendwie die Datenbank Mistral
(ehemals aktiv-job.de) zu begegnen. Wie der Zufall es wollte, begegnete mir wieder
Ärger bezüglich Datenschutz und so fasste ich den Mut zur Klage..

Maiowei, was war die team.arbeit.hamburg und der MT Hamburger Arbeit (HAB)
mächtig zugeknöpft, was Datenflüsse und dessen Nutzung anging. Hartnäckig
mussten wir denen tief in die Nase bohren, um Licht ins dunkle zu bekommen..

Das SG war anhand der "Ermittlungsergebnisse" nicht so begeistert, bekundete
Bedenken, Sozialdaten bei einem "beauftragten Dritten" verarbeiten zu lassen
aber ansonsten verhielt sich das SG a la.. Klage besser abschütteln oder soll
sich das LSG damit befassen.. 2009 sah die Entwicklung des DS-Verfahren
ganz gut aus. Elo-Ini-ELSE konnte somit Beratung bezüglich Datenschutz und
Beurteilungspraxis von Masnahmenteilnehmern wuppen und der Richter vom
LSG schien sich auch dafür zu interessieren.

Übel für mich, das kurz vor der Verhandlung mein Anwalt ausfiel und der
Richter gewechselt wurde. Jedoch reichte es für ein Urteil, das es nicht so
weiter gehen kann und Normierungen erforderlich werden..

Oki, nicht gewonnen oder verloren und ca.2011 war es dann soweit, das Grenzen
zwichen persönlichen Daten, Sozialdaten und Privatgeheimnisse sichtbar wurden
und sich soweit wie möglich daran gehalten wird. Übrig bleibt noch die noch oft
überzogene Beurteilungspraxis von Masnahmenteilnehmern..

Mit zurücklehnen bezüglich Datenschutz ? Pustekuchen.. Bekam ein Anruf von
einer Leihbude, mit der ich nie Kontakt hatte. Meine erste Frage war, wo sie meine
Tel.-Nr. her haben. Antwort = Aus dem Bewerberportal der BA und sie wohnen ja
ganz bei uns in der Nähe..
Mir fiel fast der Höhrer aus der Hand, machte mir Notizen dazu und setzte auf ein
Vorstellungsgespräch. Meine Tel ist nicht in Auskunftsdiensten (Telefonbuch)
vertreten und mein Bewerberprofil solte ja auf annonym geschaltet sein.

Das Vorstellungsgespräch werde ich nie vergessen. Nach dem beruflichen etc.
bohrte ich danach und Disponenntin zeigte mir mein Bewerberprofil aus Sicht
des Arbeitgebers.. Anschrift, Tel., alles schön sichtbar. Als ich sie dann um
einen Ausdruck bat, lehnte sie das mit den Worten ab "Ich hätte Ihnen das
eigendlich nicht zeigen dürfen". Freundlich ging das Vorstellungsgespräch zu Ende.

Stinksauer machte ich ein JC-Termin klar und verlangte eine Überarbeitung meines
Bewerberprofil. Anbei war dies auf anonym eingestellt. Auf meine Frage, das Firmen
trotzdem meine Anschrift sehen können, gab es die Antwort, das mit "vertrauenswürdigen"
Arbeitgebern auch Verträge abgeschlossen werden, die mehr Sichtbarkeit in Bewerber-
profilen erlaubt.. Hä ? Die fetten ZAF-Bonzen sehen meine Kontaktdaten komplett ?

Mit einem klaren NoGo ging es in den nächsten Federkrieg, das Problem zu lösen..
Ich beschwerte mich über Spaming etc. und verlangte, das mein Profil für alle AGs
anonym zu sein haben. Dies ginge unter "anonym" angeblich nicht und so wurde
dies auf "intern" umgestellt..

Boah, endlich wurde ich unerklärliche Anrufe oder Post los.. Im Anschluss noch die
Tel.Nr. und E-Addy löschen lassen und dann hatte ich Ruhe.

Ich kann jedem Arbeitsuchenden nur empfehlen regelmäßig JC-Termine dazu zu
nutzen, sein Bewerberprofil überarbeiten zu lassen.. Wenn unerklärliche Werbepost
nicht in der Tonne landen, sondern als Glaubwürdigkeitsunterstreichung genutzt
werden, schaut es besser aus, "intern" verwaltet zu werden.. AGs müssen dann
bei Interesse den Buttom "zur Bewerbung auffordern" anklicken und ich bekomme
dann entsprechend Post vom JC..

Es ist nicht immer leicht, zumal vom SB anbei gern interpretiert wird, das mann
damit die Gelegenheit eines neuen Job schwindet.

Da hilft nur Hartnäckigkeit ;)
 
G

Gelöschtes Mitglied 63723

Gast
In diesem Fall bin ich froh in in einer Optionskommune zu leben, da die keine Zugriffsrechte für die Erwerbslosen haben und kein Profil für sie erstellen dürfen.
 

Onkel Tom

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Ja, sowas nenne ich diesbezüglich Glücksache, da zu wohnen, wo weniger
auf "Testballons" probiert wird.. Meistens fallen Testbalons in Großstädten
auf.. Die ersten 10 Jahre H4 besonders Berlin und Hamburg, wo Anti-H4-Gegner
schon glaubten, das sich die beiden Städte ein Wettrennen des probieren liefern.

