Mir droht wohl eine Sanktion, wie soll ich mich jetzt verhalten, wer hat einen Hinweis für mich? (Achtung: lang)

Ardnas87

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
15 Februar 2018
Beiträge
12
Bewertungen
0
Hallo,

ich bin nun schon einige Jahre Alg-2-Empfängerin, obwohl ich erst Anfang 30 bin. Ich muss dazu sagen, dass ich seelisch nicht gerade die Belastbarste bin, ich breche schnell zusammen und reagiere mit Angstzuständen, Panik, Heulkrämpfen und zum Teil kommen Phasen dazu, in denen "will" ich einfach nicht mehr.

Auch in meiner Kindheit/Jugend gab es bereits Momente, in denen ich mich wertlos, unwichtig fand. Manchmal wollte ich auch da schon abends einschlafen und nie mehr aufwachen.

Besonders in Stressphasen (z.B. Veränderungen im Leben) reagiere ich so. Habe darum auch etliche Lehrstellen in den Sand gesetzt, ich habe das nie durchgehalten.

Irgendwann kam immer der große Knall und entweder wurde mir gekündigt oder aber ich selbst schmiss alles hin. Habe dann psychologische Hilfe in Anspruch genommen und es ging mir dann auch nach und nach besser, ich fühlte mich wieder stabiler.

Vor 2 Jahren hat mir das Jobcenter dann die Möglichkeit gegeben, per Umschulung einen Berufsabschluss zu erwerben. Die Chance nahm ich an und bestand auch mit guten Noten (Durchschnitt 2) die Prüfung, das war Ende Januar diesen Jahres. Es gab auch mal während der Umschulung holprige Zeiten, in denen ich psychisch wieder etwas angekratzt war, ab die ganz schlimmen Panikanfälle blieben zum Glück aus.

Doch jetzt, da ich den Facharbeiterbrief in der Tasche habe, will mich das JC natürlich so schnell wie möglich in Arbeit bringen.

Ich habe auch eine Arbeitsstelle gefunden, die mir im Großen und Ganzen gefallen könnte und die Chefin wollte mich auch gern nehmen und ich hatte mündlich zugesagt, JC wusste auch Bescheid.

Heute wäre mein erster Arbeitstag gewesen, aber leider holten mich in den letzten Tagen schon die Angstzustände und Panikattacken ein, die Gedanken kreisten pausenlos, Unruhe, Durchfall, das volle Programm eben. Gestern war es dann ganz schlimm, ich saß im Prinzip nur heulend herum, "wollte einfach nicht mehr." Ich hatte panische Angst, der Arbeit nicht gerecht zu werden.

Mein Freund machte sich gestern so große Sorgen, dass er (!) zu meiner potentiellen Arbeitgeberin stiefelte und ihr die Situation schilderte und dass es keine Garantie gibt, dass ich den Job wirklich antreten kann.

Die Chefin war erstaunlicherweise sehr verständnisvoll und sie meinte von sich aus, dass man diese Sache erstmal in den Griff bekommen soll und sie wäre gern bereit, mir eine Stelle anzubieten wenn es mir etwas besser geht.

Aber momentan hätte es wohl keinen Sinn, mich einzustellen, ein Arbeitsvertrag war ohnehin noch nicht unterschrieben. Tja, heute morgen bin ich dann gleich zu meiner SB in die sogenannte Notfallstunde des Jobcenters.

Meine SB war natürlich ziemlich angepisst, weil ich die Stelle nicht angetreten bin. Ich heulte bei ihr im Büro los, weil ich mich einfach unverstanden fühlte. Ich hab die Stelle ja nicht wegen null Bock sausen lassen, sondern weil ich eine Blockade hatte. Und sie labert mir da was vor von wegen "Ich verstehe sowas nicht, wie kann man Angst vor der Arbeit haben?

Sie waren doch jetzt auf so einem guten Weg, Sie haben doch die Umschulung auch gemeistert. Und jetzt das... Sowas kann ich echt nicht nachvollziehen.

Jeder muss sich im Endeffekt seinen Lebensunterhalt selber erarbeiten. Ich hab auch schon einige Tiefpunkte im Leben gehabt, und trotzdem muss man sehen wie man mit dem A**** an die Wand kommt. Naja, was soll ich weiter dazu sagen, Sie haben halt die Anbahnung einer Beschäftigung verhindert, also 30% Sanktion." Habe ihr dann nochmals versucht zu erklären, dass mir das auch keine Freude macht, heulend hier zu sitzen und dass ich mir selber schon genug Vorwürfe mache.

Dass ich jetzt psychologische Hilfe brauche, weiß ich selber, so kanns ja nicht weitergehen. Bisher war meine SB immer recht nett, ich kenne sie ja nun schon einige Jahre und ich hab sie noch nie so erbost gesehen.

