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Missbrauch bei Ein-Euro-Job-Maßnahme

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Es ist der erste konkrete Verdacht auf einen Missbrauch beim Einsatz von Ein- Euro-Jobbern in Potsdam: Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat mindestens sechs Ein-Eurokräfte beauftragt, den Parkplatz vor dem Obdachlosenwohnheim im Lerchensteig zu pflastern. Dass diese seit Juli für die Pflasterarbeiten eingesetzt werden, bestätigte gestern Günter Förster, Geschäftsführer der AWO Soziale Dienste gGmbH den PNN. Zusätzlich sollten die Arbeitssuchenden später Gewächshäuser auf dem Gelände bauen, nach PNN-Information zur Selbstversorgung der AWO- Kitas. Förster bestätigte auch, dass „eine Maßnahme geplant“ gewesen sei, dass aber die „Mittel für Gewächshäuser“ fehlten.
Dass so genannte Ein-Euro-Jobber Facharbeiten ausführen, verbietet das Sozialgesetzbuch. Pflastern sei aber auf jeden Fall eine handwerkliche Facharbeit, so Harry Nöthe von der Handwerkskammer Potsdam.
Quelle
 

Ralf Hagelstein

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Da sind die 1 € Jobber doch viel zu teuer für!
Hätte die AWO da nicht lieber ein paar Polen als Saisonarbeiter beschäftigen sollen? :mrgreen:

Vielleich sollte Martin mal den GF des Bundesverbandes fragen, was er von dem A-des-Monats hält?

Rainer Brückers
Geschäftsführendes Bundesvorstandsmitglied
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Atlantis

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Stundenweise helfen Ein-Euro-Kräfte bei den Arbeiten.

Stundenweise helfen Ein-Euro-Kräfte bei den Arbeiten.

Von Verena Mai
GRASLEBEN. Ein Schmuckstück nennt der Vorsitzende des Muse­umsvereins Grasleben, Walter Bradt, das Wohnhaus des Mark­grafschen Hofes in Grasleben. Be­freit von allen Bausünden und der­zeit quasi in kosmetischer Behand­lung, wird es in Kürze in voller Pracht zu bewundern sein.


Die Lagerbalken über dem Funda­ment des Fachwerkhauses wurden ausgewechselt, Bradt lobt: „Eine ar­chitektonische Superleistung!“ Der­zeit werden die Fachungen neu ein­gefügt. Eine neue Tür hat das Haus auch bekommen, ein Tischler hat sie nach alten Bildern gebaut. Der Sockelputz soll angebracht werden, wenn die Fachungen vollständig sind.An der Straßenfront hängt noch eine blaue Plane unter dem Dach:
Dort waren Lehmsteine mit Lehmverputz verbaut worden. Nun sollen
noch Gespräche geführt werden, ob wieder Lehmsteine eingesetzt wer­den sollen oder doch Ziegel.

Stundenweise helfen Ein-Euro-Kräfte bei den Arbeiten. Bradt: „Zu­verlässig und gut.“ Solange das Wet­ter noch schön ist, sollen möglichst viele von den Arbeiten erledigt wer­den.

„Wir befinden uns auf der mitt­leren Zielgeraden“, schildert Bradt, Die Finanzierung des Wohnhauses im Rahmen der Dorferneuerung ist in trockenen Tüchern (Bradt: „Dank Rat und Gemeinde“) — für den Rest des Museums, das eigentliche Muse­umsgebäude, sei das in Aussicht ge­stellte Geld allerdings eingefroren. Nun haben Mitarbeiter des Muse­ums schonmal selbst Hand angelegt, eine Mauer entfernt, die Stube auf Vordermann gebracht, tapeziert und gestrichen. Der Boden erhielt Aus­legware, gespendete Stühle werden neu gepolstert. Wer sich selbst von dem Wohnhaus, der guten Stube und der Ausstellung „Weibsbilder“ ein Bild machen will, kann das auf dem Hoffest am Sonntag, 25. Sep­tember, von 14 bis 18 Uhr tun.