Dem Filmbeitrag zum SWR ab 35:15 beschreibt also ein Problem, was nicht neu
ist.. Ähnlich meiner Erlebnisse :unsure:

Uff.. Um dem Mist so gut wie möglich Herr zu werden, bedeutet viel PC-Zeit, um
jeden Pup und Trapperködel, was über die Mobbörse läuft, nachvollziehen zu
können.

Und trotzdem verspricht es keine 100 %tige Sicherheit.. Mobbörse abschaffen !!
 

Matt45

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Wie geht es nun weiter?

Wer lernt aus den Fehlern?

Habe diese Frage gestern übrigens an SWR geschrieben(noch keine Antwort).

Habe den Eindruck, es wird sich trotz Datenhandel nichts ändern und dies finde ich mehr als schade,

Kann man die Jobbörse nach dem Datenskandal blockieren? >>> Provokant, aber trotzdem muss man diese Frage stellen!
 

franzi

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Interessant wäre auch noch die Frage, wer rechtlich für den Datenmissbrauch haftet?
Nur der Daten-Händler oder auch die BA?
 

Onkel Tom

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Das Hauptproblem liegt in der Beweisbarkeit, wer sich darum kümmert, die
Bewerberdaten vorsätzlich in den Datenhandel zu überbringen..

Hartnäckigkeit bedeutet auch, aus der verdächtigten Leihbude heraus zu bekommen,
wo sie die Daten her haben. Die Leihbude kann (meistens) nicht wissen, ob der
Berwerber damit einverstanden war, das seine Bewerberdaten weiter gereicht werden.
Mit dem 2.Satz könnte mann mit der verdächtigten Leihbude so kommen, das es doch
besser sei, wahrheitsgemäße Auskunft zu geben, da man sich sonst gezwungen
sähe, die Leihbude bezüglich rechtlicher Schritte einbeziehen müsste.

Die Mobbörse könnte hergehen, Statistiken darüber zu sammeln, welcher AG wie
viel Stellenangebote hochläd und wie viel Stellen davon tatsächlich durch Mitwirken
der Mobbörse besetzt werden. Theoretisch ginge das jedoch was ist der Schutz von
Arbeitsuchenden der BA wert ?? Weiter würde dieses AG-Ernsthaftigkeits-Controlling
ihrem Gebot, Arbeitsuchende an zu biedern wiedersprechen.

Nach dem Prinzip " Unsere Kunden sind Arbeitgeber. Die Arbeitsuchenden nennen
wir nur so".. kann man von der BA nicht wirklich gleicher Augenhöhe erwarten.

Jedenfalls scheint die Mobbörse darauf gerüstet zu sein, das der schwarze Peter
nur beim AG zu finden ist, der die Mobbörse anders gebraucht, wie vorgesehen.

An dem Rest, Datenhandel zu begegnen etc. kann sich ja der Arbeitsuchende
abkaspern a la Ist ja sein Problem (und hat ja Zeit, sich darum zu kümmern).

Die neue Datenschutzverordnung dürfte die Jagt gegen Bewerberdatenhandel
deutlich erleichtern, wenn Beteiligte des Vergehen anbei auskunftspflichtig
wären / sind.

Unterstützend könnte dazu eine unabhängige Datenbank sein, in der dubiose
Vorgänge gesammelt würden. Dies müsste jedoch dort gehostet werden, wo unsere
europäische Rechtsprechung bezüglich Namensnennung etc. nicht mehr greift.

Trinidad-Tobago ist ein teures Pflaster, was Hosting angeht :-(

Ach, irgendwie werden wir schon zu einer Lösung kommen :)
 
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franzi

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Hilfreich wäre es auch, wenn es eine Stelle gäbe, bei der man als Bewerber melden kann, wenn bei einem Bewerbungsprozess etwas nicht korrekt gelaufen ist.
Gründlich aufgeräumt werden müsste hierbei auch bei den ZA-Firmen, die Stellen ausschreiben, die gar nicht existieren, oder nicht mehr aktuell sind.
Ebenso müssten als Werbung genutzte Stellenanzeigen in Tageszeitungen verboten werden.
Wenn man den Schotter beharrlich rausfiltern würde, bliebe das klare Wasser der Wahrheit.
Vielleicht bliebe dann etwa ein Drittel der bisherigen Stellenangebote übrig ...
 
E

ExUser 2606

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Ebenso müssten als Werbung genutzte Stellenanzeigen in Tageszeitungen verboten werden.
Hier muust Du aber unterscheiden, ob die Firma eine fingierte Stellenanzeige schaltet, weil die billiger it als eine Werbeanzeige, oder ob die Firma wirklich jemanden sucht und das gleichzeitig nutzt, um Werbung zu betreiben. (Letzteres ist aus meiner Sicht fast immer der fall und auch in Ordnung. DIe Firmen müssen eben auch um die besten Mitarbeiter Werben.)
 

erwerbsuchend

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Hilfreich wäre es auch, wenn es eine Stelle gäbe, bei der man als Bewerber melden kann, wenn bei einem Bewerbungsprozess etwas nicht korrekt gelaufen ist.

Du kannst dich an den Betreiber der Jobbörse wenden.

Ebenso müssten als Werbung genutzte Stellenanzeigen in Tageszeitungen verboten werden.

Wie möchtest du das ermitteln und wie verhindern?
 
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