Ich konnte nur noch heulen. Sie meinte dann "Na, nun beruhigen Sie sich. Aber versuchen Sie mal, auch mich zu verstehen. Das Jobcenter hat Ihnen die Umschulung ermöglicht und nun wird von Ihnen als Gegenleistung erwartet, dass sie eine Arbeit finden.

Ich muss mich schließlich dafür rechtfertigen, wieso Sie trotz Berufsabschluss keinen Job finden. Da stehe ich auch doof da. Es sei denn, Sie bringen mir Krankmeldungen, dann kann Ihnen erstmal keiner was.

Da könnte man dann vielleicht auch eine Sanktion umgehen. Aber ich sag Ihnen eins: Sehen Sie zu, dass Sie ihre Probleme geregelt kriegen, sonst weiß ich auch nicht weiter." Bin dann immer noch weinend ausm Jobcenter raus, war mir egal ob die anderen Leute blöd gucken.

Bin direkt zu meiner Hausärztin. Sie hat genauso wenig Verständnis für mein Anliegen gehabt, bin dort auch direkt in Tränen ausgebrochen. Also mit psychischen Problemen ist man bei ihr schlecht aufgehoben.

Meine Ärztin hat auch nur kopfschüttelnd reagiert und mir die üblichen Sprüche an den Kopf geknallt wie "Im Leben muss man sich eben durchbeißen" oder "Warum sind sie denn so weinerlich? Wieso haben Sie Angst?

Man freut sich doch wenn man Arbeit findet und blabla". Sie gab mir nur den Rat, mir einen Psychologen zu suchen (ach nee, wäre ich nie drauf gekommen) und sie gab mir eine AU für 2 Tage (also für heute und morgen). Weitere Krankschreibungen sieht sie nicht ein, denn ich sei ja in ihrem Sinne nicht krank. Das wars.

Tja und jetzt muss ich halt zusehen, dass ich die Sanktion abwenden kann. Reichen 2 Tage AU, um den Nichtantritt einer Arbeit zu begründen?

Und ich muss mich wegen Psychologen kümmern, doch wie ich aus eigener Erfahrung weiß, kriegt man da nicht mal eben schnell einen Termin. Da wartet man zum Teil ewig, Wochen bis Monate... Noch dazu wird mich das JC ja weiterhin als vermittelbar ansehen, wenn ich keine weiteren AUs vorweise.

Aber meine Ärztin will mir wie gesagt wegen dieser Sache keine ausstellen. Einfach zu anderen Ärzten gehen? Das Problem ist nur, dass hier die meisten Hausärzte Aufnahmestopp haben, ich wollte ja schon mal wechseln. Und beim Spezialisten (Psychiater o.ä.) kriegt man erst recht nicht ohne Weiteres einen Termin, habe ich auch schon mehrmals durch.

Im Prinzip bin ich gerade dermaßen fertig, dass ich ernsthaft überlege, nächste Woche einfach zu dem Laden zu gehen (dort wo ich hätte anfangen können) und darum bitte, dass die mich jetzt einfach doch nehmen sollen.

Dann hätte ich schnell Ruhe vorm JC. Vielleicht bin ich wirklich nur faul (so kam es ja heute unterschwellig rüber von SB und Ärztin) und muss mich einfach mehr zusammenreißen. Was weiß ich. Mir ist das im Moment alles zu viel, ich hab das Gefühl, mir platzt der Kopf. Hat hier wer einen Rat für mich?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
E

ExitUser

Gast
AW: Mir droht wohl Sanktion (Achtung: lang)

Kannst Du bitte ein paar Absätze einfügen?
 

vidar

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Januar 2014
Beiträge
1.977
Bewertungen
1.889
AW: Mir droht wohl Sanktion (Achtung: lang)

Moin @Ardnas87 und :welcome: im Forum

Wie von @Domino auch gewünscht, wäre es der besseren Lesbarkeit wegen dienlich, wenn du mehrere Absätze innerhalb deines Textes einfügen könntest.

Button “ändern“ (rechts unten) drücken, mehrere Absätze innerhalb deines Textes einfügen und wieder speichern.
 

Sonne11

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 März 2015
Beiträge
1.452
Bewertungen
3.434
AW: Mir droht wohl Sanktion, wie soll ich mich jetzt verhalten, wer hat einen Hinweis für ich? (Achtung: lang)

Hallo!
Woher hattest Du die Stelle? Ist sie aus einem Vermittlungsvorschlag mit Rechtsfolgenbelehrung entstanden? Ist es genau die beschriebene Stelle aus dem VV oder eine andere? Hast Du eine Anhörung bekommen oder wurde es nur angekündigt? Was hast Du schriftlich bezüglich Stelle und Sanktion?
 

faalk

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Dezember 2014
Beiträge
1.214
Bewertungen
1.079
Bin direkt zu meiner Hausärztin. Sie hat genauso wenig Verständnis für mein Anliegen gehabt.
Meine Ärztin hat auch nur kopfschüttelnd reagiert und mir die üblichen Sprüche an den Kopf geknallt
Zu dem schon mal, Beruf verfehlt, Tschö mit Ö. Eine Patientin weniger. Such dir einen vernünftigen Arzt, der ohne den Oberlehrer zu spielen dich zum Psychater überweist.