Aus Wolfsburger Nachrichten vom 22.09.2005
 

Martin Behrsing

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Kann ich sogar zu Fuß hingehen. Keine 500 Meter von mir. Allerdings ist die AWO nach Berlin am ziehen und der Bundesgeschäftsführer weilt schon länger in Berlin
 

HeikeV

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Das habe ich heute in der TAZ gelesen und ich finde, nun ist etwas passiert, was ich nicht begreifen kann und will. Doch lest selber:

1-euro-jobber
Schluss mit der Abzocke
Im Fall der Vergewaltigung des sechsjährigen Jakob auf einer Ferienfahrt finden sich viele Schuldige: Auch wenn der Betreuer nur einen Euro pro Stunde zusätzlich zum Arbeitslosengeld II (Alg II) für seinen Job bekam - er hat seine Aufsichtspflicht verletzt. Dass es auf der Fahrt sonst keinen erfahrenen Pädagogen gab, dem am Verhalten des Jungen aufgefallen wäre, dass etwas Schlimmes passiert ist, geht auf die Kappe des Reiseveranstalters "Wilder Pfeffer". Der skandalöse Vorfall rückt jedoch eine Praxis grundsätzlicher Natur ins Kreuzfeuer der Kritik: die der 1-Euro-Jobber.

KOMMENTAR
VON FELIX LEE
Nach offizieller Vereinbarung dürfen Alg-II-Bezieher nur dann eingesetzt werden, wenn sie "gemeinnützige" und "zusätzliche" Arbeit leisten. Allein mit dieser Definition wurden dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Beide Begriffe sind so schwammig und leicht zu umgehen, dass es inzwischen nicht einmal die interpretierfreudigen Behörden hinbekommen, dem Missbrauch einen Riegel vorzuschieben.

Die Handwerkskammer befürchtet bei Renovierungsarbeiten von Schulgebäuden durch 1-Euro-Jobber "erhebliche bauliche Mängel". Seit Wochen fällen Alg-II-Bezieher im Spreepark Bäume, ohne die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen zu beachten. Und vergangene Woche sollten in Friedrichshain-Kreuzberg 20 arbeitslose Lehrer in Kitas eingesetzt werden - rechtswidrig, wie sich herausstellte.
mehr ist hier zu finden....

taz
 

listche

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Das habe ich heute in der TAZ gelesen und ich finde, nun ist etwas passiert, was ich nicht begreifen kann und will.

Die EEJler werden mißbraucht, die Staatsanwaltschaft ermittelt nicht gegen den Mißbrauch weil die Justitz schon lange nicht mehr unabhängig ist, und wenn sie dann durch wachsenden Druck doch ermittelt, na dann sind die EEJ ler noch selbst schuld. Sie hätten sich ja wehren können.
Vielleicht hilft ja dieser Artikel ein wenig mit, dass endlich mal was gegen die EEJ unternommen wird.
Das so etwas wie mit dem kleinen Jungen passieren mußte um den Mißbrauch bei EEjobs zu belegen ist natürlich mehr als tragisch.

Gruß Listche
 

Nette

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Ja, die lieb AWO

Das sind die Abzocker vor dem Herrn.

Haben nur Schrott ihn Ihren Anlaufstellen und stellen dem Amt horrende Beträge in Rechnung. So etwas nennt man moderne Mafia.

Neu Betten usw. gibt es in Kaufhäusern 30% billiger als bei der AWO.

Wirklich zum
:kotz:
 

achim2

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Bei der AWO Karlsruhe arbeitet ein gelernter Malermeister unter Ein-Euro-Job-Bedingungen und führt dort Malerarbeiten aus (siehe dazu auch "Malermeister als Ein-Euro-Jobber" bei der AWO Karlsruhe).

Das Ganze scheint bei der AWO inzwischen bundesweit System zu haben.

Eine Klage läuft ja inzwischen schon gegen die AWO Karlsruhe.

Gruß Achim
 
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