Und beim Spezialisten (Psychiater o.ä.) kriegt man erst recht nicht ohne Weiteres einen Termin
Gibt es in deiner Stadt oder in der Nähe keine Psychologische Notfallambulanz? Meistens sind diese am Städtischen Krankenhaus angeschlossen.
 

Ardnas87

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
15 Februar 2018
Beiträge
12
Bewertungen
0
Danke schonmal für eure Antworten. Nee, also schriftlich habe ich noch nix. Das Ganze ist ja erst heut passiert. Ich denke Mal, dass meine SB mir noch was zuschicken wird. Einen Termin will sie mir erst Ende März geben, sagte sie heute. Na und von Seite des Arbeitgebers hab ich auch nix schriftliches, es gab ja noch keinen Arbeitsvertrag.

Ja, es war ein VV mit RFB. Das komische war, dass man sich laut VV über ein Online-Bewerber- Portal bewerben soll, das hab ich getan. Zwei Tage später kam per E-Mail eine Absage.

Zufälligerweise kennt eine Bekannte von mir die Chefin dieses Marktes (ist ein Supermarkt) und die erzählte mir dann, dass die da jemanden suchen und ich solle doch einfach Mal mit meiner Bewerbungsmappe hingehen.

Das hab ich gemacht und hatte dann prompt ein Vorstellungsgespräch wo die Chefin meinte, sie würde mich gerne nehmen und sie erzählte was wegen den genaueren Konditionen des Jobs und wann ich anfangen soll.

Ich war dann auch einverstanden. Die Stelle an sich hörte sich für mich soweit okay an, nur dass ich auch Mal an der Kasse sitzen soll machte mir einige Sorgen, da ich sowas nie machen wollte. Aber ich schluckte das erstmal so. Vielleicht ist genau das der Auslöser für meinen Zustand nun.

Abgesehen von der Kassiertätigkeit fände ich die Stelle echt attraktiv. Und zwar bin ich ja nun frisch ausgelernte Blumenbinderin (sprich Florist) und dieser örtliche Supermarkt weist ein beachtliches Schnittblumen-und Topfpflanzensortiment auf, neben angelieferten, vorgefertigten Blumensträußen werden in dieser Filiale zusätzlich frische Floristensträuße angeboten.

Zudem bietet der Markt Präsentkörbe und andere hübsch gestaltete Geschenkartikel an, die sogar in andere Filialen ausgeliefert werden. Und diese Abteilung (Blumen, Deko & Geschenke) sollte halt durch mich unterstützt werden. Das würde ich mir auch zutrauen. Neben der Tätigkeit in "meiner" Abteilung müsste ich auch flexibel in anderen Bereichen einsetztbar sein, zumindest würde sich die Chefin das wünschen.

Vorzugsweise an der Kasse eben. Und das bereitet mir echt Unbehagen. Ich bin halt nicht so belastbar, dass mir das Sitzen an der Scannerkasse bei ständigem Kundenkontakt keine Probleme macht.

Ich bin eher eine Person, die "im Hintergrund" agieren will. Das habe ich schon während der Umschulung gemerkt, wenn z.B. viel Kundschaft im Laden war und ich da zu tun hatte, wurde ich total nervös, begann zu schwitzen wie blöde, ich konnte dann oft die einfachsten Sachen nicht...Mir wurde während der Umschulung auch von mehreren Kolleginnen gesagt, ich sei viel zu zurückhaltend, ich muss aus mir rauskommen.

Nicht gerade ideale Eigenschaften wenn man im Verkauf arbeitet.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

dagobert1

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
26 November 2012
Beiträge
5.644
Bewertungen
4.587
Das komische war, dass man sich laut VV über ein Online-Bewerber- Portal bewerben soll, das hab ich getan. Zwei Tage später kam per E-Mail eine Absage.
Und genau an dieser Stelle hättest du den Vorgang beenden sollen. Gerade bei VV mit RFB.
Absage erhalten = JC kann dir nichts = erledigt.
 

Ardnas87

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
15 Februar 2018
Beiträge
12
Bewertungen
0
@dagobert1: Naja, nun ist das Kind aber in den Brunnen gefallen. Und ich wollte diese Stelle ja auch. Das war von sämtlichen VVs die für mich interessanteste. War schon enttäuscht, als ich zunächst per Mail die Absage erhielt. Dass ich mich dann in dem Laden initiativ nochmal auf dieselbe Stelle beworben habe, war ja Zufall, weil meine Bekannte eben mir sagte, dass die dort noch jemanden suchen. Der Job wäre ja dann genau genommen doch aufgrund von Eigenbemühungen zustande gekommen ;)
 

dagobert1

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
26 November 2012
Beiträge
5.644
Bewertungen
4.587
Wenn eine Anhörung kommt, druck die Absage aus und leg sie dem JC vor. Vielleicht klappt es ja um die zu überzeugen.
 

faalk

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Dezember 2014
Beiträge
1.214
Bewertungen
1.079
Halte es so wie "dagobert1"

Brabbeln kann man viel. So wie ich das verstanden habe, ist bisher alles nur Mündlich gelaufen.
Bisher also nur 1:1 gelaufen (Bei der Chefin mündlich zugesagt (Zeugen?), Beim JC gesagt, dass man einen Job hätte (Zeugen?)

Im Ernstfall, Anhörungsbogen ausfüllen, schriftliche Absage beifügen.

Ich denke spätestens der Richter beim SG würde eher danach entscheiden, was er schwarz auf weiß vor sich liegen hat, als was wer irgendwann mal gesagt hat oder auch nicht gesagt hat. :wink:
 

Ardnas87

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
15 Februar 2018
Beiträge
12
Bewertungen
0
Das Problem ist, ich hatte ja schon eine Veränderungsmitteilung eingereicht. Die habe ich diesen Montag abgegeben, weil mein Freund sowas immer "rechtzeitig" erledigt haben will. Ich persönlich hätte erst den Arbeitsvertrag abgewartet und dann die VÄM abgegeben. Aber nu isses eh zu spät.

Aber bin ich nicht schon aufgrund der AU ausm Schneider? Also sanktionsmäßig? Fakt ist: ich bin heute und morgen AU, konnte die Arbeitsstelle heute aus gesundheitlichem Grund nicht antreten. Arbeitsvertrag bestand noch nicht, es ist doch kein Arbeitsverhältnis zustande gekommen, weil die Chefin mich in dem Zustand nicht gebrauchen kann. Oder denke ich mir das jetzt zu simpel?
 

Hyena

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
26 August 2016
Beiträge
522
Bewertungen
214
Nur ein Gedankengang von mir:

Kein Arbeitsvertrag heißt ja nicht sofort, dass es kein Arbeitsverhältnis gibt.

Aber das Jobcenter sagt ja selbst immer: ohne Arbeitsvertrag können wir das nicht bearbeiten . . .

Das Gute ist: Du hast für genau dieses Arbeitsverhältnis eine Absage.

Deine SB hat ja nicht die Kerze beim letzten Gespräch mit deiner (beinahe) Chefin gehalten. Also woher soll sie nachweisen, dass dies wirklich stattfand?

Hab vor Jahren sogar mal erlebt, dass ich ein Vorstellungsgepräch hatte, das ganze 3 sec ging.
Als meinem Ansprechpartner auffiel, dass ich keinen Führerschein besaß wurde ich mit den Worten: "Den Weg hätten sie sich sparen können, hier fährt zu Arbeitsbeginn noch kein Bus" wieder nach Hause geschickt.

Hast du die Absage per Email bekommen?

Dann lässt sich nur noch Anmerken, dass du diese nach deiner Veränderungsmitteilung in deinem Spam-Ordner entdeckt hättest!

Hatte vor einigen Wochen auch ein Vorstellungsgespräch, alle Unterlagen zum ausfüllen in der Tasche, kaum zu Hause angekommen, hatte ich von dem Typen, wo ich vor 15 min noch war eine Absage im Emailpostfach!
Das fand ich schon dreist . . . .
 

Ardnas87

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
15 Februar 2018
Beiträge
12
Bewertungen
0
Nun ja, ich hab meiner SB ja von beidem erzählt, also dass ich bzgl. der Onlinebewerbung zunächst eine Absage erhalten habe und auch, dass beim persönlichen Bewerben ein positives Feedback kam und ich zum 15.2. anfangen könne.

Da kann ich mich jetzt im Nachhinein kaum rausreden. Hätte ich doch beim JC bloß die Klappe gehalten... Aber ich hatte mich ja auch irgendwie gefreut als ich die Zusage für die Stelle erhielt, da könnte ich ja nicht ahnen, dass die Panikattacken mich wieder heimsuchen.

Das kann man doch leider nicht vorhersehen und ich hatte nun seit fast 2 Jahren keinen dermaßen schlimmen Rückfall mehr. Zu früh gefreut. Mein Therapeut, bei dem ich vor Jahren war, sagte auch zu mir, dass ich wohl immer Mal wieder mit solchen Rückschlägen rechnen muss.

Er konnte mir nur Methoden zeigen, die mir das Überstehen solch einer Panikattacke erleichtern sollen, aber gänzlich wegtherapieren geht kaum. Aber das half mir in dem Moment auch nicht, da hat's mir eben komplett den Boden unter den Füßen weggehauen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Helga40

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
7.093
Bewertungen
4.871
Nach der Schilderung der TE gab es einen mündlichen Arbeitsvertrag, sonst hätte ja heute nicht "der erste Arbeitstag" sein können.

Sie hat aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten können, mit Krankschreibung stünde eigentlich erstmal Krankengeld zu. Der Freund kann ohne Vollmacht keine Rechtsgeschäfte für die TE regeln, also auch nicht den AV kündigen oder aufheben. Vorliegend wird die Arbeitgeberin aber wohl den mündlichen AV bestreiten. Das dazu.

Es handelt sich also eigentlich um eine Eigenkündigung aus gesundheitlichen Gründen. Die 2 Tage Krankschreibung wird nicht ausreichend sein. Die TE sollte im Fall der Fälle (Sanktion) ihre Vermittlerin bitten, sie zum psychologischen Dienst der BA zu schicken.
 

Ardnas87

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
15 Februar 2018
Beiträge
12
Bewertungen
0
Nach der Schilderung der TE gab es einen mündlichen Arbeitsvertrag, sonst hätte ja heute nicht "der erste Arbeitstag" sein können.

Sie hat aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten können, mit Krankschreibung stünde eigentlich erstmal Krankengeld zu. Der Freund kann ohne Vollmacht keine Rechtsgeschäfte für die TE regeln, also auch nicht den AV kündigen oder aufheben. Vorliegend wird die Arbeitgeberin aber wohl den mündlichen AV bestreiten. Das dazu.

Es handelt sich also eigentlich um eine Eigenkündigung aus gesundheitlichen Gründen. Die 2 Tage Krankschreibung wird nicht ausreichend sein. Die TE sollte im Fall der Fälle (Sanktion) ihre Vermittlerin bitten, sie zum psychologischen Dienst der BA zu schicken.
Als mein Freund der Chefin mitteilte, dass ich zum Arzt gehe, da ich gerade eine schlimme Panikattacke habe, meinte meine potentielle Chefin "Okay, die AU brauchen Sie mir aber nicht bringen. Wir lassen das mit dem Arbeitsverhältnis dann erstmal im Raum stehen, einen Arbeitsvertrag gibts ja eh noch nicht. Und wenn es Ihrer Freundin besser geht, kann sie sich gerne nochmal mit mir kurzschließen wie es weitergehen soll." So gesehen, fand ja keine Kündigung statt. Das Jobcenter jedoch legt es als Kündigung aus bzw. Vereitelung der Arbeitsaufnahme.

Nun bin ich so weit, dass ich morgen zu meiner Fast-Chefin gehen will und mit ihr ein Gspräch führen möchte über diese Situation. Ich hoffe, mit ihr irgendwie einen Kompromiss zu finden, d.h. dass ich noch eine Chance bekomme, die Stelle doch noch anzutreten. Allerdings würde ich der Chefin insoweit reinen Wein einschänken, dass solche Panikattacken bei mir halt nie ganz ausgeschlossen sein werden und ich Probleme habe, bestimmte Tätigkeiten wie z.B. Kassendienste auszuführen.
Weil ich da im Falle einer Angstattacke ja nicht einfach aufstehen und ein paar Minuten verschwinden kann um mich zu beruhigen. Entweder, sie lässt sich darauf ein oder eben nicht. Meine Haupttätigkeiten dieser Stelle traue ich mir durchaus zu, da diese eher im Hintergrund stattfinden, ohne viel Kundenkontakt. Da hätte ich auch die Möglichkeit, herumzulaufen um die Angst abzubauen. Beim Kasseneinsatz geht das ja schlecht. Ich denke, dass genau dieser Aspekt meine Panikattacke ausgelöst hat.

Was meint ihr, soll ich das einfach mal auf diese Weise versuchen? Als ich die Zusage für die Stelle erhielt, hab ich mich so gefreut und nun das...

P.S.: Beim Psychologischen Dienst war ich schonmal, aber da wurde laut des dortigen Psychologen keine Einschränkung festgemacht. Ist aber schon Jahre her. Das tückische ist bei den Panikattacken eben, dass die ja aus dem Nichts auftauchen. Manchmal fühle ich mich ja wochenlang " weitgehend normal", bis dann mal wieder so ein Angstanfall kommt. Und in meinen angstfreien Phasen wirke ich eben auch auf andere Leute wie eine ganz gewöhnliche junge Frau...Sogar mein damaliger Psychotherapeut sagte mal, dass er i.d.R. viel schlimmere Angstpatienten hat und bei mir sei das ja nicht sooo gravierend. Mein Leben ist dadurch dennoch eingeschränkt, auch wenn die Panikattacken nicht ständig vorkommen. Das Selbstbewusstsein leidet ja darunter.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Helga40

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
7.093
Bewertungen
4.871
Niemand kann in die Zukunft schauen, deshalb kann auch niemand beurteilen, ob es eine gute Idee ist, mit der Chefin zu reden oder nicht. Du hast sie kennen gelernt, du musst am besten abschätzen können, wie sie tickt. Nach deinen Schilderungen könnte es aber gut gehen, besonders, weil du ja sowieso hauptsächlich ohne Kundenkontakt arbeiten solltest.

Grundsätzlich bin ich jedoch erstaunt, dass du, obwohl du von deinen gesundheitlichen Einschränkungen wusstest, die anscheinend im zwischenmenschlichen Bereich liegen, eine Umschulung (Florist, wenn ich das richtig verstanden habe) gewählt hast, bei der Kundenkontakt zum Berufsalltag gehört? In dem Fall kann ich da durchaus den angepissten Vermittler verstehen, denn so eine Umschulung ist teuer und jetzt stellt sich raus, dass du ggf. Da nicht vermittelbar bist, weil du nichts mit Kunden zu tun haben möchtest.
 

Ardnas87

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
15 Februar 2018
Beiträge
12
Bewertungen
0
Vor Beginn der Umschulung wurde ja so ein mehrstündiger Eignungstest beim Jobcenter gemacht. Da musste ich verschiedene Aufgabenkomplexe durcharbeiten, also Allgemeinbildung, logisches Denken, Merkfähigkeit etc. Auch ein Psychologengespräch gehörte dazu. Ich habe das definitiv angesprochen, dass ich eher kontaktscheu bin und ich mich oft schwer tue bei zwischenmenschlichen Kontakten. Doch der Psychologe tat das ab, er war der Meinung dass mir einfach nur die Übung fehlt und ich daher kein großes Selbstbewusstsein hab. Aber das würde sich ja bessern, wenn ich erstmal mehr unter Menschen käme. Und ich selber vertraute da einfach drauf.

Es hat sich im Grunde jedoch nix verändert, auch während der Umschulung hab ich Angstzustände bekommen wenn ich im Praktikumsbetrieb Kunden bedienen musste. Kamen gleich mehrere Kunden in den Laden und es war absehbar, dass ich "ran" muss weil wir nur zu Zweit im Geschäft waren, kam die Panik. Ich begann zu schwitzen, wurde zittrig, extrem nervös, ich stellte mich dämlich an und wollte eigentlich nur fort. Selbst nachdem die Kunden bedient und wieder aus dem Laden raus waren, kam bei mir kein Erfolgserlebnis auf. Stattdessen fühlte ich mich nur kaputt und musste erstmal runterkommen.

Ich war in 3 Praktikumsbetrieben, in jedem wurde mir gesagt, ich wäre zu ängstlich und zu unsicher, ich muss selbstbewusster auftreten. Aber ich bin eben sehr zurückhaltend und schüchtern. Ich hasse es, im Mittelpunkt zu stehen. Ansonsten hab ich meine Arbeit immer gut gemacht, ich wurde als fleißig und ordentlich beschrieben, aber halt auch als zu still und zu unsicher.

Ständig wurde mir gesagt, das Selbstvertrauen und das Extrovertierte kommt mit der Routine, aber anscheinend nicht bei mir. Einen anderen Beruf als Florist konnte ich mir auch nicht vorstellen. Hier im Ort gab's nur die Optionen der Umschulung in Büro, Gastronomie, Handwerksberufen wie z.B. Maler, Tischler usw. oder auch Verkäufer...das wäre alles nix für mich gewesen. Floristik passte am besten zu mir, ich bin kreativ und geschickt, interessiert an Pflanzen und ich brachte schon viel Vorwissen mit.

Ach, ich gehe morgen da hin und rede mit der Chefin. Mehr wie "Nein" sagen kann sie schließlich nicht. Sie hat meines Wissens auch keinen anderen Bewerber an der Hand, das hat sie zu meinem Freund gesagt. Die Chefin schien mich ja zu mögen, sie betonte auch, dass sie bevorzugt junge Leute deren Ausbildung noch nicht lange her ist, einstellt. Vielleicht zeigt sie sich ja kulant.
 

Ardnas87

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
15 Februar 2018
Beiträge
12
Bewertungen
0
Hallo, heute gebe ich euch mal eine Rückmeldung.
Also ein Sanktionsbescheid o.ä. kam bisher (noch) nicht an.

Und ich hatte vorhin ein Gespräch mit meiner Beinahe-Chefin. Ich sollte mich ja auch bei ihr melden, sollte ich mich wieder "gefangen" haben. Also vereinbarte ich mit ihr einen Termin und ging hin und wir setzten uns in den Aufenthaltsraum der Mitarbeiter. Das Gespräch verlief denkbar schlecht. Von dem Verständnis für meine Situation, welches sie gegenüber meinem Freund noch äußerte, war nicht viel zu merken. Während des gesamten Gesprächs war sie kalt wie ein Eisblock, die ganze Zeit ein Pokerface. Kein freundliches Lächeln, nix. Vielleicht kann die das gar nicht. Saß auf ihrem Stuhl wie eine Königin, die gelangweilt eine Audienz für ihre devoten Untertanen gibt. Sie holte noch ihren Handlanger mit in den Raum, der sich auch am Gespräch beteiligte.

Zu Beginn des Gesprächs entschuldigte ich mich erstmal für die Unannehmlichkeiten und bedankte mich zugleich, dass ich einen Gesprächstermin bekommen habe, für jeden anderen Arbeitgeber wäre die Sache erledigt gewesen. Danach sollte ich mich erklären, sollte den Beiden erzählen, weshalb ich Panikattacken habe und warum es ein Problem für mich sei, mich in ein Team einzufügen. Dass ich mich angeblich nicht in ein Team einfügen kann ist mir neu. Ich fragte auch nach, wie sie darauf kommen. Mein Freund hätte das erzählt, als er da war. Ich war stutzig, denn sowas würde er nie erzählen, weil es nicht stimmt. Ich versuchte, diese Teamunfähigkeit zu dementieren, sie hätten da wohl was missverstanden. Meine Panikattacken kommen daher, dass ich mir selber einfach zu viel Druck mache, ich hohe Ansprüche an mich selber stelle, Angst habe zu versagen usw.

Die Chefin sprach mich dann auf meinen Lebenslauf an, der ja nicht gerade rosig aussieht. Lange Arbeitslosigkeit, abgebrochene Lehrstellen etc. Sie stellte fest "Und wegen ihrer instabilen Psyche haben Sie in Ihrem Lebenslauf auch solche Lücken, nicht wahr? Sie sind jetzt 30 und haben ja noch nix geleistet. Ja, gut, sie haben nun den Berufsabschluss gemacht, aber ansonsten haben Sie es zu nichts weiter gebracht." Peng, ein Schlag ins Gesicht. Aber Recht hat sie ja. Mir stiegen Tränen in die Augen und ich erzählte davon, dass es mich doch auch ankotzt, dass ich in meinem Leben noch nichts erreicht habe, ich das doch aber ändern möchte, doch ohne ein wenig Verständnis von anderen Menschen wird es mir kaum gelingen. Ich bin eben anscheinend eine recht sensible Person, die relativ schnell aus der Bahn geworfen werden kann. Doch wenn mir keiner je eine Chance gibt, werde ich nie über meinen Schatten springen können. Ansonsten wäre ich doch aber eine fleißige Mitarbeiterin wie jeder andere auch.

Der Handlanger der Chefin nickte anerkennend und sagte dann auch, dass er meine Einstellung ja lobenswert findet, aber er dennoch Vorbehalte hat, mich einzustellen. Die Chefin fragte dann, ob ich überhaupt mit Kritik umgehen könne, denn auf der Arbeit ist der Ton ja doch recht rau und auch sie selber gab zu, dass sie schon mal den ein oder anderen Mitarbeiter derart angefahren hat, dass Tränen geflossen sind. Ich gab zur Antwort, dass ich berechtigte und vernünftig ausgedrückte Kritik durchaus ertrage, doch dass ich allergisch reagiere wenn ich runtergemacht und angeschrien werde, sowas findet schließlich keiner schön. Die Chefin sah ihren Handlanger komisch an und der lächelte eigenartig bevor er bestätigte, dass die Chefin mitunter "etwas übellaunig und laut werden kann". Ich schluckte. Tolles Arbeitsklima, schoss mir durch den Kopf.

Danach setzte die Chefin an und sagte, sie fände mich ja doch recht sympathisch und sie würde mir die Möglichkeit geben, mal zwei Tage Probe zu arbeiten. Ich könne eigentlich sofort nach diesem Gespräch dableiben und ein paar Stündchen reinschnuppern. Und morgen auch nochmal. Ich reagierte verdattert, sagte, ich müsse sowas erst mit dem Jobcenter abklären. Sie und ihr Handlanger kicherten und dann meinte sie forsch "Tsss, nix da. Die müssen davon nichts wissen. Ich füll doch nicht erst irgendwelche Zettel aus, nur damit Sie mal ein paar Stunden zum Probearbeiten kommen. Nee, nee, da sollen die sich mal nicht so haben. Also, was ist nun, wollen Sie gleich mal für 3 oder 4 Stunden mitmachen?"

Mein Entsetzten sah man mir wohl an, ich war darauf einfach nicht vorbereitet, in jeder Hinsicht. Ich hatte noch nichts richtiges gegessen vor dem Gesprächstermin, hatte keine geeigneten Schuhe zum Arbeiten an und überhaupt fand ich es unter aller Kanone, dass ich hier Schwarzarbeit machen soll. Der Handlanger sagte dann: "Na sehen Sie, jetzt bahnt sich doch bei Ihnen schon die nächste Panikattacke an, oder? Das sieht man doch. Und da wollen Sie, dass wir Sie einstellen? Das wird eh nicht funktionieren, wenn Sie schon wegen ein paar Stunden Panik kriegen. Ich bin der Meinung, dass Sie nicht für uns als Mitarbeiterin in Frage kommen werden. " Und auch die Chefin äußerte sich ähnlich: "Ich merke schon, dass Sie gerade anfangen, Panik zu schieben. So geht das doch nicht. Ich denke, wir brauchen es nicht probieren, das hat keinen Sinn. Sie müssen erstmal eine Therapie machen. Sie sind nicht belastbar genug. Wir können hier keinen mit Samthandschuhen anfassen. Tut mir ja leid, aber wir leben in einer Leistungsgesellschaft und da muss man halt sehen, dass man sich da einfügt. Nehmen Sie es nicht persönlich, aber Sie können froh sein, dass ihr Freund so zu Ihnen hält."

Peng, wieder ein Schlag ins Gesicht und diesmal traten mir erneut Tränen in die Augen. Wie sollte ich diese Aussage denn nicht persönlich nehmen?! Ich soll mich also glücklich schätzen, dass mein Partner mich trotz meiner Panikattacken aushält. Ich hätte es wahrscheinlich gar nicht verdient, dass man mit mir zusammen sein möchte. Das hat gesessen und für mich war das Gespräch dann definitiv vorbei. Ich sagte höflich, aber auch tief getroffen, dass ich einsehe, für diesen Job ungeeignet zu sein und wünschte den beiden Herrschaften einen schönen Tag noch.
Die verabschiedeten sich auch, wünschten mir alles Gute für die Zukunft und der Handlanger geleitete mich zum Ausgang.

Auf dem Nachhauseweg fühlte ich mich irgendwie befreit aber auch tierisch wütend, in so einem Laden würde ich eh nicht arbeiten wollen, denn während wir im Aufenthaltsraum der Belegschaft redeten, kam eine Mitarbeiterin herein, weil sie zu ihrem Spind wollte. Da wurde diese arme Frau ganz böse von der Chefin angeblafft, sie solle wieder rausgehen, aber in was für einem Ton! Unfassbar. So eine Furie von Chefin... also nee. Die Mitarbeiterin wusste ja nicht, dass da gerade ein Gespräch stattfindet und es ist ja nun mal der Aufenthaltsraum der Mitarbeiter wo die ihr Trinken und alles zu stehen haben, wo es zu den Toiletten geht usw. Da hätte die Chefin auch netter zu der Mitarbeiterin sagen können, dass sie gerade stört. Ich denke mir, dass da in dem Laden ganz schön viel gemobbt wird, weil bestimmt alle irgendwie mit der Chefin Liebkind machen wollen. Das wäre ohnehin Gift für mich. Übrigens hat der Handlanger auch durchblicken lassen, dass extrem viele Bewerber entweder gleich nach dem Probearbeiten oder in der Probezeit kündigen bzw. gekündigt werden. Tja, warum das wohl so ist? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

So, das wollte ich euch erstmal berichten.
 

Couchhartzer

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 August 2007
Beiträge
5.537
Bewertungen
9.286
Sei froh, dass du darauf (sofern diese Beschreibung stimmt):
Danach setzte die Chefin an und sagte, sie fände mich ja doch recht sympathisch und sie würde mir die Möglichkeit geben, mal zwei Tage Probe zu arbeiten. Ich könne eigentlich sofort nach diesem Gespräch dableiben und ein paar Stündchen reinschnuppern. Und morgen auch nochmal. Ich reagierte verdattert, sagte, ich müsse sowas erst mit dem Jobcenter abklären. Sie und ihr Handlanger kicherten und dann meinte sie forsch "Tsss, nix da. Die müssen davon nichts wissen. Ich füll doch nicht erst irgendwelche Zettel aus, nur damit Sie mal ein paar Stunden zum Probearbeiten kommen. Nee, nee, da sollen die sich mal nicht so haben. Also, was ist nun, wollen Sie gleich mal für 3 oder 4 Stunden mitmachen?"
nicht eingegangen bist und das gemacht hast, denn hier wurde offenbar versucht dich zur strafbaren Schwarzarbeit und zum Betrug anzustiften, denn genau solche Probearbeiten müssen zuvor beim JC gemeldet und dann vom JC genehmigt werden!
 

Ardnas87

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
15 Februar 2018
Beiträge
12
Bewertungen
0
@Couchhartzer: Ja, genau deswegen habe ich ja auch abgeblockt und denen gesagt, dass ich das erst nach Absprache mit dem JC machen kann. Aber das wollten die Beiden ja nicht, wer weiß, wie oft die das schon gemacht haben...

Ich sehe es so: wenn sich ein AG nichtmal an solche Regeln hält, wird da in dem Laden sicher noch so manches im Argen sein, also arbeitsrechtlich etc. Das kam mir unseriös vor.

Vor allem wär ich die Gelackmeierte wenn das aus irgendeinem Grund rauskäme. Nein, das war mir echt zu heiß. Ich denke mal, dass die testen wollten wie spontan ich bin und und wie wichtig mir der Job ist. Laut der Andeutungen der Chefin, machen die das hin und wieder, dass Bewerber nach dem Vorstellungsgespräch sofort mal für 2h an die Kasse oder so gesetzt werden um die Eignung und die Motivation zu sehen.
 
Oben Unten